Bergkirche (Eisenstadt)

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Haydnkirche und Haydn-Kirche sind Weiterleitungen auf diesen Artikel. Für die Haydn-Kirche in Wien-Mariahilf: siehe Mariahilfer Kirche.
Gesamtansicht der Bergkirche
Silbermünze Österreich 25 Schilling 1961. 40 Jahre Burgenland, mit der Haydnkirche in Eisenstadt

Die römisch-katholische Bergkirche Eisenstadt (auch als Haydnkirche oder Kalvarienbergkirche bekannt) steht im Stadtteil Oberberg-Eisenstadt der Gemeinde Eisenstadt im Burgenland. Sie ist dem Fest Mariä Heimsuchung geweiht und gehört zum Dekanat Eisenstadt in der Diözese Eisenstadt. Das Bauwerk steht unter Denkmalschutz.[1] Bekannt ist die Kirche für den „Kalvarienberg“, der sein Vorbild im Kalvarienberg Maria Lanzendorf hat. Er ist ein Wallfahrtsziel und kann auch bestiegen werden. Seit dem Jahr 1932 befindet sich in der Bergkirche das Haydn-Mausoleum, in dem der Komponist Joseph Haydn begraben liegt.

Lagebeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bergkirche ist westlich an den Kalvarienberg angebaut.

Michael Mayr: Die Bergkirche in Eisenstadt (1826)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche wurde als riesige Wallfahrtskirche von Paul Esterházy geplant. Von diesem ursprünglich geplanten Bau wurde nur der Chor errichtet. Die Grundsteinlegung erfolgte 1715. Nach langen Unterbrechungen rund um das Jahr 1765 wurde die Kirche im Jahr 1803 geweiht. im Jahr 1880 erfolgte eine Renovierung. 1953 wurde das Kirchendach neu gedeckt, Eine weitere Renovierung erfolgte außen und innen im Jahr 1954.

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchenäußeres

Die Kirche ist ein vierseitiger Block mit Walmdach. Sie werden durch Zeltdächer abgeschlossen. Den Baukörper ist an der Westseite eine zweigeschoßige Vorhalle mit den anschließenden zwei Turmstümpfen über quadratischem Grundriss vorgelagert. Südlich ist die Sakristei an die Kirche angebaut. Südlich der Sakristei schließen niedrige Hütten zum Devotionalienverkauf an. Die Nordhalle wurde um 1795 errichtet. Diese hat einen flachen Mittelrisaliten über einer Segmentbogentür. Im Risaliten ist das Wappen der Familie Esterházy dargestellt.

Kircheninneres

Das Langhaus bildet einen kreisrunden Raum mit westlicher Vorhalle und seichten Altarnischen in den drei anderen Rundseiten. Dazwischen sind jeweils zwei hohe Pilaster mit Gebälk auf den Seiten der Türen und Oratoriumsfenster. In der Kuppel sind Lünettenfenster eingeschnitten. Über der Vorhalle ist die Empore die auf drei Kreuzgratgewölben ruht. Über der Orgel ist ein Korbbogentonnengewölbe.

In der Kuppel sind Wandmalereien von Christian und Wolfgang Köpp aus dem Jahr 1772. Sie wurden 1889 von P. Müller renoviert und 1954 abermals restauriert. Sie stellen die Himmelfahrt Christi dar.

Haydn-Mausoleum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie wird nach Joseph Haydn auch Haydnkirche genannt, der unweit im Schloss Esterházy große Teile seines Lebens (1732–1809) gewirkt hat. Seit dem Jahr 1932 befindet sich in der Bergkirche das Haydn-Mausoleum, in dem Haydn begraben liegt. Der Kopf des Komponisten und Begründers der Wiener Klassik „übersiedelte“ allerdings erst 1954 von Wien hierher.

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1797 wurde eine Orgel von Johann Gottfried Malleck, Wiener Orgelbauer, eingebaut. Sie wurde 1950 von Rieger Orgelbau umgebaut, 1993 von der Orgelbauwerkstatt Karl Schuke restauriert und besitzt nunmehr 36 Register auf drei Manualen und Pedal.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Rittsteuer, Johann Bauer: Kalvarienberg und Haydnkirche in Eisenstadt. Propstei- und Stadtpfarre Eisenstadt-Oberberg, Eisenstadt 1995.
  • Monika Soffner-Loibl: Die Bergkirche zu Eisenstadt-Oberberg – Haydnkirche. Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung. Patrozinium: 2. Juli. Diözese Eisenstadt – Bundesland Burgenland. Kunstverlag Peda, Passau 2009, ISBN 978-3-89643-747-1 (Peda-Kunstführer 747).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bergkirche (Eisenstadt) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Burgenland – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz.. Archiviert vom Original im Mai 2016. Bundesdenkmalamt, Stand: 21. Juni 2016

Koordinaten: 47° 50′ 42″ N, 16° 30′ 44″ O