Basentriplett

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ein Basentriplett besteht aus drei aufeinanderfolgenden Nukleobasen einer Nukleinsäure. Damit wird in der Biochemie und Molekularbiologie ein Triplett der Basensequenz einer Nukleotidsequenz bezeichnet, das ein Codon darstellen kann.

Die spezifische Abfolge der Basen in einem Triplett stellt die kleinste bedeutungstragende Einheit des genetischen Codes dar, ein Codon. Ein Basentriplett kann als Startcodon den Beginn beziehungsweise als Stopcodon das Ende eines codierenden Nukleinsäureabschnitts darstellen. Innerhalb des damit bestimmten offenen Leserahmens codiert dann ein Basentriplett für eine Aminosäure.

Im Leserahmen wird dafür die nicht überlappende Sequenz der Basen von Nukleotiden in bestimmter Leserichtung (5'→3') mit gleichem Leseraster in Dreierschritten – den Tripletts – abgelesen. Derart wird an den Ribosomen bei der Translation dem Codon eines Basentripletts der mRNA durch Basenpaarung das komplementäre Anticodon des Basentripletts einer tRNA zugeordnet und darüber je eine spezifische Aminosäure. Auf diese Weise wird eine bestimmte Nukleotidsequenz der Nukleinsäure in eine bestimmte Aminosäuresequenz der Polypeptidkette übersetzt, aus der ein Protein besteht.

Im Doppelstrang der DNA wird jener DNA-Einzelstrang, dessen Abschnitt als Matrize für das RNA-Transkript dient, als nicht-codierender oder codogener Strang bezeichnet; seine zum Basentriplett eines Codons komplementären Basentripletts werden auch Codogene genannt. Der andere, nicht als Matrize dienende Strang der DNA wird nichtcodogen oder auch „codierend“ genannt, da seine Basensequenz der des codierenden RNA-Transkripts gleicht.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Francis Crick konnte 1961 zeigen, dass der genetische Code auf Tripletts aufgebaut ist.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bezeichnungen „nicht-“ bzw. „codierend“ für die beiden DNA-Stränge verwendet gemäß dem JCBN/NC-IUB Newsletter 1989; siehe hierzu auch Nomenklaturkonventionen bzw. codierender Strang in Lexikon der Biochemie auf Spektrum.de, abgerufen am 24. November 2015.
  2. F. H. Crick u. a.: General nature of the genetic code for proteins. In: Nature. Band 192, 1961, S. 1227–1232. PMID 13882203 doi:10.1038/1921227a0 (PDF)