Bernd Luz

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Bernd Luz 2014

Bernd Luz (* 20. Mai 1966 in Rottweil) ist ein zeitgenössischer deutscher bildender Künstler und Kommunikationsdesigner, der in seinen Werken den Spagat zwischen freier Kunst und Auftragsarbeit und zwischen Abstraktem und Gegenständlichem führt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine künstlerische Tätigkeit begann Luz bereits in der Jugend. Dabei erzielte er z.B. einen ersten Platz bei den Schweizer Jugendfilmtagen 1986. Luz studierte zunächst ein Jahr Fotodesign auf einer privaten Kunstschule in Ravensburg und absolvierte eine Ausbildung zum Industriemechaniker, Fachrichtung Chirurgie. Er schloss das Kunststudium in Kommunikationsdesign an der FH Konstanz an und beendete dies 1993 als Diplomdesigner. Anschließend machte er sich in Neuhausen ob Eck im Kreis Tuttlingen selbständig und gründete das Designstudio revoLUZion. Ein zweites Studio betreibt er seit 2003 in Zürich, später in Schaffhausen, Schweiz. Einige seiner Signets und Gestaltungen sind in internationalen Designbüchern zu finden[1]. Seit 2013 widmet er sich intensiv seiner selbst benannten Kunstrichtung AbstraktPop[2], bei der abstrakte Bilder und Popart kombiniert werden und hat dabei einen internationalen Ruf erhalten.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abstraktes Werk in Acryltechnik auf Leinwand
AbstraktPop-Werk im Mediamix auf Leinwand

Die Werke von Luz sind meist mit Bildzitaten gespickte Mediamix-Arbeiten, die sich verschiedenen Themenkomplexen widmen. Die Darstellung entspricht in der Isolierung und Neuordnung der Elemente dem Prinzip der Collage. Das Ausschnitthafte als Verweis auf komplexe Zusammenhänge wird so inszeniert, dass der Bildfläche ganze Geschichten zu entnehmen sind. „Ich setze um, was mich berührt“, wird Bernd Luz zitiert. Damit entzieht er sich der Einordnung in festgelegte Kategorien.

In einer neueren Facette im Werk des Künstlers wird die Farbe, die im Mediamix Begleitung war, hier zum Hauptdarsteller. Unter Verzicht auf jede gegenständliche Anspielung und Figur überlässt Luz sich und die Bildfläche ganz und gar dem Zusammenspiel von Farbe, Struktur und Licht. An die Stelle des fest ineinander verwobenen Motivgeflechts der Collagen tritt hier der reine illusionistische Farbraum, meist von einer tonangebenden Farbe dominiert. Die Vorgehensweise ist dabei nicht konzeptuell, sondern stimmungsgelenkt. Statt ein entzifferbares Abbild der Wirklichkeit zu entwerfen, wird die Wirklichkeit des Bildes malend reflektiert.[3]

Ein Schwerpunkt seiner Kunst liegt in der Integration und Umsetzung von Motiven aus der Automobilwelt. Die Kunstwerke haben einen Zeitbezug zu historischen Ereignissen und Fahrzeugen im automobilen Rennsport. Eine Reflexion der Vergangenheit mit dem Ausdruck und der Sicht aus heutiger Zeit. Die Werke sind in verschiedenen Automobilmuseen ausgestellt.[4]

Liste der wichtigsten Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Oktober 2014: Deutsche Botschaft Astana, Kasachstan
  • 25. Juni bis 9. Juli 2014: Has Sanat Gallery Astana, Kasachstan[5]
  • Juni, Juli und Oktober 2013: Nationalmuseum von Kasachstan und Deutsches Generalkonsulat, Almaty, Kasachstan
  • 28. März 2014: Versteigerung zu Gunsten des Zentrums für Seltene Erkrankungen, Uniklinikum Tübingen
  • April, Mai 2015: Ausstellung im Konzerthaus der Wiener Sängerknaben, Wien (MuTh)
  • April bis November 2015: Ausstellung im MAC (Museum Art and Cars) in Singen (Hohentwiel) parallel zu Warhol Cars.[6]
  • September, Oktober 2015: Museum Boxenstop in Tübingen
  • Februar, März 2016: Museum Oberes Donautal, Vorderes Schloss, Mühlheim (Donau)
  • 29. März bis 13. August 2017: Bernd Luz - Legends of Le Mans, Automuseum Volkswagen Wolfsburg[7]

Dauerausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • seit Dezember 2014: Motorworld Region Stuttgart, Böblingen[8]
  • seit 2014: Dauerausstellung am Nürburgring
  • seit April 2014: Dauerausstellung Autosammlung Steim, Schwarzwald
  • seit Juni 2011: Dauerausstellung Nationalmuseum Cité de l’Automobile, Mulhouse, Frankreich

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bernd Luz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Global Corporate Identity 2, Verlag HarperCollinsPublishers, ISBN 0 06 058926 4
  2. Bernd Luz: AbstraktPop, Pop-Strategie und Farb-Poesie, ISBN 9783000478574
  3. Dagmar Burisch im Kalender KultPop 2016, Ackermann Kunstverlag, München
  4. Youtube: FastForwART - Ausstellung Lebendige Automobilgeschichte
  5. Bericht des kasachischen Fernsehens: KAZ-ART-POP Ausstellung in Kasachstan
  6. Museum of Art and Cars, Singen (Hohentwiel): Galerie Bernd Luz
  7. Stiftung AutoMuseum Volkswagen: Events. Abgerufen am 8. März 2017.
  8. Motorworld Böblingen: Activ-Art-Galerie