Bank Leu

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Logo der Bank Leu
Aktie über 500 Franken der AG Leu & Co. vom 9. Juni 1906

Die Bank Leu mit Hauptsitz in Zürich war bis Ende 2006 eine Schweizer Privatbank.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie wurde im Jahr 1755 als Staatsbank des Zürcher Stadtstaats gegründet. Massgeblich an der Gründung beteiligt war der spätere Bürgermeister Johann Jacob Leu. Zu den Kunden gehörte auch die österreichische Kaiserin Maria Theresia. 1798 rettete sich die Bank mit einer Schnellprivatisierung vor der Konfiskation ihrer Einlagen und Vermögenswerte durch die vorrückenden französischen Truppen. 1915 wurde der Hauptsitz an der Bahnhofstrasse 32 in Zürich bezogen, der als einer der schönsten Jugendstilbauten der Stadt gilt. Zwischen 1963 und 1979 eröffnete auf dem ganzen Kantonsgebiet neue Filialen und mauserte sich so auf diese Weise zu einer Universalbank. 1990 wurde die Bank Leu von der damaligen CS Holding (heute: Credit Suisse Group) aufgekauft. 1997 bis 1998 wurde die Bank Leu völlig neu ausgerichtet und umstrukturiert. Anfang 2007 wurde sie zusammen mit Clariden Bank, Bank Hofmann, BGP Banca di Gestione Patrimoniale und der Effektenhändlerin Credit Suisse Fides zur Clariden Leu fusioniert, die 2012 mit der Credit Suisse zusammengeführt und aufgelöst wurde.

In ihrem 251. und letzten Geschäftsjahr beschäftigte die Bank Leu 541 Mitarbeiter und verfügte über eine Bilanzsumme von 16,524 Milliarden Schweizer Franken sowie Kundenvermögen von gesamthaft 34 Milliarden Schweizer Franken.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]