Blatenský vrch

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Blatenský vrch
Plattenberg 2005

Plattenberg 2005

Höhe 1043 m n.m.
Lage Tschechien, Region Karlovy Vary
Gebirge Erzgebirge
Dominanz 7,6 km → Božídarský Špičák (Erzgebirge)
Koordinaten 50° 24′ 1″ N, 12° 46′ 54″ OKoordinaten: 50° 24′ 1″ N, 12° 46′ 54″ O
Blatenský vrch (Tschechien)
Blatenský vrch
Gestein Granit
Erschließung 1913 Bau des Aussichtsturms
Blick in die Wolfsbinge

Der Blatenský vrch (deutsch Plattenberg) ist einer der über 1000 Meter hohen Berge des Erzgebirges in unmittelbarer Nähe der Stadt Horní Blatná (Bergstadt Platten).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bergmassiv besteht in der Hauptsache aus Granit. Bereits in der frühen Neuzeit herrschte in der Umgebung des Berges reger Zinn- und Eisenerzbergbau, auf den die Gründung der benachbarten Bergstadt Platten im Jahre 1534 zurückzuführen ist.

Entstehung des Namens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name des Plattenberges ist mit großer Wahrscheinlichkeit durch seine relativ platte Form entstanden. Besonders aus südlicher Richtung hebt er sich kaum aus der Hochfläche des Erzgebirges hervor.

Touristische Erschließung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolfs- und Eispinge am Fuße des Berges lockten zu Beginn des 20. Jahrhunderts immer mehr Touristen zum Plattenberg, sodass sich der Wintersportverein der Bergstadt Platten entschloss, auf dem Gipfel einen Aussichtsturm mit Unterkunftshaus zu errichten. Der 21 m hohe Turm erhielt den Namen Erzherzogin-Zita-Aussichtsturm und wurde im Jahre 1913 eröffnet. In den zwanziger Jahren erfreute sich der Plattenberg so großer Beliebtheit, dass im Laufe des Jahres 1927 ein Saalanbau und die Verlegung des Einganges am Berghotel erforderlich wurden.

Nach der 1946 erfolgten Ausweisung fast aller deutschen Bewohner aus der Tschechoslowakei stand das Berghotel leer, es verfiel zur Ruine und wurde um 1970 abgerissen. Lediglich der Aussichtsturm blieb stehen und kann noch heute besucht werden.

Lage und Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Plattenberg liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Potůčky, aber in unmittelbarer Nähe von Horní Blatná. Er ist in etwa 20 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Horní Blatná an der Bahnstrecke Karlsbad–Johanngeorgenstadt zu erreichen. Es führt auch eine schmale Zufahrtsstraße zum Gipfel, die von der Straße Horní Blatná–Boží Dar (Gottesgab) abzweigt.

Ausblicke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei guten Bedingungen reicht der Blick in Richtung

Allerdings wird die Rundumsicht durch das Nachwachsen umliegender Bäume heute teilweise behindert.

Routen zum Gipfel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plattenberg mit Stráň (Ziegenschacht), einem Ortsteil von Potůčky
  • Von Johanngeorgenstadt über den Fußgängergrenzübergang nach Potůčky (Breitenbach) auf dem Anton-Günther-Weg zunächst der grünen, dann der gelben Markierung aufwärts durch den Wald folgen (ca. 8 km).
  • Von Boží Dar (Gottesgab) rot markierter Hauptwanderweg über Bludná (Irrgang) zum Berggipfel (ca. 15 km).
  • Wer vom Gipfel den Abstieg nach Platten hinein wählt, erreicht nach wenigen hundert Metern Wolfs- und Eispinge, die durch Zinnbergbau entstanden sind.
  • Der bequemste Weg zweigt als schmale Fahrstraße von der Landstraße Horní Blatná (Bergstadt Platten) – Boží Dar (Gottesgab) ab und führt von dort nach Norden zum Gipfel (ca. 1 km).
  • Über den Gipfel führt der Anton-Günther-Weg.

Bergwirte/Pächter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1921: Emil Hieke
  • 1922: Hans Hippmann
  • 1925/30: Alfred Schmalz
  • 1931/32: Anton Felber
  • 1938/41: Josef Danzer

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Blatenský vrch (Plattenberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien