Bjørgvin-Klasse

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Bjørgvin-Klasse
Die Glatton
Die Glatton
Schiffsdaten
Land NorwegenNorwegen (Dienst- und Kriegsflagge) Norwegen
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich (Seekriegsflagge) Vereinigtes Königreich
Schiffsart Küstenpanzerschiff
Bauwerft Armstrong-Whitworth, Elswick
Bauzeitraum 1912 bis 1918
Stapellauf des Typschiffes 1914
Gebaute Einheiten 2
Dienstzeit 1918 bis 1919
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
94 m (Lüa)
Breite 16,8 m
Tiefgang max. 5,4 m
Verdrängung 4.900 ts
 
Besatzung 305 Mann
Maschinenanlage
Maschine Dampfmaschine
indizierte
Leistung
Vorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
4.000 PS (2.942 kW)
Höchst-
geschwindigkeit
15 kn (28 km/h)
Bewaffnung
  • 2 × Geschütz 24 cm
  • 4 × Geschütz 15 cm
  • 6 × Geschütz 10 cm
  • 2 × Torpedorohr ⌀ 45 cm (unter Wasser)
Panzerung
  • Gürtel: 180 mm
  • Schotten: 100 mm
  • Barbetten: 200 mm
  • Türme: 200 mm
  • Deck: 64 mm
  • Kommandoturm: 200 mm

Die Bjørgvin-Klasse war eine Klasse von zwei Küstenpanzerschiffen, der Bjørgvin und der Nidaros, die die norwegischen Marine 1912 in Großbritannien bei Armstrong-Whitworth bestellte, um ihre alten Küstenpanzerschiffe Harald Haarfagre und Tordenskjold zu ersetzen.

Bau und Übernahme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beiden Schiffe liefen 1914 von Stapel. Sie befanden sich bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs noch in der Endausrüstung. Auf Befehl Winston Churchills wurden sie beschlagnahmt bzw. zwangsgekauft und im Auftrag der Royal Navy fertiggestellt; sie waren zur Beschießung des vom deutschen Heer besetzten Belgien vorgesehen. Norwegen erhielt den bereits angezahlten Kaufpreis zurück. Nach ihrer Übernahme in die Royal Navy wurden die beiden Schiffe umbenannt in Glatton (ex Bjørgvin) und Gorgon (ex Nidaros). Damit wurde auch die Klasse in Glatton-Klasse umbenannt.

Einsatzgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach langen Verzögerungen und Unterbrechungen beim Um- und Weiterbau war die Gorgon schließlich im Juni 1918 einsatzbereit. Zwischen Juli und Oktober 1918 beschoss sie mehrfach deutsche Küstenbatterien in Belgien, versah ansonsten Wachdienst im Ärmelkanal. Sie wurde am 31. August 1919 ausgemustert und in die Reserveflotte überstellt. Nach vergeblichen Versuchen, sie zu verkaufen, wurde sie 1922 abgerüstet, bis 1928 als Zielschiff verwendet und dann im August 1928 zum Verschrotten verkauft und abgebrochen.

Die Glatton wurde erst im September 1918 einsatzbereit, musste jedoch schon am 16. September nach einer Munitionsexplosion an Bord, die auf das nur 150 m entfernt im Hafen von Dover liegende Munitionsschiff Gransha überzuspringen drohte, auf Befehl von Vizeadmiral Roger Keyes durch Torpedobeschuss selbstversenkt werden.