Jörg Brückner (Historiker)

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Jörg Brückner (* 3. September 1966 in Steinheidel-Erlabrunn) ist ein deutscher Archivar und Historiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brückner stammt aus der erzgebirgischen Bergstadt Johanngeorgenstadt, wo er ab 1983 heimatgeschichtliche Artikel in der Regionalpresse publizierte. Im gleichen Jahr wurde er Mitglied der zu diesem Zeitpunkt im Kulturbund der DDR angesiedelten Forschungsgruppe Kursächsische Postmeilensäulen und erfasste dort u.a. erstmals die Königlich-sächsischen Meilensteine. Als späteres Vorstandsmitglied dieses Vereines war er mehrere Jahre für die Herausgabe der Rundbriefe der Forschungsgruppe zuständig.

Ab 1988 studierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin Archivwissenschaft und Geschichte. Das Studium schloss er 1993 als Diplom-Archivar ab, wobei der Abschluss im Hauptfach Geschichte dem Magister Artium entsprach. 2003 wurde er an der Technischen Universität Chemnitz zur Thematik „Zwischen Reichsstandschaft und Standesherrschaft: die Grafen zu Stolberg und ihr Verhältnis zu den Landgrafen von Thüringen und späteren Herzögen, Kurfürsten bzw. Königen von Sachsen (1210 bis 1815)“ bei Reiner Groß als Erstgutachter promoviert.

Brückner lebt in Wernigerode und ist seit 2002 Leiter des Standorts Wernigerode der Abteilung Magdeburg des Landesarchivs Sachsen-Anhalt. Er gehört dem Vorstand des Harz-Vereins für Geschichte und Altertumskunde an und ist Mitglied der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt. Seit 2015 gibt er, zunächst gemeinsam mit Bernd Feicke (1950–2016), die jährlich erscheinende Harz-Zeitschrift des Harz-Vereins für Geschichte und Altertumskunde heraus.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die zweite kursächsische Landesaufnahme unter Adam Friedrich Zürner (1679–1742), Johanngeorgenstadt 1993.
  • Das Schwarzwassertal vom Fichtelberg zur Zwickauer Mulde in historischen Ansichten. (mit Kurt Burkhardt, Reinhart Heppner und Roland Stutzky), Horb am Neckar, Geiger 1993, ISBN 3-89264-770-4.
  • Sächsisch-böhmische Aussichtsberge des westlichen Erzgebirges in Wort und Bild mit touristischen Angaben., (mit Reinhart Heppner und Helmut Schmidt), Horb am Neckar 2000, (2. überarb. Aufl. 2001), ISBN 3-89570-593-4.
  • Ausgewählte Aussichtsberge des sächsisch-böhmischen Erzgebirges in historischen Ansichtskarten., (mit Reinhart Heppner), Horb am Neckar, Geiger 2000, ISBN 3-89570-593-4.
  • Residenzstadt Wernigerode: Herrschaftliche Bauten eines früheren Fürstensitzes am Fuße des Brockens., Halle an der Saale, Stekovics 2001, ISBN 3-932863-76-3.
  • Zwischen Reichsstandschaft und Standesherrschaft: die Grafen zu Stolberg und ihr Verhältnis zu den Landgrafen von Thüringen und späteren Herzögen, Kurfürsten bzw. Königen von Sachsen (1210 bis 1815)., Dößel (Saalkreis): Stekovics 2005, ISBN 3-89923-119-8 (Online-Ausgabe; PDF; 4,1 MB).
  • Ulrich Flachs (bearbeitet von Jörg Brückner): Zur Geschichte des Post- und Fernmeldewesens in Wernigerode von den Anfängen bis 1945. (= Harz-Forschungen 25), Berlin und Wernigerode 2009, ISBN 978-3-86732-053-5.
  • Jörg Brückner, Andreas Erb, Christoph Volkmar (Bearb.): Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, Magdeburg 2012 (= Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung des Landes Sachsen-Anhalt: Reihe A, Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), ISBN 978-3-930856-01-5.
  • Jörg Brückner, Dietrich Denecke, Haik Thomas Porada und Uwe Wegener: Der Hochharz. Köln/Weimar 2016 (= Landschaften in Deutschland. Werte der deutschen Heimat; 73), ISBN 978-3-412-20467-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]