Russischer Rubel

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Russischer Rubel

Verschiedene Rubelmünzen

Staat: RusslandRussland Russland
AbchasienAbchasien Abchasien
SudossetienSüdossetien Südossetien
Unterteilung: 100 Kopeken
ISO-4217-Code: RUB
Abkürzung: RUB (seit 2013 offiziell)
р, oder руб. (alle inoffiziell)
Wechselkurs:
(10. April 2014)

EUR = 49,206 RUB
100 RUB = 2,0323 EUR

CHF = 40,399 RUB
100 RUB = 2,4753 CHF

Wechselkurs des Euros zum Rubel seit 2005
1-Rubel-Münze von 1998

Der russische Rubel (russisch российский рубль, rossijskij rubl) ist die Währung der Russischen Föderation. Er ist unterteilt in 100 Kopeken. Der Name des Rubels stammt aus dem 14. Jahrhundert und bedeutet „abhauen“, „herunterschlagen“ (russisch рубить/rubit), wie bei „ein abgehauenes Stück“.

Das Währungssymbol ist RUB[1][2] und der Währungscode (ISO 4217) ist RUB. (Das inoffizielle Währungssymbol ist руб.,rub.) Im Gegensatz dazu kennzeichnete der frühere Code RUR den Rubel vor seiner Neuwertung von 1998 (1 RUB = 1000 RUR).

Geschichte[Bearbeiten]

50 Rubel (Baku 1918)
Rubel 1723

Im 14. Jahrhundert wurde der russische Rubel erstmals in Form von Gold- und Silbermünzen eingeführt. Bis dato verwendete man Edelmetalle in Barren als Zahlungsmittel. Um auch kleinere Beträge zahlen zu können, wurden von den Barren jeweils kleine Stücke abgebrochen. Auf diese Weise entstand auch der eigentliche Name der Währung. Denn „Rubel“ bedeutete so viel wie „Abschlag“.

Im 16. Jahrhundert etablierte sich dieser als Zahlungsmittel in ganz Russland.

Im 17. Jahrhundert startete Russland eine systematische Prägung vom Silberrubel und Silberkopeken. Auf den neuen Münzen war das Porträt des russischen Zaren zu erkennen. Im 18. Jahrhundert gehörten die Porträts der Münzen den russischer Kaisern und Kaiserinnen. Während dieser Zeit wurden kleinere Stückelungen der Münzen auf Gold gestoßen. Signifikante Veränderungen im Design wurden Anfang des 19. Jahrhunderts vorgenommen.

Hauptartikel: Rubel

Nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Systems 1991 lehnten die meisten ehemaligen sowjetischen Staaten den Rubel als Zahlungsmittel ab und wollten eine eigene Währung einführen. Demnach existieren neben dem russischen Rubel noch der weißrussische und transnistrische Rubel.

Nach der Auflösung der Sowjetunion druckte die neu ernannte russische Zentralbank 1992 neue Banknoten mit dem Motiv der russischen Flagge und der russischen Zentralbank anstelle einer Landesbezeichnung. Noch im selben Jahr begann die Privatisierung des Staatseigentums. Das Ergebnis war, dass über 70 % der Geschäfte, Restaurants, Cafés und Werkstätten nicht mehr unter staatlicher Führung standen, sondern an Privatpersonen vergeben werden konnten. Die Liberalisierung des Handels und die Freigabe der Preise lösten gleichzeitig eine Hyperinflation aus. Die Inflationsrate betrug 1992 rund 2000 %. In den Folgejahren zwischen 100 % und 500 %.[3] Der Rubel wurde somit zunehmend instabil. Das Realeinkommen der Bevölkerung sank drastisch und führte unter einigen Teilen der Bevölkerung zu einem enormen Anstieg der Verarmung.[4]

1995 befand sich die russische Wirtschaft in einem Zustand akuter Stagflation. Der Produktionsrückgang stoppte zum ersten Mal seit 1991, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stagnierte, die Preise stiegen jedoch massiv weiter. In dieser Zeit erfolgte eine starke Aufwertungsphase des Wechselkurses, der vor allem durch die hohen Exporte und Direktinvestition in die Rohstoffindustrie getrieben wurde.[5] In den folgenden Jahren erholte sich die Volkswirtschaft durch den ansteigenden Rohstoffhandel. Die Inflation wurde deutlich rückläufig und das BIP stieg jährlich weiter an.

Ab dem 1. Januar 1998 führte der russische Staat eine neue Bewertung seiner Währung ein. Ein neuer Rubel wurde von nun an mit 1000 alten Rubel gleichgesetzt. Jelzin sagte, dass dieser Erlass einen endgültigen Schlussstrich unter die wirtschaftliche Epoche der hohen Inflation ziehe. Außerdem würde der Zahlungsverkehr dadurch leichter werden. Die Zentralbank richtete zu diesem Zweck ein Sorgentelefon ein, um die russische Bevölkerung zu betreuen.[6] In dieser Zeit stand die Wirtschaftspolitik auf Erfolgskurs. Die Inflationsraten waren niedrig, der Wechselkurs gegenüber dem Dollar gefestigt und die Zinssätze rückläufig.

Dennoch wurde Russland im Jahr 1998 von der sogenannten Rubelkrise erfasst. Hierfür waren zwei Auslöser verantwortlich. Zum einen die Asiatische Finanzkrise und zum anderen der darauf folgende Rückgang der Nachfrage nach Rohöl und Nichtmetallen. Die Folge war ein starker Kapitalabfluss, denn die russischen und asiatischen Anleger zogen sich aus der Wirtschaft zurück. Daraufhin verteuerten sich die staatlichen Schuldverschreibungen und der Wechselkurs des Rubels geriet stark unter Druck. Die Zentralbank reagierte darauf mit drastischen Zinserhöhungen. Diese sollten den Wertverfall des Rubels verhindern, jedoch erfolglos. Am 17. August 1998, wenige Stunden nachdem der russische Präsident versicherte, dass es keine Abwertung des Rubels geben wird, kündigte die Zentralbank einen Wertverfall der Währung um 53 % an. In diesem Zusammenhang wurde der Devisenmarkt eingeschränkt und ein Drei-Monats-Moratorium für die Bedienung fälliger Auslandsforderungen gegenüber russischen Privatschuldnern erklärt. Der Staat erklärte kurzum seine Zahlungsunfähigkeit. Durch die Veröffentlichung verschiedener Wirtschaftskonzepte zur Rettung des Rubels, wie zum Beispiel die Überführung der Geschäftsbanken in Staatseigentum, wurde der freie Fall des Rubels noch beschleunigt. Die Folgen dieser Finanzkrise waren ein Anstieg der Inflationsrate auf 85 %, Insolvenz vieler Banken und ein 10 %-iger Anstieg der Armutsgrenze durch eine Preissteigerung der Güter um 100 %.[7][8][9] Trotz starker wirtschaftlicher Probleme erfuhr die Volkswirtschaft im 1999 eine Trendwende. Gründe dafür waren in erster Linie die gestiegenen Weltmarktpreise für Rohöl, Erdgas und Metalle in Verbindung mit der Abwertung des Rubels und der Senkung der Reallöhne. Dadurch erlangte Russland einen großen Kostenvorteil. Auf Grund fiskalpolitischer Entscheidungen konnte die Inflationsrate im Jahr 2000 auf 21 % gesenkt werden. Das Wirtschaftswachstum stieg jährlich und Russland erholte sich relativ schnell.[10] Auf Grund der Abhängigkeit der russischen Wirtschaft hinsichtlich der Ölgewinne wurde im Jahre 2004 der „Russian Oil Stabilization Fund“ gegründet. Dieser sollte zum einen der hohen Volatilität der Ölpreise und zum anderen den Gefahren eines steigenden realen Wechselkurses entgegenwirken. Der Fond ist innerhalb von drei Jahren auf 84,4 Mrd. US-Dollar gewachsen. Sinkt der Budgetsaldo, so kann er zum Teil mit dem Sparguthaben ausgeglichen werden. Es muss jedoch immer eine Mindestreserve gehalten werden.[5]

Die weltweite Finanzkrise 2008 traf den russischen Staat verzögert. Durch die global verlangsamte Wirtschaft brachen die Rohstoffpreise ein. Dies traf Russland am meisten. Als die US-Börsen abstürzten, ließen sich internationale Investoren ihre Anteile in Russland, die etwa den halben russischen Börsenmarkt ausmachen, auszahlen. Nachdem die russischen Aktien um 20 % sanken, brach auch hier die Börse zusammen. Die russischen Ölaktien sind seitdem um 60 % gefallen. Der nominale Wechselkurs des Rubels gegenüber dem Dollar ist im August 2008 um 3,2 % und im September 2008 um 4,5 % gesunken. Er steht somit im Oktober des Jahres in einem Verhältnis von 26,2:1 zum Dollar. Der Rubel geriet unter starken Abwertungsdruck. Das Wechselkursziel der russischen Zentralbank betrug Anfang 2008 41 Rubel gegenüber einem gewichteten Währungskorb von US-Dollar und Euro. Im Laufe des Jahres schwankte dieser noch um 30 Rubel.[11] Die Zentralbank war dadurch zu beträchtlichen Stützungskäufen gezwungen. Jedoch mit Erfolg, denn der Abwertungsdruck auf den Rubel schwächte ab. Die Regierung war in der Lage, den Rubel zu halten und einen Ausbruch von Bankkollapsen vorzubeugen. Sie konnte jedoch nicht den Aktienmarkt stabilisieren.[12][13][14]

Russische Zentralbank[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bank Rossii

Die Zentralbank der Russischen Föderation wurde 1990 auf der Grundlage der russischen Staatsbank der UdSSR gegründet. Als die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten im November 1991 entstand, erklärte die sowjetische Regierung die Zentralbank zum einzigen Organ der staatlichen Geld- und Devisenverordnung. Ihre Hauptaufgabe ist, die Stabilität des Finanzsystems zu wahren und somit solide Voraussetzungen für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu schaffen.[15]

Geldpolitik[Bearbeiten]

Der Währungskorb[Bearbeiten]

Ab dem Jahr 2005 ist die russische Zentralbank dazu übergegangen, den Kurs des Rubels an einen Währungskorb bestehend aus US-Dollar und Euro zu binden. Durch dieses System soll die russische Wirtschaft vor allzu abrupten Wechselkursschwankungen geschützt werden. Innerhalb dieses Währungskorbs bekommt der Euro eine Gewichtung von 45 % und der Dollar 55 %. Der Rubel wertet also automatisch auf, wenn Euro und Dollar gegenüber anderen Währungen wie Pfund, Schweizer Franken und japanischen Yen an Wert gewinnen. Weiterhin profitiert der Rubel, wenn der US-Dollar gegenüber dem Euro aufwertet, da dem US-Dollar eine höhere Gewichtung zukommt. Der Euro-Rubel-Kurs trägt die internationale Abkürzung EUR/RUB. Besonderen Einfluss auf den Kurs haben die Öl- und Gaspreise, da Russlands Wirtschaft vom Rohstoffhandel geprägt wird.[16]

Russischer Rubel in der internationalen Währungshierarchie[Bearbeiten]

Der russische Rubel nimmt in der internationalen Währungshierarchie die Stellung einer Weichwährung ein. Das bedeutet, dass die Währung im In- und Ausland nicht unbegrenzt umtauschbar ist und aufgrund der Wirtschaftspolitik auch wenig Vertrauen im betreffenden Land genießt. Weiterhin haben sie gegenüber harten Währungen einen höheren Zins auf Vermögenseigentümer. Ein Grund hierfür ist der Risikoaufschlag, der dem regulären Zins zugerechnet wird. Aus diesem Grund ist auch der US-Dollar die beliebteste Währung in Russland, jedoch nimmt auch der Anteil des Euro am Devisenhandel der Wechselstuben zu.[17]

Wechselkurs zum Euro[Bearbeiten]

Anfang 2010 sank der Euro-Rubel-Wechselkurs (EUR/RUB) von 43,15 auf 42,61. Im Januar und Februar 2009 ist der Wechselkurs von 40,78 auf 46,72 gestiegen. Für den Rest des Jahres war eine Seitwärtsbewegung zu beobachten. Das heißt, dass der Kurs sich weder nach oben noch nach unten bewegt hat. Die Abwertung zum Jahresbeginn 2009 ist auf die weltweite Finanzkrise bzw. die Tiefstände an den Börsen im März 2009 zurückzuführen. Weiterhin erlitt der Ölpreis zu dieser Zeit einen Kurseinbruch, welcher negativ auf das Wechselkursverhältnis Rubel/Euro einwirkte. Der Preis für ein Barrel Öl (159 Liter) stürzte in kurzer Zeit von 148 US-Dollar auf 37 US-Dollar ein. Russland gehört neben Saudi-Arabien zu den weltgrößten Ölproduzenten.[18]

Russischer Rubel in Abchasien und Südossetien[Bearbeiten]

Die Regierungen der international nur von wenigen Staaten als unabhängig anerkannten Republiken Abchasien und Südossetien haben den Rubel als offizielle Währung auf ihrem Staatsgebiet eingeführt. In Abchasien gibt die Nationalbank Abchasiens mit dem Apsar zwar noch zusätzlich eine eigene Währung heraus, deren Verbreitung sich derzeit jedoch hauptsächlich auf einige hochwertige Gedenkmünzen beschränkt. In beiden Ländern ist der Rubel des allgemein übliche und offizielle Zahlungsmittel.

Ausgabeformen[Bearbeiten]

Banknoten[Bearbeiten]

Banknoten von 1961-1995[Bearbeiten]

Banknote 100.000 Rubel (1995)
Banknote 10.000 Rubel (1992)
Ausgabe 1961 Ausgabe 1991 Ausgabe 1992 (GUS) Ausgabe 1993-1994 Ausgabe 1995
1 Rubel 1 Rubel 50 Rubel (Lenin/Kreml) 100 Rubel (Kreml) 1000 Rubel (Wladiwostok/Küstensicht)
3 Rubel (Moskauer Kreml) 3 Rubel (Moskauer Kreml) 200 Rubel (Lenin/Kreml) 200 Rubel (Kreml) 5000 Rubel
(Sofia Kathedrale/Nowogrod)
5 Rubel (Spasski Turm) 5 Rubel (Spasski Turm) 500 Rubel (Lenin/Kreml) 500 Rubel (Kreml) 10.000 Rubel (Krasnojarsk/Damm)
10 Rubel (Lenin) 10 Rubel (Lenin) 1000 Rubel (Lenin/Kreml) 1000 Rubel (Kreml) 50.000 Rubel (Statue/St. Petersburg)
25 Rubel (Lenin) 50 Rubel (Spasski Turm) 5000 Rubel (Kreml/Kreml) 5000 Rubel (Kreml) 100.000 Rubel (Moskau/Theater)
50 Rubel
(Lenin/Großer Kremlpalast)
100 Rubel (Lenin/Großer Kremlpalast) 10.000 Rubel (Kreml/Kreml) 5000 Rubel (Kreml) 500.000 Rubel
(Peter der Große/Archangelsk)
100 Rubel (Lenin/Wasserzugturm) 100 Rubel (Lenin/Wasserzugturm) 10.000 Rubel
(Privatisierungs-Voucher)
10.000 Rubel (Kreml)
200 Rubel (Lenin/Staatlicher Kremlpalast) 10.000 Rubel (1994)
500 Rubel
(Lenin/Präsidium des Obersten Sowjet)
50.000 Rubel (Kreml)
1000 Rubel (Lenin/Basiliuskathdrale) 50.000 Rubel (Kreml)

[19]

Banknoten seit 1997[Bearbeiten]

Aktuell gültige Banknoten wurden in den Serien der Jahre 1997, 2001 und 2004 aufgelegt.

Die Serie 1997 wurde zum 1. Januar 1998 eingeführt und umfasste die Nominalwerte von 5, 10, 50, 100 und 500 Rubel. Dabei war der 5-Rubel-Schein etwas kleinformatiger als die gleichformatigen Banknoten von 10 bis 500 Rubel.

Die Ausgabe von 2001 wurde um einen Schein zu 1000 Rubel erweitert. Dieser ist etwas größer als die Scheine von 10 bis 500 Rubel. In dieser Ausgabe wurde auf den Schein zu 5 Rubel verzichtet. Der Schein hatte durch den niedrigen Wert und damit häufigen Gebrauch im Zahlungsverkehr eine kurze Haltbarkeitsdauer, so dass diese Banknote zu oft ersetzt werden musste. Die schon 1997 eingeführte Münze zu 5 Rubel hat zwar höhere Produktionskosten, jedoch muss sie weitaus seltener durch neue Auflagen ersetzt werden.

Die Serie von 2004 entsprach der Auflage von 2001, jedoch mit neuen Sicherheitsmerkmalen. Im Jahr 2006 wurde zusätzlich ein neuer 5000-Rubel-Schein eingeführt.

Seit 2009 wird – wie schon zuvor der 5-Rubel-Schein – auch der 10-Rubel-Schein nach und nach durch die gleichwertige Münze ersetzt. Im Jahr 2010 wurde der 1000-Rubel-Schein mit neuen Sicherheitsmerkmalen neu ausgegeben.

Die nicht mehr aufgelegten Scheine zu 5 und 10 Rubel haben aber weiterhin Gültigkeit im Zahlungsverkehr. Auf allen der aktuell gültigen Banknoten ist auf der Rückseite rechts unten das Jahr 1997 aufgedruckt, in dem die erste Serie herausgegeben wurde. In Mikroschrift am linken Bildrand der Vorderseite ist das "Modifikationsjahr" zu lesen, aus dem das Design der Banknote stammt.

Nennwert Vorderseite Rückseite Motiv Format und Farbe Ausgabeserie
5 Rubel Vorderseite 5 Rubel Rückseite 5 Rubel Weliki Nowgorod, Nowgoroder Kreml, Nationaldenkmal Tausend Jahre Russland 137 × 61 mm
grün
1997
(durch Münze ersetzt)
10 Rubel Vorderseite 10 Rubel Rückseite 10 Rubel Krasnojarsk, Jenisseibrücke, Staumauer des Krasnojarsker Stausees 150 × 65 mm
gelb
1997, 2001, 2004
(wird seit 2009 durch Münze ersetzt)
50 Rubel Vorderseite 50 Rubel Rückseite 50 Rubel Sankt Petersburg, Rostrasäulen am Newaufer (Vorderseite: Detail, Rückseite: Gesamtansicht), Peter-und-Paul-Festung, ehemalige Börse 150 × 65 mm
dunkelblau
1997, 2001, 2004
100 Rubel Vorderseite 100 Rubel Rückseite 100 Rubel Moskau, Bolschoi-Theater (Vorderseite: Quadriga; Rückseite: Gesamtansicht) 150 × 65 mm
braun
1997, 2001, 2004
500 Rubel Vorderseite 500 Rubel Rückseite 500 Rubel Archangelsk, Passagierhafen an der Nördlichen Dwina, Peter der Große, Solowezki-Kloster 150 × 65 mm
violett
1997, 2001, 2004, 2010
1000 Rubel Vorderseite 1000 Rubel Rückseite 1000 Rubel Jaroslawl, Jaroslaw der Weise, Christi-Verklärungs-Kloster und Gedenkkapelle, Kirche Johannes' des Täufers mit Glockenturm 157 × 69 mm
türkis
2001, 2004, 2010
5000 Rubel Vorderseite 5000 Rubel Rückseite 5000 Rubel Chabarowsker Amurbrücke, Nikolai Murawjow-Amurski 157 × 69 mm
rot
2006, 2010

Münzen[Bearbeiten]

Gebrauchsmünzen[Bearbeiten]

Münzwert Bild Material Gewicht Durchmesser Dicke Rand Ausgabe
1 Kopeke 1 Kopeke Stahl mit Kupfernickelüberzug 1,5 g 15,5 mm 1,25 mm glatt 1997
(wird seit 2008 aus dem Umlauf gezogen)
5 Kopeken 5 Kopeken Stahl mit Kupfernickelüberzug 2,6 g 18,5 mm 1,45 mm glatt 1997
(wird seit 2008 aus dem Umlauf gezogen)
10 Kopeken 10 Kopeken Messing;
ab 2006: Stahl mit Kupfer-Zink-Überzug
1,95 g
1,85 g
(ab 2006)
17,5 mm 1,25 mm geriffelt (98 Riffel);
ab 2006: glatt
1997
50 Kopeken 50 Kopeken Messing;
ab 2006: Stahl mit Kupfer-Zink-Überzug
2,90 g
2,75 g
(ab 2006)
19,5 mm 1,50 mm geriffelt (105 Riffel);
ab 2006: glatt
1997
1 Rubel 1 Rubel Kupfernickel;
ab 2009 Stahl-Nickel, galvanisiert
3,25 g
3,0 g
(ab 2009)
20,5 mm 1,50 mm geriffelt (110 Riffel) 1997
2 Rubel 2 Rubel Kupfernickel;
ab 2009 Stahl-Nickel, galvanisiert
5,10 g
5,0 g
(ab 2009)
23,0 mm 1,80 mm unterbrochen geriffelt
(12 × 7 Riffel)
1997
5 Rubel 5 Rubel Bi-Metall-(Kupfer-Nickel-Kupfer verkleidet);
ab 2009 Stahl-Nickel, galvanisiert
6,45 g
6,0 g
(ab 2009)
25,0 mm 1,80 mm unterbrochen geriffelt
(12 × 5 Riffel)
1997
10 Rubel 10 Rubel Stahl mit Messingüberzug 5,63 g 22,00 mm 2,20 mm unterbrochen geriffelt
(6 × 7 Riffel und 6 × 5 Riffel)
2009
Ein, Fünf, Zehn und Fünfzig Kopeken

In der Mitte der Münze ist das Bild des heiligen Kriegers Georg auf seinem Pferd abgebildet. Es zeigt, wie er gerade eine Schlange mit dem Speer tötet. Unter der vorderen Hufe kann man die kyrillischen Buchstaben M (Moskau) oder С-П (Sankt Petersburg) erkennen. Auf dem oberen Teil der Kopeke ist von links nach rechts „БАНК РОССИИ“ (Bank von Russland) geschrieben. Weiterhin ist unter der Schlange das Prägejahr zu sehen.

Auf der Rückseite ist der Wert der Kopeke dargestellt, inklusive des Schriftzuges „КОПЕЙКА“ (Kopeke). An der Unterseite der Scheibe sind die stilisierten pflanzlichen Ornamenten in Form von zwei Zweigen abgebildet.

Die Münzen zu 1 und 5 Kopeken werden seit 2008 aus dem Umlauf gezogen und nicht weiter hergestellt. Der Herstellungspreis einer Münze zu 1 Kopeke lag im Jahr 2008 etwa bei 30 Kopeken. Preise werden seitdem auf Beträge zu 10 oder 50 Kopeken gerundet.

Ein, Zwei und Fünf Rubel

Die 1-, 2- und 5-Rubel-Münzen zeigen einen Doppeladler, der über sich die Inschrift „БАНК РОССИИ“ (Bank von Russland) in einem Bogen geschrieben trägt. Unter der linken Pfote des Adlers ist der Abdruck der Prägeanstalt zu sehen. Auf dem unteren Teil der Münzen ist waagrecht die Stückelung der Münzen in Worten dargestellt, die lauten: „РУБЛЬ“ (Rubel), „ДВА РУБЛЯ“ (zwei Rubel) und „ПЯТЬ РУБЛЕЙ“ (fünf Rubel). Diese sind durch eine horizontale Linie unterstrichen, die durch einen Punkt unterbrochen ist. Auf den Unterseiten der Münzen ist das Prägejahr abgebildet. In Ausgabejahren ab 2002 steht die Beschriftung „БАНК РОССИИ“ unter dem Adler und der Wert der Münze über dem Adler. Beide sind nun in einem Bogen um den Adler geschrieben.

Auf der anderen Seite der Rubelmünzen erkennt man die Stückelung in Worten und die Zahl 1, 2 oder 5. Weiter unten sind wieder die stilisierten pflanzlichen Ornamente in Form einer Zweigniederlassung abgebildet.

Zehn Rubel

In der Mitte der Münze ist das Emblem der Zentralbank von Russland (Doppeladler mit Flügeln nach unten) erkennbar. Darunter sieht man die halbrunde Inschrift БАНК РОССИИ (Bank Russlands). Unter der linken Pfote des Adlers ist der Abdruck der Prägeanstalt abgebildet. Entlang der Felge ist die Stückelung in zwei Worten zusammengefasst, die lauten: ДЕСЯТЬ РУБЛЕЙ (zehn Rubel). Auf dem unteren Rand der Münze sieht man eine Linie, die durch einen Punkt unterbrochen wird.

Die zweite Seite zeigt die Stückelung der Münze, die Zahl zehn, und dem Wort РУБЛЕЙ (Rubel). Auf der rechten Seite ist das stilisierte pflanzliche Ornament in Form einer Zweigniederlassung. Weiterhin erkennt man auf der Innenseite der Ziffer Null die versteckten Bilder der Zahl 10 und die Inschrift „РУБ“ (RUB), je nach dem aus welchem Blickwinkel man auf die Münze schaut.[15] Vor der Einführung der Regelmünze zu 10 Rubel gab es schon zum Teil große Auflagen an 10-Rubel-Sondermünzen, die auch in Verkehr gebracht wurden.

Fälschbarkeit[Bearbeiten]

Banknotenherstellung in Perm, 2011

Der Tausend-Rubel-Schein wird sehr häufig gefälscht. Der Polizei werden fast täglich neue Fälle gemeldet, in denen versucht wird, Falschgeld in Umlauf zu bringen. Deshalb sind die meisten Kassen in Russland mit Prüfgeräten ausgerüstet. Die Münzen weisen einige Sicherheitsmerkmale auf, die eine Fälschung erschweren sollen – da es im Westen durchaus erfahrene Geldfälscher gibt.[20] Die gefälschten Banknoten sind inzwischen so gut nachgemacht, dass man sie nur mittels spezieller Geräte von den echten unterscheiden kann.[21]

Sicherheitsmerkmale der Banknoten[Bearbeiten]

Auf den beiden weißen Flächen der Banknote befinden sich Wasserzeichen. Eine einfarbige Abbildung auf der Frontseite ändert die Farbe in bunte Streifen, wenn man den Schein schräg hält. Hält man den Schein in einem 90°-Winkel unter reflektierendes Licht, kann man auf dem geschwungenen Streifen die Buchstaben „PP“ erkennen. Je nach Winkel verändern sich ihre Graustufen. Ein weiteres Sicherheitsmerkmal ist der metallische Plastikfaden, der in das Papier eingelassen ist. Hält man die Banknote gegen das Licht, so erscheint der silberne Streifen als schwarze durchgehende Linie. Unter einer Lupe kann man auf der Kehrseite des Scheins eine äußerst kleine Schrift erkennen, welche aus der sich wiederholenden Wertangabe besteht. Rote, hellgrüne und zweifarbige Fäden sind auf der Banknote durchgehend integriert. Die zweifarbigen Fäden scheinen violett, aber unter starker Vergrößerung kann man rote und blaue Teile entdecken. Menschen mit eingeschränkten Sehvermögen können die Schriftzeichen „Билет Банка России“ (Bilet Banka Rossii) und die Zahl ertasten. Diese sind auf dem Schein hervorgehoben.

Ab dem 100-Rubel-Schein gibt es ein zusätzliches Feld auf der Frontseite, das seine Farbe ändert, wenn man es schräg hält. Weiterhin erkennt man ab einem Notenwert von 100 Rubel den Scheinwert mit Löchern in das Papier gestampft. Hält man sie gegen das Licht, werden sie sichtbar. Auf dem 500-Rubel-Schein erkennt man oben links ein Emblem der Zentralbank Russlands. Hält man den Schein gegen das Licht, ändert es die Farbe von rötlich-orange in gelblich-grün. Auf den Frontseiten der 1000er- und 5000er-Noten sieht man zusätzlich die Stadtwappen von Jaroslawl bzw. von Chabarowsk. Bei Lichteinfall ändert sich deren Farbe von lila in olivgrün. Alle Banknoten werden auf spezielles Papier gedruckt. Dieses besteht meist aus Linters, den nichtspinnbaren Fasern der Baumwolle. So übersteht die Banknote einen versehentlichen Waschgang und gibt ein ganz besonderes Papiergefühl.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Russisches Geld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  • Kathrin Berensmann: Russische Währungs-, Finanz-und Schuldenkrise. Beitrag 248 1/1999, Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Beiträge zur Wirtschafts- und Sozialpolitik), ISBN 3-602-24070-3.
  • Eric von Breska: Die Kreditpolitik des internationalen Währungsfonds und der Weltbank gegenüber Russland. Selbstverlag, München 2001. (Hochschulschrift)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Beschreibung der 5 Vorschläge, Russische Nationalbank, russisch, abgerufen am 29. Dezember 2013
  2. Artikel auf lenta.ru, russisch, abgerufen am 29. Dezember 2013
  3. "Wirtschaftsdaten".Deutsches Lehrmittel-und Kulturzentrum KIROV.
  4. Neue Rubel nach Bedarf. Spiegel online, Ausgabe 14/1992.
  5. a b "Rohstoffbasierte Staatsfonds - Theorie und Empirie -" (PDF; 1,4 MB). Forschungsbericht Nr.0108, Institut für Makroökonomik, Universität Potsdam, M. Clemens, W. Fuhrmann
  6. Spiel mit dem Rubel. Spiegel online, Ausgabe 33/1997.
  7. Die Russland-Krise 1998. Welt online.
  8. "Programmierter Kollaps. Rußlands Finanzkrise führt ins Chaos".Internationale Politik, außenpolitische Zeitschrift, Autor Anders Aslund, 1. Oktober 1998.
  9. Kathrin Berensmann: Russische Währungs-, Finanz-und Schuldenkrise. 1999.
  10. Eric von Breska "Die Kreditpolitik des internationalen Währungsfonds und der Weltbank gegenüber Russland" 2001.
  11. Konjunkturschlaglicht:Russland in schwerer Rezession (Download, PDF, 42kB), in: Wirtschaftsdienst, 89. Jg. (2009), H. 4, S. 272-273.
  12. "Russland und die internationale Finanzkrise" (PDF; 1,2 MB). Russlandanalysen 171/2008, Herausgeber: Universität Bremen und deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde, ISSN 1613-3390.
  13. Aktuelle Informationen zur Finanzkrise in Russland. Rödle & Partner,Herausgabe 17. August 2009 Pdf
  14. Globale Finanzkrise 2008 und Wirtschaft Russlands. Russlands Perspektiven, Friedrich-Ebert-Stiftung, Autor:Leonid Grigorjew, Ausgabe:12/2008 Pdf
  15. a b "Die Zentralbank der russischen Föderation". Website Zentralbank Russland.
  16. Über Moskaus Unzufriedenheit mit dem Rubel Kurs. News/Pressmitteilungen/Fachpublikationen, Online Artikel.de.
  17. Wirtschaftsmodell Russland. Prof. Dr. Michael Kutschker, Lehrstuhl für ABWL und Internationales Management.
  18. Euro Pfund aktuell | Kurs Euro Pfund. Website Euro-Pfund.
  19. "Russische Banknoten". Studyrussian.com, Ziegler & Partner GmbH, offizieller Partner der Moskauer Lomonossow-Universität
  20. Falschgeld: 1000-Rubel-Blüten im Umlauf. Russland RU, die Internet-Zeitung, Ausgabe 6. März 2009, Quelle:www.mr7.ru.
  21. Manfred Quiring: Falsche Rubel werden immer echter. In: Welt online. Ausgabe: 17. März 2010.