Bannwaldsee

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Bannwaldsee
Bannwaldsee (vorne) und Forggensee vom Buchenberg aus gesehen.
Bannwaldsee (vorne) und Forggensee vom Buchenberg aus gesehen.
Geographische Lage Allgäu
Zuflüsse Buchinger Ache
Abfluss Mühlberger Ach
Orte in der Nähe Füssen
Daten
Koordinaten 47° 36′ 4″ N, 10° 46′ 38″ OKoordinaten: 47° 36′ 4″ N, 10° 46′ 38″ O
Bannwaldsee (Bayern)
Bannwaldsee
Höhe über Meeresspiegel 785,9 m
Fläche 2,28 km²[1]
Länge 2,34 km[1]
Breite 1,445 km[1]
Volumen 14.090.000 m³[1]
Umfang 6,79 kmf9
Maximale Tiefe 12,0 m[1]
Mittlere Tiefe 6,2 m[1]
pH-Wert 7,9
Einzugsgebiet 21,42 km²f4

Besonderheiten

Gewässergüte: mesotroph

Der Bannwaldsee ist ein 2,28 km² großer See im Landkreis Ostallgäu, Bayerisch-Schwaben, Bayern. Er liegt 4,5 Kilometer nordöstlich von Füssen, einen knappen Kilometer östlich des Forggensees, in den er über die Mühlberger Ach entwässert. Große Teile des Ufers bestehen aus natürlichen Verlandungszonen. Im Südosten befinden sich ein Campingplatz und Badezonen.

Der Bannwaldsee gehört mit seiner gesamten Fläche zur Gemeinde Schwangau; sein Ostufer grenzt an die Gemeinde Halblech.

Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verlandung und Versumpfung des Bannwaldsees haben die Entstehung von großflächigen Hochmoor- und Niedermoorstandorten sowie Feuchtgebieten mit Streuwiesen, Seggenrieden, Röhrichten sowie Moor-, Bruch- und Sumpfwäldern begünstigt. Am Nordufer dominieren lebende Hochmoore, die zum Teil degradiert sind. Am Westufer kommen kalkreiche Niedermoore vor.[2]

Gewässergüte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gewässergüte ist mesotroph. Die Wassererneuerungszeit beträgt 5,2 Jahre.

Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende geschützten Tierarten besiedeln den Bannwaldsee und die angrenzenden Ufer- und Verlandungszonen[2]

Flora[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende schutzwürdigen Lebensraumtypen kommen im Bereich des Sees und der angrenzenden Ufer- und Verlandungszonen vor:[2]

  • Renaturierungsfähige degradierte Hochmoore
  • Übergangs- und Schwingrasenmoore
  • Torfmoor-Schlenken mit Schnabelbinsen-Gesellschaften
  • Kalktuffquellen
  • Kalkreiche Niedermoore
  • Lebende Hochmoore
  • Kalk-(Halb-)Trockenrasen und ihre Verbuschungsstadien
  • Pfeifengraswiesen
  • Feuchte Hochstaudenfluren
  • Magere Flachland-Mähwiesen
  • Moorwälder
  • Erlen-Eschen- und Weichholzauenwälder
  • Natürliche und naturnahe nährstoffreiche Stillgewässer mit Laichkraut- oder Froschbiss-Gesellschaften
Der Bannwaldsee vom Tegelberg aus gesehen. Im Hintergrund der Forggensee. Aufnahme 09/2006

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der See liegt in dem 5,60 km² großen Naturschutzgebiet Bannwaldsee (NSG-00495.01).[3]

Der Bannwaldsee und die umgebenden Feuchtgebiete sind ebenso Bestandteil des europäischen Netzwerks Natura 2000 und als gleichnamiges FFH-Gebiet an die Europäische Kommission gemeldet worden (Größe: 558 Hektar, 8430-301).[2]

Der Forggensee und benachbarte Seen, einschließlich des Bannwaldsee sind als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen (Größe: 5.806 Hektar, LSG-00446.01).[4]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bannwaldsee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Dokumentation von Zustand und Entwicklung der wichtigsten Seen Deutschlands: Teil 11 Bayern (PDF; 1,7 MB)
  2. a b c d Steckbriefe der Natura 2000 Gebiete: 8430-301 Naturschutzgebiet 'Bannwaldsee' (FFH-Gebiet). Bundesamt für Naturschutz (BfN), 14. April 2015; abgerufen am 4. September 2017.
  3. protectedplanet.net
  4. Ulrike Hanning: Grüne Liste der Landschaftsschutzgebiete in Schwaben. Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU), 15. Juli 2016; abgerufen am 4. September 2017.