Banksien

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Banksien
Banksia sphaerocarpa

Banksia sphaerocarpa

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Eudikotyledonen
Ordnung: Silberbaumartige (Proteales)
Familie: Silberbaumgewächse (Proteaceae)
Unterfamilie: Grevilleoideae
Gattung: Banksien
Wissenschaftlicher Name
Banksia
L.f.

Die Banksien (Banksia) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Silberbaumgewächse (Proteaceae). Von den 80 Arten kommt nur eine außerhalb Australiens vor.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration aus Curtis's Botanical Magazine, Volume 73, 1847, Tafel 4317 von Banksia squarrosa
Blütenstand von Banksia spinulosa

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Banksia-Arten sind verholzende Pflanzen und wachsen als immergrüne Sträucher oder Bäume.

Die wechselständig bis manchmal etwas wirtelig angeordneten, immergrünen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die ledrige Blattspreite ist einfach bis tief geteilt. Sie haben in den meisten Fällen eine silbrig-graue Blattunterseite und die Blattoberseite ist dunkelgrün. Manche Arten sind heterophyll, es gibt also verschiedene Blätter. Es sind keine Nebenblätter vorhanden.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blütenstände setzen sich aus hunderten bis tausenden Einzelblüten zusammen, die Farbe variiert zwischen gelb und rot. Die schmalen Hüllblätter sind meist behaart und fallen oft schon während der Anthese ab. Ein großes Tragblatt steht jeweils unter paarweise zusammenstehenden Blüten. Die einzelnen Blüten sitzen über einem Deckblatt.

Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Es sind nur vier mehr oder weniger gleichgestaltige Blütenhüllblätter vorhanden. Es ist ein Diskus vorhanden. Es ist nur ein Kreis mit vier fertilen Staubblättern vorhanden; sie sind untereinander frei und alle gleich oder mehr oder weniger deutlich verschieden. In jeder Blüte ist nur ein oberständiges Fruchtblatt, das manchmal unvollständig geschlossen ist. Das Fruchtblatt enthält zwei Samenanlagen.

In den Samenständen befinden sich viele Balgfrüchte. Die holzigen Balgfrüchte enthalten ein oder zwei Samen. Die Samen besitzen zwei Flügel.

Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, Vögel oder kleine Beuteltiere.

Die harten, verholzten Samenstände vieler Banksia-Arten öffnen sich erst bei großer Hitze, wie zum Beispiel bei einem Buschfeuer. Die geflügelten Samen fallen aus und werden vom Wind fortgetragen.

Verbreitung in Australien

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Banksia integrifolia var. integrifolia

Die Gattung Banksia wurde 1782 durch Carl von Linné dem Jüngeren in Supplementum Plantarum: Systema Vegetabilium Editionis Decima Tertia, Generum Plantarum Editionis Fexta, Et Specierum Plantarum Editionis Secunda. Brunsvigae: Orphanotrophei. aufgestellt. Der Gattungsname Banksia ehrt den Botaniker Joseph Banks.

Ihr Vorkommen ist auf den australischen Kontinent, einschließlich Tasmanien, beschränkt, wobei dort 80 Arten vorkommen. Die Ausnahme ist Banksia dentata, die im nördlichen Australien und auf nördlich davon gelegenen Inseln vorkommt, einschließlich Neuguinea und den Aru-Inseln.

Zur Gattung der Banksia gehören 76 bis über 90 Arten. Hier eine in Untergattungen und Sektionen gegliederte Liste nach Alex S. George 1981:[1]

Banksia spinulosa Sorte ‘Honeypots’

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sorten einiger Arten werden als Zierpflanzen in Parks und Gärten verwendet.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sägen-Banksie (Banksia serrata):

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alexander Segger George: The genus Banksia L.f. (Proteaceae). In: Nuytsia, Volume 3, Issue 3, 1981, S. 239–473. ISSN 0085-4417
  2. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao ap aq ar as at au av aw ax ay az ba bb bc bd be bf bg bh bi bj bk bl bm bn bo bp bq br bs bt bu bv bw Alexander Segger George (2020): Datenblatt Banksia bei „Flora of Australia“. - Australian Biological Resources Study des Department of Agriculture, Water and the Environment: Canberra. Mit Informationen aus A. S. George (1999): Banksia. In: Flora of Australia.
  3. a b c d e f g h i j k l m n o p Walter Erhardt et al.: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2008. ISBN 978-3-8001-5406-7.

Weiterführende Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alexander Segger George: New taxa and notes on Banksia L.f. (Proteaceae). In: Nuytsia Volume 6, 1988. S. 309–317.
  • Alexander Segger George: Notes on Banksia L.f. (Proteaceae). In: Nuytsia Volume 11, 1996, S. 21–24.
  • Alexander Segger George: The Banksia Book (2. Auflage 1984, 1987, 3. Auflage 1996).
  • C.E.Rosser, Alexander Segger George: Banksias, Volume I (1981), Volume II (1988), Volume III.
  • A.Taylor & S.Hopper, The Banksia Atlas, 1988.
  • M. Sedgley, M. Sierp, M. A. Wallwork, A. M. Fuss, K. Thiele: Pollen presenter and pollen morphology of Banksia L.f. (Proteaceae). In: Austral. J. Bot. Volume 41, 1993, S. 439–464.
  • K. R. Thiele, P. Y. Ladiges: A cladistic analysis of Banksia (Proteaceae). In: Austral. Syst. Bot. Volume 9, 1996, S. 661–733.
  • T. L. Maguire, M. Sedgley, J. G. Conran: Banksia sect. Coccinea (Proteaceae), a new section. In: Austral. Syst. Bot., Volume 9, 1996, S. 887–891.
  • Alexander Segger George, A. R. Mast: Molecular systematics of subtribe Banksiinae (Banksia and Dryandra ; Proteaceae) based on cpDNA and nrDNA sequence data: implications for taxonomy and biogeography. In: Austral. Syst. Bot. Volume 11, 1998, S. 321–342.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Banksien (Banksia) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien