Künstliche Besamung

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Ein Besamungstechniker im Gespräch mit einem Landwirt (1960)
Besamung einer Kuh

Die Künstliche Besamung (KB) ist eine Methode zur Zeugung von Nachkommen, bei der Sperma von männlichen Zuchttieren gewonnen und instrumentell in die Geschlechtsorgane weiblicher Zuchttiere eingeführt wird. Sie wird vor allem bei Hauspferden, Hausrindern, Hausschweinen und Honigbienen durchgeführt. Die Besamung selbst bezeichnet in der Fachsprache allerdings nur den Vorgang des Eindringens des Spermiums in die Eizelle. Erfolgt im Anschluss die Fusion der beiden Zellkerne von Eizelle und Spermium, dann ist die Befruchtung erfolgt. Der in diesem Zusammenhang ebenfalls verwendete Begriff lautet künstliche Befruchtung. Zur Bestimmung des optimalen Zeitpunkts wird unter anderem der Progesterontest durchgeführt. In Österreich wird sie im Brunstkalender vermerkt.

Vorteile gegenüber der natürlichen Besamung durch Begattung (Natursprung) sind beispielsweise dass besondere Vererber und Veredler als Vatertiere genutzt werden können, die an weit entfernten Orten leben, der Schutz vor Deckinfektionen und Verletzungen, die Entlastung stark frequentierter Vatertiere sowie die Besamung von sehr vielen weiblichen Tieren.

In der Rinderzucht wird vor allem Gefriersperma,[1] in der Pferdezucht sowohl Frisch- als auch Gefriersperma verwendet.

In der Zucht Englischer Vollblüter ist künstliche Besamung – gleich welcher Art – international verboten. Ein Pferd, das auf diese Weise gezeugt wurde, wird nicht in das Stutbuch für Rennpferde eingetragen und darf nicht an öffentlichen Rennen teilnehmen.

Die künstliche Besamung von Bienenköniginnen ist ein wichtiger Bestandteil der Züchtung geworden.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Artikel aus der Süddeutschen Zeitung über die Künstliche Besamung in der Rinderzucht
  2. Länderinstitut für Bienenkunde - künstliche Besamung