Bahnstrecke Hünfeld–Wenigentaft-Mansbach

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Hünfeld–Wenigentaft-Mansbach
Strecke der Bahnstrecke Hünfeld–Wenigentaft-Mansbach
Streckennummer (DB): 3813 Hünfeld–Treischfeld
Kursbuchstrecke (DB): zuletzt 192k Hünfeld–Treischfeld
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Strecke – geradeaus
von Fulda
Bahnhof, Station
0,0 Hünfeld
   
nach Bebra
   
2,3 bei Gruben
   
4,2 Burghaun Ost
   
5,9 Klausmarbacher Viadukt
   
8,7 Steinbach (Rhön)
   
11,9 Leimbach (Rhön)
   
14,5 Eiterfeld
   
19,0 Großentaft
   
21,6 Treischfeld
   
24,6 Hessen/Thüringen (innerdeutsche Grenze)
   
von Hilders
   
von Oechsen
   
26,4 Wenigentaft-Mansbach
   
nach Unterbreizbach

Die Bahnstrecke Hünfeld–Wenigentaft-Mansbach (im Volksmund erhielt die Bahn den Namen „Die Bimbel“[1]) ist eine ehemalige Nebenbahn von Hessen nach Thüringen. Sie war eine Verbindung zwischen der Bahnstrecke Bebra–Fulda in Hünfeld und der 1952 stillgelegten Ulstertalbahn und führte zwischen Treischfeld und Wenigentaft über die ehemalige innerdeutsche Grenze.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke wurde am 1. Dezember 1906 eröffnet. Ein in den 1930er Jahren geplanter zweigleisiger Ausbau wurde während der Kriegsjahre 1942 eingestellt. Die deutsche Teilung nach dem Zweiten Weltkrieg führte 1945 zur Betriebseinstellung zwischen Treischfeld und Wenigentaft; der Bahnhof Wenigentaft-Mansbach lag direkt an der Grenze. Von Hünfeld bis Treischfeld in Hessen fuhren bis zum 28. Mai 1972 noch Personenzüge. Der Güterverkehr wurde zwischen Eiterfeld und Treischfeld am 1. Januar 1976 und zwischen Hünfeld und Eiterfeld am 31. Dezember 1991 eingestellt. Heute ist die Strecke abgebaut, weitgehend werden die Trassenabschnitte für den Kegelspiel-Radweg genutzt.

Volksmund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Volksmund erhielt die Bahn den Namen „Die Bimbel“, da sich die Züge in frühen Jahrzehnten durch eine Glocke auf der Lok mit ständigem Gebimmel an Bahnübergängen und Haltestellen ankündigten.

Streckenabschnitt Burghaun Ost – Steinbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein bemerkenswerter Ingenieurbau der Strecke ist der Viadukt bei Klausmarbach, eine 32 Meter hohe Sandsteingewölbebrücke, die in fünf jeweils 18 Meter breiten Bögen das Tal überspannt[2]. Sie wurde 1938 durch ein sandsteinverblendetes Betonbauwerk verbreitert, um eine Zweigleisigkeit zu ermöglichen. An anderen Trassenabschnitten wurde dies aber nicht realisiert.

Streckenbilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Allgemeines zur Strecke auf bahntrassenradwege.de
  2. Der Klausmarbacher Viadukt auf bahntrassenradwege.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

vergessene-bahnen.de