Beuthen 09

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Beuthener SuSV 09
Wappen Beuthen 09
Voller Name Beuthenener
Spiel- und Sport-Verein 1909
Ort Beuthen (Oberschlesien)
Gegründet 15. Juni 1909
Aufgelöst 1945
Vereinsfarben Weiß-Gelb
Stadion bis 1939: Heinitzgrube
ab 1939:
Beuthener Stadion (40.000)
Höchste Liga Gauliga
Erfolge 6 Teilnahmen an der Endrunde
um die deutsche Meisterschaft
,
2-mal schlesischer Gaumeister
4-mal Südostdeutscher Meister
6-mal Oberschlesischer Meister
Heim
Auswärts

Beuthen 09, eigtl. Beuthener Spiel- und Sportverein e.V. 1909, auch Beuthener SuSV 09 genannt, war ein deutscher Fußballverein aus dem oberschlesischen Beuthen[1].

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altes Logo des Beuthener SuSV 09.
Fußballmannschaft des Beuthener SuSV 09, die im Jahr 1930 südostdeutscher Meister wurde.
Andere Variation des Wappens

Der Verein wurde am 15. Juni 1909 als SV Britannia Beuthen gegründet. Ungefähr 1911 erfolgte die Umbenennung in SuSV Beuthen 09.

1914, 1920, 1921, 1923, 1925 und 1929 wurde der Verein Oberschlesischer Meister. Beuthen gewann 1930, 1931, 1932 sowie 1933 die Meisterschaft von Südostdeutschland und zog damit in die Endrunde um die deutsche Meisterschaft ein.

1923 wurde sogar Real Madrid in einem Freundschaftsspiel mit 2:1 bezwungen.[2]

Bei der deutschen Meisterschaft 1930 verlor man im Achtelfinale mit 2:3 gegen den Hertha BSC im Poststadion in Berlin.

1931 und 1932 qualifizierte sich Beuthen 09 erneut, scheiterte jedoch jeweils im Achtelfinale zunächst 1931 am Hamburger SV (0:2) und 1932 am PSV Chemnitz (1:5).

Erst 1933 konnte schließlich das Achtelfinale überstanden werden, was vor allem dem Losglück zuzuschreiben war. So kam mit der SV Prussia-Samland Königsberg ein klar schwächerer Gegner an die Heinitzgrube, der dann auch deutlich mit 7:1 bezwungen wurde. Im Viertelfinale bekamen es die Weiß-Gelben mit dem TSV 1860 München zu tun. Hier war man klar überfordert und verlor deutlich mit 0:3.

Noch zwei weitere Male konnte sich Beuthen für die Endrunde qualifizieren, scheiterten jedoch sowohl 1934 als auch 1937 bereits in der Gruppenphase.

1941 war Beuthen 09 Mitgründer der Gauliga Oberschlesien. In der Spielzeit 1943/44 konnten die Beuthener das spielerische Niveau nicht mehr halten und stiegen als Letzter ab.

Aus Beuthen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 das polnische Bytom, weshalb Beuthen 09 aufgelöst wurde. Stattdessen gründeten sich in Bytom mit Polonia Bytom und Szombierki Bytom neue Fußballvereine, welche jedoch keine Nachfolger von Beuthen 09 darstellten.

Durch die Fusion von Max Bayern Bytom und Górny Śląsk Bytom wurde am 26. März 2009 der Verein Beuthen 09 gegründet, welcher das historische Embleme des 1945 aufgelösten deutschen Vereins verwendet.[3]

Die Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader 1936/37[4][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nat. Name Geburtstag Im Verein seit
Tor
DeutschlandDeutschland Johann Kurpanek 12. Juli 1909 1929
Abwehr
DeutschlandDeutschland Richard Brychcy 30. März 1912 1936
DeutschlandDeutschland Heinrich Jesella 1933
Mittelfeld
DeutschlandDeutschland Alfred Beimel 1909 1932
DeutschlandDeutschland Johann Nowak 4. Juli 1912 1932
DeutschlandDeutschland Max Przybilla 20. März 1909[5] 1932
DeutschlandDeutschland Wilhelm Suchon 29. August 1915 1936
Sturm
DeutschlandDeutschland Paul Dlugosch 1917 1936
DeutschlandDeutschland Rudolf Grzeschik 1917 1936
DeutschlandDeutschland Hubert Hassa 24. Juli 1913 1936
DeutschlandDeutschland Georg Kokott 26. Dezember 1914 1932
DeutschlandDeutschland Luhasczyk 1936
DeutschlandDeutschland Richard Malik 19. Dezember 1909 1918
DeutschlandDeutschland Karl Przybilla 3. Oktober 1911 1936
DeutschlandDeutschland Hans Wratzlawek 13. September 1913 1932

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Saisonbilanzen (vor 1933)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Spielklasse SP. S U N T GT PKT PL
1909/10 1. Klasse Beuthen 1
Bezirksmeisterschaft Oberschlesien (Finale)
1910/11-1911/12  ?
1912/13 1. Klasse Kattowitz 8 6 0 2 24 17 12 2
1913/14 1. Klasse Beuthen 4 4 0 0 25 5 8 1
Bezirksmeisterschaft Oberschlesien (Sieger)
Südostdt. Meisterschaft (Vorrunde)
1914/15-1918/19 kein Spielbetrieb
1919/20 A-Klasse Beuthen 1 1 0 0 7 1 2 1
Bezirksmeisterschaft Oberschlesien (Sieger)
Südostdt. Meisterschaft (Vorrunde)
1920/21 A-Klasse Beuthen
Bezirksmeisterschaft Oberschlesien 4 3 0 1 14 8 6 1
Südostdt. Meisterschaft (Vorrunde)
1921/22 A-Klasse Beuthen 8 5 1 2 18 9 11 2
1922/23 A-Klasse Beuthen-Ost 10 9 0 1 24 15 18 1
Spiel um A-Klassenmeistersch. (gewonnen)
Bezirksmeisterschaft Oberschlesien 4 4 0 0 31 2 8 1
Südostdt. Meisterschaft 4 3 0 1 10 11 6 2
Entscheidungsspiel (verloren)
1923/24 A-Klasse Beuthen 10 9 0 1 44 8 18 1
Bezirksmeisterschaft Oberschlesien 4 2 1 1 11 8 5 2
1924/25 A-Klasse Beuthen 10 9 0 1 43 5 18 1
Spiel um Platz 1 (gewonnen)
Bezirksmeisterschaft Oberschlesien 4 4 0 0 15 2 8 1
Südostdt. Meisterschaft 5 3 0 2 10 8 6 4
1925/26 Bezirksliga Oberschlesien, Gr. 1 14 13 1 0 97 17 27 1
Spiel um Bezirksmeisterschaft (verloren)
1926/27 Bezirksliga Oberschlesien 14 8 3 3 40 23 19 2
1927/28 Bezirksliga Oberschlesien 14 11 0 3 53 20 22 2
1928/29 Bezirksliga Oberschlesien 14 11 2 1 55 13 24 1
Südostdt. Meisterschaft 7 2 2 3 17 20 6 4
1929/30 Bezirksliga Oberschlesien 14 9 3 2 52 22 21 2
Südostdt. Meisterschaft 10 7 2 1 35 9 16 1
Dt. Meisterschaft (Achtelfinale)
1930/31 Bezirksliga Oberschlesien 14 10 0 4 67 32 20 2
Südostdt. Meisterschaft, Kr. 1 9 5 2 2 27 13 12 1
Dt. Meisterschaft (Achtelfinale)
1931/32 A-Klasse Oberschlesien 14 8 1 5 54 30 17 3
Spiel um Platz 2 (gewonnen)
Südostdt. Meisterschaft, Kr. 1 10 9 0 1 34 15 18 1
Dt. Meisterschaft (Achtelfinale)
1932/33 A-Klasse Oberschlesien 14 11 2 1 48 20 24 2
Spiel um Platz 2 (gewonnen)
Südostdt. Meisterschaft, Kr. 1 10 9 0 1 40 12 18 1
Dt. Meisterschaft (Viertelfinale)

Bekannte Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spielstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Spiel und Sportverein Beuthen 09 trug seine Heimspiele bis 1939 im Sportplatz Heinitzgrube, ab der Spielzeit 1940/41 im Beuthener Stadion aus. Das Stadion fasste 40000 Zuschauer. Der Zuschauerrekord (1941) lag bei 35000 Zuschauern.

  • 1909–1914: An der Wandelhalle hinter der Promenade o. Moltkeplatz o. Am Pulverhäuschen
  • 1914–1918: An der Hohenzollerngrube
  • 1918–1939: An der Heinitzgrube
  • 1939–1945: Beuthener Stadion oder BBC-Platz oder Giesche-Kampfbahn

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hardy Grüne: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs 1. Vom Kronprinzen bis zur Bundesliga 1890 bis 1963. Agon-Sportverlag, Kassel 1996, ISBN 3-928562-85-1.
  • Hardy Grüne: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs 7. Vereinslexikon. Agon-Sportverlag, Kassel 2001, ISBN 3-89784-147-9.
  • Bringmann, Gilbert: Fußball Almanach 1900–1943, AGON Sportverlag, Kassel 1994 2. Auflage, ISBN 3-928562-13-4.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. SuSV Beuthen auf f-daten.de
  2. fussball-woche.de
  3. [1]
  4. weltfussball.at: Kader 1936/1937
  5. Sammelbildrückseite vom Fußball Sammelbildalbum "Hinein!" von 1937.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Beuthener SuSV 09 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien