Ashok Leyland Dost

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Ashok Leyland
Ashok Leyland Dost (1).JPG
Dost
Hersteller: Ashok Leyland
Produktionszeitraum: 2012–heute
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: keines
Technische Daten
Bauformen: Pritschenwagen
Motoren: Dieselmotor:
1,5 Liter (43 kW)
Länge: 4485 mm
Breite: 1620 mm
Höhe: 1835 mm
Radstand: 2350 mm

Der Ashok Leyland Dost ist ein seit 2012 in Indien produzierter Pickup, der auch mit verschiedenen Aufbauten geliefert wird. Der Dost ist das erste Ergebnis des seit 2008 bestehenden Joint Venture zwischen Ashok Leyland und Nissan. Produziert wird der Dost im gemeinsamen Werk in der Nähe von Chennai. Die ursprünglichen Pläne, auch eine Kleinbus-Version herzustellen, wurden fallen gelassen. Stattdessen wurde im Juli 2013 der Minivan Ashok Leyland Stile ins Programm aufgenommen.

Modellprogramm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2007 beschlossen Ashok Leyland und Nissan ein Joint Venture zur Herstellung von Kleintransportern, später auch Lastkraftwagen und Omnibusse zu gründen. Für Nissan ergibt sich so ein weiterer Absatzmarkt oder Weitervermarktungsgelegenheit für seine Nutzfahrzeuge.

So ist der Dost auch kein grundsätzlich neues Produkt. Die Karosserie des Dost entspricht dem Nissan Vanette Largo GC22, der in Japan bis 1994 angeboten wurde. In Europa wurde dieses Modell nur in den Minivan- und Kombi-Varianten als Nissan Vanette C22 vermarktet, die Pickup-Variante war nur in Asien erhältlich. In Malaysia wurde das Modell jedoch bis 2010 produziert und die Produktionsanlagen anschließend nach Indien exportiert. Ashok Leyland spricht in der eigenen Werbung von einem Führerhaus im Euro-Look.

Der Dost erhielt eine neue Front und einen neu gestalteten Innenraum samt Armaturenbrett. Die neue Front wurde für ein besseres Crashverhalten entworfen. Wie beim Vanette ist der Dieselmotor des Dost als Mittelmotor zwischen den Sitzen eingebaut. Der TDCR-Motor ist ein eigens für das Modell und die speziellen indischen Anforderungen neu entwickelter 1478-cm³-Dreizylindermotor mit Common-Rail-Einspritzung, einer Leistung von 58 PS (43 kW) und einem maximalen Drehmoment von 158 Nm. Die Kraft über ein synchronisiertem Fünfgang-Schaltgetriebe auf die Hinterachse übertragen. Die maximale Steigfähigkeit des Dost beträgt 29 % und die Höchstgeschwindigkeit 90 km/h.

Bei der Entwicklung wurde auch auf einen geringen Wendekreis geachtet, der nur 9,6 Meter beträgt. Beachtlich ist auch der serienmäßige Einbau der sogenannten LSPV-Technik, die mit Ventilen das Gewicht der Karosserie und der Beladung misst und elektronisch die richtige Bremskraft einstellt um eine stabile Bremsleistung sicherzustellen, unabhängig ob das Fahrzeug voll beladen oder leer ist. Dieses System ist selbst in Europa, wenn überhaupt, meist nur als Sonderausstattung oder bei den größeren Modellen erhältlich. Der Dost ist derzeit für ein maximales Gesamtgewicht von 2500 kg zugelassen, bei einer Nutzlast von 1250 kg und zwei vordere Sitzplätzen. Demnächst sollen auch Varianten mit 3500–5000 kg und höherer Motorleistung folgen.

Drei Ausstattungsversionen werden angeboten. Eine Servolenkung ist ab der mittleren Variante LS, Klimaanlage, Stoffsitze und Stoßstange in Wagenfarbe lackiert in der LX genannten höchsten Variante serienmäßig. Die Standardversion LE ist nur in weiß, LX dagegen nicht in weißer Karosseriefarbe erhältlich. Für LS und LX ist auch beige, grüne und blaue Lackierung verfügbar. All dies dient einer möglichst kostengünstigen Produktion und niedrigen Fahrzeugpreisen. Für europäische Verhältnisse unverständlich ist der serienmäßige Einbau einer 12-V-Handyladestation, aber nur eines Sicherheitsgurtes für den Fahrer bei allen Versionen, während der Beifahrer und ein möglicher dritter Mitfahrer, der nur auf einem Kissen ohne Rückenlehne sitzen kann, ohne diese Sicherheitstechnik auskommen müssen. Der Fahrer kann den Beifahrersitz und das mittlere Sitzkissen als Liege benutzen.

Den Dost bewirbt Ashok Leyland auch als modernen Lastentransporter, der japanische Qualität zu indischen Kosten anbietet. So kostet der Dost etwa im Bundesstaat Goa 4,34,065 Indische Rupien bei einer landesüblichen Garantie von 1 Jahr oder 50.000 km inklusive vier kostenlosen Wartungen bis 50.000 km.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]