Bauteil (Bauwesen)

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Das Bauteil ist im Bauwesen eine funktionelle Komponente eines Gebäudes. Es unterscheidet sich damit vom Einzelteil im technischen Sinn, das nach DIN 6789 definiert sind als "Gegenstand, der nicht zerlegbar ist".[1]

Prinzipiell kann sich ein Bauteil aus einer großen Anzahl Einzelteilen zusammensetzen. Entsprechend besteht ein Gebäudeteil aus mehreren Bauteilen (und ein Gebäude aus mehreren Gebäudeteilen).

Ein Bauteil im Bauwesen ist eine geometrisch oder funktionell zusammenhängende Fläche oder ein Körper, die einen einheitlichen Aufbau und Konstruktion aufweisen, wie zum Beispiel Wände, Stützen, Decken.

Im Baustoffhandel werden Bauteile wie Türen, Fenster und Treppen, die nach der Fertigstellung des Rohbaus in die Bauwerksöffnungen eingesetzt werden (ohne in die Statik des Gebäudes einzugreifen), häufig auch Bauelemente genannt.

Eine Aufzählung von Bauteilen im Bauwesen findet sich beispielsweise in der Anlage 3 Nr. 1–6 der dt. Energieeinsparverordnung (EnEV):

1. Außenwände
2. Fenster, Fenstertüren, Dachflächenfenster und Glasdächer
3. Außentüren
4. Dächer
4.1. Steildächer
4.2. Flachdächer
5. Wände und Decken gegen unbeheizte Räume, Erdreich und nach unten an Außenluft
6. Vorhangfassaden

In den Brandschutz-Normen DIN 4102-1 und DIN EN 13501-1 werden Bauteilen Feuerwiderstandsklassen zugewiesen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm Dangelmaier, Hans-Jürgen Warnecke: Fertigungslenkung: Planung und Steuerung des Ablaufs der diskreten Fertigung, S. 223, Springer Verlag, 2013