Blumio

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Blumio.jpg
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Blumiologie
  DE 86 03.04.2015 (1 Wo.)

Blumio (* 16. Februar 1985 in Hilden; bürgerlich Fumio Kuniyoshi, jap. 国吉史生, Kuniyoshi Fumio) ist ein deutscher Rapper japanischer Abstammung.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blumio wurde 1985 in Hilden geboren und wuchs in Düsseldorf auf, wo die größte japanische Gemeinde Deutschlands besteht. Eingeschult wurde er, weil seine Eltern zunächst mit einer Rückkehr nach Japan rechneten, in die Japanische Internationale Schule Düsseldorf, doch schon mit dem 3. Schuljahr wechselte er auf eine deutsche Grundschule. In diesem Alter wählte er Fußball und Kampfsport als seine Hobbys.

Inspiriert vom US-amerikanischen Rapper Ice-T, begann Blumio mit 14 Jahren eigene Rap-Texte zu verfassen.[2] Statt für die Schule zu lernen, zog er es vor, sich mit Hip-Hop zu beschäftigen. Dies führte dazu, dass er dreimal sitzen blieb und seine gymnasiale Karriere beenden musste. Er legte sich den Künstlernamen Blumio zu, nachdem ein Freund im Rausch gemeint hatte, dass er wie eine Blume aussehe.[3] Im Jahr 2002 bewarb er sich mit einer Kassette bei einem MC-Wettbewerb mit dem Titel Küss meinen Arsch.[2][4] Nach einer Internet-Abstimmung gewann Blumio den Wettbewerb und setze sich damit unter anderem gegen den Berliner Rapper Taichi durch. Der Musikproduzent Don Tone wurde so auf ihn aufmerksam und lud ihn in sein Studio in Düsseldorf ein, wo Blumio mit zahlreichen bekannten Rappern, unter anderem Eko Fresh und Rappern von Aggro Berlin, in Kontakt kam.

Seinen Durchbruch hatte er im Jahr 2005 mit dem Lied Meine Lieblingsrapper, in dem er verschiedene Deutschrapper imitierte. Lediglich Sido, der einen Part in dem Lied übernahm, wurde nicht von Blumio imitiert.[5] Im Jahre 2007 beteiligte er sich am L-Records-Labelsampler L-Boom und dem Album Psychoterror des Rappers Flaze, die zusammen als Doppelalbum veröffentlicht wurden.[6]

Im Dezember 2008 veröffentlichte Blumio in Kooperation mit BTM Squad-Mitglied Habesha das Album Rush Hour. Der Tonträger war das erste Release über Blumios Label Japsensoul.[7] Im Juni 2009 erschien sein zweiter Longplayer Yellow Album. Im September 2010 erschien Blumios drittes Album Tokio Bordell. Daraus wurden die Singles Eberhard und Die Welt ist schwul ausgekoppelt.

Seit Ende 2012 präsentiert Blumio in seinem Format Rap da News! wöchentliche Raps, in denen er sich kritisch mit aktuellen Themen aus Politik und Weltgeschehen auseinandersetzt[8] (→ Conscious Rap). Seit der Nuklearkatastrophe von Fukushima engagiert sich Blumio gegen Atomkraft. 2013 zeichnete die Stadt Düsseldorf ihn mit ihrem Kulturförderpreis in der Sparte Musik aus.[9]

Blumio lebte im Düsseldorfer Stadtteil Pempelfort, dann zog er zusammen mit seiner Freundin in den Nachbarstadtteil Derendorf.

Diskographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben

  • 2009: Yellow Album
  • 2010: Tokio Bordell
  • 2011: Yellow Album Reloaded
  • 2012: Drei
  • 2015: Blumiologie

Kollaboalben

  • 2008: Rush Hour (mit Habesha)

Mixtapes

  • 2004: I Love Deutschrap

EPs

  • 2005: Meine Lieblingsrapper

Singles

  • 2009: Hey Mr. Nazi (E-Single)
  • 2011: Wir träumen gemeinsam von besseren Tagen (E-Single)

Juice-Exclusives

  • 2004: Handys in die Lüfte (Juice-Exclusive! auf Juice-CD #47)
  • 2007: New Kids On The Block II mit vielen weiteren Rappern (Juice-Exclusive! auf Juice-CD #75)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Blumio in den deutschen Charts (Details)
  2. a b Biografie auf laut.de
  3. Verena Patel: Blumio rappt gegen Gewalt und für mehr Toleranz. Artikel vom 9. Januar 2014 im Portal rp-online.de, abgerufen am 14. Dezember 2014
  4. Autobiografie auf eigener Webseite
  5. MTV TRL: Interview mit Blumio, abgerufen am 27. Januar 2017
  6. rap.de – L-BOOM und Psychoterror
  7. Blumio und Habesha mit Kollaboalbum und eigenem Label
  8. Rap da News! auf yahoo screen
  9. Förderpreise für hoffnungsvolle Talente, Presseerklärung der Landeshauptstadt Düsseldorf vom 10. Dezember 2013, abgerufen im Portal duesseldorf.de am 14. Januar 2014