Baptistenkapelle Jennelt

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Baptistenkapelle in Jennelt

Die Evangelisch-Freikirchliche Baptistenkapelle Jennelt steht im gleichnamigen Ortsteil der ostfriesischen Gemeinde Krummhörn. Sie wurde um 1900 als Umbau eines ehemaligen Pferdestalls errichtet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anfänge der Baptistengemeinde in Jennelt gehen auf die missionarische Tätigkeit von Baptisten aus Ihren zurück, die als Muttergemeinde aller älteren ostfriesischen Baptistengemeinden gilt. In Hamswehrum wurde 1865 eine Filialgemeinde von Ihren aus gegründet, die dort für zehn Jahre ein Versammlungshaus hatte, das später wieder verkauft wurde.[1] 1875 verlegten die Krummhörner Baptisten ihre Gemeindearbeit nach Jennelt. Das große Einzugsgebiet umfasste die Krummhörn, Emden und das Brokmerland.[1] Die Jennelter Gemeinde wurde ihrerseits zum Ausgangspunkt für Gemeindegründungen in Emden, Norden und Moorhusen.

Die Gemeinde hat derzeit keinen hauptamtlichen Pastoren. Im Jahr 2010 wurden die sonntäglichen Gottesdienste von 40 bis 50 Personen besucht.[2] Die Baptistengemeinde Jennelt gehört zum Evangelisch-Freikirchlichen Landesverband Baptisten im Nordwesten und innerhalb des Landesverbandes zur regionalen Arbeitsgemeinschaft Ems-Jade-Mission.

Baubeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 1900 bauten die Jennelter Baptisten einen früheren Pferdestall um und weihten ihn als Gotteshaus ein. Ein erster Umbau wurde 1928 durchgeführt. Die heutige Vorderfront zur Straßenseite, in der sich früher auch der Haupteingang befand, sowie ein Anbau stammen aus den 1970er Jahren.

Das Eingangsportal befindet sich heute im Anbau, in dem sich neben dem Foyer mit Büchertisch und Garderobe die Küche und ein Gruppenraum befinden. Zum Gottesdienstraum, der seit den 1970er Jahren aus zwei Flügeln besteht, gelangt man durch eine weitere Tür. Die Bestuhlung beider Flügel ist auf die Kanzel und den Abendmahlstisch ausgerichtet. Im alten Flügel befindet sich eine kleine Empore mit Orgel. Das Instrument wurde 1952 von Eberhard Friedrich Walcker mit vier Registern auf einem Manual ohne Pedal gebaut und von der Gemeinde gebraucht erworben. Unter der Empore befindet sich das Technikpult, über das die Beschallung und der regelmäßig im Gottesdienst eingesetzte Beamer gesteuert werden. Die Wand hinter Abendmahlstisch und Kanzel wird durch eine bunte Glasfensterrosette geschmückt. Unter ihr befindet sich ein schlichtes Holzkreuz. Das Baptisterium ist in den Boden eingelassen und wird nur bei Taufgottesdiensten geöffnet. Eine Tür hinter dem Abendmahlstisch führt in weitere Gruppenräume, die unter anderem der Sonntagsschule, Jungschar und Jugendgruppe der Gemeinde als Domizil dienen. In diesem Bereich befinden sich auch die Sanitäranlagen.

Im November 2012 wurde ein weiterer Um- und Ausbau des Gotteshauses nach einer 16-monatigen Bauzeit seiner Bestimmung übergeben.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Menno Smid: Ostfriesische Kirchengeschichte. Selbstverlag, Pewsum 1974, S. 544f. (Ostfriesland im Schutze des Deiches, Bd. 6).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Menno Smid: Ostfriesische Kirchengeschichte. Selbstverlag, Pewsum 1974, S. 544f. (Ostfriesland im Schutze des Deiches, Bd. 6).
  2. Neues aus dem Landesverband 2010, S. 51, abgerufen am 31. März 2018 (PDF-Datei; 2,85 kB).
  3. Emder Zeitung: Baptisten weihen neues Zentrum ein, abgerufen am 31. März 2018.


Koordinaten: 53° 27′ 50,6″ N, 7° 8′ 6,9″ O