Augspurg-Heymann-Preis

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Der Augspurg-Heymann-Preis wurde zur Förderung der Sichtbarkeit von lesbischen Frauen von 2009 bis 2015 jährlich von der Landesarbeitsgemeinschaft Lesben in Nordrhein-Westfalen an couragierte lesbische Frauen verliehen.

Er wurde nach Anita Augspurg und ihrer Partnerin Lida Gustava Heymann benannt. Beide sind im Zuge der ersten Frauenbewegung von 1890 bis zu ihrem Tod 1943 für die Frauenrechte – unter anderem für das allgemeine Wahlrecht – eingetreten. Die Preisskulptur, eine Doppelfigurine aus Holz mit dem Namen „Wächterin“, wurde von der Künstlerin Amsel-Gerlinde Korn geschaffen.

Im November 2015 hat die LAG Lesben in NRW entschieden, den Preis für couragierte Lesben nicht mehr nach Augspurg und Heymann zu benennen[1], nachdem bekannt wurde, dass Heymann 1907 auf einer Veranstaltung des Verbandes Fortschrittlicher Frauenvereine in Frankfurt am Main gesagt haben soll, dass man sich nicht scheuen dürfe, „Gesetze für die Vernichtung körperlicher und geistiger Krüppel“ zu verlassen.[2][3]

Preisträgerinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pressemitteilung September 2015 – LAG Lesben in NRW e.V. Abgerufen am 15. September 2016 (PDF).
  2. Augspurg-Heymann-Preis der LAG Lesben in NRW e.V. In: www.augspurg-heymann-preis.de. Abgerufen am 15. September 2016.
  3. Anette Dietrich: Weiße Weiblichkeiten: Konstruktionen von 'Rasse' und Geschlecht im deutschen Kolonialismus. transcirpt, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-89942-807-0, S. 334 ([1]).