Halblech

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Halblech
Halblech
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Halblech hervorgehoben

Koordinaten: 47° 38′ N, 10° 49′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Höhe: 800 m ü. NHN
Fläche: 125,45 km2
Einwohner: 3515 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 28 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87642
Vorwahl: 08368
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 173
Gemeindegliederung: 32 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 18
87642 Halblech
Website: www.gemeinde-halblech.de
Erster Bürgermeister: Johann Gschwill (Parteilose Wählergemeinschaft Buching)
Lage der Gemeinde Halblech im Landkreis Ostallgäu
ÖsterreichKempten (Allgäu)Landkreis OberallgäuKaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis UnterallgäuLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis Landsberg am LechRettenbach am AuerbergWestendorf (Landkreis Ostallgäu)Wald (Schwaben)Waal (Schwaben)UntrasriedUnterthingauHalblechStöttwangStötten am AuerbergSeegSchwangauRückholzRuderatshofenRoßhauptenRonsbergRieden (bei Kaufbeuren)Rieden am ForggenseePfrontenPforzenOsterzellOberostendorfObergünzburgNesselwangMauerstettenMarktoberdorfLengenwangLechbruck am SeeLamerdingenKraftisriedKaltentalJengenIrseeGünzachHopferauGörisriedGermaringenFüssenFriesenriedEisenberg (Schwaben)EggenthalBuchloeBidingenBaisweilBiessenhofenAitrangKarte
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Halblech von Süden (2020)
Lüftlmalerei in Halblech

Halblech ist eine Gemeinde im bayerisch-schwäbischen Landkreis Ostallgäu. Der Gemeindeteil Trauchgau ist Sitz der Gemeindeverwaltung. Sie ist die flächengrößte Gemeinde im Landkreis Ostallgäu und hat Anteil an den Ammergauer Alpen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Region Allgäu und grenzt an die oberbayerische Region Pfaffenwinkel an. Durch den Ort verlaufen die Radwanderwege der Romantischen Straße, und des Bodensee-Königssee-Radweges. Auch an verschiedene Fernwanderwege ist Halblech angeschlossen, z. B. an den Maximiliansweg, an die Wandertrilogie Allgäu und die Schlossparkrunde im Allgäu.

Die Höhenlage befindet sich zwischen ca. 743 m ü. NHN (bei Schlöglmühle am Premer Lechsee) und 2082 m ü. NHN (Hochplatte der Ammergauer Alpen).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat 32 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Buching, Fronreitener Forst und Trauchgau.

Die Gemeindeteile verteilen sich folgendermaßen:

  • Gemarkung Buching: Bayerniederhofen, Berghof, Bruckschmid, Buching, Greith, Häringer, Hafenfeld (Hafenbauer), Helfenwang, Herdweg, Hergratsried, Kniebis, Lachen, Ostern, Pfefferbichl, Rauhenbichl, See, Thal, Zwieselried.
  • Gemarkung Trauchgau: Birnbaum, Eschenberg, Jans, Küchele, Halblech, Oberreithen, Ried, Schlöglmühle, Schober, Schwaighof, Serra, Stockingen, Trauchgau, Unterreithen, Zwingen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gründung der Vorläufergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet von Halblech gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Landsberg und war Teil der Herrschaft Hohenschwangau, die seit 1567 ein Teil Bayerns ist. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Halblech die Gemeinden Buching und Trauchgau.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Januar 1976 die Gemeinden Buching und Trauchgau zur neuen Gemeinde Halblech zusammengeschlossen.[3]

Am 1. Januar 1980 wurde das gemeindefreie Gebiet Fronreitener Forst aufgelöst, und der kleinere Teil (467,28 Hektar) in die Gemeinde Halblech eingegliedert. Der größere Teil mit 1398,40 Hektar kam an die östliche Nachbargemeinde Wildsteig im Landkreis Weilheim-Schongau.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 2513 Einwohner, davon in Trauchgau 1299 und in Buching 1214[3]
  • 1970: 2797 Einwohner, davon in Trauchgau 1446 und in Buching 1351[3]
  • 1987: 3115 Einwohner
  • 1991: 3408 Einwohner
  • 1995: 3473 Einwohner
  • 2000: 3485 Einwohner
  • 2005: 3570 Einwohner
  • 2010: 3433 Einwohner
  • 2015: 3477 Einwohner
  • 2020: 3515 Einwohner[4]

Halblech wuchs von 1988 bis 2008 um 279 Einwohner bzw. etwa neun Prozent. Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 3186 auf 3469 um 283 Einwohner bzw. um 8,9 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit Mai 2014 Johann Gschwill (Parteilose Wählergemeinschaft Buching); er wurde am 15. März 2020 mit 89,0 % der Stimmen für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wahl am 15. März 2020 hatte folgendes Ergebnis:

  • Überparteiliche Wählergemeinschaft Trauchgau (ÜWT): 8 Sitze (51,54 %)
  • Parteilose Wählergemeinschaft Buching (PWB): 8 Sitze (48,46 %).

Die Wahlbeteiligung lag bei 65,0 %.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Halblech
Blasonierung: „Durch einen Dreiberg geteilt von Silber und Blau; oben eine grüne Tanne, unten ein unterhalbes goldenes Mühlrad.“[5]

Dieses Wappen wird seit 1978 geführt.

Wappenbegründung: Das Gebiet der Gemeinde besteht zu mehr als der Hälfte aus Wald und Bergweiden. Der Dreiberg und die Tanne stellen die bergige Umgebung und den Waldreichtum dar. Das Mühlrad steht für die vielen Sägemühlen, die entlang des Flusses Halblech standen. Früher nutzten die Bewohner den Fluss Halblech, der auch dem Ort seinen Namen gab, bei der Holzverarbeitung. Die Farben Silber und Blau erinnern daran, dass das Gebiet bereits seit über 400 Jahren zu Bayern gehört. Albrecht V. von Bayern erwarb 1567 die Herrschaft Schwangau, zu der auch der Ort Halblech gehörte.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Halblech gibt es mehrere Sportvereine.[6] An Sporteinrichtungen verfügt Halblech über Fußball- und Tennisplätze in Buching und Trauchgau, ein Freibad, Skilifte in Buching und in Halblech sowie Start- und Landeplätze der Drachen- und Gleitschirmflieger am Buchenberg.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 13, im produzierenden Gewerbe 960 und im Bereich Handel und Verkehr 38 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 264 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1150. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) und im Bauhauptgewerbe gab es je sieben Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 121 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2704 ha.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 125 Kindergartenplätze mit 96 Kindern
  • Grundschule: eine mit zwölf Lehrern und 255 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Monika Bader (* 9. März 1959), Skirennläuferin
  • Christian Pfeiffer (Motorsportler) (* 20. April 1970), mehrfacher Welt- und Europameister im Stuntriding
  • Petra Etschmann (* 10. März 1961), Sportschützin, mehrfache Deutsche Meisterin mit dem Luftgewehr und Zimmerstutzen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Halblech – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Halblech – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Halblech in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 17. August 2019.
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 779.
  4. Bayernportal: Gemeinde Halblech, Landkreis Ostallgäu
  5. Eintrag zum Wappen von Halblech in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  6. Gemeinde Halblech, Vereinsregister: https://www.gemeinde-halblech.de/vereine-und-verbaende/vereinsregister.html