Bauhaus Luftfahrt

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Bauhaus Luftfahrt e.V.
(BHL)
Logo des Vereins Bauhaus Luftfahrt
Zweck: Interdisziplinäre Luftfahrtforschung
Vorsitz:
  • Mirko Hornung (Vorstand Forschung und Technik)
  • Insa Ottensmann (Vorstand Finanzen und Organisation)
Gründungsdatum: November 2005
Mitgliederzahl:
Sitz: Taufkirchen (bei München)
Website: www.bauhaus-luftfahrt.net

Das Bauhaus Luftfahrt e.V. wurde im November 2005 von den drei Luft- und Raumfahrtunternehmen EADS (heute: Airbus Group), Liebherr-Aerospace Lindenberg und MTU Aero Engines sowie dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie ins Leben gerufen. Seit 2012 ist zudem die Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft (IABG) Mitglied der Institution. Der gemeinnützige Verein ist eine international ausgerichtete Ideenschmiede. Das Team aus rund 50 Mitarbeitern befasst sich mit der Zukunft der Mobilität im Allgemeinen und mit der Zukunft des Luftverkehrs im Besonderen. Ziel der Forschungsarbeit ist es, das komplexe System der Luftfahrt aus vielerlei Blickwinkeln zu betrachten: Bei allen Projekten werden technische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Aspekte ganzheitlich berücksichtigt.

Motivation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bauhaus Luftfahrt versteht sich als eine fachübergreifende Denkfabrik in Anlehnung an die Tradition des Bauhauses. Letzteres war Deutschlands historische Hochschule für Gestaltung, an der im Dessau der 1920er-Jahre unter der Leitung von Walter Gropius Architekten, Maler und Bildhauer eng zusammenarbeiteten. Auf diese Weise entstand ein breit gefächertes Kompetenzspektrum. Genau das realisiert das Bauhaus Luftfahrt für die europäische Luftfahrtbranche – sowohl im interdisziplinären Dialog von Ingenieuren, Ökonomen, Informatikern, Physikern, Chemikern, Geographen, Kultur- und Sozialwissenschaftlern als auch in enger Kooperation von Industrie, Wissenschaft und Politik.

Forschungsfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Forschungseinrichtung sieht sich mit einer Vielzahl globaler Herausforderungen konfrontiert: Unter anderem wird eine zunehmend wohlhabende Bevölkerung in den Schwellenländern die Nachfrage nach Lufttransportkapazitäten weiter erhöhen. Zeitgleich werden Klimawandel und Ressourcenverknappung einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung von Energiepreisen nehmen. Hinzu kommt: Der urbane Mensch der Zukunft wird durchschnittlich älter sein als heute und andere Ansprüche an das Reisen stellen. Im Sinne eines Zukunftsradars zeigt das Bauhaus Luftfahrt auf, welche Konsequenzen solch ein Wandel für den Luftverkehr von morgen haben kann.

Arbeitsweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der eingetragene Verein arbeitet unabhängig und im öffentlichen Interesse. Innovative Ideen müssen dort nicht per se marktorientiert reifen. Vielmehr gibt der Verein denkbare Antworten auf die Frage, welche Alternativen für die Anforderungen der Zukunft denkbar sind. Dabei bestehen für die Wissenschaftler des Kreativzentrums kaum gedankliche Tabus. Allerdings wird streng darauf geachtet, dass visionäre Konzepte und Strategien stets auch anwendungsorientiert und technisch machbar sind. Grundlage zur Entwicklung tragfähiger Lösungen bilden somit immer die klassischen Disziplinen der Physik und der Ingenieurwissenschaft.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]