Bergbahnen Rinerhorn

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Bergbahnen Rinerhorn AG

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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1969
Sitz Davos Platz, SchweizSchweiz Schweiz
Leitung Stefan Walser
Umsatz 4,573 Mio. CHF[1]
Branche Tourismus, Gastronomie
Website www.welcome.rinerhorn.ch

Die Bergbahnen Rinerhorn AG sind ein Schweizer Tourismusunternehmen und Betreiber mehrerer Seilbahnen auf dem Davoser Berg Rinerhorn. Außerdem werden die Restaurants Jatzmeder, Blockhuus, Spina, Hubelhütte und mehrere Bars unterhalten. Auch der Campingplatz Rinerlodge sowie die Unterkünfte Maxon Pavillon, Rinerlodge und das Berghostel Rinerhorn gehören zum Unternehmen.

Überblick über das Rinerhorn im Winter

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1950ern kam es zu ersten Initiativen welche dem hinteren Teil des Davoser Tals eine touristische Perspektive geben wollten. Letztendlich reichten zwei Gruppen ein Konzessionsgesuch ein, eine für die Erschließung des Gebietes oberhalb der Stafelalp in Richtung Tiejer Flue und Chörbschorn, die andere für die Erschließung des Rinerhorns/ Nüllischgrates. Das BAV erteilte letztendlich der Erschließung des Rinerhorns eine Konzession, aus Gründen des Denkmalschutzes (Frauenkirche, Stafelalp) und der Schneesicherheit. Am 11. Januar 1963 wurde schließlich eine Konzession für eine Luftseilbahn Glaris-Rinerhorn-Nüllischgrat erteilt. Da es Finanzierungsprobleme gab, und um einen Verfall der Konzession nicht zu riskieren musste schließlich umgeplant werden. Man entschloss sich statt der Luftseilbahn einen Sessellift zur Jatzmeder zu bauen. Im Sommer 1969 wurde mit dem Bau des Sesselliftes von Davos Glaris als Zubringer begonnen. Außerdem wurde der Doppelskilift Juonli und der Skilift Nülli gebaut, sowie das Bergrestaurant Jatzmeder. Alle drei Seilbahnen wurden von der Firma Habegger gebaut. Am 16. Dezember 1969 erfolgte schließlich die Eröffnung des Skigebietes. 1971 wurde der Skilift Nülli zu einem Doppelskilift ausgebaut, und somit die Kapazität erhöht. 1981 wurde der Schlepplift Trainer von der Firma Oehler aufgestellt, welcher gebraucht von dem Skigebiet Parsenn übernommen wurde. 1982 erfolgte mit dem Bau des Schlepplift Hubel durch Habegger die bis heute letzte Erweiterung des Skigebietes. 1987 wurde schließlich die Sesselbahn Glaris-Jatzmeder durch eine leistungsstärkere kuppelbare Gondelbahn von der Firma Garaventa ersetzt.[2]

In den 1990er Jahren gerieten die Bergbahnen Rinerhorn in finanzielle Schwierigkeiten. Als sie 1996 kurz vor dem Konkurs standen übernahmen die Davos-Parsenn-Bahnen AG eine Mehrheitsbeteiligung von 56,94 % an den Bergbahnen Rinerhorn.[3] Diese Beteiligung kam an die Davos Klosters Bergbahnen, in welche die Davos-Parsenn-Bahnen 2003 aufgingen.

Seilbahnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlagenname Bild Typ Verlauf Baujahr Höhendifferenz Länge Kapazität pro Stunde Hersteller
Rinerhornbahn Rinerhorn Bahn 01.JPG Einseilumlaufbahn Glaris-Jatzmeder 1987 591 m 1780 m 1200 Garaventa
Nülli 1 Bergstation Nüllisch.jpg Schlepplift Rieberalp-Augustberg 1969 560 m 2032 m 1000 Habegger
Nülli 2 Bergstation Nüllisch.jpg Schlepplift Rieberalp-Augustberg 1969 560 m 2032 m 1000 Habegger
Juonli 1 Juonli.JPG Schlepplift Juonlimeder-Rinerhorn 1969 452 m 1342 m 1000 Habegger
Juonli 2 Juonli.JPG Schlepplift Juonlimeder-Rinerhorn 1969 452 m 1342 m 1000 Habegger
Trainer Schlepplift Juonlimeder 1981 119 m 392 m 1000 Oehler
Hubel Bergstation Hubel as seen from Rinerhorn.jpg Schlepplift Stuudemeder-Hubel 1982 313 m 1037 m 1000 Habegger

Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2018 planen die Bergbahnen Rinerhorn 3,75 Millionen Franken in die künstliche Beschneiung zu investieren. Konkret sollen die Pisten am Juonli Schlepplift, sowie der untere Teil der Piste am Nülli schneesicherer werden. Außerdem ist ein Speichersee 100 m unterhalb der Talstation des Nülli Schleppliftes geplant.[4]

Mittelfristig wird die Verbindung des Skigebiet des Rinerhorn mit dem des Jakobshorn angestrebt. In der Diskussion sind eine Pendelbahn welche das Sertigtal überspannt, oder eine Verbindungsvariante durch das Sertigtal mit zusätzlichen Abfahrtsmöglichkeiten, wobei Talstationen im Bereich Mühle oder Gämpi möglich wären.[5]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschäftsbericht 2016/17 (PDF). Aufgerufen am 12. September 2017
  2. Seilbahndatenbank Rinerhorn Aufgerufen am 18. Januar 2014
  3. Schuldenberg am Zauberberg (Memento des Originals vom 2. Februar 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pme.chAufgerufen am 18. Januar 2014
  4. Davoser Rinerhorn braucht Schnee Aufgerufen am 13. September 2017
  5. Kantonaler Richtplan Davos (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.richtplan.gr.ch Aufgerufen am 27. März 2015