Maren Kroymann

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Maren Kroymann (2011)

Maren Kroymann (* 19. Juli 1949 in Walsrode) ist eine deutsche Schauspielerin, Kabarettistin und Sängerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maren Kroymann, 2006

Kroymann wuchs als jüngstes Kind mit vier Brüdern – einer davon ist der ehemalige Tübinger Landrat Albrecht Kroymann – in Tübingen auf.[1][2] Nach dem Abitur am Uhland-Gymnasium 1967 begann sie ein Studium der Anglistik, Amerikanistik und Romanistik an der Eberhard Karls Universität Tübingen und spielte parallel Theater. Nach Aufenthalten in den USA und Paris ging sie 1971 nach Berlin und arbeitete dort unter anderem im Hanns-Eisler-Chor. 1977 bestand sie das erste Staatsexamen für das höhere Lehramt.[3]

1982 wurde Kroymann durch ihr erstes Bühnenprogramm Auf du und du mit dem Stöckelschuh für das Fernsehen entdeckt. Einem breiteren Publikum bekannt wurde sie 1988 an der Seite von Robert Atzorn in der vom SDR produzierten Fernsehserie Oh Gott, Herr Pfarrer. Zwei Jahre später übernahm sie die Titelrolle in der Serie Vera Wesskamp. Von Oktober 1993 bis Dezember 1997 hatte Kroymann eine eigene Comedy-Show, Nachtschwester Kroymann im Ersten.

2000 erhielt Kroymann den Berliner Frauenpreis für ihr „Werk als Kabarettistin und Schauspielerin und ganz besonders für ihr mutiges und wegweisendes feministisches Kabarett“. Zur gleichen Zeit begann sie, Balladen und Country-Songs in ihrem Programm Gebrauchte Lieder zu präsentieren. Hierzu entstand eine gleichnamige CD. Zwischen 2001 und 2007 wirkte sie in der TV-Serie Mein Leben & Ich mit. 2006 spielte sie zusammen mit Kostja Ullmann in Angelina Maccarones Beziehungsfilm Verfolgt, der im Wettbewerb Cineasti del Presente des 59. Filmfestivals von Locarno mit dem Goldenen Leoparden ausgezeichnet wurde. Für ihre Darstellung als Bewährungshelferin, die sich in eine gefährliche Liaison mit einem jugendlichen Straftäter verstrickt, wurde Kroymann 2007 zudem mit dem Preis der deutschen Filmkritik bedacht. 2010 wurde ihr von der LAG Lesben in NRW der Augspurg-Heymann-Preis für ihr lesbenpolitisches Engagement verliehen. Im Juni 2014 wurde sie mit dem Prix Pantheon als Sonderpreis in der Kategorie Reif & Bekloppt ausgezeichnet.[4] 2015 war sie wieder in einer Polit-Satire zu sehen: Eichwald, MdB im ZDF.

Kroymann ist Botschafterin des Vereins Coming out day e.V. und Mitglied im Bundesverband Schauspiel (BFFS).[5] Sie lebt in Berlin.[6]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1983: Maren Kroymann – Auf Du und Du mit dem Stöckelschuh (Doppel-LP, Live-Mitschnitt aus dem Berliner Grips-Theater)
  • 2000: Gebrauchte Lieder (zusammen mit der Jo Roloff Band)
  • 2012: In my Sixties (CD zum gleichnamigen Bühnenprogramm, Premiere Oktober 2012)

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörbücher (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Maren Kroymann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Maren Kroymann und ihre Tübinger Kindheit mit Musik In: Schwäbisches Tagblatt vom 5. September 2010.
  2. 1989-2003: Kroymann, Albrecht Dr. bei kreis-tuebingen.de. Abgerufen am 18. Juni 2013.
  3. http://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/alpha-forum/maren-kroymann-sendung-100.html
  4. Deutscher Satirepreis Prix Pantheon 2014 – Ehrenpreis an Maren Kroymann bei marenkroymann.de. Abgerufen am 17. Juni 2014.
  5. BFFS-Mitgliederliste, Bundesverband Schauspiel, bffs.de abgerufen am 8. Dezember 2015
  6. Coming Out Day Botschafterin Maren Kroymann bei coming-out-day.de