Beo

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Dieser Artikel behandelt den Vogel Beo. Für die Abkürzung B.e.O., siehe Bedingung Erster Ordnung.
Beo
Beos (Gracula religiosa)

Beos (Gracula religiosa)

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Stare (Sturnidae)
Unterfamilie: Sturninae
Gattung: Gracula
Art: Beo
Wissenschaftlicher Name
Gracula religiosa
Linnaeus, 1758
Unterarten
  • Großer Beo (G. religiosa religiosa)
  • Mittelbeo (G. religiosa intermedia)
  • Kleiner Beo (G. religiosa indica)
Beoeier

Der Beo (Gracula religiosa) oder Mynah ist eine Vogelart, die zur Familie der Stare (Sturnidae) gehört.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beheimatet ist der Beo in Sri Lanka, Südwest-Indien, Ostindien, dem Himalayagebiet, Hinterindien, Borneo, Java und den Kleinen Sunda-Inseln. In den tropischen Wäldern lebt er paarweise oder in kleinen Familienverbänden.

Äußeres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gefieder ist schwarz; bei entsprechenden Lichtverhältnissen schillert es grünlich. Das auffälligste äußerliche Merkmal ist ein gelber Hautlappen an beiden Kopfseiten, der jeweils bis zum Hinterkopf reicht. Der zweite Farbtupfer des Vogels ist ein gelber Schnabel. Beos können zwischen 26 cm und 35 cm groß werden.

Ernährung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Weichfresser ernähren sich Beos vor allem von Früchten und Insekten.

Verhalten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beo, aufgenommen in Thailand

Der Beo besitzt ein munteres Wesen. Wegen seiner ausgesprochenen Sprachbegabung ist er nicht nur in seiner Heimat ein beliebtes Heimtier. Allerdings sind die vom Beo erzeugten Töne laut. Die Vögel haben eine Lebenserwartung von etwa 15 Jahren.

Gefährdungssituation und Schutzmaßnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Beo wird in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN geführt und wird global als nicht gefährdet (least concern) beurteilt.[1]

Allerdings hat die Fähigkeit der Art, Geräusche und menschliche Stimmen nachzuahmen, dazu geführt, dass große Nachfrage zur Haltung als Haustier und in Folge wirtschaftliches Interesse an dieser Art entstand. Nachdem nun schwere Bestandseinbußen auf regionalen Ebenen zu verzeichnen waren, wird der Beo seit 1997 auf Appendix II des Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES[2] geführt. Somit darf die Art nur unter bestimmten Bedingungen in den Handel gebracht werden.

Diese Einschränkung des internationalen Handels wurde auch auf europäischer Ebene vorgeschrieben und findet in Anhang B der EU-Artenschutzverordnung (EG) Nr. 338/97 beziehungsweise EG-Verordnung 407/2009[3] der Europäischen Union ihren Niederschlag.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Beo (Gracula religiosa) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gracula religiosa in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2009. Eingestellt von: BirdLife International, 2009. Abgerufen am 14. März 2010
  2. Appendices I, II and III. In: CITES Official Documents. CITES Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora, 14. Oktober 2010, abgerufen am 5. November 2010 (englisch, Appendixe des Washingtoner Artenschutzübereinkommens CITES, Eintrag „Gracula religiosa“).
  3. „Gracula religiosa“ in UNEP-WCMC Species Database. UNEP-WCMC, abgerufen am 14. März 2010 (englisch).