Asperges

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Sonntägliches Taufgedächtnis

Asperges (die; lateinisch aspergere ‚besprengen‘) bezeichnet in der römisch-katholischen, altkatholischen und anglikanischen Kirche den Begleitgesang zum sonntäglichen Taufgedächtnis, bei dem der Priester die Gemeinde als Segenshandlung mit Weihwasser besprengt. Der Empfänger des Sakramentales bekreuzigt sich dabei zum Gedächtnis an die eigene Taufe und als Bitte um Erneuerung der Taufgnade und damit um Vergebung der Sünden.

Dieser Ritus des Taufgedächtnisse und der Reinigung kann in der sonntäglichen heiligen Messe das Schuldbekenntnis ersetzen. In der Osterzeit wird statt der Antiphon Asperges me das Vidi aquam gesungen, zum Besprengen wird dann das in der Feier der Osternacht geweihte Taufwasser genommen. Die Bezeichnung Asperges kann auch für den gesamten Ritus stehen.

Der Text des zum Taufgedächtnis gesungenen antiphonalen Gesanges aus dem 51. Psalm lautet:

Asperges me, Domine, hyssopo, et mundabor: lavabis me, et super nivem dealbabor. Miserere mei, Deus, secundum magnam misericordiam tuam.

„Entsündige (wörtlich: „besprenge“) mich mit Ysop, dann werde ich rein; wasche mich, dann werde ich weißer als Schnee. (Ps 51,9 EU) Erbarme dich meiner, o Gott, nach Deiner großen Barmherzigkeit (Ps 51,3 EU)“

Ysop ist eine Pflanze mit buschigen Zweigen, die im alten Israel als Aspergill verwendet wurde. Das Asperges spielt auf die rituelle Reinigung von Aussätzigen und deren Wohnungen nach Levitikus (Lev 14 EU) durch siebenmaliges Besprengen an.

Vertonungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Franz Xaver Gruber: Asperges me. In: Klassika. 4. Juni 2009, abgerufen am 17. April 2018.