Bahnstrecke Oravița–Anina

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Oravița–Anina
Viadukt der Strecke
Viadukt der Strecke
Kursbuchstrecke (CFR):925
Streckenlänge:33,4 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Strecke – geradeaus
von Iam (vorübergehend stillgelegt)
Bahnhof, Station
0,00 Oravița 219 m
   
nach Berzovia
   
   
   
Natra
Haltepunkt, Haltestelle
3,14 Brădișoru de Jos hc[Anm. 1]
   
Lișava
Haltepunkt, Haltestelle
17,70 Dobrei P. aj. M
Tunnel
   
Dobra
Haltepunkt, Haltestelle
22,00 Lișava
Tunnel
Haltepunkt, Haltestelle
25,20 Ciudanovița hc
Tunnel
Tunnel
   
Jitin
Tunnel
Tunnel
Tunnel
Tunnel
Bahnhof, Station
29,00 Gârliște Hm[Anm. 2]
Tunnel
Bahnübergang
Tunnel
Tunnel
Tunnel
Kopfbahnhof – Streckenende
33,40 Anina 556 m

Die Bahnstrecke Oravița–Anina ist eine 33,4 Kilometer lange Nebenbahn in Rumänien. Die normalspurige Gebirgsbahn führt im Südosten des rumänischen Banats von Oravița (Orawitz) nach Anina (Steierdorf).

Die im Anina-Gebirge (Munții Aninei) im Kreis Caraș-Severin gelegene Strecke, auch rumänische Semmeringbahn[1] oder Banater Montanbahn genannt, folgt in nordöstlicher Richtung der Kreisstraße (drum județean) DJ 573 nach Anina. Sie quert dabei unter anderem die Bäche Lișava, Dobra, Natra und Gârliște und überwindet einen Höhenunterschied von 338 Metern. Die Bahnstrecke verläuft heute (2019) auf 21 Kilometer – zwei Drittel der der ursprünglichen Strecke – ferner über zehn Viadukte und passiert 14 Tunnels, deren längster sich bei Gârliște (660 Meter;[1] Lage) befindet.[2][3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegen erhöhtem Kohleabbau im Anina-Gebirge, plante Anton Rappos 1847 eine Bahnstrecke von Oravița nach Lișava auf dem damaligen Territorium Ungarns innerhalb der habsburgischen Doppelmonarchie. Nachdem 1855 die Österreichisch-ungarische Staatseisenbahngesellschaft die Bauarbeiten übernahm konnte die Bahn 1863 zuerst für den Güter- und danach auch für den Personenverkehr freigegeben werden. 1918 kam die Strecke in Folge des Friedensvertrags von Trianon, der einen Teil des Banats Rumänien zusprach, zur rumänischen Staatsbahn Căile Ferate Române, kurz C.F.R.

Am Bau der Bergbahn waren die Ingenieure Anton Rappos und Karl Dülnig; die Architekten Karl Maniel und Johann Ludwig Dollhoff-Dier beteiligt.[4]

Bis zum Frühjahr 2015 war Oravița durch Personenzüge des Eisenbahnverkehrsunternehmen Regiotrans (heute Regio Calatori) erreichbar, die weiter bis nach Iam verkehrten. Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017 wurde zunächst ein Zugpaar, zum 1. Januar 2018 dann ein weiteres Zugpaar zwischen Berzovia und Oravița eingerichtet, womit die Strecke nach Anina wieder durchgängig per Bahn erreichbar ist.[5]

Heute steht sie unter Denkmalschutz und wird täglich von einem Zugpaar bedient.[3][6]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Die Bahnstrecke Oravița–Anina bei intercultural.ro (Memento vom 21. November 2016 im Internet Archive) abgerufen am 20. November 2016 (rumänisch).
  2. Florin-Josef Lătărețu: Steierdorf-Anina im Banat, Rumänien (PDF; 160 kB).
  3. a b Liste historischer Denkmäler im Kreis Caraș-Severin des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 840 kB).
  4. Angaben zur Bahnstrecke Oravița–Anina bei oravita-anina.eu abgerufen am 20. November 2016 (mehrsprachig).
  5. Kursbuchtabelle Berzovia–Oravita. Regio Calatori S.A., 10. Dezember 2017, abgerufen am 10. April 2018 (rumänisch).
  6. LOK Report - Rumänien: Bahnbetrieb Oravița - Anina geht weiter. Abgerufen am 13. Dezember 2019 (deutsch).

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Haltă călători
  2. Haltă mișcare