Autan (Wind)

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Der Autan ist ein in Südwestfrankreich (in den Regionen Languedoc und Roussillon), vom Mittelmeer her, aus südöstlicher Richtung, wehender Wind. Der Name leitet sich ab von lateinisch altus (dt. hoch), mit altanus als „der vom Hohen (Meer) her Wehende“.

Der Autan weht von der Mittelmeerküste zwischen Narbonne und Perpignan landeinwärts bis nach Toulouse und abgeschwächt manchmal bis Agen, sowie über die Hochebenen des südlichen Périgord und durch das mittlere Dordognetal. In diesen Gegenden wurde er seit alters her zum Antrieb zahlreicher Windmühlen benutzt. Meist ist der Wind trocken, warm und turbulent, mit einer mittleren Geschwindigkeit von 30 bis 40 km/h; in Spitzen können über 100 km/h erreicht werden.

Der Autan entsteht aus dem Zusammenspiel zweier Ereignisse: Bei einer großräumigen südwestlichen Luftströmung über die Iberische Halbinsel staut sich der Wind an den Pyrenäen. Einerseits strömen Luftmassen östlich um die Pyrenäen in die Senke zwischen Narbonne und Toulouse. Andererseits kommt es entlang der Pyrenäenkette zur Bildung von Föhn, welcher die Windgeschwindigkeit auf der Nordseite weiter erhöht. Dort wird der Autan zwischen Pyrenäen und Montagne Noire eingezwängt und erreicht bei Revel, durch den Venturi-Effekt, die höchsten Geschwindigkeiten.

Bei entgegengesetzten Druckdifferenzen zwischen Pyrenäen und Mittelmeer kann sich ein starker Nordwestwind entwickeln, die Tramontane.

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