Bernhard Lott

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Bernhard Heinrich Lott (* 17. April 1950 in Neudenau, Jagst; † 7. Juni 2008[1] in Karlsruhe) war Mundartdichter und Buchautor, Lehrer und Landwirt sowie bedeutender Vertreter der pfälzisch-fränkischen Mundart.

Nach seinem Abitur am Matthias-Grünewald-Gymnasium in Tauberbischofsheim übernahm er nach der Querschnittlähmung seines Vaters den elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb. Daneben studierte er für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen an den pädagogischen Hochschulen Heidelberg und Karlsruhe. Seit 1975 lehrte Lott an Realschulen in Calw und Karlsruhe. Verheiratet war er mit der Journalistin, Buchautorin und Realschullehrerin Doris Lott, der Verbindung entsprang ein Sohn.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1993 Mundartbuch „Geschichten aus dem Jagsttal“ (Rundblick Verlag, Bad Friedrichshall) ISBN 3-9802222-8-4
  • 1994 Herausgabe des Buches „Barfuß auf dem Weg ins Paradies – Die Lebensgeschichte des Kapuzinerpaters Adalbert Ehrenfried
  • 1995 Heimatbuch „Malerisches Neudenau – Heimat an der Jagst“ (Rundblick Verlag, Bad Friedrichshall) ISBN 3-9802222-5-X
  • 1996 Mundartbuch „Es gibt mer zu denke“ – Mundartgedichte aus dem Jagsttal (Rundblick Verlag, Bad Friedrichshall) ISBN 3-932915-07-0
  • 1997 Mundartbuch „Geschichten aus dem Jagsttal“ (2. Erweiterte Auflage)/(Rundblick Verlag, Bad Friedrichshall)
  • 1997 Kinderbuch „Anton, der Eisbär“ (mit seiner Frau Doris)/(Rundblick Verlag, Bad Friedrichshall) ISBN 3-932915-02-X
  • 1998 Mundartbuch „Lustige Geschichten aus dem Jagsttal“ (Rundblick Verlag, Bad Friedrichshall) ISBN 3-932915-05-4
  • 1999 Gedichtsband „Worte für die Seele“ (Rundblick Verlag, Bad Friedrichshall) ISBN 3-932915-06-2
  • 2000 „Die Jagst von der Quelle bis zur Mündung“ (Swiridoff Verlag, Künzelsau) ISBN 3-934350-25-9
  • CD „Worte für die Seele“ (Tonstudio Müller, Malsch)
  • 2002 „Der Kocher von der Quelle bis zur Mündung“ (Swiridoff Verlag, Künzelsau) ISBN 3-934350-80-1
  • 2003 „Du und ich und die Liebe“ (Mira Verlag, Künzelsau) ISBN 3-89222-750-0
  • 2004 „Schule am Abgrund“ (Leibniz Verlag, St. Goar) ISBN 3-931155-21-8
  • 2005 „Die Tauber von der Quelle bis zur Mündung“ (Swiridoff Verlag, Künzelsau)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1987 Sonderpreis beim Kurzgeschichtenwettbewerb des Süddeutschen Rundfunks „De Groußvatter un sei Routbunti“
  • 1988 1. Mundartpreis des Regierungspräsidiums Nordbaden „S Schäffners Gudrun odder Wenns nor bald widder Weihnachte wär“
  • 1989 2. Mundartpreis des Regierungspräsidiums Nordbaden „De Bastian odder De Schnellzug hält net uhne Nout in Erpelsbach“
  • 1991 2. Preis beim Kurzgeschichtenwettbewerb des SDR „De Russepan“
  • 1993 Lobende Erwähnung beim Mundartwettbewerb des Regierungspräsidiums Karlsruhe „De Rote Heini odder D Wallfahrt noch Heroldstal“
  • 1995 1. Preis beim 12. Dreiländer-Kurzgeschichtenwettbewerb des Süddeutschen Rundfunks (Schweiz, Frankreich, Deutschland) „Joshuas Rückkehr“
  • 1995 2. Mundartpreis des Regierungspräsidiums Nordbaden „Des Menschen Tage“
  • 1996 Lobende Erwähnung beim Mundartwettbewerb des Regierungspräsidiums Nordbaden „S Musikfestle vun Erpelsbach“
  • 1997 1. Preis beim 14. Dreiländer-Kurzgeschichtenwettbewerb des Süddeutschen Rundfunks „De Danijel un de Franticek“
  • 1997 Hauptpreis beim Mundartwettbewerb des Regierungspräsidiums Nordbaden „D Amalie Gruber“
  • 2003 2. Preis für Lyrik beim Mundartwettbewerb des Regierungspräsidiums Karlsruhe „Manchmol“
  • 2008 Heimatmedaille des Landes Baden-Württemberg (posthum verliehen)[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Josef Werner: Bauer, Lehrer, Schriftsteller. Der Karlsruher Autor Bernhard Heinrich Lott ist gestorben. In: Badische Neueste Nachrichten vom 10. Juni 2008
  2. Kultusstaatssekretär Wacker zeichnet zehn Bürgerinnen und Bürger für ihr Engagement mit der Heimatmedaille Baden-Württemberg aus. Pressemeldung des Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg vom 12. September 2008

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]