Aschach (Freudenberg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Aschach
Gemeinde Freudenberg
Koordinaten: 49° 28′ 10″ N, 11° 54′ 6″ O
Höhe: 470 m ü. NN
Einwohner: 851 (Jun. 2019)
Eingemeindung: 1. April 1971
Postleitzahl: 92272
Vorwahl: 09621
Blick auf Aschach vom Friedhof aus nach Westen talabwärts (2018)
Blick auf Aschach vom Friedhof aus nach Westen talabwärts (2018)

Aschach ist ein Ortsteil der oberpfälzer Gemeinde Freudenberg im Landkreis Amberg-Sulzbach in Bayern.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kirchdorf liegt circa sechs Kilometer nordöstlich von Amberg in den östlichen Ausläufern der Fränkischen Alb auf einer Höhe von 470 m. Westlich des Ortes fällt das Gelände zum Tal des Krumbaches hin ab, einem linken Nebenfluss der Vils. Nördlich steigt das Relief in dem ausgedehnten Waldgebiet der Tannach bis auf 567 m an. Etwa 20 km östlich beginnt der Höhenzug des Oberpfälzer Waldes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 1085–1088 wurde das Aschach erstmals urkundlich von Heinricus de Ascha erwähnt. Der Name Aschach geht offensichtlich aus den mittelhochdeutschen Bezeichnungen für Eschen und Flüsse hervor und bedeutet die "Siedlung bei den Eschen an der Ache". Die Gegend um Aschach war schon zur Bronzezeit besiedelt. In der Nähe von Aschach befinden sich im "Kirschenholz", auf dem "Pfarracker" und im "Kohlholz" ungefähr 30 keltische Hügelgräber. Sie gehören wahrscheinlich der Hallstattzeit aus dem ersten vorchristlichen Jahrtausend an und sind als Bodendenkmale geschützt.[1]:6

Das bayerische Urkataster zeigt Aschach in den 1810er Jahren mit 37 Herdstellen westlich der katholisch geprägten Kirche St. Ägidius und ihrem ummauerten Gottesacker.[2][1]:8

An historischer Bausubstanz ist in Aschach nicht viel erhalten geblieben. Neben der romanisierenden Kirche aus den 1750er Jahren, deren Pfarrhaus und dem Friedhof sind lediglich Bestandteile der mittelalterlichen Befestigung der Burgruine Aschach erhalten, die heute in ein Wohnhaus am Hainlranger 5 integriert, und als Baudenkmale geschützt sind.[1]:1

Donatuskapelle

Nur wenige hundert Meter nordöstlich des historischen Ortskernes steht die frühneuzeitliche Donatuskapelle, die 1848 im neugotischem Stil erbaut wurde und ebenfalls unter Denkmalschutz steht.

Siehe auch: Liste der Baudenkmale in Aschach

Am 1. April 1971 wurde die vorher eigenständige Gemeinde ein Teil der Gemeinde Freudenberg.[3] Die Ortschaft zählt derzeit 851 Einwohner (Stand: 30. Juni 2019).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aschach (Freudenberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c LfD-Liste für Freudenberg (.pdf)
  2. Aschach auf BayernAtlas Klassik
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 419.