Bahnstrecke Haßfurt–Hofheim

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Haßfurt–Hofheim
Streckennummer:5232
Kursbuchstrecke (DB):816
Streckenlänge:15,49 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Maximale Neigung: 28,6 
von Schweinfurt
0,00 Haßfurt
nach Bamberg
1,23 Haßfurt Gymnasium (ab 1965)
5,0   Prappach (bis 1924)
7,74 Königsberg (Bayern) (bis 1920 Königsberg (Franken))
10,94 Junkersdorf (b Hofheim)
13,48 Rügheim
15,49 Hofheim (Unterfr)

Die Bahnstrecke Haßfurt–Hofheim war eine eingleisige, 15,49 Kilometer lange Nebenbahn von Haßfurt nach Hofheim in Unterfranken. Im Volksmund wurde sie auch Hofheimerle genannt. Die Strecke wurde 1995 stillgelegt und abschnittsweise zum Bahntrassenradweg umgebaut, der Teil des Radwegs Haßfurt–Meiningen ist.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Schienenbus im Bahnhof Hofheim (Unterfr) im Jahr 1991

Am 1. August 1852 erreichte die Eisenbahn mit der Ludwigs-West-Bahn Haßfurt. Erst vierzig Jahre später, am 15. März 1892, eröffneten die Königlich Bayerischen Staats-Eisenbahnen die Sekundärbahn nach Hofheim.[2] Grundlage hierfür war ein Staatsvertrag zwischen dem Königreich Bayern und dem Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha, der eine Mitfinanzierung durch die sächsische Enklave Königsberg und eine entsprechende Linienführung sicherstellte. Deshalb war die Trassierung nicht direkt von Haßfurt nach Hofheim entlang der Nassach ausgeführt worden, sondern es wurde ein Umweg über Königsberg mit einer aufwändigeren Trassierung gewählt.[2] Im Jahr 1965 entstand mit einem neuen Schulzentrum der Haltepunkt Haßfurt Gymnasium, was lange für hohe Fahrgastzahlen sorgte. Am 24. September 1994 wurde der Güterverkehr, am 31. Juli 1995 der Personenzugverkehr eingestellt und die Strecke zum 1. Dezember 1995 stillgelegt. Der Rückbau war im Januar 1997 abgeschlossen.[2] Das ehemalige Stationsgebäude in Hofheim beherbergt seitdem ein kleines Museum zur Streckengeschichte.

Bahnhof Hofheim (Unterfranken), 30. April 2016

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfangs fuhren auf der Strecke zwei Personenzugpaare pro Tag. Zum Einsatz kamen unter anderem die Dampflokomotiven der Baureihen 9810 und später 9811. Ab Dezember 1959 wurde der Schienenbus im Personenzugverkehr zum Regelfahrzeug. Im Jahr 1976 gab es an Werktagen acht Zugpaare, die ungefähr 24 Minuten Fahrzeit hatten. Im Güterverkehr konnten die Baureihe 86 sowie die Diesellokomotiven V 100 und V 80 beobachtet werden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas Kuhfahl: Nebenbahnen in Unterfranken. Eisenbahn-Fachbuchverlag Neustadt/Coburg, 2003. ISBN 3-9805967-9-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.achim-bartoschek.de: Beschreibung und Fotos des Radwegs auf der Trasse
  2. a b c Andreas Kuhfahl: Nebenbahnen in Unterfranken. Eisenbahn-Fachbuchverlag Neustadt/Coburg, 2003. ISBN 3-9805967-9-6, S. 34.