Basis (Band)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Basis
Basis Band.png

Allgemeine Informationen
Herkunft Hamburg
Genre(s) Hip-Hop
Gründung 1996
Auflösung 2001
Gründungsmitglieder
Vera „Missyna“ Holthaus
Gesang
Kami Manns
Gesang
Edson Sifre Garcia
Gesang
Ronny Gerulat
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Hier kommt die Basis
  DE 45 13.04.1998 (5 Wo.)
Phase II
  DE 73 04.10.1999 (2 Wo.)
Singles
Wenn ich nur noch einen Tag zu leben hätte
  AT 34 14.12.1997 (2 Wo.)
  CH 23 30.11.1997 (8 Wo.)
  DE 17 03.11.1997 (10 Wo.)
Ich liebe mich
  CH 18 15.03.1998 (7 Wo.)
  DE 31 02.03.1998 (9 Wo.)
Kein Weg zu weit
  DE 95 29.06.1998 (2 Wo.)
Ich will Euer Leben nicht
  CH 34 31.01.1999 (5 Wo.)
  DE 28 18.01.1999 (9 Wo.)
Ich lieb Dich immer noch
  DE 63 23.08.1999 (4 Wo.)

Basis war eine deutsche Hip-Hop-Band, die von 1997 bis 2001 existierte. Zu ihren erfolgreichsten und bekanntesten Stücken zählen: Wenn ich nur noch einen Tag zu leben hätte, Ich liebe mich und Ich will Euer Leben nicht.

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Basis gründeten sich Ende 1996. Die erste Besetzung traf sich im Eco Park von Poppenbüttel um dort erste Demos aufzunehmen. Damals noch namenlos kristallisierte sich mit Vera „Missyna“ Holthaus, Kami Manns, Edson Sifre Garcia und Ronny Gerulat ein festes Line-up. 1997 lernten sie den Produzenten Marcus Wolter kennen, dessen Produktionsfirma Seegang sie unter Vertrag nahm. Deren Pressesprecherin und Inhaberin Kati Ahuis gab der Band den Namen „Basis“, der auf verschiedenen spaßigen Unterhaltungen der Gruppe basierte. Seegang bezahlte anschließend die Studiosessions und ließ mehrere Lieder aufnehmen, die meistens von Frontfrau Vera „Missyna“ Holthaus stammten. Daneben hatten sie noch Tanztraining bei Aydin Eser, um auf der Bühne und in den Videos auch optisch bestehen zu können.[2]

Es folgte ein erster Auftritt im Hamburger Fitnessstudio Kaifu. Anschließend ließ sich Markus Wolter vom Song Es geht nur noch einmal von Miss D-Pheat inspirieren und bat Holthaus einen Song mit ähnlichem Thema für Basis zu schreiben. Der Song wurde schließlich zu Wenn ich nur noch einen Tag zu leben hätte, der Debütsingle der Gruppe. Im Sommer 1997 wurde die Gruppe schließlich bei Polydor unter Vertrag genommen, die sie quasi zu einem Nachfolger von den gerade im Trennungsstreit befindlichen Tic Tac Toe aufbauen wollten. Zu ihrer Debütsingle wurde im August 1997 auch ein Video produziert, das auf den Musiksendern VIVA und MTV Airplay bekam. Die zwei Wochen später erschienene Single erreichte Platz 17 in den deutschen Charts. Die folgenden Singles Ich liebe mich und Ich will Euer Leben nicht sowie das Album Hier kommt die Basis waren ebenfalls erfolgreich. Anschließend wurden sie von Manager Alex Grob betreut.[2] 1998 wurde die Gruppe im Rahmen der Preisverleihung VIVA Comet mit dem Nachwuchspreis der Volkswagen Sound Foundation ausgezeichnet.[3][4]

1998 verließ Kami Manns die Gruppe, um eine Solokarriere zu starten.[4] Zu dritt veröffentlichten sie 1999 ihr zweites Album Phase II und konnten mit der Single Ich will Euer Leben nicht noch einmal an ihre alten Erfolge anknüpfen.

Im Jahr 1999 verschwand Bandmitglied Edson Sifre Garcia spurlos[5], tauchte einige Wochen später aber wieder auf. Sein Manager erklärte, er habe sich bei einer freien christlichen Gemeinde in Köln aufgehalten.[6]

1999 trennte sich aber auch Holthaus von der Band und unterschrieb bei Zeitgeist/Polydor einen Solokünstlervertrag.[7] Dies besiegelte das Ende der Gruppe. Anfang 2001 erschien die Kompilation Ich liebe mich.[8]

Die Zeit nach Basis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kami Manns Solokarriere umfasste zwei Singles, eine davon mit Purple Schulz. Sie hat anschließend von 2002 bis 2007 Schauspielerei und Choreografie an der Ernst-Busch-Hochschule für Schauspiel in Berlin und der École Nationale Supérieure des Arts et Techniques du Théâtre in Frankreich studiert und ist heute als Regisseurin und Schauspielerin tätig.[9][4] Vera Holthaus hat unter dem Künstlernamen Missyna 2001/02 zwei Singles veröffentlicht.[10] Mit der Single Das Leben konnte sie zwar Platz 46 der deutschen Charts erreichen, aber wurde dennoch von ihrer Plattenfirma entlassen. Danach beendete sie ihre musikalische Karriere.[11]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 30. März 1998: Hier kommt die Basis (Polydor)
  • 20. September 1999: Phase II (What's Up ?!/Polydor Zeitgeist)
  • 26. März 2001: Ich liebe mich (Polydor)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 20. Oktober 1997: Wenn ich nur noch einen Tag zu leben hätte
  • 16. Februar 1998: Ich liebe mich
  • 15. Juni 1998: Kein Weg zu weit/Routines Rotationsstufe Rot
  • 20. Juli 1998: Routines Rotationsstufe Rot
  • 31. Dezember 1998: Ich will euer Leben nicht
  • 9. August 1999: Ich lieb’ Dich immer noch

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chartsquellen: DE, CH, AT. Abgerufen am 20. August 2017
  2. a b Bandbiografie. Offizielle Website von Vera Holthaus, archiviert vom Original am 3. Juni 2010; abgerufen am 20. August 2017.
  3. Ruth Emundts: Kunstsponsoring: "das Volkswagen-Kultur-Engagement" - eine Fallstudie. LIT Verlag Münster, 2000, ISBN 978-3-8258-5159-0, S. 42.
  4. a b c Bio. Offizielle Website von Kim Manns, abgerufen am 20. August 2017.
  5. Hamburg in Kürze. Hamburger Morgenpost, archiviert vom Original am 2. Januar 2010; abgerufen am 20. August 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/archiv.mopo.de
  6. Hamburg in Kürze. Hamburger Morgenpost, archiviert vom Original am 2. Januar 2010; abgerufen am 20. August 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/archiv.mopo.de
  7. Basis. Offizielle Homepage von Missyna, abgerufen am 20. August 2017.
  8. Basis: Ich liebe mich. Musik-sammler.de, abgerufen am 20. August 2017.
  9. Kami Manns in der Internet Movie Database (englisch)
  10. Missyna bei Discogs (englisch)
  11. Start. Offizielle Website von Missyna, abgerufen am 20. August 2017.