Goethe-Institut

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Koordinaten: 48° 9′ 43,7″ N, 11° 32′ 41,7″ O

Goethe-Institut
Logo des Goethe-Instituts
Zweck: Förderung der Kenntnis deutscher Sprache im Ausland, Pflege der internationalen kulturellenZusammenarbeit, Vermittlung eines umfassenden Deutschlandbildes durch Informationen über das kulturelle,gesellschaftliche und politische Leben
Vorsitz:
Klaus-Dieter Lehmann, Präsident Johannes Ebert, Generalsekretär und Vorsitzender des Vorstands
Gründungsdatum: 1951
Sitz: München, Deutschland
Website: Goethe-Institut

Das Goethe-Institut ist ein gemeinnütziger Verein mit Hauptsitz in München und hat die Aufgabe, die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland zu fördern, die internationale kulturelle Zusammenarbeit zu pflegen und ein umfassendes, aktuelles Deutschlandbild zu vermitteln.[1] Es ist nach dem deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe benannt. Über 246.000 Menschen nehmen im Jahr an Deutschkursen teil.[2]

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Institut unterhält Niederlassungen in zwölf Städten Deutschlands sowie 159 Institute und Verbindungsbüros in 98 Ländern. Hinzu kommen ca. eintausend weitere Einrichtungen von ausländischen Kooperationspartnern weltweit, für die das Goethe-Institut eine finanzielle Förderung und/oder Maßnahmen der Beratung und Qualitätssicherung bereitstellt.

Organe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rechtliche Grundlage des Goethe-Instituts ist die Vereinssatzung vom 21. September 2000. Diese sieht als Organe die Mitgliederversammlung, das Präsidium und den Vorstand vor. Die Mitgliederversammlung setzt sich aus Vertretern der Bundes- wie der Landesregierungen und des Bundestags sowie Personen des kulturellen Lebens zusammen. Das Präsidium besteht aus dem Präsidenten, sechs von der Mitgliederversammlung gewählten Mitgliedern, je einem Vertreter des Auswärtigen Amts und des Bundesministeriums der Finanzen sowie drei Arbeitnehmervertretern. Die Mitgliederversammlung und das Präsidium nehmen vorwiegend Kontrollaufgaben wahr und sind für Beschlüsse über grundsätzliche Angelegenheiten zuständig. Dem Vorstand unter der Leitung eines Generalsekretärs und eines kaufmännischen Direktors obliegt dagegen die Führung der laufenden Geschäfte. Aufgabe der Zentrale in München (mit Hauptstadtbüro in Berlin) ist die strategische Gesamtsteuerung, Evaluation und Qualitätssicherung sowie die fachliche Beratung der Institute im Ausland. Sie gliedert sich in sieben Abteilungen (Strategie und Evaluation (Stabsabteilung); Information; Kultur; Sprache; Personal; Finanzen; Zentrale Dienste) sowie in die Stabsbereiche Sonderaufgaben, Kommunikation und Marketing und Vertrieb. Die 159 Auslandsinstitute sind in 12 Regionen, die 12 Institute in der Bundesrepublik sind in der Region Deutschland zusammengefasst.

Zentrale in München

Rahmenvertrag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verhältnis des Goethe-Instituts zum Staat ist seit 1976 durch einen mit dem Auswärtigen Amt geschlossenen Rahmenvertrag geregelt. „Dieser Vertrag gilt zu Recht als Muster für die adäquate Regelung des Verhältnisses zwischen Mittlerorganisationen und staatlichen Instanzen.“ (Lit.: S. K. Schulte). In diesem Vertrag wird das Goethe-Institut vom Auswärtigen Amt „im Rahmen seiner verfassungsmäßigen Zuständigkeit für die auswärtige Kulturpolitik“ mit einem relativ konkreten Aufgabenkatalog betraut, auf Grundlage dessen es eigenverantwortlich für den Staat tätig wird. Neben individuell aufgezählten Arbeitsgebieten ermöglicht eine Generalklausel nach vorheriger Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt auch weitere Beteiligungen an kulturellem Austausch mit dem Ausland. Als Grundnorm für das Verhältnis Auswärtiges Amt – Goethe-Institut kann § 2 Abs. 1 des Vertrages gelten. Danach arbeiten beide Partner bei der Ausführung der Vertragsaufgaben „eng zusammen.“ Ihren Bediensteten und Mitarbeitern machen beide Seiten eine „loyale Zusammenarbeit“ zur Pflicht. In Ausnahmefällen ist die unmittelbare Einwirkung auf die laufende Arbeit des Goethe-Instituts möglich. Eine Veranstaltung einer Zweigstelle im Ausland kann durch Veto des Leiters der örtlichen Auslandsvertretung verhindert werden. Das Auswärtige Amt kann bei politisch schädigendem Verhalten von Mitarbeitern im Ausland deren sofortige Suspendierung verlangen (Lit.: Schulte S. 121 f.).

Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Förderung der deutschen Sprache im Ausland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goethe-Institut in Prag
Goethe-Institut Philippinen in Makati, Metro Manila
Diskussionsforum mit der internationalen Schülerzeitung trait d'union über den Elysée-Vertrag im Goethe-Institut in Toulouse (2003)

Die personell größte Mittlerorganisation der deutschen Auswärtigen Kulturpolitik hält eine breite Palette von Angeboten bereit: Ein Schwerpunkt ist der UnterrichtDeutsch als Fremdsprache“, der neben der Durchführung von Sprachkursen und -prüfungen auch die Erarbeitung von Lehrmaterialien sowie die Fortbildung von Deutschlehrern (etwa 1.700 Stipendien jährlich) umfasst. Auch nimmt es in diesem Bereich an wissenschaftlichen Forschungen und sprachenpolitischen Initiativen teil. Das Projekt „Sprachen ohne Grenzen“ umfasste 2008 und 2009 Veranstaltungen zu Multilingualität. Das Goethe-Institut ist ein zentraler Partner bei der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“. Das vom Auswärtigen Amt initiierte Projekt vernetzt weltweit mehr als 2000 Partnerschulen Deutschlands und ergänzt so das Netz deutscher Auslandsschulen und Schulen, die das Deutsche Sprachdiplom anbieten (Auswahl und Förderung betreut die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) mit). Im Rahmen der Initiative identifiziert und fördert das Goethe-Institut fast 600 Schulen weltweit, die einen Schwerpunkt auf "Deutsch als Fremdsprache" haben.

Kulturelle Zusammenarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine weitere zentrale Aufgabe des Instituts ist die kulturelle Zusammenarbeit mit anderen Staaten etwa auf den Gebieten Literatur, Musik, Theater, Film, Tanz, Ausstellungen und Übersetzung. Hierzu organisiert es in Kooperation mit Partnern in den Gastländern Programme zu kulturellen und gesellschaftlichen Themen und liefert Beiträge zu Festivals. Bei den Projekten an den Auslandsinstituten wirken Autoren, Musiker, Künstler aus Deutschland mit und fördern den kulturellen und gesellschaftlichen Dialog der Bundesrepublik Deutschland mit der Welt. Zu den länderübergreifenden Großprojekten 2010 zählte „The Promised City“. Das interdisziplinäre Projekt setzte sich am Beispiel von Berlin, Warschau und Mumbai mit den Realitäten und Verheißungen verschiedenartiger Metropolen auseinander. Anlässlich des zwanzigsten Jahrestages des Mauerfalls 2009 reflektierten Großprojekte wie „After the Fall“ und „Mauerreise“ den politisch-gesellschaftlichen Wandel in Deutschland und Europa ebenso wie aktuelle Erfahrungen mit Grenzen und Mauern in Ländern wie Zypern, Korea oder zwischen Israel und den Palästinensischen Gebieten. Mit seiner weltweiten Initiative Kultur und Entwicklung ist das Goethe-Institut auch in der kulturellen Entwicklungszusammenarbeit tätig – etwa in langfristig angelegten Fortbildungsprojekten für Kulturmanager und Verleger vorwiegend in Schwellenländern.[3]

Vermittlung eines Deutschlandbildes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drittes Hauptziel ist die Vermittlung eines aktuellen Deutschlandbildes, unter anderem durch Bibliotheken, Informationszentren, Diskussionsforen, vielfältige Publikationen, eine umfassende Website und ein Besucherprogramm. Insofern soll auch der internationale Diskurs zu Schlüsselthemen der zunehmend globalisierten Gesellschaft gefördert werden. Groß angelegte Deutschlandjahre und -wochen in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt und anderen Partnern vermitteln ein umfassendes Bild von Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft in Deutschland.

Regionale Schwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goethe-Institut im sudanesischen Khartum

Verstärkt hat das Goethe-Institut seine Aktivitäten in den vergangenen Jahren unter anderem in Afrika. Die vom Auswärtigen Amt initiierte „Aktion Afrika“ stellt zusätzliche Finanzmittel für neue Projekte, Institute und mehrere Verbindungsbüros, sowie Sprachlernzentren zur Verfügung. Neue Institute bzw. Verbindungsbüros konnten so in Daressalam, Luanda, Kano, Ouagadougou, Kigali, Harare und Lilongwe eröffnet werden. In Indien – wo 2011/2012 ein großes Deutschlandjahr stattfand – führen die Niederlassungen die Zusatzbezeichnung „Max Müller Bhavan“ nach dem dort bekannten deutschen Indologen.

2004–2009 betrieb das Institut das Goethe-Informationszentrum Pjöngjang in der nordkoreanischen Hauptstadt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Goethe-Institut wurde 1951 als Nachfolger der 1925 gegründeten Deutschen Akademie errichtet. Ursprünglich sollte es zur Ausbildung ausländischer Deutschlehrer in Deutschland dienen. 1952 konnte das erste Goethe-Institut in Athen eröffnet werden. 1953 begannen die ersten Sprachkurse, im gleichen Jahr übernahm das Goethe-Institut Aufgaben zur Förderung von Deutsch als Fremdsprache im Ausland. Ab 1959–1960 wurden nach und nach alle staatliche bundesrepublikanische Kulturinstitutionen im Ausland Teil des Goethe-Instituts. 1968 begann das Goethe-Institut seine kulturelle Programmarbeit.[4]

Im Zuge des Beginns dialogischer und partnerschaftlicher Kulturarbeit als dritter Säule der deutschen Außenpolitik unter Willy Brandt erlebte das Goethe-Institut Anfang der Siebziger Jahre einen weiteren Bedeutungszuwachs. 1976 wurde der Rahmenvertrag mit dem Auswärtigen Amt unterzeichnet. 1980 trat ein neues Standortkonzept für das Inland in Kraft, das eine stärkere Berücksichtigung von Groß- und Universitätsstädten vorsah.

Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 weitete das Goethe-Institut seine Aktivitäten verstärkt auf Osteuropa aus, es kam zu zahlreichen Institutsneugründungen. Nach der Fusion mit Inter Nationes (einem 1952 in Bonn vom Bundespresseamt gegründeten Verein zur Herstellung und zum Vertrieb von Informationsmaterial über deutsches Kulturgut im Ausland) am 21. September 2000, führte das Goethe-Institut von Januar 2001 bis Juli 2003 den Namen Goethe-Institut Inter Nationes. 2008 und 2009 wurden Institute in Daressalam, Nowosibirsk und Luanda sowie mehrere Verbindungsbüros eröffnet.

Die Präsidenten des Goethe-Instituts:

Die Geschäftsführer/Generalsekretäre des Goethe-Instituts (bis 1973 lautete der Titel Hauptgeschäftsführer bzw. Direktor des Goethe-Instituts):

Die Kaufmännischen Direktoren (bis 2004 stellvertretender Generalsekretär):

  • Christoph-Ullrich Wecker (1965–1973)
  • Hans-Ernst Hüdepohl (1974)
  • Hans-Peter Krüger (1975–1983)
  • Karl Friedrich Schmidt (1984)
  • Klaus-Peter Roos (1985–1990)
  • Dieter Stauss (1991–1992)
  • Stephan Nobbe (1993–1994)
  • Ulrich Braeß (1995–2001)
  • Wolfgang Bader (2002–2004)
  • Jürgen Maier (2005–2010)
  • Bruno Gross (seit 2011)[6]

Finanzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Goethe-Institut wird überwiegend aus dem Bundeshaushalt finanziert. Im Rahmen eines „umfassenden Konzepts zur Zukunftssicherung“ bekommt das Goethe-Institut seit 2007 nach Jahren abnehmender Zuschüsse erstmals wieder höhere Zuwendungen. Dies war verknüpft mit der Auflage, die Organisation umzustrukturieren und flexibler und effizienter zu machen. Das beinhaltete eine Umstrukturierung und Verkleinerung der Zentrale und eine Verlagerung von Kompetenzen und Verantwortung an die Regionalinstitute. Eine Schließung von Instituten ist nicht mehr vorgesehen. Das Jahresbudget des Goethe-Instituts belief sich 2015 auf rund 387 Millionen Euro. Es enthielt Zuwendungen vom Auswärtigen Amt in Höhe von rund 229 Millionen Euro. Die Einnahmen durch Sprachkurs- und Prüfungsgebühren an den Goethe-Instituten im In- und Ausland, Einnahmen aus Spenden und Sponsoring sowie Zuwendungen Dritter betragen rund 157 Millionen Euro. Damit finanziert das Goethe-Institut rund 40 Prozent seiner Kosten selbst. Über 80 Prozent der Mittel flossen in die operativen Tätigkeiten.[7] Staatliche Zuschüsse bekommen nur die Institute im Ausland; die zwölf Goethe-Institute im Inland finanzieren sich über den Verkauf von Sprachkursen.[8] Im Februar 2017 wurden in Folge einer seit 2014[9] laufenden Überprüfung der deutschen Goethe-Institute durch die Deutsche Rentenversicherung bekannt, dass der größte Teil der Sprachkursdozenten nicht sozialversicherungspflichtig angestellt sind, sondern lediglich fortlaufend Honorarverträge jeweils für die Dauer eines Kurses erhalten. Die Rentenversicherung prüf nun, ob die Goethe-Institute als Arbeitgeber über Jahre systematisch Sozialversicherungsbetrug begangen haben.[10] Sie erhob den Vorwurf, die überwiegende Zahl der Mitarbeiter der deutschen Goethe-Institute seien als Scheinselbständige beschäftigt worden. 400 Verträge werden nun geprüft. Die Rentenversicherung ist der Ansicht, dass die deutschen Goethe-Institute für alle diese Mitarbeiter Rentenbeträge abführen muss, und zwar auch nachträglich.[11] Die Goethe-Institute teilten mit, dass sie die Auffassung der Rentenversicherung nicht teilten.[12] Zugleich beendeten die Goethe-Institute nach Informationen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Zusammenarbeit mit 80 % ihrer Dozenten, ein Großteil der Sprachkurse im Inland können deshalb derzeit nicht stattfinden, 400 Sprachdozenten sind ohne Beschäftigung. Inzwischen haben die Goethe-Institute 45 Sprachdozenten befristet eingestellt. Für die GEW steht das Geschäftsmodell der Goethe-Institute in Frage.[13]

Die Goethe-Medaille[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einmal jährlich verleiht das Goethe-Institut die Goethe-Medaille[14], eine offizielle Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland. Mit dieser Medaille werden Persönlichkeiten geehrt, die sich in besonderer Weise um die Vermittlung der deutschen Sprache sowie den internationalen Kulturaustausch verdient gemacht haben. Die Goethe-Medaille wurde 1954 vom Vorstand des Goethe-Instituts gestiftet und 1975 von der Bundesrepublik Deutschland als offizielles Ehrenzeichen anerkannt. Seit 2009 findet die Verleihung am 28. August, dem Geburtstag Goethes, in Weimar statt. Seit der ersten Verleihung 1955 sind insgesamt 341 Persönlichkeiten aus 63 Ländern geehrt worden. Zu den Preisträgern gehören unter anderen:

Residenzprogramme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Goethe-Institut organisiert gemeinsam mit seinen Kulturpartnern im Ausland jährlich fast 130 Künstleraufenthalte in rund 50 Programmen weltweit. Die Residenzprogramme des Goethe-Instituts ermöglichen längere Aufenthalte von mindestens vier Wochen von Künstler*innen und Kulturschaffenden aller Sparten, ebenso wie von Übersetzer*innen und Wissenschaftler*innen in einem anderen Land oder Kulturkreis. Sie bieten die Möglichkeit, Grenzen zu überschreiten, in anderen kulturellen Kontexten zu leben und zu arbeiten und dadurch in engen Kontakt und Austausch mit dem Gastland sowie dessen Kunst- und Kulturszene zu kommen. Gleichzeitig dienen sie der Reflexion, der Entwicklung neuer Projekte, aber auch zur Grundlagenarbeit an neuen Vorhaben, die erst zu einem späteren Zeitpunkt – sei es in Deutschland, sei es im Gastland – zum Abschluss gebracht werden.

Eigene Häuser des Goethe-Instituts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Salvador de Bahia, Brasilien

Die Vila Sul eröffnete im November 2016 offiziell ihren Betrieb. Das Residenzhaus im Goethe-Institut Salvador bietet deutschen und internationalen Residenten Arbeits- und Aufenthaltsmöglichkeiten für jeweils zwei bis drei Monate. Schwerpunktthema ist der "Globale Süden".

Kyoto, Japan    

In der Villa Kamogawa bietet das Goethe-Institut Künstlern und Kulturschaffenden aus Deutschland die Möglichkeit, im Rahmen eines dreimonatigen Stipendiums in Japan zu leben und zu arbeiten.    

Alle Sparten sind unter den Resident*innen vertreten: Architektur, Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Design, Literatur, Musik, Film, Kulturtheorie, Kulturkritik.

Residenzprogramm in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Istanbul, Türkei

Die Kulturakademie Tarabya wird von der Deutschen Botschaft Ankara betrieben und ist Teil der Kulturarbeit der Botschaft in der Türkei. Die kuratorische Verantwortung wurde dem Goethe-Institut übertragen.[15]

Bekannte Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 29. April 2005 wurde das Goethe-Institut in Lomé in Togo von Jugendlichen verwüstet und angezündet. Nachdem sie auf das Gebäude geschossen hatten, stürmten sie das Kulturinstitut. Aufgrund der antideutschen Wahlwerbung der togoischen Regierung erscheint es nicht ausgeschlossen, dass es sich um eine politische Tat handelte. Nach Meinung der damaligen Regierung von Togo habe Deutschland auf der Seite der togoischen Opposition gestanden. Nach diesem Anschlag wurden alle deutschen Staatsbürger, die sich in Togo befanden, aufgerufen, das Land zu verlassen.

2005 erhielt das Goethe-Institut neben anderen Kulturinstituten den spanischen Prinz-von-Asturien-Preis. Für seine „Verdienste um weltweite Lehre und Verbreitung der deutschen Sprache“ wurde es 2007 mit dem Konrad-Duden-Sonderpreis ausgezeichnet.

Das Goethe-Institut startete im Juli 2008 Second Life-Unterricht.[18][19]

Im November 2008 geriet das Institut in die Kritik, weil es die Absicht äußerte, den Berliner Rapper Massiv, der des Öfteren durch gewaltverherrlichende und islamistische Texte auffiel, als „Friedensbotschafter“ in die Palästinensergebiete zu schicken.[20]

Das Goethe-Institut veranstaltet gemeinsam mit dem Internationalen Deutschlehrerverband (IDV) alle zwei Jahre seine Internationale Deutscholympiade, einen Schülerwettbewerb mit drei abgestuften Niveaus.[21]

Henrike Grohs, die Leiterin des Goethe-Instituts in Abidjan, wurde am 13. März 2016 bei einem Terroranschlag in Grand-Bassam von muslimischen Terroristen ermordet. Mit ihr starben 13 weitere Zivilisten.[22]

Vergleichbare Institute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu vergleichbaren Institutionen für andere Länder, siehe Liste nationaler Kulturinstitute.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Goethe-Institut (Hrsg.): Murnau, Manila, Minsk. 50 Jahre Goethe-Institut. C.H. Beck, München 2001, ISBN 978-3-406-47534-4.
  • Steffen R. Kathe: Kulturpolitik um jeden Preis. Die Geschichte des Goethe-Instituts von 1951 bis 1990. München, 2005
  • Klaus-Dieter Lehmann und Olaf Zimmermann (Hrsg.): Die Welt lesbarer machen. Goethe-Institute im Porträt. DZA Druckerei zu Altenburg 2013, ISBN 978-3-939670-92-6.
  • Eckard Michels: Von der Deutschen Akademie zum Goethe-Institut. Sprach- und auswärtige Kulturpolitik 1923–1960. München 2005
  • Gerald Schneider, Julia Schiller: Goethe ist nicht überall: Eine empirische Analyse der Standortentscheidungen in der Auswärtigen Kulturpolitik. In: Zeitschrift für Internationale Beziehungen, 1/7/2000
  • Martin Mumme: Strategien Auswärtiger Bewußtseinspolitik – Von der Macht der Ideen in der Politik. Eine kritische Analyse der Konzeption des Goethe-Instituts und der deutschen auswärtigen Kulturpolitik, Verlag Königshausen & Neumann, 2006
  • Karl Sebastian Schulte: Auswärtige Kulturpolitik im politischen System der Bundesrepublik Deutschland: Konzeptionsgehalt, Organisationsprinzipien und Strukturneuralgien eines atypischen Politikfeldes am Ende der 13. Legislaturperiode. Verlag für Wissenschaft und Forschung, Berlin, 2000
  • Bernard Wittek: Und das in Goethes Namen: Das Goethe-Institut von 1951 bis 1976. Vistas, Berlin 2005, ISBN 3-89158-424-5.
  • Victoria Znined-Brand: Deutsche und französische auswärtige Kulturpolitik: Eine Vergleichende Analyse. Das Beispiel der Goethe-Institute in Frankreich sowie der Instituts und Centres Culturels Français in Deutschland seit 1945. Frankfurt am Main 1997

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Goethe-Institut – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. goethe.de
  2. Jahrbuch 2012/2013. Goethe-Institut, S. 177, archiviert vom Original am 11. November 2013, abgerufen am 11. November 2013 (PDF).
  3. Website Kultur und Entwicklung mit ausführlichen Projektbeschreibungen
  4. goethe.de
  5. Johannes Ebert ist neuer Generalsekretär des Goethe-Instituts, RP online vom 21. Mai 2011, abgerufen am 23. Mai 2011.
  6. Publikationen – Goethe-Institut. Abgerufen am 7. Februar 2017.
  7. Jahrbuch 2015/2016. In: @GI_weltweit. (goethe.de [abgerufen am 6. Februar 2017]).
  8. Vorwurf der Scheinselbstständigkeit: 400 Deutschlehrer leiden unter Goethe-Chaos. In: Der Spiegel, Online. Abgerufen am 26. Februar 2017.
  9. Mögliche Scheinselbstständige: Goethe-Institut vor massiven Problemen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 27. Januar 2017, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 26. Februar 2017]).
  10. Christian Gehrke: Betrugsverdacht: Rentenversicherung prüft Verträge bei Goethe-Institut. In: Berliner Zeitung. (berliner-zeitung.de [abgerufen am 26. Februar 2017]).
  11. Deutsch-Unterricht – Beim Goethe-Institut „brennt die Luft“. In: Deutschlandradio Kultur. (deutschlandradiokultur.de [abgerufen am 26. Februar 2017]).
  12. Maßnahmen zur Sicherung des Lehrangebots in Deutschland. In: @GI_weltweit. (goethe.de [abgerufen am 26. Februar 2017]).
  13. n-tv Nachrichtenfernsehen: Honorarkräfte als Scheinselbständige beschäftigt?: Riesenproblem für das Goethe-Institut. In: n-tv.de. (n-tv.de [abgerufen am 26. Februar 2017]).
  14. Goethe-Medaille – Goethe-Institut. Abgerufen am 6. Februar 2017.
  15. Der Klang des Windes am Bosporus. Goethe-Institut, 21. Januar 2016, abgerufen am 15. April 2017.
  16. goethe.de. (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im Original, abgerufen am 15. April 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/www.goethe.de (Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven)
  17. tagesspiegel.de
  18. Nico Daniel Schlösser: Zweite Chance. In: Süddeutsche Zeitung. 30. Juli 2007, abgerufen am 17. März 2017.
  19. 7/2008
  20. morgenpost.de
  21. Internationale Deutscholympiade, 3.–16. August 2014, Frankfurt am Main
  22. Elfenbeinküste: Leiterin des Goethe-Instituts getötet. In: dw.com. 14. März 2016, abgerufen am 14. März 2016.