Berliner Kurve

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Berliner Kurve
Streckennummer (DB):3801
Streckenlänge:4,9 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:15 kV 16,7 Hz ~
Höchstgeschwindigkeit:160 km/h
Zweigleisigkeit:durchgehend
Betriebsstellen und Strecken[1]
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Thüringer Bahn von Eisenach
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0,0 Faßdorf (Abzw)
            
(niveaufreie Ausfädelung)
            
Thüringer Bahn nach Bebra Pbf
            
Nord-Süd-Strecke von Bebra Pbf
            
Güterstrecke von Bebra Rbf
            
3,3 Bebra Ost (Abzw)
            
Bebra Rbf Berg
            
3,9 Blankenheim (Abzw)
            
(Überwerfungsbauwerk)
            
4,9 Blankenheim (Abzw)
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Blankenheim (Abzw)
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Nord-Süd-Strecke nach Fulda

Die Berliner Kurve ist eine 4,9 km lange Eisenbahnstrecke östlich der nordhessischen Kleinstadt Bebra. Die zweigleisige, elektrifizierte und planmäßig mit 100 km/h bis 160 km/h befahrbare Verbindungskurve ermöglicht eine direkte Fahrt von der aus Eisenach kommenden Bahnstrecke Halle–Bebra in südwestlicher Richtung auf die Bahnstrecke Bebra–Fulda.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke fädelt mit Streckenkilometer 0,0 in westlicher Richtung an der Abzweigstelle Faßdorf bei Kilometer 206 von der Thüringer Bahn aus, die sie kurz darauf überquert. Bei Streckenkilometer 2 überquert das Richtungsgleis der Regelfahrtrichtung Fulda die aus Richtung Bebra kommende Bahnstrecke. Im weiteren Verlauf führen beide Gleise zunächst parallel zueinander und fädeln an der Abzweigstelle Blankenheim ein.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke wurde am 1. Mai 1915 in Betrieb genommen und ersparte Reisezügen zwischen Berlin und Frankfurt am Main das Kopfmachen in Bebra[2].

Nach 1945 wurde die Verbindungskurve aufgrund des durch die innerdeutsche Grenze im Regelfall erforderlichen Lokwechsels in Bebra nicht mehr genutzt und 1989 wegen Baufälligkeit einer Brücke gesperrt.

Seit 28. Mai 1995 wird die reaktivierte Berliner Kurve wieder durch reguläre Reisezüge befahren. In Verbindung mit der abschnittsweise für 160 km/h ertüchtigten und elektrifizierten Thüringer Bahn ermöglichte die Kurve zwischen Frankfurt und Leipzig bzw. Berlin eine Reisezeitverkürzung von rund einer Stunde.[2] Dadurch wurden Lokwechsel in Bebra überflüssig.[3]

Die Strecke soll, als Teil der Achse Fulda–Erfurt, bis Ende 2017 für den Einsatz der Wirbelstrombremse (ICE 3) ertüchtigt werden.[4]

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Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eisenbahnatlas Deutschland 2007/2008. 6. Auflage. Schweers+Wall, Aachen 2007, ISBN 978-3-89494-136-9.
  2. a b Konrad Koschinski: Ohne Umweg über die „Berliner Kurve“. In: Der Tagesspiegel. Nr. 15526, 2. März 1996.
  3. Neue Züge. Schneller zwischen Ost und West. In: Handelsblatt. Nr. 101, 26. Juni 1995, ISSN 0017-7296, S. g06.
  4. André Daubitz, Frank de Gavarelli, Marcus Schenkel: Ein Großprojekt auf der Zielgeraden – Die Neubaustrecke zwischen Erfurt und Leipzig/Halle. In: Eisenbahntechnische Rundschau. Band 64, Nr. 12, 2015, ISSN 0013-2845, S. 33–42.