Barrelhouse Jazzband

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Die Barrelhouse Jazzband ist Deutschlands erfolgreichste Band des traditionellen Jazz (New-Orleans-Stil, Swing); ihre Musiker kommen aus der Region Frankfurt/Main und Marburg.

Die Barrelhouse Jazzband Frankfurt wurde im Jahr 1953 als Amateurband gegründet, seit Mitte der 1980er Jahre arbeitet sie professionell und wurde im Laufe der Jahre zur international renommiertesten Jazzband Deutschlands. Die Band hat im Laufe der Jahre viele Schallplatten im Bereich des traditionellen Jazz herausgebracht. Sie musiziert in der klassischen Combo-Besetzung mit Trompete/Posaune, Klarinette/Saxophon sowie einer Rhythmusgruppe aus Piano, Gitarre, Bass und Schlagzeug. 1962 brach die Ur-Besetzung auseinander; seitdem ist Reimer von Essen Bandleader und Arrangeur. 1966 erschien die erste LP (in den USA), rund 25 weitere LPs und CDs sind ihr inzwischen gefolgt. 1968 wurden die Mitglieder der Band zu Ehrenbürgern von New Orleans ernannt; mit den Jahren führten Tourneen die Band in über 50 Länder, oft im Auftrage des Goethe-Instituts nach Afrika und Asien.

Auf der seit 1983 jährlich in der Frankfurter Alten Oper stattfindenden „Barrelhouse Jazz Party“ spielt die Band mit legendären Solisten der Jazzgeschichte. Sie musizierte u. a. mit Mezz Mezzrow, Arnett Cobb, Buddy Tate, Al Grey, Doc Cheatham, Clark Terry, Harry Sweets Edison, Jimmy Witherspoon, Bob Haggart, Sammy Price, Jay McShann und Angela Brown. Zum 40-jährigen Jubiläum 1993 feierte Lionel Hampton und sein Orchester mit; Horst Lippmann veröffentlichte „Das Barrelhouse Buch“ über die Geschichte der Band.

Die Band spielt seit 2014 in der Besetzung mit Reimer von Essen und Frank Selten (Klarinette, Saxophon), Horst Schwarz (Trompete, Posaune, Gesang), Christof Sänger (Piano), Roman Klöcker (Gitarre, Banjo), Lindy Huppertsberg (Kontrabass) und Michael Ehret (Schlagzeug). Manager der Barrelhouse Jazzband ist seit 1971 Dieter Nentwig.

Die Teilnahme an großen Jazzfestivals in vier Kontinenten und der Deutsche Schallplattenpreis 1977 (bisher einzige Ehrung dieser Art für traditionellen Jazz aus Deutschland) zeigen die Bedeutung der Band.

Diskographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Talking Hot (1966)
  • Barrelhouse Jazzband, Michael Sell Trio & Heinz Sauer Hot and Free (1973)
  • Barrelhouse Jazzband & Angi Domdey (Bellaphon 1973)
  • Barrelhouse Jazzband & Angi Domdey Travelling Blues (Bellaphon 1976)
  • 25 Jahre Barrelhouse Jazzband Frankfurt (Intercord 1978)
  • The New Orleans Renaissance (L+R Records 1987)
  • Plays Duke Ellington (1989)
  • You Are Driving Me Crazy (L+R Records 1993)
  • 40 Jahre Barrelhouse Jazzband (Doppel-CD, 1993)
  • Plays Early Swing (1993)
  • Showboat (1995)
  • New Orleans Joys! (2001)
  • 50 – Barrelhouse Now (2003)
  • Highlights
  • Live – 10. Dixieland Jubilee 2006
  • Portrait (2007)
  • Angela Brown, Jan Luley & Barrelhouse Jazzband: God Has Smiled on Me (2008)
  • Creole Spirit (2012)
  • 60 Jahre - Living the Music (Buch und CD, 2013)
  • The Music of Jelly Roll Morton (2014)
  • Barrelhouse Jazzband Meets Denise Gordon: Live In Concert (2016)

Filmographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Barrelhouse Jazzband, Al Di Meola u. a.: The Best of Jazz in Burghausen 2009, Vol. 4 (DVD-Sampler, 2009)
  • Barrelhouse Jazzband & Harriet Lewis: Live In Concert (DVD, 2010)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]