Audi Typ A
| Audi | |
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Audi Typ A von 1911
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| Typ A
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| Verkaufsbezeichnung | Audi 10/22 PS, Audi 10/25 PS, Audi 10/26 PS, Audi 10/28 PS |
| Produktionszeitraum | 1910–1912 |
| Klasse | Obere Mittelklasse |
| Karosserieversionen | Tourenwagen, Landaulet, Limousine |
| Motoren | Ottomotoren: 2,6 Liter (22–28 PS) |
| Länge | 4224 mm |
| Breite | 1600 mm |
| Höhe | 2135 mm |
| Radstand | 3065 mm |
| Leergewicht | etwa 1400 kg
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| Nachfolgemodell | Audi Typ B |
Der Audi Typ A ist ein Pkw-Modell der 1910er Jahre. Es war das erste Modell der Audiwerke und gleichzeitig das erste Modell der Marke Audi.
Beschreibung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]August Horch, der sich 1909 im Streit vom Automobilhersteller Horch getrennt hatte, gründete kurz darauf die Audiwerke und entwickelte ein Konkurrenzmodell. Im Mai 1910 war es fertig und kam auf den Markt.
Das Fahrzeug hat einen Vierzylinder-Reihenmotor. Jeweils zwei Zylinder sind paarweise zusammengegossen. Es sind Sackzylinder, also ohne abnehmbaren Zylinderkopf. Jeder Zylinder hat 80 mm Bohrung und 130 mm Hub, was 2614 cm³ Hubraum ergibt. Der Motor leistet in den ersten Ausführungen 22 PS, in späteren 25 PS, 26 PS und 28 PS. Davon abgeleitet wurden die Bezeichnungen 10/22 PS, 10/25 PS, 10/26 PS und 10/28 PS, wobei die 10 für die Steuer-PS standen. Der Motor ist vorn im Fahrgestell eingebaut und treibt über ein Vierganggetriebe die Hinterachse an. 75 km/h Höchstgeschwindigkeit sind möglich.[1]
Das Fahrgestell hat 3065 mm Radstand. Alle Karosserien wurden von externen Karosseriebauunternehmen angefertigt. Bekannt sind überwiegend Tourenwagen. Die Fahrzeugabmessungen betragen etwa 4224 mm Länge, 1600 mm Breite und 2135 mm Höhe mit geschlossenem Verdeck.[1] Außerdem gab es Landaulet und Limousine.[2]
Die Produktion lief bis 1912. Insgesamt entstanden hiervon 137 Stück.[1] Ein Fahrzeug existiert noch. Laut Typenschild ist es ein 10/26 PS mit der Seriennummer 78. Es gehört seit Ende der 1950er Jahre dem Technischen Nationalmuseum in Prag,[2] war aber in der Vergangenheit auch schon mal im Audi Forum Ingolstadt ausgestellt.
Nachfolger wurde der Typ B.
1911 nahmen drei Fahrzeuge mit den Fahrern August Horch, Alexander Graumüller und Zeidler an der Österreichischen Alpenfahrt teil. Horch gewann einen ersten Preis.[2]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Peter Kirchberg, Ralf Hornung: Audi-Automobile 1909–1940. Das Unternehmen · Die Marke · Die Autos. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-7688-2577-1.
- Werner Oswald: Alle Audi-Automobile 1910–1980. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1980, ISBN 3-87943-685-1.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Audi Typ A 10/22 PS. Auf traumautoarchiv.de.
- Audi 10/22 PS Typ A Phaeton, 1911 ( vom 22. August 2016 im Internet Archive) Auf audi.com.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b c Peter Kirchberg, Ralf Hornung: Audi-Automobile 1909–1940. Das Unternehmen · Die Marke · Die Autos. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-7688-2577-1, S. 210.
- ↑ a b c Peter Kirchberg, Ralf Hornung: Audi-Automobile 1909–1940. Das Unternehmen · Die Marke · Die Autos. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-7688-2577-1, S. 20–50.