Binnenseeinsel

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Binnenseeinsel (Mainau im Bodensee)
Binnenseeinsel im Liepnitzsee, Barnim, Brandenburg

Eine Binnenseeinsel (vereinfacht auch Seeinsel) ist eine in einem Stillgewässer (See, Stausee etc.) liegende Insel. Zusammen mit den Flussinseln bilden die Seeinseln die Gruppe der Binneninseln.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natürliche Binnenseeinseln entstehen durch

  • glaziale Überformung von hartem Gestein. Entstehen dadurch Binnenseen, entstehen durch Schären in ihnen Binnenseeinseln.
  • Ablagerungen von Sediment des Seeuntergrundes oder sind durch Anschwemmungen von Sand bzw. Kies entstanden.
  • Impakt-Ereignisse.

Damit sich eine Binnenseeinsel herausbildet, muss der See einen geeigneten Wasserstand haben, so dass die Inseln vom umgebenden Festland abgeteilt sind, aber selbst noch nicht vollständig überschwemmt sind. In Seen mit änderndem Wasserspiegel können deshalb Binnenseeinsel verschwinden und wieder auftauchen/entstehen.

Einige, vor allem dem Badevergnügen dienende, Seeinseln sind jedoch lediglich von Menschen angelegte künstliche Mini-Inseln.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine überregional bekannte (natürliche) Seeinsel ist die im Bodensee gelegene Insel Mainau (45 ha Fläche). Die Bleder Insel (Blejski otok) im Bleder See mit einer bekannten Marienkirche ist die einzige Insel Sloweniens (0,8 ha Fläche).

Die weltweit größten Binnenseeinseln liegen in Kanada und sind die 2766 km² große Insel Manitoulin, welche sich im Huronsee befindet sowie die 2020 km² große René-Levasseur-Insel, welche sich im kleineren Manicouagan-Stausee befindet.

Erstere ist durch glaziale Überformung entstanden und extrem flach, zweitere ist der bis zu 600 m über dem See liegende Zentralberg Mont Babel eines Einschlagskraters.