Bytom

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Bytom
Wappen von Bytom
(Wappenbeschreibung)
Bytom (Polen)
Bytom
Bytom
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Powiat: Kreisfreie Stadt
Fläche: 69,32 km²
Geographische Lage: 50° 21′ N, 18° 55′ OKoordinaten: 50° 20′ 53″ N, 18° 55′ 12″ O
Einwohner: 165.975
(30. Jun. 2019)[1]
Postleitzahl: 41-900 bis 41-936
Telefonvorwahl: (+48) 32
Kfz-Kennzeichen: SY
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Breslau/OpoleKrakau
Schienenweg: Chorzów–Tarnowskie Góry
Bytom–Gliwice
Nächster int. Flughafen: Katowice
Gmina
Gminatyp: Stadtgemeinde
Fläche: 69,32 km²
Einwohner: 165.975
(30. Jun. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 2394 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2462011
Verwaltung (Stand: 2015)
Stadtpräsident: Mariusz Wołosz
Adresse: ul. Parkowa 2
41-902 Bytom
Webpräsenz: www.bytom.pl



Bytom [ˈbɨtɔm], deutsch Beuthen O.S. (früher selten auch Oberbeuthen, schlesisch Aeberbeuthn oder Beuthn, schlonsakisch Bytůń), ist eine kreisfreie Großstadt in der polnischen Woiwodschaft Schlesien.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt in Oberschlesien am Ursprung des Beuthener Wassers auf 309 m ü. NHN, etwa 85 km nordwestlich von Krakau im Oberschlesischen Kohlerevier, einem der größten Steinkohlevorkommen in Mitteleuropa. Vorherrschende Industrie war traditionell der Steinkohlebergbau, den Strukturwandel überstand jedoch nur die Carsten-Zentrum-Grube.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtteile Bytoms

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beuthen um 1910
Das Stadtgebiet auf einer alten Landkarte: Beuthen mit Schomberg und Rossberg
Luftbild der Stadt – In der Mitte der Ring
Der Ring 1945
Trinitatiskirche
Adalbertkirche (bis 1945 evangelische St.-Nikolaus-Kirche)
Schlesische Oper bei Nacht
Gebäude der Stadtverwaltung
Oberschlesisches Museum

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Burgwall (gród) im Stammesgebiet der Wislanen entstand unter Bolesław I. Der Ort wurde 1136 als Bithom erstmals erwähnt, kurz vor dem polnischen Partikularismus. Der Ortsname ist vom Personennamen Bytom (vergleiche urslawisch *bytъ = „existieren/sein“) abgeleitet.[2] Im Jahr 1177 oder 1179 wurde der Ort wie auch Oświęcim aus der Krakauer Seniorenprovinz (Kleinpolen) herausgelöst und dem oberschlesischen Herzogtum Ratibor zugeschlagen (1202 mit dem Herzogtum Oppeln vereinigt). Die vorherige Grenze zwischen Schlesien und Kleinpolen wurde trotz der anderen politischen Grenze zum großen Teil zwischen den entsprechenden Bistümern beibehalten — Bytom blieb bis 1821 im Bistum Krakau. Ab 1254 besitzt der Ort deutsches Stadtrecht. Durch Aufteilung des Herzogtums Oppeln wurde die Stadt 1281 Sitz des Herzogtums Beuthen und ab 1331 Sitz eines Krakauer Dekanats. Dessen Herzog Kasimir II. unterstellte 1289 als erster schlesischer Herzog sein Herzogtum als ein Lehen der Krone Böhmens, die 1526 an die Habsburger gelangte. Seit 1450 wurde die Stadt auch in der germanisierten Form Beuthen genannt, davon entstand die sekundäre polnische Form Bytoń.[2]

Im Königreich Preußen 1742 bis 1918[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg fiel Beuthen mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. 1816 wurde der Landkreis Beuthen errichtet. Durch Industrialisierung und Bergbau (Steinkohle-, Zink- und Bleierzvorkommen in der Umgebung) erlebte die Stadt im 19. Jahrhundert einen starken wirtschaftlichen Aufschwung. Am 1. April 1890 wurde Beuthen zum Stadtkreis erhoben. 1894 wurde die erste Straßenbahnlinie, 1898 der Zoo (geschlossen 1957), 1899 die Stadtbibliothek eröffnet. Am Anfang des 20. Jahrhunderts hatte Beuthen fünf katholische Kirchen, eine evangelische Kirche, eine Synagoge, ein Gymnasium, eine Realschule, ein Jungen-Internat, zwei Waisenhäuser, Galmeigruben, Bergbau auf Steinkohlen und Brauneisenstein, Fabrikation von Marmor- und Sandsteinwaren, Fabrikation gebogener Möbel, eine Bierbrauerei und weitere Produktionsstätten, eine Handelskammer, eine Reichsbanknebenstelle und war Sitz eines Landgerichts sowie des Landratsamts für den Landkreis Beuthen.[3]

1919 bis 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 votierten 59,4 Prozent der Oberschlesier für Deutschland und 40,6 Prozent für Polen. Abweichend von den Bestimmungen des Versailler Vertrages wurde die Region zwischen beiden Staaten geteilt. Der gesamte Verlauf vom Kriegsende bis zur Teilung war von drei polnischen Aufständen begleitet. Beuthen, dessen Einwohner zu 75 % für die weitere Zugehörigkeit zum Deutschen Reich gestimmt hatten, verblieb bei Deutschland, wurde jedoch zur Grenzstadt zum nun polnischen Ostoberschlesien.[4]

Im Jahr 1945 war Beuthen Verwaltungssitz des Landkreises Beuthen-Tarnowitz im Regierungsbezirk Kattowitz der preußischen Provinz Oberschlesien (bis 1939 im Regierungsbezirk Oppeln der preußischen Provinz Schlesien) des Deutschen Reichs.

In der Stadt befand sich eine am 2. Juli 1869 eröffnete Synagoge. Sie wurde während der Reichspogromnacht am 9./10. November 1938 niedergebrannt. Die jüdische Gemeinde Beuthens gehörte zu den ersten Opfern des Holocausts und wurde vollständig ausgelöscht. Eine Gedenktafel am ehemaligen Standort der Synagoge erinnert heute an die zahlreichen Opfer. Am 15. Februar 1942 wird eine Gruppe Juden von hier ins Hauptlager Auschwitz deportiert und sofort ermordet. Damit beginnt der Massenmord an Juden in diesem deutschen Konzentrationslager im besetzen Polen.[5]

Seit 1945 Bytom[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 27. Januar 1945 wurde Beuthen von der Roten Armee besetzt. Das Beuthener Rathaus wurde zerstört. Nach Kriegsende wurde die Region von der Sowjetunion gemäß dem Potsdamer Abkommen unter polnische Verwaltung gestellt. Es begann danach die Zuwanderung polnischer Migranten, die zum Teil aus Gebieten östlich der Curzon-Linie kamen, wo sie der polnischen Minderheit angehört hatten. Die deutschen Bewohner von Beuthen wurden nach Kriegsende größtenteils von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde aus der Stadt vertrieben. In der seither „Bytom“ genannten Stadt lebt jedoch auch heute noch eine große Anzahl von Menschen deutscher Herkunft.

Der Abbau großer Kohlevorkommen unter der Stadt wurde zur Zeit der Volksrepublik Polen rücksichtslos vorangetrieben. Die Folgen dieses Bergbaus stellen heute das größte Problem Bytoms dar. Im gesamten Stadtgebiet kann es zum plötzlichen Absacken des Bodens und der darauf befindlichen Gebäude kommen. Derartige Ereignisse sind schwer vorhersehbar, zumal die gefährdeten Gebiete und der exzessive Kohlebergbau mangelhaft dokumentiert sind. Aufgrund der daraus resultierenden schlechten Investitionssicherheit fließen heute nur sehr wenige Investitionen nach Bytom und die Zahl der Erwerbslosen ist mit rund 30 % dementsprechend hoch. Die Bausubstanz in der gesamten Stadt ist weitgehend verfallen, und durch das Absacken des Bodens stehen viele Gebäude schief.

Manche Gebäude sind bereits renoviert. Im Stadtzentrum sind die Bahnhofsstraße (Dworcowa) und der Markt (Rynek) verkehrsfrei. Ein großes neues Einkaufszentrum wurde im Stadtzentrum errichtet.

Demographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung von Bytom
Bevölkerungsentwicklung bis 1945
Jahr Einwohnerzahl Anmerkungen
1755 1040
1795 1558 |
1800 1717 [6]
1816 1976 [7]
1825 2822 darunter 179 Evangelische, 38 Juden[8]
1840 4079 davon 282 Evangelische, 3086 Katholiken, 711 Juden[9]
1849 5912 [6]
1855 7182 ohne das Militär[10]
1861 9448 ohne das Militär, davon 931 Evangelische, 7277 Katholiken, 1240 Juden[10]
1867 15.391 am 3. Dezember[11]
1871 17.946 mit der Garnison (ein Bataillon Landwehr Nr. 23), darunter 1400 Evangelische, 1500 Juden (6000 Polen);[7]
nach anderen Angaben 15.711 Einwohner (am 1. Dezember), davon 1768 Evangelische, 12.117 Katholiken, zwei sonstige Christen, 1824 Juden[11]
1880 22.811 [12]
1885 26.484 [12]
1890 36.905 davon 3793 Evangelische, 2183 Juden (9000 Polen)[12]
1900 51.404 mit der Garnison (ein Infanteriebataillon Nr. 22), davon 5622 Evangelische, 43.163 Katholiken, 2594 Juden[3][12]
1905 60.273 [12]
1910 67.718 davon 7254 Evangelische, 57.819 Katholiken[12]
1919 53.238 [12]
1925 62.543 davon 7657 Evangelische, 51.898 Katholiken, 34 sonstige Christen, 3263 Juden[12][12]
1933 100.584 davon 11.478 Evangelische, 85.310 Katholiken, zehn sonstige Christen, 3148 Juden[12]
1939 101.029 davon 10.853 Evangelische, 86.918 Katholiken, 554 sonstige Christen, 1358 Juden[12]
Anzahl Einwohner seit Ende des Zweiten Weltkriegs
Jahr Einwohner Anmerkungen
2004 189.535
2014 172.762 [13]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberbürgermeister und Stadtpräsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1882 führt das Beuthener Stadtoberhaupt die Bezeichnung Oberbürgermeister. Die wachsenden Aufgaben der Stadtverwaltung hatten damals eine zweite Bürgermeisterstelle erforderlich gemacht. Der amtierende Bürgermeister Georg Brüning wurde Beuthens erster Oberbürgermeister.[14]

Oberbürgermeister Lebensdaten Amtszeit Partei
Georg Brüning * 12. August 1851; † 17. Dezember 1932 1882–1919
Alfred Stephan * 18. Oktober 1884; † 20. September 1924 1919–1924 ZENTRUM
Hubert Leeber 1924–1925
Adolf Knakrick * 29. August 1886; † 20. November 1959 1925–1933
Oskar Wackerzapp (kommissarisch) * 12. März 1883; † 8. August 1965 1933
Walther Schmieding 1933–1945 NSDAP

Nach dem Ende des Sozialismus wurden folgende Stadtpräsidenten in Bytom frei gewählt:

Stadtpräsident Amtszeit
Janusz Paczocha 1990–1994
Józef Korpak 1994–1996
Marek Kińczyk 1996–1998
Krzysztof Wójcik 1998–2006
Piotr Koj 2006–2012
Halina Bieda (Zwangsverwaltung) 2012
Damian Bartyla 2012–2018
Mariusz Wołosz 2018–

An der Spitze der Stadtverwaltung steht ein Stadtpräsident, der von der Bevölkerung direkt gewählt wird. Seit 2012 war dies Damian Bartyla.

Bei der Wahl 2018 trat Bartyla erneut mit seinem eigenen Wahlkomitee als Stadtpräsident an. Die Abstimmung brachte folgendes Ergebnis:[15]

  • Mariusz Wołosz (Koalicja Obywatelska) 30,3 % der Stimmen
  • Damian Bartyla (Wahlkomitee Damian Bartyla) 23,0 % der Stimmen
  • Mariusz Janas (Prawo i Sprawiedliwość) 19,8 % der Stimmen
  • Marek Michałowski (parteilos) 10,5 % der Stimmen
  • Andrzej Panek (Wahlkomitee Andrzej Panek) 7,6 % der Stimmen
  • Andrzej Wężyk (Unabhängiges Wahlkomitee) 6,6 % der Stimmen
  • Jan Czubak (Sojusz Lewicy Demokratycznej / Lewica Razem) 2,3 % der Stimmen

In der daraufhin nötigen Stichwahl setzte sich Wołosz mit 53,5 % der Stimmen gegen Amtsinhaber Bartyla durch und wurde neuer Stadtpräsident.

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtrat besteht aus 25 Mitgliedern und wird direkt gewählt. Die Stadtratswahl 2018 führte zu folgendem Ergebnis:[16]

  • Koalicja Obywatelska (KO) 26,4 % der Stimmen, 9 Sitze
  • Prawo i Sprawiedliwość (PiS) 23,7 % der Stimmen, 7 Sitze
  • Wahlkomitee Damian Bartyla 18,9 % der Stimmen, 6 Sitze
  • Wahlkomitee Andrzej Panek 8,9 % der Stimmen, 2 Sitze
  • Wahlkomitee des Vereins „Gemeinsam für Bytom“ 7,9 % der Stimmen, 1 Sitz
  • Kukiz’15 6,6 % der Stimmen, kein Sitz
  • Unabhängiges Wahlkomitee 5,2 % der Stimmen, kein Sitz
  • Sojusz Lewicy Demokratycznej (SLD) / Lewica Razem (Razem) 3,1 % der Stimmen, kein Sitz

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Trinitatiskirche, katholische Kirche erbaut in den Jahren 1883 bis 1886
  • Ring mit Bebauung (Rynek = Markt), verkehrsfrei
  • Oberschlesisches Museum, erbaut 1929/1930
  • Barbarakirche, katholische Kirche erbaut im 1931 nach Plänen von Arthur Kickton
  • Katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, eine gotische Hallenkirche aus dem 13. und 14. Jahrhundert, wurde nach einem Brand im 16. Jahrhundert umgestaltet sowie von 1851 bis 1857 regotisiert, wobei der an der Südwand stehende Glockenturm die neugotische Backsteinaufstockung erfuhr.
  • Barocke Adalbertkirche, diente vor 1945 als St.-Nikolaus-Kirche der evangelischen Gemeinde als Gotteshaus
  • Stadtpark von 1870, hier befand sich unter anderem bis 1982 eine Schrotholzkirche
  • Förderturm der ehemaligen „Hohenzollerngrube“, erbaut um 1929
  • Schlesische Oper (Opera Śląska), ein überregional bedeutendes Opernhaus

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits seit 1906 gab es ein katholisches Lehrerseminar. In Beuthen eröffnete der preußische Kultusminister Adolf Grimme am 5. Mai 1930 die Pädagogische Akademie Beuthen zur Volksschullehrerausbildung für katholische Studierende unter Hans Abmeier. Sie wie die andere katholisch ausgerichtete Pädagogische Akademie Bonn für Frauen und Männer offen, womit der katholische Lehrerinnenverband allerdings nicht einverstanden war. Zuständig war der Bischof von Osnabrück Wilhelm Berning.[17] Die Ausbildungseinrichtung bestand in der Zeit des Nationalsozialismus weiter als Oberschlesische Hochschule für Lehrerbildung.[18] 1934 musste Abmeier gehen wie auch andere profilierte Katholiken, so der Psychologe Alfred Petzelt. Josef Klövekorn vertrat die Musik und war gleichzeitig ein bedeutender Chorleiter bis 1945. Alfons Perlick vertrat die Heimatkunde und gab später ein verbreitetes Heimatbuch über Beuthen heraus. Matthias Brinkmann lehrte die Biologie durchaus konform mit der Rassenlehre. Er unterrichtete auch weiter als stellvertretender Leiter ab 1941 in der Lehrerbildungsanstalt Beuthen, die bis 1945 bestand.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport vor 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erfolgreiche Beuthener Verein war der 1909 gegründete Beuthen 09. Er spielte in der obersten deutschen Fußballliga, der Gauliga Schlesien bzw. ab dem Jahre 1941 in der Gauliga Oberschlesien und nahm sechsmal an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft teil.

Sport nach 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Polonia Bytom (polnischer Fußball-Meister 1954 und 1962)
  • Polonia Bytom (polnischer Eishockey-Meister 1984, 1986, 1988, 1989, 1990 und 1991, polnischer Eishockey-Meister der Frauen 2010, 2011, 2012, 2013, 2016, 2017, 2018, 2019 und 2020)
  • GKS Szombierki Bytom (polnischer Fußball-Meister 1980)

Dann gibt es Czarni Bytom sowie eine Reihe von Kampfsportclubs, unter anderem den Judoklub Bytom, woher der dreifache Olympiasieger Waldemar Legień kommt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bytom unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften:

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliger Frankfurter P-Wagen in Bytom
Linie 38 im Jahr 2013

Im Linienverkehr besteht eine Anbindung an das Netz der Oberschlesischen Straßenbahn. Auf einer eingleisigen Strecke mitten auf der Piekarska-Straße verkehren historische Zweirichtungstriebwagen als Linie 38.[19] Aber auch moderne Trambahnzüge werden eingesetzt. Die Fahrt mit der Straßenbahn von Kattowitz bis Beuthen dauert etwa 45 Minuten.

Mit der Bahn bestehen 2011 primär ungefähr stündliche Verbindungen mit Regionalzügen der Linie Katowice–Bytom(–Lubliniec), sowie einige weitere Regionalzugverbindungen und Fernverkehrszüge.

1930 dauerte die Bahnfahrt von der Reichshauptstadt Berlin nach „Beuthen“ acht bis neun Stunden im D-Zug ab Bahnhof Charlottenburg. Der Schienenweg war 520 km lang. Beuthen galt damals als Grenzort im südöstlichsten Zipfel des Reichs.[20]

Persönlichkeiten der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weiteres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Beuthener Straße in Nürnberg ist nach dem Ort benannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Wilh. Gottl. Korn, Breslau 1865, S. 320–326.
  • F. Gramer: Chronik der Stadt Beuthen in Ober-Schlesien. Mit 24 in den Text gedruckten Holzschnitten. Beuthen 1863 (E-Kopie)
  • Karl August Müller: Vaterländische Bilder, oder Geschichte und Beschreibung sämmtlicher Burgen und Ritterschlösser Schlesiens beider Antheile und der Grafschaft Glatz. Zweite Auflage, Glogau 1844, S. 160–161.
  • Alfons Perlick: Beuthen O/S – Ein Heimatbuch des Beuthener Landes. Laumann, Dülmen 1982, ISBN 3-87466-044-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bytom – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Bytom – Reiseführer
Wiktionary: Bytom – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2019. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 0,99 MiB), abgerufen am 24. Dezember 2019.
  2. a b Kazimierz Rymut, Barbara Czopek-Kopciuch: Nazwy miejscowe Polski: historia, pochodzenie, zmiany. 1 (A-B). Polska Akademia Nauk. Instytut Języka Polskiego, Kraków 2004, S. 481 (polnisch, online).
  3. a b Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage, Band 2, Leipzig/Wien 1905, S. 796.
  4. Ortsschild „Beuthen O/S (Zollgrenzbezirk) Stadtkreis Reg. Bez. Oppeln“ im Archiv deutscher Wochenschauen
  5. … Neither the number of the deporteees from Beuthen, nor any of their names, seem to be known, only the fact of their destruction.” Martin Gilbert schildert es in: Holocaust Journey (Übersetzung: Weder die Zahl der aus Beuthen Deportierten, kein einziger Name scheint heute noch bekannt zu sein - nur die Tatsache ihrer Vernichtung)
  6. a b Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Wilh. Gottl. Korn, Breslau 1865, S. 322.
  7. a b Gustav Neumann: Das Deutsche Reich in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung. Band 2, G. F. O. Müller, Berlin 1874, S. 176.
  8. Johann Georg Knie: Alphabetisch-Statistisch-Topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuß. Provinz Schlesien, mit Einschluß des jetzt ganz zur Provinz gehörenden Markgrafthums Ober-Lausitz und der Grafschaft Glatz; nebst beigefügter Nachweisung von der Eintheilung des Landes nach den verschiedenen Zweigen der Civil-Verwaltung. Melcher, Breslau 1830, S. 898-899.
  9. Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preusz. Provinz Schlesien. 2. Auflage. Graß, Barth und Comp., Breslau 1845, S. 786-787.
  10. a b Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Wilh. Gottl. Korn, Breslau 1865, S. 318, Ziffer 1.
  11. a b Königliches Statistisches Bureau: Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Schlesien und ihre Bevölkerung. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. Dezember 1871. Berlin 1874, S. 336–337, Ziffer 1.
  12. a b c d e f g h i j k M. Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006)
  13. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. (Memento vom 7. Dezember 2014 im Internet Archive) Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 8. Februar 2015
  14. Przemysław Nadolski: Georg Brüning - wielce zasłużony nadburmistrz, zyciebytomskie.pl (polnisch)
  15. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 1. August 2020.
  16. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 1. August 2020.
  17. Birgit Sack: Zwischen religiöser Bindung und moderner Gesellschaft. Waxmann, Münster 1998, ISBN 3-89325-593-1, S. 131–135.
  18. Herder-Inst. Bildkatalog
  19. Paul Schneeberger: Eine Zeitreise im polnischen Kohlerevier. Neue Zürcher Zeitung, 11. Juni 2015, abgerufen am 12. Juni 2015.
  20. Beiderseits vom Schienenweg, Ausgabe Berlin–Beuthen von 1930, S. 5