BKK24

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
BKK24
Logo
Sozialversicherung gesetzliche Krankenversicherung
Kassenart Betriebskrankenkasse
Rechtsform Körperschaft des öffentlichen Rechts
Gründung 1. Oktober 2017[1]
Zuständigkeit Deutschland Deutschland
Verwaltungssitz Obernkirchen
Vorstand Jörg Nielaczny (Vors.), Tobias Mittmann
Aufsichtsbehörde Bundesamt für Soziale Sicherung
Versicherte 135.401 (1. April 2021)[2]
Geschäftsstellen 50 (1. Juli 2019)
Mitarbeiter 281 (April 2021)
Website www.bkk24.de

Die BKK24 ist eine deutsche Krankenkasse aus der Gruppe der Betriebskrankenkassen und als solche Träger der gesetzlichen Krankenversicherung mit Hauptsitz im niedersächsischen Obernkirchen. Die Geschichte der Krankenkasse geht zurück bis zur Gründung der Betriebskrankenkasse der Hermann Heye Glasfabriken im Jahr 1883.

Die ursprünglich betriebsinterne Einrichtung entwickelte sich – maßgeblich beeinflusst durch mehrere Fusionen mit korrespondierenden Namenswechseln – zu einer für Versicherte bundesweit geöffneten Körperschaft des öffentlichen Rechts. Unter dem Namen BKK24 firmiert das Unternehmen seit dem Jahr 2002.

Der Zusatzbeitrag ist mit 2,5 % seit 1. September 2021 der höchste unter den bundesweit geöffneten Kassen.[3][4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihren Ursprung hat die BKK in den Unternehmen Heye Glas, Gebr. Stoevesandt AG, Obo-Werke, Svedala Gruppe, Nienburger Glas und seit 2003 Nürnberger Versicherung.

Entstanden ist die BKK24 aus der freiwilligen Vereinigung der Betriebskrankenkassen Nürnberger BKK (2003), BKK Nienburger Glas (2002), BKK Heye (1999) und BKK Svedala (1999).[5] Zuletzt fusionierte sie zum 1. Oktober 2017 mit der BKK advita.

Die BKK24 zeigte gemäß § 160 Abs. 2 SGB V im Sommer 2021 finanzielle Probleme beim Bundesamt für Soziale Sicherung in Bonn an.[6]

Kritik / Avens AG[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 2014 bis 2016 kooperierte die BKK24 mit einer Stuttgarter Versicherungsmaklerin, der Avens AG, zur Gewinnung von Neukunden. Dabei wurden Familienunternehmen und ihre Mitarbeiter mit der Behauptung akquiriert, in den Unternehmen mitarbeitende Familienangehörige unterlägen nicht der Sozialversicherungspflicht. Gegenüber den Neukunden wurden von der Schwenniger entsprechende Bescheide erteilt, die nach einer Betriebsprüfung von der Deutschen Rentenversicherung in Dutzenden von Prozessen vor den Sozialgerichten erfolgreich angegriffen wurden. Die Unternehmen wurden finanziell erheblich geschädigt. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. § 1 der Satzung der BKK24. Stand 21. Januar 2021.
  2. Focus-Online BBK24: [1]
  3. Krankenkasse hebt Beiträge drastisch an. Abgerufen am 31. August 2021.
  4. Die BKK24 wird zur teuersten Krankenkasse - VersicherungsJournal Deutschland. Abgerufen am 3. September 2021.
  5. BKK24. Archiviert vom Original am 5. August 2010.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cecu.de Abgerufen am 21. Januar 2012.
  6. Gesundheitsbranche: Notlage angezeigt: Krankenkasse BKK24 droht die Insolvenz. In: Handelsblatt. Abgerufen am 31. August 2021.
  7. Hohe Nachzahlungen für Familienbetriebe | SWR Recherche-Unit | REPORT MAINZ. 6. November 2019, abgerufen am 1. November 2021.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 52° 16′ 45″ N, 9° 8′ 50,5″ O