Hypogymnia physodes

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Hypogymnia physodes
Blasenflechte an einer Lärche

Blasenflechte an einer Lärche

Systematik
Klasse: Lecanoromycetes
Unterklasse: Lecanoromycetidae
Ordnung: Lecanorales
Familie: Parmeliaceae
Gattung: Hypogymnia
Art: Hypogymnia physodes
Wissenschaftlicher Name
Hypogymnia physodes
(L.) Nyl.

Hypogymnia physodes, auch Blasenflechte genannt, ist eine der häufigsten Laubflechten in Österreich und Deutschland.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flechte wächst rosettig oder unregelmäßig und besitzt ein graues, tief geteiltes, blättriges Lager (Flechtenkörper). Diese Art sitzt dem Untergrund eng auf, besitzt jedoch keine eigenen Haftfasern an der Unterseite. Die Lappenenden sind im Alter oft lippenartig aufgebogen und brechen staubig auf (Sorale).

Standort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasenflechte ist vor allem an Nadelbäumen und Laubbäumen mit saurer Borke (Birken, Eichen, Schwarzerle) und auch auf silikatischem Gestein vom Tiefland bis über die Baumgrenze zu finden. In montanen Lagen bildet sie mit Arten der Gattungen Pseudevernia und Platismatia oft eine Massenvegetation.

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie gilt als Zeigerart für saure Standorte und profitierte etwa von saurem Regen. Durch den Rückgang der Umweltverschmutzung, insbesondere der Schwefelbelastung, findet diese Art schlechtere Lebensbedingungen vor. Besonders in stark landwirtschaftlich genutzten Gebieten mit einer hohen Stickstoffbelastung (basisch) ist sie seltener geworden.

Inhaltsstoffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strukturformel von Olivetol

Durch Extraktion mit Ethanol oder Ether kann aus der Blasenflechte Olivetol gewonnen werden, der Gehalt beträgt bis zu 33,5 %.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hypogymnia physodes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.doiserbia.nb.rs/img/doi/0352-5139/2011/0352-51391100087S.pdf.