Baschneft

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Baschneft
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN RU0007976957
Gründung 1946
Sitz Ufa, RusslandRussland Russland
Umsatz 58,2 Mrd. Rubel (920 Mio. Euro; ohne Minderheitenanteile)[1]
Branche Erdöl
Website www.bashneft.ru
Stand: 31. Dezember 2015 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2015

Baschneft (russisch Башнефть) ist ein russisches Mineralölunternehmen mit Unternehmenssitz in Ufa in der russischen Teilrepublik Baschkortostan. Baschneft ist im RTS-Index an der Moskauer Börse gelistet. Es entstand durch einen Zusammenschluss von Erdölunternehmen, welche von den Regionalbehörden privatisiert worden waren.[2]

Baschneft gehört zu den wichtigsten russischen Mineralöl- und Erdgasproduzenten. Das Unternehmen besitzt drei Raffinerien (Ufaneftechim, UNPS und Nowoil) und betreibt ein Tankstellennetz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2009 wurde Baschneft an die Investorengruppe Sistema verkauft, welche unter der Kontrolle von Wladimir Jewtuschenkow stand.

Der Konzern wurde jedoch wieder verstaatlicht. Jewtuschenkow wurde unter Hausarrest gestellt und die Aktien im Herbst 2014 an der Börse gesperrt. Die Anteile wurden an den Staat zurückgegeben.[3] Ein russischer Unternehmerverband hatte den Hausarrest als politisch motiviert bezeichnet. Seit August 2013 wurde im Vorfeld dieses Verfahrens das oberste Handelsgericht mit dem obersten ordentlichen Gericht zusammengelegt und somit faktisch untergeordnet. Damit wurde für Analytiker „die verlässlichere Säule der russischen Justiz geschwächt“.[4]

Ende Oktober 2014 verfügte ein Moskauer Handelsgericht in erster Instanz die Herausgabe der Aktien. Die Privatisierung durch die Regionalbehörden habe gegen die Interessen des Zentralstaates verstoßen. Im November teilte der Mehrheitsaktionär Sistema mit, auf eine Berufung gegen diesen Entscheid zu verzichten, obschon der Gerichtsprozess „konstruiert“ erschien. Die an den Staat zurückgehenden Aktien sollten wieder privatisiert werden.

Gegen den ehemaligen Generaldirektor Ural Rachimow wurde 2014 ein internationaler Haftbefehl erlassen, jedoch weigerte sich Österreich, ihn zu verhaften, weil es politische Motive vermutete.[5]

Im ersten Halbjahr 2016 förderte Baschneft pro Tag 425.000 Fass Rohöl und erzielte einen Gewinn von 452 Millionen Dollar.[6]

Im Oktober 2016 wurde Baschneft an den staatlich kontrollierten Rosneft-Konzern verkauft. Das Dekret der Regierung vom 6. Oktober 2016 ermächtigte Rosneft zum Kauf und dem Einsatz von 330 Milliarden Rubel zur Erlangung einer Aktienmehrheit von 50,1 Prozent. 25 Prozent werden von Baschkortostan gehalten.[7]

Sponsorentätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab Februar 2010 war Baschneft Haupt- und Trikotsponsor des Fußballvereins ZSKA Moskau. Diese Zusammenarbeit wurde für 3 Jahre vertraglich vereinbart.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschäftsbericht 2015 (englisch)
  2. Wiederverstaatlichung des Erdölkonzerns - Sistema kapituliert im Bashneft-Prozess, NZZ. 14. November 2014
  3. Oligarch unter Hausarrest: Russische Justiz will Ölkonzern Baschneft wieder verstaatlichen, Spiegel, 26. September 2014
  4. Wachsende Zweifel an Russlands Justiz, NZZ, 10. Oktober 2014
  5. Wien verweigert Auslieferung von Öl-Magnat an Moskau RBTH, 10. März 2016
  6. Wer bekommt Russlands Schwarze Perle? NZZ, 31. August 2016, Seite 25
  7. «Privatisierung» von Bashneft, NZZ, 6. Oktober 2016
  8. Neuer Hauptsponsor, abgerufen am 10. März 2012