Hilden

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Hilden (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Hilden
Hilden
Deutschlandkarte, Position der Stadt Hilden hervorgehoben
Koordinaten: 51° 10′ N, 6° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Kreis: Mettmann
Höhe: 50 m ü. NHN
Fläche: 25,95 km²
Einwohner: 55.185 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 2127 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 40721, 40723, 40724
Vorwahl: 02103
Kfz-Kennzeichen: ME
Gemeindeschlüssel: 05 1 58 016
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Rathaus 1,
40721 Hilden
Webpräsenz: www.hilden.de
Bürgermeisterin: Birgit Alkenings (SPD)
Lage der Stadt Hilden im Kreis Mettmann
Düsseldorf Duisburg Ennepe-Ruhr-Kreis Essen Köln Leverkusen Mülheim an der Ruhr Remscheid Rhein-Erft-Kreis Rhein-Kreis Neuss Rheinisch-Bergischer Kreis Solingen Wuppertal Erkrath Haan Heiligenhaus Hilden Langenfeld (Rheinland) Mettmann Monheim am Rhein Ratingen Velbert WülfrathKarte
Über dieses Bild
Eisengasse mit Reformationskirche und Kückeshaus: Hildens Siedlungskern ist teilweise erhalten.

Die Stadt Hilden liegt im Bundesland Nordrhein-Westfalen, Deutschland, und ist eine mittlere kreisangehörige Stadt des Kreises Mettmann im Regierungsbezirk Düsseldorf. Hilden liegt zwischen vier nordrhein-westfälischen Großstädten: Düsseldorf, Wuppertal, Solingen und Köln.

Inhaltsverzeichnis

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hilden liegt westlich der Stadt Solingen und südöstlich der Landeshauptstadt Düsseldorf und ist mit ca. 57.500 Einwohnern die viertgrößte Stadt im Kreis Mettmann. Das Stadtgebiet grenzt im Norden an Erkrath, im Nordosten an Haan, im Osten und Südosten an Solingen, im Süden an Langenfeld und im Westen an Düsseldorf. Der größte Teil der Stadt liegt auf einer Niederterrasse, die den Übergang vom Niederrhein in das Bergische Land markiert. Während der im Westen gelegene Bahnhof auf 48 Meter über Normalnull liegt, erheben sich die höchsten Punkte der Stadt, der Jaberg und der Sandberg, auf 107 bzw. 106 Meter. Beide liegen in der Hildener Heide, an der Grenze zu Haan. Durch das nach Osten ansteigende Relief ergeben sich Niederschlagsmengen, die mit über 800 mm pro Jahr bereits relativ hoch ausfallen.

In einer der dichtest besiedelten Städte Deutschlands sind Frei- oder Grünflächen extrem knapp. Hilden hat ein in sich stark geschlossenes Stadtgebiet, das von Autobahnen umgeben ist. Vororte oder eingemeindete Gebiete gibt es nicht, die Bevölkerungsdichte ist daher relativ hoch. Das größte unbebaute Gebiet ist der Hildener Stadtwald im Nordosten, nachdem die Giesenheide, eine der letzten großen Flächen im Hildener Norden, für die Bebauung freigegeben wurde. Da sich die Stadt sternförmig in die Haupthimmelsrichtungen ausgedehnt hat, sprechen die Hildener gemeinhin von Mitte, Nord, Süd, Ost und West, wenn sie ihre Wohngegend benennen möchten. Die teilweise in Registern geführten landschaftlichen Bezeichnungen (Meide, Karnap, Lehmkuhl, Kalstert, Trotzhilden etc.) waren nie mehr als Flurnamen oder Einzelhöfe der ehemaligen Honschaften: Sandhonschaft, Lehmhonschaft und Haanhonschaft. Sie werden daher meist nicht in der Bedeutung von Stadtteilen verwendet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschichte und Antike[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der späten Mittelsteinzeit (3000 v. Chr.) hielten sich im heutigen Stadtgebiet von Hilden erstmals Menschen auf. Mit Beginn der Jungsteinzeit siedelten erstmals Wanderbauern auf dem Hildener Stadtgebiet. Nach dem Abzug der Wanderbauern kamen Hirten und Bogenschützen mit ihren Herden nach Hilden. Am Ende der Jungsteinzeit gesellten sich Weidebauern zu den Hirten und Bogenschützen. Auf heutigem Hildener Stadtgebiet ließen sich Ackerbauern nieder. Sie entwickelten mit der ansässigen Bevölkerung eine Grabhügelkultur. Die Träger der Grabhügelkultur waren Kelten. Von Bolthaus bis Schalbruch legten sie ein großes Grabhügelfeld an.

Die ersten Germanen erreichten unseren Raum ca. 400 v. Chr. Die keltisch-germanische Bevölkerung wanderte nach Belgien ab. Germanische Stämme aus Mitteldeutschland wanderten ein.

Die Römer erreichten den Rhein ca. 58 v. Chr. Das heutige Stadtgebiet von Hilden liegt im damaligen Gebiet der germanischen Sugambrer. Die Römer betrachteten das rechte Rheinufer als Niemandsland; hier durfte niemand wohnen. Es gibt daher keine Bodenfunde aus dieser Zeit.

Später ließen sich Hattuarier im heutigen Hildener Stadtgebiet nieder. Die Hattuarier schlossen mit ihren germanischen Nachbarn den Bund der Franken und griffen die Römer in Neuss an. Vorsorglich evakuierten sie die hiesige Bevölkerung. 388 kam es zu einem römischen Vorstoß von Neuss aus (über Hilden und Vohwinkel) in den Raum Hattingen. Die Römer mussten umkehren und wurden in der Rheinebene vernichtend geschlagen. Die Römer zogen ihre Rheinarmee ab; die Hattuarier stießen ins Linksrheinische vor. Der Raum Hilden blieb seit 388 zunächst unbesiedelt.[2][3]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das in „Hattuarien“ gelegene heutige Stadtgebiet von Hilden war menschenleer und verwaldet. Als herrenloses Waldgebiet unterstand es dem Frankenkönig. Die Sachsen griffen „Hattuarien“ an, wurden aber zurückgeschlagen. Die Franken richteten hier eine Grafschaft ein – den Keldagau. Der Keldagau wurde dem südlich angrenzenden Großgau „Ripuarien“ zugeschlagen. Durch das heutige Hilden führten drei Altstraßen: der Mauspfad (von S nach N), die Strata Coloniensis (von W nach N) und die Kölnische Straße Trasse 5 (von W nach NO).

Karl der Große führte Kriege gegen die Sachsen. 804 wurde ein fränkisches Heer bei Neuss über den Rhein gesetzt. Es nahm den gleichen Weg, den die Römer 388 genommen hatten. Zwei fränkische Klöster, Kaiserswerth und Werden, sicherten den hiesigen Raum ab. Unter Ludwig dem Frommen war Ripuarien vorübergehend ein Herzogtum.

Bei der Reichsteilung von Verdun 843 fiel Ripuarien an Lothar I. (Lothringen). Dieses war in Grafschaften gegliedert. Das nach wie vor menschenleere Waldgebiet auf heutigem Stadtgebiet lag im Keldagau. 863 stießen die Normannen rheinaufwärts bis Neuss vor. Der herbeieilende sächsische Heerbann legte zum Schutz der hier in alle Richtungen führenden Straßen eine Wallanlage an – den Ringwall Holterhöfchen. Nach dem Abzug der Normannen 884 begann die endgültige Besiedlung Hildens.

Bereits deutlich vor 1000 hatten die Erzbischöfe von Köln Grundbesitz im Gebiet von Hilden. Einer der zwölf Tafelhöfe des Erzbistums - ursprüngliche Reichs- oder Fronhöfe - in vorurkundlicher Zeit war der Ausgangsbesitz. Dieser umfasste neben dem Tafelhof weite Gebiete im Bereich von Hilden und Haan, die zu dieser Zeit noch überwiegend bewaldet waren.[4]

Um diese Zeit wurde beim Herrenhof mit dem Bau der ersten Kirche begonnen, am Ort der heutigen Reformationskirche. Beim Amtsantritt des Kölner Erzbischofs Everger im Jahr 985 wurde eine Urkunde verfasst, in der Hilden erwähnt wird (der derzeit älteste urkundliche Nachweis der Stadt). Unter Evergers Nachfolgern Heribert, Pilgrim und Hermann II. wurde die erzbischöfliche Grundherrschaft Hilden von 999 bis 1056 von einem „Meier“ verwaltet. Weil die Flur durch die Anlage von Lehngütern schon ausgebaut war, entstanden neue Güter beim Herrenhof. Dadurch entstand das Dorf „Hilden“.

Eine weitere urkundliche Erwähnung fand Hilden in einer Urkunde vom 3. Oktober 1074 durch den Kölner Erzbischof Anno II. In der Urkunde heißt es, Erzbischof Everger von Köln habe während seiner Amtszeit dem Kölner St.-Kunibert-Stift einen Zehnt aus dem Wald Hilden entzogen. Everger amtierte von 985 bis 999. 1176 verpfändete der Erzbischof Philipp sowohl Hilden wie auch Elverfeld mit den zugehörigen Gebieten vorübergehend für 400 Mark an Graf Engelbert I. von Berg[5][6]

Hilden wird in frühen Urkunden 1074 „Heldein“, 1176 „Helethen“ und 1179 „Helede“ genannt. Man nimmt an, dass dem Namen das mittelniederdeutsche Wort „helde“ zugrunde liegt. Danach hieße Hilden „an der Halde“, „am Abhang“, „eine Rodung an der Lichtung am Walde“.[7][8]

Die erste Nennung eines Ortsteils erfolgte 1336 als ehemaliger Ortsteil von Richrath „Udinghusen“ – heute Örkhaus in Hilden.

Der Adelssitz Haus Horst in Hilden, ursprünglich eine Wasserburg und Rittergut, wurde gegen Ende des 11. Jahrhunderts errichtet und gehörte wie die Ortschaft Hilden zusammen mit Haan über Jahrhunderte zum Einflussbereich des Kölner Erzstiftes.

1372 erhielt Ritter Craften von Elvervelde von Erzbischof Friedrich III. Höfe in Haan und Hilden mit den Gerechtsamen zum Lehen.[9]

Neben dem Kölner Erzstift hatten auch die bergischen Grafen und Herzöge ab etwa 1257 einige Schutzvogtsrechte und Landbesitz in diesem Gebiet. Hauptlandesherr war aber der Kölner Erzbischof. In einer Urkunde vom 15. Mai 1265 verleihen beispielsweise die „Gräfin Margaretha von Berg und ihr Sohn Adolf“ drei Mark Rente aus der Herbstbede in Schöller an einen „Wilhelmen von Hilden“ zu Lehen.[10]

Die Schutzvogtsrechte der Berger im Gebiet zwischen Schöller und Hilden führten über Jahrhunderte immer wieder zu Rechtsstreitigkeiten. Beispielsweise kam es 1386 zu einer Beschwerde vom Erzbischof Friedrich III. von Köln gegen Wilhelm I. Herzog von Berg. Die Beschwerde betraf „erhobene Schatzungen“ durch die Berger für die Bewohner von Hilden und Haan. Schriftlich einigte sich der Herzog mit dem Erzbischof diese Schatzungen wieder zu erstatten.[11] In diesem Zusammenhang wiesen die Schöffen von Hilden und Haan schriftlich darauf hin, dass der Erzbischof für „Grundherrlichkeit und nutzbarem Eigentum“ zuständig sei und die Berger dagegen die „Vogteischaft“ inne hätten.[12] Erst 1802 endete diese Zuordnung zum Kölner Erzstift. 1803 wurde Hilden Gemeinde im Herzogtum Berg.

Während des Mittelalters blieb der Flecken abgesehen von den Streitigkeiten zwischen den Erzbischöfen und den Grafen von Berg jahrhundertelang unbedeutend. Im 13. Jahrhundert wurde die romanische Kirche (heute: Reformationskirche) errichtet, die gemessen an der damaligen Einwohnerzahl von wenigen Hundert eine beachtliche Größe erreichte. Der Bereich um die Kirche herum, einschließlich des Marktes, stellt den ältesten Siedlungskern dar.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reformation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Reformation in Hilden begann ab 1558 mit dem ersten evangelisch-lutherischen Pfarrer Johannes Osterpfort aus Wülfrath. Auch seine Nachfolger bekannten sich zu Martin Luther. An die Anhänger Martin Luthers erinnert noch heute die Schwanenstraße und das „Haus mit dem Schwan“. Das Luthertum hatte sich im Bergischen zunächst durch den Prediger Adolf Clarenbach ausgebreitet. Während der Gegenreformation bekamen die bedrängten Evangelischen von der Bergischen Synode reformierte (calvinistische) Prediger zugewiesen. So begann 1592 der Übergang zur reformierten Lehre. Der damalige Landesherr wurde 1613 katholisch und setzte katholische Geistliche ein, die aber nicht angenommen wurden, das Gotteshaus blieb den Reformierten verschlossen. Der Dreißigjährige Krieg brachte die Wende. Ab 1650 kamen die Protestanten wieder in den Besitz ihrer Kirche und ihrer Häuser.[13]

Heute liegen Protestanten und Katholiken zahlenmäßig nahezu gleichauf, was für das Rheinland ein relativ ungewöhnlicher Fall ist. Hier zeigten sich deutliche Einflüsse aus dem mehrheitlich protestantisch orientierten Bergischen Land, zu dem Hilden gleichwohl nur für kurze Zeit gehörte. Dies macht sich beispielsweise im völligen Fehlen typisch katholischer Objekte wie Bilderstöcke, Wegkreuze o. ä. im Stadtgebiet bemerkbar. Lediglich der Straßenname Hagelkreuzstraße weist auf das früher dort existierende Hagelkreuz hin. Die Gemeinde zog am Jakobustag durch die Heiligenstraße zum Hagelkreuz um zu beten, dass die Felder von Hagelschlag verschont bleiben.

Hilden und Haan waren die einzigen Gemeinden, die im Gegensatz zu allen umgebenden Gemeinden ab 1360 nicht dem Amt Monheim und dem Hauptgericht Kreuzberg (bei Kaiserswerth) hinsichtlich ihrer zuständigen Landgerichte unterstanden.[14]

Unter Napoleon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1806 bis 1813 bestand das Großherzogtum Berg unter französischer Herrschaft. Großherzog Joachim Murat regelte in einem Dekret vom 13. Oktober 1807 die kommunalen Zuständigkeiten in seinem Großherzogtum neu. Das bisherige Amt Monheim wurde durch den Kanton Richrath ersetzt. 1808 gehörte zu diesem Kanton als eine der vier Munizipalitäten auch Hilden zusammen mit Eller an.[14] Da Haan einer anderen Munizipalität zugeordnet wurde, endete zu diesem Zeitpunkt auch die jahrhunderte dauernde Gemeinschaft von Haan und Hilden.

Unter den Preußen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Ende der französischen Herrschaft wurde unter preußischer Verwaltung das Generalgouvernement Berg gebildet. Die französische Verwaltungsstruktur wurde aber beibehalten. Am 15. April 1814 wurde vom preußischen Generalgouverneur die Bildung der Bürgermeisterei Hilden verfügt, die aus den damaligen Kirchspielen Hilden und Eller bestand. Als am 30. April 1815 die preußische Provinz Jülich-Kleve-Berg gebildet wurde, änderten sich diese kommunalen Verhältnisse nicht. Bis 1842 waren bei getrennten Verwaltungen die Bürgermeister der Bürgermeisterei Benrath in Personalunion auch die Bürgermeister der Bürgermeisterei Hilden. 1861 wurden dann Hilden und Eller jeweils selbständige Einzelgemeinden.[15][16][17]

Nach Aufhebung der gemeinsamen Verwaltung von Benrath und Hilden wurde der bisherige Bürgermeister von Burg an der Wupper, Eduard Freiherr von Wittenhorst-Sonsfeld, durch die Düsseldorfer Bezirksregierung zum Hildener Bürgermeister ernannt. Im Herbst 1845 schied er auf eigenen Wunsch aus dem Amt.

Im Oktober 1846 ernannte die Bezirksregierung den damals 27-jährigen Hermann Clemens zum Hildener Bürgermeister. Als später eine neue Gemeindeordnung zum ersten Mal die Wahl des Bürgermeisters durch den Gemeinderat vorschrieb, erhielt Clemens nicht mehr die Mehrheit der Stimmen und verließ den Ort. Anschließend wurde er zunächst in Grimlinghausen und dann in Issum Bürgermeister.

In seine Amtszeit fällt die Bildung einer Bürgerwehr (1848). Die erste öffentliche Sitzung des Gemeinderates fand 1849 statt. Hilden hatte 1850 3600 Einwohner.

Hilden wird Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einen gewaltigen Schub an Einwohnern und wirtschaftlicher Bedeutung erhielt Hilden mit der Industrialisierung. Entlang der Itter, die Hilden durchzieht, siedelten sich schon früh Betriebe der Textilindustrie an. Die Handweber Hildens wanderten entweder aus oder begannen mit der Arbeit in der Seidenwarenfabrik Gressard und Companie am Fritz-Gressard-Platz oder bei der Seidenweberei Kampf & Spindler in Hilden an der Klotzstraße. Später folgten Lederindustrie und metallverarbeitende Betriebe, schließlich auch die chemische Industrie und der Stahlbau. Der Aufschwung führte dazu, dass König Wilhelm von Preußen die Gemeinde Hilden am 18. November 1861 zur Stadt erhob. Die Gemeinde Eller wurde gleichzeitig von Hilden abgetrennt.

Die Tochter von Theodor Fliedner Wilhelmine Fliedner gründete 1861 in der Mittelstraße ein Mädcheninternat. Aus ihm ging später die Wilhelmine-Fliedner-Realschule und das Evangelisches Schulzentrum Hilden an der Gerresheimer Straße hervor.

Im Oktober 1865 wählte die Stadtverordnetenversammlung Joseph Johann Pabst, den bisherigen Kreissekretär in Simmern, zum Bürgermeister. Nach Ablauf der 12-jährigen Amtszeit lehnte die Mehrheit des Stadtrats seine Wiederwahl ab. Pabst verließ Hilden und wurde 1878 Bürgermeister in Wankum.

In seiner Amtszeit wurde das Schulwesen ausgebaut: 1870 wurde eine Höhere Knabenschule, die sogenannte Rektoratsschule gegründet; außerdem wurden 1872/73 je eine evangelische und eine katholische Schule an der Richrather Straße errichtet.

Im Kaiserreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1874 erfolgte der Ankauf eines Gebäudes an der Mittelstraße zur Benutzung als Rathaus. Im gleichen Jahr erhielt Hilden einen Eisenbahnanschluss (Strecke Opladen–Düsseldorf). 1875 hatte Hilden 6800 Einwohner.

Im Oktober 1877 wurde Gustav Wachtel, Major a. D. und bisher Bürgermeister von Dormagen, durch die Stadtverordnetenversammlung mit 11 von 18 Stimmen zum Bürgermeister von Hilden gewählt. Seine Wiederwahl erfolgte 1889, diesmal einstimmig. Er starb am 3. Dezember 1894 im Alter von 64 Jahren. Wachtel ist der einzige im Dienst verstorbene Hildener Bürgermeister.

1879 erhielt Hilden eine Außenstelle des Amtsgerichts Gerresheim.

1882 wurde der Neubau der St.-Jacobus-Kirche eingeweiht, der 1872 begonnen worden war. Das neue Gebäude trat an die Stelle der 1745 erbauten katholischen Kirche. Am 19. März 1890, dem Josefstag, wurde das erste (katholische) Krankenhaus an der Schützenstraße eröffnet. 1891 wurde auch der Bau einer katholischen Schule an der Düsseldorfer Straße und einer evangelischen an der Walder Straße abgeschlossen.

1884 kaufte die Stadt Hilden das Gaswerk an der Kirchhofstraße. Bedeutend für die Infrastruktur war auch die Pflasterung der Mittelstraße, die 1888 erfolgte. 1894 wurde die Eisenbahnstrecke Düsseldorf–Hilden–Solingen in Betrieb genommen.

Karl Wilhelm Heitland, bisher Bürgermeister von Bergneustadt, trat nach einstimmiger Wahl am 28. Januar 1896 seinen Dienst in Hilden an. 1907 erfolgte seine einstimmige Wiederwahl. Im Februar 1920 legte er nach 24-jähriger Amtszeit, der längsten aller hauptamtlichen Hildener Bürgermeister (abgesehen von Bürgermeisterin Ellen Wiederhold, siehe unten), seine Amtsgeschäfte nieder.

1898/1899 erfolgte die Inbetriebnahme der Straßenbahnlinien nach Benrath, Ohligs und Vohwinkel. 1900 zog die Stadtverwaltung in ein großzügiges Rathaus um und Hilden bekam sein Stadtwappen, das bis heute unverändert geblieben ist. 1902 erwarb die Stadt Hilden den Stadtwald aufgrund einer testamentarischen Schenkung des Beigeordneten Lieven. 1910 folgte die Gründung einer Realschule in Hilden, aus der später das Helmholtz-Gymnasium hervorgegangen ist.

Hilden unter alliierter Besatzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Ende des Ersten Weltkriegs wurde Hilden von alliierten Truppen besetzt. 1918 kam es auch zur Bildung eines Arbeiter- und Soldatenrates. 1920 zählte Hilden 19.700 Einwohner.

Die rasante Industrialisierung führte zu verstärkter Zuwanderung, so dass sich neben dem alteingesessenen Bürgertum zunehmend ein breites industrielles Proletariat bildete. In den zwanziger Jahren, als Hilden auf über 20.000 Einwohner angewachsen war, zeigte sich eine Dreiteilung in gänzlich verschiedene und unversöhnlich gegenüber stehende politische Lager: Die Arbeiterklasse war kommunistisch geprägt und verschaffte der KPD regelmäßig Wahlergebnisse von über 30 Prozent. Ein weiteres Drittel wählte Zentrum, während das restliche Drittel in viele verschiedene Strömungen aufgespalten war. Die SPD wurde nach der Abspaltung der USPD im Ersten Weltkrieg bei den ersten Reichstagswahlen mit einem reichsweiten negativen Rekordergebnis bedacht und zur Ein-Prozent-Partei degradiert. Später pendelte sie sich zwischen acht und zehn Prozent ein. Erstaunlich hohe Ergebnisse erzielten rechtsliberale Splittergruppierungen, wie zum Beispiel die Wirtschaftspartei.

Im Mai 1920 trat der durch die Stadtverordnetenversammlung gewählte bisherige Beigeordnete in Oberhausen, Erich Lerch, sein Amt als Hildener Bürgermeister an. Ende 1931 wurde er für weitere zwölf Jahre wiedergewählt. Während seiner Amtszeit erfolgte 1923 die Umwandlung der Helmholtz-Realschule in eine Oberrealschule, aus der später das Helmholtz-Gymnasium Hilden wurde. 1926 ging auch in Hilden die alliierte Besetzung zu Ende. 1927 wurde ein Heimatmuseum eingerichtet. 1928/29 konnte Hilden die Eingemeindungswünsche der Städte Düsseldorf und Solingen abwehren und seine Eigenständigkeit behaupten.

NS-Zeit und Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Arbeiterbewegung war in Hilden wegen der industriellen Struktur Hildens relativ stark. Während der Weltwirtschaftskrise spitzte sich das politische Klima zu. Sozialdemokraten und Kommunisten wurden von der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) und ihren Schlägerbanden SA und SS brachial bekämpft. Die NSDAP erhielt zwar deutlich geringere Stimmenanteile als im Reichsdurchschnitt, erstarkte aber zunehmend in Hilden. Die SA lieferte sich regelmäßig Straßen- und Saalschlachten mit den kommunistischen Gruppierungen. Auch die Sozialdemokraten gründeten eine Kampforganisation, das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, um sich gegen die Schlägerbanden der Nazis zur Wehr zu setzen. Es gab „Blutsonntage“ mit regelmäßigen Verletzten und selbst Toten auf allen Seiten und auch unter den Polizeikräften. Nach der nationalsozialistische Machtergreifung ließ sich der erst zwei Jahre zuvor auf 12 Jahre wiedergewählte Bürgermeister Erich Lerch zum 1. November 1933 auf eigenen Wunsch in den Ruhestand versetzen. Der Nationalsozialist Walter Schomburg – vorher Bürgermeister in Radevormwald und seit April 1933 im einstweiligen Ruhestand – wurde daraufhin durch die Bezirksregierung zunächst kommissarisch und im Februar 1934 endgültig als Bürgermeister in Hilden eingesetzt.

Nach der Machtergreifung, eskalierten die Aktionen der SA-Trupps in Hilden. SA und SS wurden zur Hilfspolizei ernannt. Die Nazis schafften alle demokratischen Einrichtungen ab. Die Ratsmitglieder wurden entmachtet, Beamte entlassen und alle Parteien verboten. Zugleich mit der Machtergreifung setzte eine Verfolgung der Menschen jüdischen Glaubens in Hilden ein. Alle jüdischen Mitarbeiter der Stadt, alle jüdischen Beamten und Angestellten wurden entlassen. Jüdische Geschäfte wurden boykottiert. Jüdische Ärzte durften nicht mehr praktizieren. Die wirtschaftlichen Existenzmöglichkeiten der ganzen Gruppe der Juden sollte beseitigt werden. Diese antijüdischen Maßnahmen erreichten ihren ersten Höhepunkt in der Reichspogromnacht vom 9. November 1938, als die SA gezielte Jagd auf jüdische Bürger betrieb. Während die Zahl der Ermordeten im gesamten Reich etwa 400 betrug, starben allein in der Kleinstadt Hilden sieben Menschen an den Folgen der Pogromnacht. Alle jüdischen Männer wurden für einige Zeit in das Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht. Sie wurden im Allgemeinen freigelassen, wenn sie Auswanderungspapiere vorweisen konnten. Die Juden wurden zur Emigration gezwungen oder ab 1942 in die Vernichtungslager im Osten deportiert und dort ermordet. Die Nachkriegsgesellschaft beschäftigte sich wenig mit der Aufarbeitung der Judenverfolgung. Ende der 1970er Jahre fingen Lokalhistoriker an, sich mit den Ereignissen zu befassen.[18][19][20] Der in Hilden aufgewachsene Schriftsteller Manfred Franke verarbeitete die Geschehnisse des 9. November 1938 in seinem Roman „Mordverläufe“.[21] Erst in den achtziger Jahren ließ der Stadtrat einen Gedenkstein für die Opfer des 9. November errichten.

In den Jahren 2004 bis 2013 hat der Künstler Gunter Demnig in Hilden insgesamt 42 Stolpersteine zum Gedenken an die Hildener Opfer der NS-Diktatur verlegt.[22][23]

Während des Zweiten Weltkriegs lebten rund 3700 Zwangsarbeiter in der Stadt Hilden. Am 13 Dezember 2000 beschloss der Rat der Stadt, über die gesetzliche Regelung zur Entschädigung von Zwangsarbeitern hinaus, die Bereitstellung von 100.000 DM als humanitäre Hilfe für ehemalige Zwangsarbeiter sowie 10.000 DM zur wissenschaftlichen Aufarbeitung zum Thema „Zwangsarbeit in Hilden“.[2][24][25]

Auch in Hilden kam es zum Kirchenkampf, der 1934 zur Spaltung der evangelischen Gemeinde der Stadt führte. Die neue Gemeinde der Bekennenden Kirche mietete eine frühere Schreinerei im Anbau des Hauses Ellerstraße 8 an und schuf dort eine Notkirche mit 250 Sitzplätzen. Der spätere Präses der evangelischen Kirche im Rheinland, Joachim Beckmann, weihte dieses „bescheidene Kirchlein“ am 17. Januar 1937 ein. Dieser Zustand der Trennung dauerte bis zur Einführung neuer Pfarrer am 25. August 1947.[26]

Ab 1940 erlebte Hilden Bombenwürfe über dem Stadtgebiet, wobei 42 Zivilisten den Tod finden. Ansonsten blieb Hilden im Zweiten Weltkrieg von Bombenangriffen weitgehend verschont.

Gegen Kriegsende des Zweiten Weltkriegs hatten sich Reste des Generalstabs der Heeresgruppe B unter Generalfeldmarschall Walter Model und seinem Stabschef Generalmajor Carl Wagener auf das Waldgebiet gegenüber der Waldkaserne zurückgezogen. Als sich der Ruhrkessel immer weiter zuzog, befahl Generalfeldmarschall Walter Model die Heeresgruppe aufzulösen. Mit dem Fall von Hilden war der Ruhrkessel geschlossen. Als sich im Mai 1945 der Ruhrkessel zusammenzog, bemühten sich der Industrielle und Ratsmitglied Walter Wiederhold, der Ortsgruppenleiter der NSDAP Heinrich Thiele und Bürgermeister Walter Schomburg die Stadt kampflos zu übergeben. Am 16. April 1945 wurde Hilden von amerikanischen Truppen der 13. Panzerdivision (13th Armored Division, Black Cat Division) besetzt, die dann mit der Waldkaserne als Basis weiter in Richtung Düsseldorf vorrückten. Die Einnahme Hildens verlief nicht kampflos: Auf dem Hildener Friedhof sind noch 28 Gräber von jungen Menschen, die am 16. April 1945 im Süden an der Richrather Straße/ Salzmannweg und im Norden in der Meide noch sinnlosen Widerstand leisteten.

Opfer des Nationalsozialismus und des Zeiten Weltkrieges: 921 Hildener Kriegsgefallene; 11 durch Mißhandlung in der Pogromnacht; 67 bis 1991 vermisste Hildener und 7 vermisste Auswertige; 51 verstorbene Fremdarbeiter und 18 verstorbene Kriegsgefangene; 26 in Hilden gefallene auswärtige Soldaten.[2]

Am 23. April 1945 enthob die amerikanische Besatzungsbehörde Bürgermeister Schomburg seines Amtes und bestellte am 27. April 1945 den Wirtschaftstreuhänder Hermann Sayn zum Bürgermeister. Am 22. Mai 1945 wurden die NS Straßenschilder am Hagelkreuz wieder rückgängig gemacht.

In der Zeit von 1933 bis 1945 sind Bauvorhaben verwirklicht worden: Das erste eigenständige Sparkassengebäude wurde 1935 an der Mittelstraße / Ecke Bismarckstraße errichtet. Am 21. Mai 1936 erfolgte die Eröffnung des 25 Kilometer langen Autobahnteilstücks zwischen Köln-Mülheim und Hilden. Die Städtische Obdachlosenunterkunft Gesolei Richratherstr 255-257, (Ecke Lehmkuhlerweg) wurde 1936 eingeweiht. 1937 wurde die Hildener Waldkaserne als Flak-Kaserne eröffnet.[13] Nach der Grundsteinlegung am 22. November 1936 wurde am 7. September 1937 die katholische Pfarrkirche St. Konrad im Hildener Süden geweiht.[27] 1938 wurde an der Walder Straße der Neubau des St.-Josefs-Krankenhauses abgeschlossen, das heute zur Kplus Gruppe gehört. Am 19. April 1938 wurde das von Helmut Hentrich gebaute Jugendhaus auf der Schulstraße als Hitlerjugend-Heim eröffnet. Nach dem Krieg war es Jugendhaus und Begegnungsstätte der Pfadfinder. Heute spielen die Kinder der städtischen Kindertagesstätte „Mäusenest“ darinnen.[28] Die Feuerwehr bekam 1938 ein neues Übungsgelände an der Schützenstraße, wo auch ein neuer Steigerturm errichtet wurde. Anlässlich seines 50. Arbeitsjubiläums ließ der Textilunternehmer Paul Spindler (1872–1949) im Mai 1939 die Bronzestatue „Betriebstreue“ der Berta Bruchhausen durch Emil Jungblut erstellen. Sie steht heute in der Straße „Am Rathaus“.

Nachkriegszeit 1945–1959[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß der Teilung Deutschlands in vier alliierte Besatzungszonen fiel Hilden der britischen Zone zu. Am 15. Juni 1945 zogen die Amerikaner ab und übergaben die Stadt an die Einheiten der britischen Rheinarmee (BAOR). Die britische Garnison wurde ebenfalls in der Waldkaserne untergebracht. Außerdem wurden für die britischen Einheiten und deren Familien eigens mehrere Siedlungen errichtet.[29]

Das Verhältnis der Hildener zur englischen Besatzungsmacht war im Großen und Ganzen gut, zumal mit der Aufnahme der BRD in die NATO aus den anfänglichen Besatzern Verbündete wurden, mit denen sich dann auch freundschaftliche Beziehungen entwickelten. 1951 wurde das Waldschwimmbad durch die Besatzungsmacht freigegeben. Besonders schätzten die Hildener in den 1960er Jahren die Teilnahme eines englischen Musikkorps an den Karnevalsumzügen. Im März 1968 verließ die letzte britische Einheit die Hildener Kaserne, die darauf von der Bundeswehr übernommen wurde.[29]

Bereits wenige Monate nach Kriegsende – im September/Oktober 1945 – erfolgte die Gründung bzw. Neugründung politischer Parteien. Im Februar 1946 setzte die britische Militärregierung eine Stadtvertretung ein. Am 15. Februar 1946 wurde der Kaufmann Otto Goldhorn (CDU) von der durch die Militärregierung eingesetzte Stadtvertretung zum ersten ehrenamtlichen Bürgermeister gewählt, Hermann Sayn wechselte vom Bürgermeisteramt in das neugeschaffene Amt eines Stadtdirektors. Am 15. September 1946 fand die erste freie Kommunalwahl nach dem Kriege statt, bei der Otto Goldhorn in seinem Amt bestätigt wurde. Am 6. Dezember 1946 trat eine neue Gemeindeverfassung in Kraft, die auch für Hilden bestimmend wurde.

Im August 1948 legte Goldhorn sein Amt aus beruflichen Gründen nieder. Nach dem Amtsverzicht seines Vorgängers wurde der Handelsvertreter Franz Klems (CDU) am 14. August 1948 durch die Stadtvertretung zum Bürgermeister gewählt, er übte dieses Amt jedoch nur knapp zwei Monate aus bis zu den Kommunalwahlen im Oktober 1948.

Im Hungerwinter 1946/47 fand am 1. April 1947 eine Protestkundgebung gegen die schlechte Versorgungslage statt. Im Oktober 1947 wurden sechs Hildener Firmen für die Demontage-Liste benannt.

Nach der Kommunalwahl im Oktober 1948, der zweiten nach dem Kriege, wurde der Sparkassendirektor i. R. Otto Köster (CDU) vom Rat der Stadt zum Bürgermeister gewählt. Er wurde im Dezember 1950 und im November 1951 wiedergewählt.

Das erste Kino, das spätere Gloria an der Mittelstraße 37, wurde 1910 eröffnet, 1919 folgte das spätere Alhambra an der Gabelung und schließlich 1951 das Corso, heute Lux-Lichtspiele, an der Benrather Straße 20. Alhambra und Gloria wurden in den 1970er Jahren nacheinander geschlossen. Nur die Lux-Lichtspiele existieren noch.[30]

Nach den schweren Zeiten wollten die Menschen wieder lachen und fröhlich sein und vor allem, wieder Karneval feiern. 1951 regte sich der Bazillus Carnevalitis auch in Hilden. Um alle Karnevalsvereine nun aber unter „einen Hut“ zu bringen bildete sich erst mal ein vorläufiger Arbeitsausschuss, dessen Vorsitz Fritz Grimm übernahm. Daraus ging das Carnevals Comitee Hilden e.V. (CCH) hervor.[31]

Im Oktober 1952 wurde der erste Fernsehempfang in Hilden ermöglicht und machte dem Kino zunehmend Konkurrenz.

Am 21. November 1952 wurde Robert Gies (SPD) durch den Rat der Stadt zum Bürgermeister gewählt. Schon 1933 hatte Gies dem Stadtrat angehört und war damals von Nationalsozialisten schwer misshandelt worden. Als Bürgermeister wurde Gies mehrfach wiedergewählt. Bei der Wahl im November 1969 unterlag er jedoch knapp gegen Ellen Wiederhold (CDU).

Am 7. Februar 1956 gründete Hilden zusammen mit den anderen Anrainerstädten Düsseldorf und Erkrath den Zweckverband Erholungsgebiet Unterbacher See.

Dem politischen Gewicht der Flüchtlinge und Aussiedler aus Schlesien in der rheinischen Stadt Hilden entsprach die Übernahme einer Patenschaft über den Kreis Wohlau im Jahre 1957.Die nach Hilden übergesiedelten Wohlauer, trafen sich in den „Wohlauer Stuben“ im Haus auf der Bech.

Geschichte 1960–1999[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1961/62 wurde der Betrieb der historischen Straßenbahn (siehe unten) eingestellt und, zunächst auf gleichen Linienwegen, als Busbetrieb weitergeführt.

Der Bevölkerungszunahme gemäß wurden 1966 und 1968 neue Friedhöfe im Süden und Norden der Stadt angelegt.

Hilden gewann an kommunaler Bedeutung durch die Eröffnung des „Instituts für öffentliche Verwaltung“ am Kolksbruch im Jahre 1968.[32]

Nach Abzug der britischen Streitkräfte aus Hilden sollte die 1968 vereinbarte Partnerschaft mit der englischen Stadt Warrington das freundschaftliche Verhältnis zu Großbritannien fördern. Die britische Einheit hält die Erinnerung an ihre Zeit in Hilden auf der Webseite der britischen Rheinarmee mit Fotos und zahlreichen Informationen wach (siehe auch den Wiki-Artikel Waldkaserne).

Am 29. November 1969 wählte der Rat der Stadt die Fabrikantin Ellen Wiederhold (CDU) zur Bürgermeisterin. In der Folgezeit wurde sie noch viermal für eine weitere Amtszeit wiedergewählt. Nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt, das sie 25 Jahre hindurch versehen hatte und damit länger als alle früheren haupt- und ehrenamtlichen Hildener Bürgermeister, wurde ihr wegen ihrer großen Verdienste um die Stadt im November 1994 das Ehrenbürgerrecht verliehen. Sie starb am 4. September 1995. Während ihrer Amtszeit erfuhr Hilden einen bedeutenden Entwicklungsschub: wichtige Umstrukturierungen und Fördermaßnahmen für Wirtschaft und Kultur wurden vorgenommen.

1970 wurde die Itter-Regulierung auf dem Hildener Gebiet zum Abschluss gebracht.

Am 10. Februar 1971 genehmigte der Rat die Gründung der Musikschule Hilden[33]

1971 gründete sich die Sozialpädagogische Einrichtung „Mühle“, die sich vor allem um Kinder kümmert.

1973 erhielt die Stadt-Sparkasse einen Neubau auf der Mittelstraße.

Am 1. Januar 1975 verlor Hilden im Rahmen der kommunalen Neugliederung durch das Düsseldorf-Gesetz den Elbsee, den Menzelsee und den Dreiecksweiher an den Düsseldorfer Stadtteil Unterbach. Das sich daran anschließende Stadtgebiet Hildens nördlich der A46 fiel an die Stadt Erkrath. Ein kleiner Teil Haans kam zu Hilden hinzu.[34][35]

1973 zog das Helmholtz-Gymnasium Hilden in das Schulzentrum Holterhöfchen um, wo sich bereits je eine Haupt-, Real- und Berufsschule befanden. 1976 bildeten die Städte Hilden und Haan den Volkshochschule-Zweckverband Hilden-Haan.

Am 16. September 1978 eröffnete die vom Hildener Architekten Hans Strizewski (Strzyzewski) gebaute Stadthalle im Stadtpark. (20 Mill DM). Mit ihrem 1500 m² großen Saal und ihrer in den Boden absenkbaren Trennwand zur Abtrennung eines 1000 m² Foyers ist sie eine Multifunktionshalle. Heute finden dort Theateraufführungen, Messen und Spielzeugmärkte, Kabarett-, Musik-, Tanz- und Karnevalsveranstaltungen, und seit 1981 die Unicef-Gala statt.

1984 erfolgte die Gründung der Capio Klinik im Park. Zur Capio Klinik im Park in der Hagelkreuzstraße zählen das Venenzentrum Nordrhein-Westfalen, ein Laserzentrum und ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ).

1986 fand die Einweihung der Bezirkssportanlage am Bandsbusch statt.

1989 wurden das Wilhelm-Fabry-Museum und das Museum der „Historischen Kornbrennerei“ eröffnet.

1990 im Zeichen der politischen Wende in Osteuropa wurde ein Partnerschaftsabkommen mit der tschechischen Stadt Nové Město abgeschlossen. Drei Jahre später 1993 erfolgte die Einweihung des seitdem als Marktplatz dienenden Nové-Město-Platzes und die Eröffnung des Sport- und Freizeitbades „Hildorado“.

Im November 1994 wurde Günter Scheib zum Nachfolger von Ellen Wiederhold gewählt. Er war der letzte ehrenamtliche Bürgermeister Hildens. Sein Amt als SPD-Ortsvereinsvorsitzender legte er nieder, um ein „vertrauensvoller Ansprechpartner für alle Bürger zu sein“, sagte er damals. Am 26. September 1999 wurde er – diesmal als erster hauptamtlicher Bürgermeister Hildens – wiedergewählt. Am 26. September 2004 erfolgte seine Wiederwahl.

Jüngste Vergangenheit von 2000 bis zur Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 29. April 2001 erfolgte die Einweihung der Emir-Sultan-Moschee an der Otto-Hahn-Straße.

Am 27. März 2002 wurde das neue Service-Center der Deutschen Post an der Robert-Gies-Straße eröffnet. Am 9. April 2002 folgte die Gründung „Sport- und Kulturstiftung der Stadt Hilden“. Am 4. September des Jahres beschloss der Rat der Stadt Hilden einstimmig den Zusammenschluss der Stadt-Sparkasse Hilden mit den Sparkassen in Ratingen und Velbert zu einem Zweckverband unter dem Namen Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert (kurz: Sparkasse HRV). Das fusionierte Institut nahm am 1. Januar 2003 seinen Betrieb auf.

Im August 2003 fand die Präsentation der achtteiligen Tapisserie „1000 Jahre Hilden – Wege durch die Zeit“ von Katharina Gun Oehlert im neuen Ratssaal des Bürgerhauses statt.[36][37]

Am 8. November 2003 wurde das Jugendzentrum „Area 51“ eingeweiht. Am 22. Januar 2005 fand im „Area 51“ eine Eröffnungsparty zum Jugendkulturjahr 2005 statt.[38]

Weiterbildungszentrum Gerresheimer Straße 20

Am 6. November 2004 erfolgte die Einweihung des Kultur- und Weiterbildungszentrums „Altes Helmholtz“, das die Musikschule, die VHS Hilden-Haan, das Stadtarchiv, den Stadtverband der Musiker und Sänger, die Freizeitgemeinschaft Behinderte und Nichtbehinderte sowie die Jugendkunstschule KuKuK umfasst.[39][40][41]

Es folgten die Eröffnung des Sport- und Vereinszentrums „HAT Fit“ am 15. Januar 2005 und im Jahr darauf am 29. Mai 2006 die Einweihung der neuen Tribüne auf der Bezirkssportanlage.

Am 11. November 2006 fand die Vorstellung des neuen Pflegezentrums (Hummelsterstraße) des Seniorenzentrums Hilden statt.

Nach 14 Jahren erstrahlte 2006 zur Weihnachtszeit das „Weihnachtshaus“ mit zuletzt 160.000 Glühbirnen und zwei Glühweinständen zum letzten Mal. Mehr als 200.000 Besucher pro Jahr lockte es am Schluss an.[42][43]

Seit 2006 spielen deutsche und internationale Jazzsolisten improvisierten Jazz am Montagabend im Blue Monday im Club-Keller des Hotels am Stadtpark.[44]

Am 24. September 2008 unterzeichnete Bürgermeister Scheib zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden der Düsseldorfer Stadtwerke Markus F. Schmidt den Kaufvertrag für 49,9 % der Stadtwerke Hilden GmbH an die Stadtwerke Düsseldorf.

In Amtszeit von Bürgermeister Scheib erhielt die Integrationspolitik der Stadt Hilden neue Impulse. So erstellte das Amt für Soziales und Integration der Stadt Hilden eine Studie unter dem Titel „Integration ist machbar! Strategiekonzept“.[45]

Am 21. November 2008 richtete das Sturmtief „Irmela“ auch in Hilden Schäden an. Unter anderem riss eine Sturmbö ein komplettes Dach ab und schleuderte es 50 m weit auf das Dach eines Supermarktes an der Beethovenstraße. Der Supermarkt und die beiden gegenüberliegenden Grundschulen (Adolf-Reichwein-Schule und Adolf-Kolping-Schule) mussten evakuiert werden.[46]

Nach zweieinhalb Jahren Sanierung wurde das alte Bahnhofsgebäude an der Bahnhofsallee am 25. Juni 2009 wieder eröffnet.

Mit dem ersten Spatenstich begannen am 7. August 2009 an der Walder Straße die Bauarbeiten für das zweite Facharzt-Zentrum, das den Namen „Mediplus“ trägt. Das Warenhaus Hertie an der Mittelstraße schloss am 8. August 2009 seine Pforten. Es war unter den Firmierungen Central und Karstadt lange Zeit das bedeutendste Kaufhaus in der Innenstadt.

Nach Abriss des Stahlbaus der Sparkasse von 1973 wurde am 18. September 2009 in der Mittelstraße 44 an gleicher Stelle der Grundstein für den Sparkassen-Neubau der heutigen Sparkasse „Hilden-Ratingen-Velbert“ (HRV) gelegt.

In der konstituierenden Ratssitzung am 28. Oktober 2009 leistete der neue Bürgermeister Horst Thiele (SPD) den Amtseid. Hierdurch endete gleichzeitig die Amtszeit des vorherigen Bürgermeisters Günter Scheib. Rudolf Joseph (FDP) wurde 1. stellv. Bürgermeister, Norbert Schreier (CDU) 2. stellv. Bürgermeister.

Der Stadtmarketingpreis, für Unternehmen, Vereine, Organisationen oder Persönlichkeiten, die sich besonders um die Itterstadt verdient gemacht haben, ging am 6. November 2009 an: die Bäckerei Peter Schüren und an das Sinfonische Blasorchester (SBH) der Musikschule Hilden unter Leitung von Thomas Volkenstein. Mit einem Sonderpreis Jazz wurden Helmut Stein (QQTec) sowie Peter Baumgärtner (Musiker) und Uwe Muth (Hildener Jazztage) geehrt.[47]

Die Albert-Schweitzer-Hauptschule im Hildener Süden schloss 2009. Auf dem Grundstück sollte eine neue Siedlung aus Reihen- und Mehrfamilienhäusern entstehen. Wann die nächsten Schritte zum Bau der Mehrgenerationensiedlung umgesetzt werden, ist zur Zeit nicht absehbar, da die Gebäude der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule seit August 2015 unter Regie der Johanniter und der Evangelischen Kirche als Notunterkunft des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) für Flüchtlinge und Asylbegehende genutzt wird.[48]

Anlässlich des 450. Geburtstags von Wilhelm Fabry am 25. Juni 2010 (* 1560) beging die Stadt Hilden ein „Fabry-Jahr“: Über das ganze Jahr verteilt fanden ca. 140 Veranstaltungen rund um Fabry, seine Zeit, Medizingeschichte und Gesundheit statt. Den Höhepunkt bildete ein großer Festumzug.

Am 30. September 2010 taufte Bürgermeister Thiele den ersten von 84 neuen S1-Zügen des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR).(Näheres zum S-Bahn-Verkehr in Hilden siehe Verkehr).

Die Hauptstelle der Sparkasse „Hilden-Ratingen-Velbert“ (HRV) eröffnete am 31. Januar 2011 in Ihrem Neubau Mittelstraße 44, Ecke Bismarckstraße. In der Sparkasse wurden die Skulpturen „Silhoutte“ und „Grundstein“ aus Stahl/Warthauer Sandstein von Christoph Mancke aufgestellt.[49][50] Im gleichen Gebäude eröffnete am 10. März 2011 zusätzlich die P & C-Niederlassung Hilden, die zuvor ihren Sitz am Warringtonplatz hatte.

Das 3M-Werk feierte am 20. April 2011 das 60-jährige Bestehen des Unternehmens an der Düsseldorfer Straße.

Das Familien- und Bildungsbüro „Stellwerk“ wurde am 30. Mai 2011 im Bürgerhaus eröffnet.[49]

Mit einem großen Kinder- und Familienfest feierte Hilden am 25. Juni 2011 die Verleihung der Stadtrechte vor 150 Jahren am 18. November 1861.[49][51]

Die aus- und umgebaute Feuerwache wurde am 14. Oktober 2011 offiziell eingeweiht.

Bei der WDR-Aktion „WDR 2 Für eine Stadt“ sollte 2012 bei der Stadtaufgabe die längste Alkoholfreie Theke der Welt aufgebaut werden.[52]

Im neunstöckigen Neubau des Facharztzentrum „Meditower“ an der Bahnhofsallee 20 begrüßen seit 2012 in den Praxen: Radiologische Praxis; Physiotherapie; Gemeinschaftspraxis aller Hildener Orthopäden; Urologische Praxis; Pneumologische Praxis; Kardiologische Praxis; Zahnärztliche Gemeinschaftspraxis; Heilpraktiker; und Sanitätshaus die Spezialisten die Patienten.[53]

Im Bundestagswahlkampf 2012–2013 für die Bundestagswahl 2013 hatte der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sein Wahlkreisbüro in Hilden.

Das Einkaufszentrum „Itter-Karree“ am Warrington Platz eröffnete am 21. März 2013. Es beherbergt die Märkte: Saturn (Elektronik), Kaiser‘s (Lebensmittel), Adler (Textilien), Kamps (Bäckerei) und einen Kiosk. Es besteht ein direkter Durchgang zum Parkhaus mit 320 Stellplätzen.[54][55]

An der Ecke „Am Kronengarten/Heiligenstraße“ wurde 2013 der Jugendtreff „Jueck“ geschlossen. Auf dem Grundstück wurde der Neubau „Kastanienhof“ mit 16 Eigentumswohnungen, 21 Tiefgaragenplätzen und der Volksbank im Erdgeschoss errichtet. Das Bauunternehmen Tecklenburg hatte sich bei dem 7-Millionen-Euro-Projekt erstmals einer so genannten Schwarmfinanzierung bedient. Die Crowdinvesting-Plattform "Zinsland" hatte bei den Anlegern 657.800 Euro eingesammelt. 92.200 Euro stellten Kapitalpartner zur Verfügung. Sie stellen sicher, dass jedes Projekt-Funding zustande kommt und investieren zu den gleichen Bedingungen wie die Crowd.[56][57]

Am 23. November 2013 tagte die Landessynode in Hilden. Das Thema der Sondersynode des obersten Leitungsgremiums der Evangelischen Kirche im Rheinland waren die strukturellen Veränderungen auf der landeskirchlichen Ebene bis zum Jahr 2018.[58]

Mit einem Festakt im Ratssaal des Bürgerhauses feierte am 22. Februar 2014 der Museums- und Heimatverein (jetzt „Unser Hilden e. V.“) sein 30-jähriges Bestehen.[59]

Bei dem Großbrand in der Herderstraße am 14. September 2014 kam es beim Löschversuch zur Durchzündung (Flashover) mit mehreren Detonationen. Dabei wurden vier Feuerwehrmänner teilweise schwerverletzt. 16 Stunden hatte der Brand von ca. 12,5 Tonnen Lithium-Ionen-Altbatterien auf dem Gelände der Spedition Roßkothen die Feuerwehr in Atem gehalten.[60]

Das 1911 erbaute katholische Gemeindehaus „Reichshof“ an der Mittelstraße 8 war marode. Es wurde 2015 abgerissen. Im Mai 2016 wurde das neue katholische Gemeindezentrum „Atrium“ und die Wohnbebauung „Jacobushof“ an der Hochdaler und Mühlenstraße eingeweiht.[61][62]

Im Weiterbildungszentrum feierte am 12. September 2015 die Volkshochschule Hilden-Haan (VHS) und die Musikschule (MSH) den 100. Jahrestag des ehemaligen Schulgebäudes Altes Helmholtz.

Am 29. August 2015 feierte der Sportverein SV Hilden-Ost 1975 e. V. sein 40-jähriges Bestehen. In dieser Zeit hat er sich zu einem Mehrspartenverein mit ca. 1.200 Mitgliedern entwickelt.[63]

Das Sport- und Bewegungs-Modell Hilden feierte 2015 das zehnjährige Bestehen.

Das Technische Hilfswerk feierte mit einem Tag der offenen Tür am 20. September 2015 sein 25-jähriges Jubiläum. Besonderes Interesse weckte das nachgestellte Einsatzszenario, bei dem Verschüttete mit Hilfe eines Mauerdurchbruchs gerettet wurden.

Seit dem 24. März 2016 ist das Demenz-Info-Center Hilden kein e. V. mehr sondern offiziell ein eigener Bereich innerhalb der Freizeitgemeinschaft Behinderte und Nichtbehinderte e. V. Gerresheimerstrasse 20 b.[64]

Schwanenstraße 10, Schwanenhof

Im Stadtzentrum in der Schwanenstraße wurden 2016 im Schwanenhof direkt hinter Haus auf der Bech 16 Eigentumswohnungen, verteilt auf fünf Häuser fertiggestellt. Die Reste der alten Gerstenschäl- und Ölmühle sind erhalten geblieben.[65]

Direkt am S-Bahnhof Süd, auf dem Gelände des ehemaligen Möbelhauses Eschenbach an der Richrather Straße 15, errichtete 2016 die Langenfelder Rotterdam-Gruppe 58 öffentlich geförderte Wohnungen plus Tiefgarage.[66]

Seit 20 Jahren geht das Spielmobil auf Tour. 2016 sind 36 Einsätze geplant. Das Spielmobil kommt zweimal pro Woche zu städtischen Spielflächen, Schulen, Kitas und anderen Orten, an denen sich Kinder bis 14 Jahren gerne und häufig aufhalten. In der Saison 2015 besuchten 5254 Menschen seine Aktionen.[67]

286 Radfahrer, davon acht Mitglieder des Kommunalparlaments, legten beim Stadtradeln vom 1. Mai bis 21. Mai 2016 insgesamt 64.414 km mit dem Fahrrad zurück. Dies entspricht der 1,61-fachen Länge des Äquators. Sie vermieden dabei 9.147 kg CO2 (Berechnung basiert auf 142 g CO2 pro Personen-km).[68]

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hildens Bevölkerungsentwicklung.[51]

Einwohnerentwicklung in Hilden
Jahr Einwohner
1850 3.600
1864 5.600
1875 6.800
1894 8.900
1920 19.700
1933 20.500
1940 22.700
1945 25.282
1948 26.675
1952 30.004
1969 50.038
1994 55.222
2000 57.545
2010 56.384
2011 56.485
2012 56.647
2013 56.758
2016 57 548

[69]

Ende 2010 lebten 56.368 Bürger in der Stadt, Mitte 2016 waren es 57.548 mit erstem Wohnsitz. Die Hildener haben aber nicht mehr Kinder bekommen: Im Jahr 2013 standen 435 Geburten 714 Sterbefälle gegenüber. Das Bevölkerungsplus ergibt sich allein aus Zuzügen - und zwar nicht von deutschen, sondern ausländischen Mitbürgern. Der Anteil der deutschen Einwohner ist in den vergangenen vier Jahren von 51 041 (Ende 2010) auf 50 785 (Ende 2013) gesunken, während die Zahl der Einwohner ohne deutschen Pass im gleichen Zeitraum von 5327 auf 5996 stieg. Siehe für die Verteilung der Ausländer nach Nationalitäten auch Kapitel [#Migration und Integration|Migration und Integration][70]

Am 31. Dezember 2015 waren 21.691 Arbeitnehmer Sozialversicherungspflichtig.[71]

Die Umsatzkennziffer (Gesamter jährlicher Einzelhandelsumsatz am Ort dividiert durch die durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauchsausgabe auf Bundesebene) .beträgt 138,9.[71]

Prüfbericht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die „Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein-Westfalen“ (gpaNRW) untersuchte 2015 in ihrem Prüfgebiet: Überörtlichen Prüfung, Finanzprüfung, Personalwirtschaft und Demografie, Sicherheit und Ordnung, Schulen, Tagesbetreuung für Kinder, Grünflächen.[72]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptamtliche Hildener Bürgermeister 1808 bis 1945

  • 1808–1809 Georg Eberhard Clamor Friedrich von dem Bussche-Ippenburg gen. Kessel, Herr zu Hackhausen
  • 1809–1814 Albert Asbeck
  • 1814–1818 Nicolas von Pigage, Benrath
  • 1819–1822 Hermann Leven, Benrath
  • 1822–1842 Franz Albert Schieß, Benrath
  • 1842–1843 Interregnum: Beigeordneter August Reyscher, Hilden
  • 1843–1845 Eduard Freiherr von Wittenhorst-Sonsfeld
  • 1846–1851 Hermann Clemens
  • 1851–1865 Albert Koennecke
  • 1865–1877 Joseph Johann Pabst
  • 1877–1894 Karl Julius Gustav Wachtel
  • 1896–1920 Karl Wilhelm Heitland
  • 1920–1933 Erich Lerch
  • 1933–1945 Walter Schomburg

Ehrenamtliche Hildener Bürgermeister*in 1945 bis 1999

  • 1945–1946 Hermann Sayn
  • 1946–1948 Otto Goldhorn (CDU)
  • 1948–0000 Franz Klems (CDU)
  • 1948–1952 Otto Köster (CDU)
  • 1952–1969 Robert Gies (SPD)
  • 1969–1994 Ellen Wiederhold (CDU), Inhaberin der damaligen Lackfabriken Wiederhold
  • 1994–1999 Günter Scheib (SPD)

Hauptamtliche Hildener Bürgermeister*in seit 1999

Bei der Kommunalwahl am 15. Mai 2014 konnte sich in der Hauptwahl kein Bewerber um das Amt des Bürgermeisters durchsetzen. Mit 40 % erhielt Birgit Alkenings (SPD) die meisten Stimmen. Ihr folgten Marion Buschmann (CDU, 28 %), Ralf Bommermann (Allianz für Hilden, 9,9 %), Rudolf Joseph (FDP, 7,8 %), Gerd Hegmann (parteilos, 5,8 %), Klaus-Dieter Bartel (Grüne, 5 %) sowie Ludger Reffgen (Bürgeraktion, 3,3 %).

Die Stichwahl am 15. Juni 2014 konnte Birgit Alkenings mit 62,7 % der Stimmen für sich entscheiden. Sie folgte dem seit 2009 amtierenden Bürgermeister Horst Thiele (SPD).

Die ehrenamtlichen Stellvertreter der Bürgermeisterin wurden in der konstituierenden Sitzung des Stadtrates im Juni 2014 neu gewählt; 1. stellvertretender Bürgermeister ist Norbert Schreier, 2. stellvertretende Bürgermeisterin ist Marianne Münnich.

Stadtdirektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtdirektoren hatte Hilden wie auch andere Städte in NRW nur begrenzte Zeit, nämlich 53 Jahre. Die Doppelspitze in der Verwaltung der Städte wurde 1946 von der britischen Besatzungsmacht eingeführt und im Jahre 1999 durch eine Kommunalreform wieder abgeschafft.

Hildener Stadtdirektoren 1946 bis 1999:

  • 1946–1958 Hans Beaujean
  • 1958–1965 Hans Knop
  • 1965–1974 Heinz Brieden
  • 1974–1999 Karl-Detlev Göbel

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtrat setzt sich folgendermaßen zusammen:

Partei 1999 Sitze (52) 2004 Sitze (46) 2009 Sitze (44) 2014 Sitze (44)
Christlich-Demokratische Union (CDU) 44,7 % 23 40,2 % 18 30,2 % 13 33,3 % 14
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 34,2 % 18 34,5 % 16 29,5 % 13 36,1 % 16
Bündnis 90/Die Grünen (Grüne) 4,3 % 2 6,9 % 3 9,0 % 4 9,4 % 4
Bürgeraktion Hilden (BA) 4,9 % 3 8,1 % 4 10,1 % 4 6,1 % 3
Freie Demokratische Partei (FDP) 5,8 % 3 6,4 % 3 13,1 % 6 6,4 % 3
Die Unabhängigen Hilden (dUH) 6,2 % 3 3,9 % 2 8,0 % 4 - -
Allianz für Hilden (Allianz) - - - - - - 7,6 % 2
Alternative für Deutschland (AfD) - - - - - - 1,2 % 2

Im Sommer 2010 spaltete sich von der FDP die neu gegründete Fraktion der „Freien Liberalen“ ab. Diese schlossen sich dann im Sommer 2013 mit den Unabhängigen und Teilen der Bürgeraktion in der „Allianz für Hilden“ zusammen. Durch den Wechsel eines Ratsmitglieds von der Allianz zur AfD erhielt diese im Herbst 2014 trotz ihres niedrigen Wahlergebnisses Fraktionsstatus im Hildener Stadtrat.[73]

Jugend- und Kinderparlament[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außerdem ist bereits seit Sommer 2000 das so genannte Jugendparlament etabliert, das sich aus gewählten Vertretern der in Hilden wohnenden Jugendlichen von 14 bis 21 Jahren zusammensetzt. Sie vertreten die Interessen, Bedürfnisse und Belange der Jugend in Hilden. Dabei ist das Jugendparlament überparteilich, überkonfessionell und für Jugendliche aller Nationalitäten offen. Wichtiger Bestandteil der Arbeit ist das Beraten der Politik und Verwaltung bei der Gestaltung einer jugendfreundlichen Stadt.[74]

Hinzu kommt das Kinderparlament, das 1997 auf Initiative (per Bürgerantrag) eines einzelnen, seinerzeit zehn Jahre alten, Hildeners gegründet wurde und seitdem professionelle Unterstützung durch das pädagogische Fachpersonal des städtischen Jugendamtes erhält. Es setzt sich aus Vertretern der Dritt- bis Sechstklässler aller Hildener Schulen zusammen, die jährlich neu gewählt werden. Sitzungsleiter des Kinderparlaments ist der amtierende Bürgermeister.

Stadtverwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die hauptamtliche Verwaltungsspitze bilden seit dem 23. Juni 2014: Bürgermeisterin Birgit Alkenings (SPD), 1. Beigeordneter Norbert Danscheidt (CDU), Beigeordneter Reinhard Gatzke (parteilos, bis Juli 2016) und Beigeordnete Rita Hoff (parteilos).[75][76][77][78]

Sonstige Verwaltungsstellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche Institutionen runden das Bild ab: Außer der Stadtverwaltung mit ihren Ämtern und Einrichtungen beherbergt Hilden ein Finanzamt und das Landesprüfungsamt.

Hilden ist Standort einer Kaserne der Bundeswehr, wegen ihrer speziellen Lage auch Waldkaserne genannt. In ihr sind 750 Soldaten stationiert und 70 Zivilisten arbeiten dort. In Hilden befindet sich das Feldjägerdienstkommando des Feldjägerregiment 2 und die MAD- Stelle 31. Ab 2017 ist das einzige Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr wieder zurückgekehrt. [79][80]

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Die Stadt führt ein Stadtwappen, eine Flagge und ein Dienstsiegel. Das Recht zur Führung eines Wappens ist der Stadt mit Urkunde vom 2. April 1900 von König Wilhelm II. von Preußen verliehen worden.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Unter silbernem (weißem) Schildhaupt, darin ein roter Wechselzinnenbalken, in Grün ein silberner Schrägwellenbalken, begleitet oben von einem silbernen (weißen) Kammrad unten von einer silbernen (weißen) Sichel. Im Oberwappen eine dreitürmige silberne (weiße) Mauerkrone mit geschlossenem schwarzen Tor.“

Das erste Wappen Hildens entstammt einem Entwurf von Peter Wymar und Woldemar Harleß, der mit Änderungen des königlichen Heroldsamtes in Berlin versehen wurde. Der Heraldiker Wolfgang Pagenstecher änderte diesen Entwurf 1950 in die jetzige Form.

Die befestigten Türme auf der Wappenkrone symbolisieren die Herrschaft der Kölner Erzbischöfe (anderen Quellen zufolge weisen sie auf die Stadtrechte hin). Der rote Zinnenbalken erinnert an die Grafen des Herzogtums Berg, während im unteren Segment ein silbernes Band die Itter darstellt. Zu der Zeit, als Hilden das Wappen erhielt, war die Wirtschaft zu etwa gleichen Teilen von Landwirtschaft und Industrie geprägt, was durch eine Sichel und das Kammrad zu beiden Seiten des Flusses verdeutlicht werden sollte.[81]

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtflagge zeigt quergeteilt und in gleicher Breite die Farben Grün, Weiß, Rot mit dem Stadtwappen in der Mitte.[82]

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Das 2012 von einer Duisburger Agentur entworfene neue Logo der Stadt weist eine Dreiteilung auf und ist an das historische Wappen angelehnt. Das mit Burgzinnen versehene Logo in den blassen Farben Rot, Weiß und Grün mit dem dazu gehörigen Schriftzug „Hilden“ symbolisiert eine Stadt im Grünen an dem Fluss Itter und der Autobahn mit einem Bezug auf ihre Geschichte.[83]

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reformationskirche
Sankt-Jacobus-Kirche
Emir Sultan Moschee, Otto-Hahn Straße
Arrahman Moschee, Telleringstraße

Hildener religiöse Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hilden gibt es folgende Religionsgemeinschaften:[2][84]

  • Evangelische Kirchengemeinde
  • Katholische Kirchengemeinde
  • Evangelisch-freikirchliche Gemeinde
  • Apostolische Gemeinschaft e.V.
  • Neuapostolische Kirche Hilden
  • Jehovas Zeugen
  • Türkisch-Islamische Moscheegemeinde
  • Islamisch Marokkanisches Kulturzentrum

Evangelische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Markt befindet sich die aus dem 13. Jahrhundert stammende Reformationskirche. Die Evangelische Kirchengemeinde besteht aus den Gemeindezentren Reformationskirche, Erlöserkirche und Friedenskirche sowie aus sieben Pfarrbezirken. Die Evangelische Erwachsenenbildung betreibt mehrere soziale Projekte, darunter den Christlich-Muslimischen Dialog mit der Türkisch-Islamischen Gemeinde und einen Jugendaustausch mit der Stadt Saratow an der Wolga in Russland.

Katholische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die drei katholischen Gemeinden in Hilden (St. Jacobus, St. Konrad und St. Marien) wurden zum 31. Dezember 2009 durch den Kölner Erzbischof aufgelöst und am 1. Januar 2010 zu einer Pfarrei, der Katholischen Kirchengemeinde St. Jacobus, Hilden, fusioniert, wodurch sie die derzeit größte katholische Gemeinde im Erzbistum Köln wurde. Die Pfarrei St. Johannes Evangelist hatte sich bereits im Jahr 2007 aufgelöst und St. Jacobus angeschlossen. Die Katholische Kirchengemeinde Hilden hat ihren Mittelpunkt im Zentrum St. Jacobus. Seit Juni 2016 leitet Pastor Dr. Reiner Nieswandt die katholische Pfarreien in Haan als auch in Hilden. Nach Angaben des Statistischen Jahrbuchs sah die Religionszugehörigkeit der Hildener im Jahre 2012 folgendermaßen aus: Gesamtbevölkerung 56.647, Protestanten 16.057, Katholiken 18.894 und Sonstige 21.696.[2]

Islamische Gemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hilden verfügt über zwei Moscheen: Die Emir-Sultan-Moschee, die am 29. April 2001 feierlich eingeweiht wurde, ist Mittelpunkt der Türkisch-Islamischen Gemeinde. Die Moschee, die sich im Industriegelände nahe der S-Bahn-Station in der Otto-Hahn-Straße befindet, hat ein Minarett. Zum Freitagsgebet kommen um die 200 Gläubige. Die Hildener Moschee gehört zu einer Gruppe weiterer nach Emir Sultan benannter Moscheen in Deutschland. Die Moschee wird vom Türkischen Arbeitnehmerverein betrieben.[85][86]

Die am 26. Mai 2013 eröffnete Arrahman-Moschee in der Telleringstraße ist religiöses und kulturelles Zentrum für rund 1.000 Hildener mit marokkanischen Wurzeln. Sie verfügt über eine Fläche von mehr als 2.200 m².Ihr Bau wurde vom Marokkanischen Freundeskreis Hilden e. V. initiiert und aus Spenden der Vereinsmitglieder nebst finanzieller Unterstützung des Marokkanischen Königreichs finanziert. Die beiden Gebetsräume der Moschee bieten 500 Männern sowie 250 Frauen und kleinen Kindern Platz.[87][88][89][90]

Judentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hildener Bürger jüdischen Glaubens werden von der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf betreut.[91]

Migration und Integration[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Integrationspolitik in Hilden gaben neue Strategien einen wichtigen Impuls. Das Konzept wurde in einer Studie veröffentlicht, die vom Amt für Soziales und Integration erstellt wurde.[45]

Laut Statistischem Jahrbuch 2013 Seite 73 lebten in der Stadt Hilden am Ort der Hauptwohnung 5.996 Ausländer darunter 2.914 weibliche. Dabei können u. a. die Kinder aus Zuwanderungsfamilien, die seit der gesetzlichen Änderung im Jahr 2000 die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, nicht mit einbezogen werden. Statistische Angaben liegen dazu nicht vor. Tatsächlich ist also der Anteil der Migrantinnen und Migranten höher als der konkret erfasste Anteil. Die Zahl der ausländischen Jugendlichen liegt in der Relation deutlich über dem Anteil deutscher Kinder, wohingegen die Anzahl der älteren Migranten wesentlich geringer ist, als die Zahl deutscher Senioren.[51]

Ohne Berücksichtigung der Aussiedler und Asylbewerber kommen in Hilden die zahlenmäßig größten Gruppen aus den ehemaligen Anwerbeländern.

In Hilden leben Staatsangehörige aus mehr als 100 verschiedenen Nationen. Über die Anzahl der Personen, die durch Einbürgerung Deutsche wurden, kann hier keine Aussage gemacht werden.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Tabelle aus dem Statistischen Jahrbuch 2013 gibt die Anzahl der 5.996 in Hilden ansässigen ausländischen Staatsbürger wieder:[51][70]

Nationalität Anzahl
2006
Anzahl
2013
Griechen 278 333
Italiener 723 694
Kroaten 235 264
Marokkaner 526 381
Niederländer 130 118
Polen 357 514
Portugiesen 401 428
Serben/Montenegriner 405 190
Spanier 187 210
Türken 1.171 962
Ukrainer 161 138
sonstige 1.366 1.748
ungeklärt 18 16
Gesamt 5.958 5.996

Verbände und Vertretungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inzwischen nehmen Migranten aktiv am gesellschaftlichen Leben der Stadt teil in den politischen Parteien, Gewerkschaften, in der Kultur und in Sportverbänden. Auch im Rat der Stadt Hilden sind sie vertreten.

Als spezielle Interessenvertretung der Spätaussiedler und Migrantengruppen wurde der Integrationsrat eingerichtet. Bei den Wahlen zum Integrationsrat am 25. Mai 2014 waren 8235 Migranten ab 16 Jahren wahlberechtigt. Zur Wahl traten mehrere Listen – eine internationale Liste der SPD, eine Liste der CDU Hilden, und eine Liste der Türkisch-Islamischen Gemeinde Hilden sowie zahlreiche Einzelkandidaten an. Der Integrationsrat ist Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Migrantenvertretungen NRW.[92]

In Hilden gibt es folgende Verbände ausländischer Migranten:

  • Circolo Italo-Tedesco Hilden e.V.
  • DITIB Türkischer Arbeitnehmerverein Hilden e.V.
  • Griechischer Club e.V. Hilden
  • Jugoslawisch-Deutscher Kulturverein Hilden e.V.
  • Marokkanischer Freundeskreis Hilden e.V.
  • Mazedonisch-deutscher Kulturverein „Toše Proeski“, Hilden e.V.
  • Philia – Griechisch-Deutscher Freundeskreis e.V.
  • Romarias do Minho e.V.
  • Slowenischer Kultur und Sportverein Maribor e.V.
  • Spanischer Familienverein Hilden e.V.
  • Romarias do Minho e. V.
  • União Portuguesa de Hilden e.V.
  • WiD – Wir in Deutschland e.V.

Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hilden bietet ein breites Freizeit-Angebot. Außer dem Stadtpark und einigen kleineren Parks und Spielplätzen besitzt Hilden zwei große Schwimmbäder: das Hildorado, ein überörtlich bekanntes Hallenschwimmbad, und das Waldbad in naturnaher Lage am Waldrand. Weiterhin gibt es ein kleines Kino mit drei Sälen, einen Miniaturgolfplatz sowie mehrere Jugendtreffs und Kegelbahnen.

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haus zum Schwan, Eisengasse
Die alte Kornbrennerei, heute Teil des Wilhelm-Fabry-Museums

Hilden hat nur wenige herausragende Baudenkmäler. Darunter fällt die aus dem 13. Jahrhundert stammende Reformationskirche am Markt. In der Schwanenstraße stehen mit dem Haus auf der Bech, dem „Haus zum Schwan“ und dem „Kückeshaus“ denkmalgeschützte Fachwerkhäuser aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Weitere Baudenkmäler sind im 'Wikipedia-Hauptartikel Liste der Baudenkmäler in Hilden' aufgelistet.

Die Mittelstraße diente in der Vergangenheit dem Verkehr als Hauptdurchgangsstraße. In ihr fuhr bis 1962 eine 1 m Spur-Straßenbahn. [93]Nachdem der Verkehr herausgenommen wurde, ist ihre Fußgängerzone eine wichtige Einkaufsmeile der Region. Neben dem von dem Hildener Architekten Walter Furthmann erbauten alten Rathaus (nach dem Verwaltungsneubau 1990 zum Bürgerhaus umfunktioniert) und der katholischen Kirche St. Jacobus steht dort noch eine ansehnliche Zahl von Bürgerhäusern, die um 1900 errichtet worden waren. Weitere geschichtsträchtige Gebäude wie das Gasthaus zur Krone oder das Haus Hagdorn wurden nach dem Zweiten Weltkrieg durch Neubauten ersetzt.

Das Wilhelm-Fabry-Museum, das direkt neben einer historischen Kornbrennerei eingerichtet wurde, widmet sich sowohl dem Leben und Wirken des berühmtesten Bürgers von Hilden – Wilhelm Fabry – als auch medizinhistorischen Themen in Wechselausstellungen. Regelmäßig finden dort auch künstlerische Themenausstellungen statt, die überregionale Beachtung finden.

Einen Einblick in die zeitgenössische Sakralkunst gewährt die katholische St.-Konrad-Kirche im Hildener Süden, die in den 1990er Jahren von Hermann Gottfried unter anderem mit einem monumentalen Altarbild und einem siebenteiligen Bilderfries ausgestaltet wurde.

Von den Gebäuden des ehemaligen Ritterguts Haus Horst im Westen der Stadt ist nur ein Turm im Park der gleichnamigen Seniorenwohnanlage erhalten.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen- und Ereignisdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kunstschule „Baukreis Hilden“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Baukreis Hilden war eine private Kunstschule. Sie befand sich von 1947 bis 1953 im vorher ungenutzten Oberlichtsaal der Textilfirma Kampf & Spindler, Ecke Klotzstraße / Hofstraße. Sie wurde auf Initiative des Fabrikanten Gert P. Spindler dort eingerichtet. Das Gebäude existiert heute nicht mehr. Gert P. Spindler hatte auch schon das Stammhaus des Baukreises in Hamburg unterstützt.[94]

Hauptartikel: Der Baukreis

Kunstwerke und Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kunstliebhaber findet in den Galerien vielseitige Wechselausstellungen.[95]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bürger von Hilden können sich in ihrer Freizeit in mehr als 172 Vereinen und Verbänden engagieren.[100][101]

Erholung und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hildens Naherholungsgebiete sind die Hildener Heide mit dem Stadtwald im Nordosten und das Heidegebiet Karnap-West im Südwesten, außerdem die zu Solingen gehörende Ohligser Heide im Südosten. Hier besteht die Gelegenheit zu ausgedehnten Spaziergängen. Auch der im Nordwesten auf Düsseldorfer Stadtgebiet gelegene Elbsee wird aufgrund seiner unmittelbaren Nähe von Hildenern oft zur Erholung aufgesucht. Zum Schwimmen ist er aus Naturschutzgründen jedoch nicht freigegeben.[102]

Daneben findet sich eine Anzahl weiterer, meist künstlich entstandener Seen, die großenteils an Angelvereine verpachtet sind. Zum Schwimmen verfügt Hilden über das Waldschwimmbad im Stadtwald sowie an der Grünstraße über das Multifunktionsbad „Hildorado“ mit Wellness- und Saunabereich. Gelegenheit zur sportlichen Betätigung bieten die insgesamt 53 Sportvereine, das Tenniszentrum des Ex-Profis Wilhelm Bungert, die Bezirkssportanlage und einige privat betriebene Sport- und Fitnesszentren.

Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche und junge Erwachsene bietet Hilden mit dem Jugendkulturzentrum „Area 51“ im Norden sowie dem Jugendtreff am Weidenweg („JaW“) im Süden der Stadt. Kinder und jüngere Jugendliche finden Anlaufstellen im Kinder- und Jugendtreff „Treffpunkt41“ an der Sankt-Konrad-Allee 41 (Hilden Süd), in der „Evanglischen Jugend“ (Stadtmitte in der Eisengasse), im „Jugendclub Mühle“ (Hilden Ost) sowie am „Abenteuerspielplatz“, dessen Träger die „Freizeitgemeinschaft Behinderte und Nichtbehinderte e. V.“ ist.

Basketball

Der ansonsten überwiegend breitensportlich orientierte TUS 96 betreibt leistungssportlich außerdem eine große Basketball-Abteilung, in der zurzeit sechs Erwachsenen- und acht Jugendmannschaften am Ligabetrieb teilnehmen. Die 1. Herrenmannschaft spielte bis zum Sommer 2010 in der 2. Regionalliga, der vierthöchsten Spielklasse des deutschen Basketballsports, musste zuletzt jedoch aufgrund ausbleibender sportlicher Erfolge in die nächsttiefere Oberliga absteigen.

Base- und Softball

Baseball und Softball wird von den Hilden Wains unter dem Dach der Hildener Allgemeinen Turnerschaft betrieben.

Fußball

Lange Zeit klassenhöchste Fußballmannschaft war der SV Hilden-Nord, der zwar nur noch in der Landesliga spielt, aber auf gelungene Auftritte im DFB-Pokal 1990/91 (2:1 gegen SC Freiburg) und das Hervorbringen eines Nationalspielers wie Michael Tarnat zurückblicken kann. Seit dem Aufstieg 2013 in die fünftklassige Oberliga Niederrhein ist der VfB 03 Hilden der klassenhöchste Klub. Außerdem bringt die Stadt mit der Spielvereinigung Hilden 05/06 noch einen Fußballverein hervor. Am 8. März 2013 (Welt-Frauentag) hat sich zusätzlich der FSV Mädchenpower Hilden 2013 gegründet, ein reiner Frauen- und Mädchen-Sportverein. Die 1. Mannschaft spielt in der Frauenkreisliga Düsseldorf. Als Vereinsbotschafterin konnte der Verein die Fußball-Nationalspielerin Alexandra Popp gewinnen.

Gokart

In der Halle des Hildenrings an der Hans-Sachs-Straße im Industriegebiet West können Motorsportbegeisterte im Kart ihre Runden drehen.

Inline-Skaterhockey

Die Hilden Flames spielen Inline-Skaterhockey unter dem Dach der Hildener Allgemeinen Turnerschaft und schafften binnen drei Jahren den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Dazu konnten im Nachwuchsbereich Erfolge gefeiert werden. So spielen die Flames in zwei weiteren Altersbereichen erstklassig (Stand 2007).

Luftsport

Bereits 1926 wurden am Sandberg die ersten Flugversuche unternommen. Damit ist Hilden die Wiege des Segelfluges im Rheinland und kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Am Sandberg und später auf dem Segelfluggelände am Weiler Kesselsweier wurde bis 2008 Segelflug betrieben.[103] Nachdem die Betriebsgenehmigung für das Hildener Fluggelände erloschen war, fusionierte die LSG Kesselsweier im Jahr 2013 mit der LSG Erbslöh ín Langenfeld. Der Segelflugbetrieb erfolgt nun auf dem nur wenige hundert Meter von der Stadtgrenze entfernten Fluggelände in Langenfeld-Wiescheid.[104]

Schießsport

Im Schießsportzentrum der St. Sebastianus Schützenbruderschaft an der Oststraße bietet sich für Sportschützen auf einer modernen Anlage die Möglichkeit, von Luftdruck bis Großkaliber allen Disziplinen des Schießsports nachzugehen.

Wassersport

Am Elbsee sind im „Wassersportzentrum Elbsee“ vier Hildener Wassersportvereine, die Seglergemeinschaft Hilden, der Hildener Windsurfing Club, die Ortsgruppe Hilden der DLRG und der Kanu-Club Hilden angesiedelt.

Spielautomaten

Hilden war in Sachen Glücksspiel NRW-weit ganz vorne". 2009 gab es in Nordrhein-Westfalen 18 Geldspielgeräte je 10 000 Einwohner, im Kreis Mettmann waren es durchschnittlich 16 (Stand: 2008). Dagegen lag das „Las Vegas von NRW“ in Hilden: Von 26 Geldspielgeräten im Jahr 2008 schnellte die Zahl 2009 auf 46 nach oben.[105]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Existenz-Gründertag der IHK und Wirtschaftsförderung (im Januar).
  • Hochzeitsmesse (im Januar).
  • Vocaljazz Workshop (im Januar, ab 2016 im Sommer).
  • Rosenmontagszug (im Frühjahr).
  • Benefizkonzert des Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr (AMK), Veranstalter Lions Club (im Frühjahr).
  • Büchermarkt (im März, August und November).
  • 1. Mai Kundgebung (im Mai).
  • Antikmarkt (im April).
  • Ausbildungsbörse (im April).
  • Gebrauchtwagenmesse (im April).
  • Bustouren zur Haushaltsinformation (im April).
  • Blumenmeer beim Hildener Frühling (im Mai).
  • Verkaufsoffener Sonntag ( im Mai, September, November, Dezember).
  • Weindorf (im Mai).
  • Jazztage seit 1996 (im Mai/Juni).
  • Internationales Kinderfest der Musikschule mit Spielmobil (im Juni).
  • Künstlermarkt (im Juni).
  • Schützenfest der St.Sebastianus Schützenbruderschaft (im Juni).
  • Tag der Architektur (im Juni).
  • Azubi-Speed-Dating (im Juni).
  • Fabry Antik- und Trödelmarkt (im Juli).
  • Rock am ev. Kinderheim (im Juli, Lievenstraße 26).
  • Schüler als Straßenmusiker (im Juli).
  • Zeichenkurse bei der Sommerakademie (im Mai & Juni & Juli).
  • Oldie-Night Open Air (alle zwei Jahre im August auf dem Nordmarkt).
  • Schwatter Jazz (im August).
  • Summerjazz Hilden Workshop mit Dozenten-, Teilnehmer- und Bigbandkonzert (im August).
  • Tag der offen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Hilden (zwischen August und September).
  • Antikmarkt (im September).
  • Trödelmarkt auf dem SELGROS-Gelände (im September).
  • Autoschau (im September).
  • Hildanus Lauf (im September).
  • Messe „Älter werden in Hilden“ (im September).
  • Schülertriathlon am Waldbad (im September).
  • Unternehmertag (im September).
  • Blumen und Pflanzen beim Herbsttag (im Oktober).
  • Festakt zum Tag der Deutschen Einheit (im Oktober).
  • Herbstkirmes „Itterfest“ (im Oktober).
  • Oktoberfest (im Oktober).
  • Inklusionslauf im Rahmen des Herzlaufes (im Oktober).
  • Starke Zeiten Jugendschutzwoche (im Oktober).
  • Tag des offenen Denkmals (im September/Oktober).
  • Sternmarsch zum Gedenken an die Opfer der Pogromnacht am 9. November mit Kranzniederlegung. (im November).
  • Bandcontest (im November in der „Area 51“ – und in der KjG St. Konrad).
  • Jazzworkshop: Crossover Bandmeeting (im November).
  • Büchermarkt (im November).
  • Genusstage (im November).
  • Kneipentour (im November).
  • ImmobilienTag (im November).
  • Oldie-Night (jährlich am letzten Samstag im November).
  • Winterbeleuchtung in den Bäumen der Hildener Innenstadt und am Kreuz der Reformationskirche und St. Jacobus-Kirche mit modernster LED Technik (ab November).
  • 100 Weihnachtssterne schmücken die Hildener Innenstadt während der Adventszeit (im Dezember).
  • UNICEF-Gala (im Dezember).
  • Winterdorf und Weihnachtsmarkt (im Dezember).

[52]

Soziales Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfahrungswissen für Initiativen (EFI)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die „Erfahrungswissen für Initiativen“ (EFI)-Ausbildung ist eine von der Stadt Hilden geförderte Fortbildung für Bürgerinnen und Bürger, die sich in ihrer Stadt in Projekten, sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen engagieren und/oder Projekte ins Leben rufen möchten. Mittlerweile wurden 55 Hildener/innen zum/r Seniortrainer/in ausgebildet, die sich in mehr als 20 Einrichtungen unterschiedlicher Trägerschaft, wie z.B. Nachbarschaftszentren, Kindergärten, Senioren-wohnheimen, Schulen Projekte und Initiativen ins Leben gerufen.[106]

Lernpaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In mehr als 130 Wochenstungen betreuen 53 ehrenamtliche Lernpaten persönlich 85 Kinder die Hilfe brauchen.[107]

Hilden50plus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Stadtteilen hat sich ein Netzwerk von „Hilden50plus“ Gruppen gebildet, mit Menschen in der dritten Lebensphase die gemeinsam etwas unternehmen. Die 11 Basisgruppen treffen sich regelmäßig in den Nachbarschaftszentren: Nord in St. Marien der katholischen Kirchengemeinde, Meide 2; Ost in dem Robert-Gies-Haus der AWO, Clarenbachweg 7-9; Mitte im Atrium der katholischen Kirchengemeinde von St. Jacobus, Mittelstraße 8; Mitte im Josef-Kremer-Haus der AWO, Schulstraße 35; Süden im Diakonie-Haus, Sankt-Konrad-Allee 76A[108]

Infrastruktur und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtplanung und Umwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis in die 1960er Jahre war das Umfeld der Stadt landwirtschaftlich geprägt. Noch heute erinnern Quartiersnamen an die verschiedenen kleinsten dörflichen Siedlungen der ehemaligen Honschaften: Sandhonschaft, Lehmhonschaft und Haanhonschaft. Unmittelbar nach Kriegsende strömten verstärkt Heimatvertriebene, vor allem aus Schlesien, in die Stadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg verdoppelte sich von 1945 bis 1970 die Einwohnerzahl von 25.000 auf 50.000. Die durch die Zuwanderung verursachte Wohnungsnot wurde durch rege Bautätigkeit behoben. Für Vertriebene und Umsiedler wurden vor allem im Süden der Stadt neue Siedlungen errichtet, in den siebziger Jahren folgten weitere Neubebauungen im Norden und im Osten.

Um den Strukturwandel zu meistern und aktiv in eine gesicherte Zukunft zu planen hat die Stadtverwaltung das integrierte Handlungskonzept „Zwischenstadt Hilden“ für die Innenstadt entwickelt.[109]

2016 lag der durchschnittliche Mietpreis in Hilden bei 8,35 €/m².[110] 2016 lagen die durchschnittlichen Grundstückspreise bei 341,88 €/m².[111]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hilden verkehrte noch bis 1962 eine Meterspur-Straßenbahn, die von der Düsseldorfer Rheinischen Bahngesellschaft betrieben wurde. Es gab damals zwei Linien von Düsseldorf-Benrath über Hilden nach Wuppertal-Vohwinkel sowie nach Solingen-Ohligs, die nach den Zielorten benannt wurden, also Linie „V“ und Linie „O“. Ihr Depot befand sich in Düsseldorf-Benrath, wo auch die Düsseldorfer Straßenbahnlinien ihren Endpunkt hatten. Kurioserweise vereinte sich bei der Einfahrt ins Depot die Hildener Meterspur mit der Düsseldorfer Normalspur, so dass es so aussah, als ob die Bahn noch ein drittes Mittelgleis befahre. Der Hildener Straßenbahnbetrieb wurde 1962 eingestellt. Laut Pressemeldungen wurden die Straßenbahnwagen nach Innsbruck verkauft. Der Straßenbahnbetrieb wurde durch Linienbusse und später außerdem noch durch die S-Bahn ersetzt. Mit dem steigenden Verkehrsaufkommen wurde die Verkehrssituation in der Mittelstraße zu eng. Zur Entlastung der Innenstadt wurde am 4. April 1979 die vierspurige Berliner Straße als Innerstädtische Entlastungsstraße fertiggestellt. Die Berliner Straße ist heute als Bundesstraße 228 mit 26.000 Fahrzeuge am Tag als das bedeutendste verkehrstechnische Objekt der Stadt anzusehen. Dadurch wurde es erst möglich den Verkehr aus der Mittelstraße herauszunehmen und sie als wichtigste Einkaufsmeile vollständig zur Fußgängerzone umzugestalten.[112][113] Der Westring verbindet die Ellerstraße über Schalbruch und Meide mit dem Autobahnanschluß Erkrath auf der A46. Er geht über den Nordring L 282 in die Osttangente über.[114]

1987 erfolgte die Freigabe der Osttangente. Sie läuft vom Hildener Kreuz parallel zur A3 und entlastet die A3 und den Innenstadtverkehr.

Die Stadt Hilden ist mit dem motorisierten Individualverkehr (MIV) überregional und regional über das klassifizierte Straßennetz erreichbar:

Die A 3 am Autobahnkreuz Hilden (A 3/A 46)

Hilden ist zusammen mit der Nachbarstadt Langenfeld von einem aus den Bundesautobahnen A 46, A 3, A 542 und A 59 gebildeten Karree umschlossen. Mit dem Auto ist Hilden über folgende Verknüpfungspunkte der genannten Autobahnen zu erreichen:

  • A3 Hildener Kreuz (19)
  • A46 Anschlussstelle Erkrath (27), Hildener Kreuz (28)
  • A59 Anschlussstelle Düsseldorf-Benrath (22)

Das Autobahnkreuz Hilden wurde 2010 umgebaut, um mehr Verkehr besser zu bewältigen. Unter anderem wurde damals die Strecke zwischen Haan-Ost und Düsseldorf auf drei Fahrspuren ausgebaut. Die Verkehrszählung im September 2015 ergab, dass rund 230.000 Fahrzeuge täglich das Hildener Kreuz nutzen.[115]

Die Außerortsstraßen verbinden die Nachbarorte:

  • B 228 (Düsseldorf-Benrath und Haan/Wuppertal)
  • L 85 (Düsseldorf-Hassel und Solingen-Ohligs)
  • L 282 Westring- Nordring
  • L 288 Haan Solingen (Trotzhilden)
  • L 403 (Mettmann -Langenfeld)
  • L 404 (Düsseldorf-Gerresheim und Erkrath)

Öffentlicher Personennahverkehr: Hilden liegt im Bereich des VRR und ist mit der Linie S1 der S-Bahn Rhein-Ruhr sowie mehreren Buslinien (741, 781, 782, 783, 784, 785, DL 4, DL 5, O 3) der Rheinbahn erreichbar. Von besonderer Bedeutung für den innerstädtischen Personenverkehr ist die 1999 eingerichtete Ortsbuslinie O 3, die in Nord-Süd-Richtung quer durch die Stadt verläuft.

Es gibt in Hilden zwei S-Bahn-Stationen: den Bahnhof Hilden (eröffnet 1874) und den Haltepunkt Hilden Süd (seit 1979). Der S-Bahn-Verkehr zwischen Düsseldorf, Hilden und Solingen wurde 1980 aufgenommen. Die heutige S-Bahn S1 ist 97 km lang und verläuft von DortmundBochumEssenMülheim (Ruhr)DuisburgDüsseldorf FlughafenDüsseldorfHilden – nach Solingen. Früher war Hilden an das reguläre Netz der Deutschen Bundesbahn angeschlossen, das Hilden auf direktem Wege mit Düsseldorf Hbf, Solingen-Ohligs und Köln Hbf verband. Heute gibt es keine direkte Zugverbindung zwischen Hilden und Köln, auch nicht mit der S-Bahn. Man muss zuerst von Hilden nach Düsseldorf-Benrath, Solingen-Ohligs oder Langenfeld fahren und dort in den Zug nach Köln umsteigen.

Hilden ist derzeit noch nicht in das schnell wachsende Fernbus-Netz integriert.

Weiterhin verfügt Hilden über ein sehr stark ausgebautes Fahrradweg-Netz. Ebenso sind in der Stadt reine Fahrradstraßen vorhanden. Zusätzlich verfügt Hilden über eine Vielzahl von Fahrradständern mit massiver Verankerung sowie von der Stadt mietbare, vollständig umschlossene Fahrradboxen an Sammelpunkten des öffentlichen Personennahverkehrs, beispielsweise an den Bahnhöfen. Ständer und Boxen werden von der Herstellerfirma unter dem Modellnamen „Hilden“ deutschlandweit vertrieben.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Mittelstraße konzentriert sich der Einzelhandel. Links das ehemalige Meldeamt und das Bürgerhaus, bis 1990 Rathaus.

Die einseitig industriell geprägte Wirtschaftsstruktur, die Hilden während des 20. Jahrhunderts aufwies, gehört heute der Vergangenheit an. Die Spindler-Textilwerke, die drei Betriebe in Hilden unterhielten, mussten 1970 schließen. Die Thyssen AG und Mannesmannröhren-Werke AG verließen Hilden infolge der schweren Wirtschaftskrise um 1980.[116] Wenige Großbetriebe sind heute noch erhalten, darunter Akzo Nobel (ehemals ICI Paints bzw. davor Hermann-Wiederhold-Werke, Lacke und Farben) und seit 29. März 1958 3M. Letztere betreiben in Hilden ihr europaweit größtes Werk.[117]

Insbesondere der Niedergang der Stahl- und Metallindustrie zwang die Stadt zum gewerblichen Strukturwandel, der äußerst erfolgreich verlaufen ist. Der Schwerpunkt der Gewerbeansiedlung liegt bei kleinen und mittelständischen Unternehmen, die je nach betrieblicher Ausrichtung in Stadtrandlagen oder in der Innenstadt angesiedelt sind. Dabei wurde darauf geachtet, dass der Nachfrage nach kleinen Gewerbeeinheiten durch entsprechende Parzellierung der Gewerbeflächen Rechnung getragen wurde. Angesichts der extremen Flächenknappheit in einer der dichtest besiedelten Städte Deutschlands ist auch die Arbeitsplatzintensität ein Ansiedlungskriterium für neue Unternehmen. Im Laufe der achtziger und neunziger Jahre hat sich Hilden so als Dienstleistungs- und Technologieschwerpunkt etablieren können. Die Arbeitslosenquote betrug in Hilden im Mai 2016 6,3 % und lag unter dem Kreis Mettmann (6,6 %).[118]

Zudem bewirbt das Hildener Stadtmarketing intensiv den Handelsstandort Hilden. Insbesondere der Einzelhandel ist intensiv gefördert worden, so dass der Ruf der Einkaufsstadt Hilden Nachfrage aus allen angrenzenden Kommunen anzieht. Hilden saugt Kaufkraft aus dem Umland ab. Wenn die Kaufkraft der Hildener alleine mit 100 % angesetzt wird, hätte Hilden einen Einkausindex von 122 (2012). Er stieg von 127,8 (2013) auf 134 (2015).[119] Auch der Großhandel hat in Hilden eine lange Standorttradition. Aufgrund der extrem verkehrsgünstigen Lage hat sich eine Vielzahl von Speditions- und Transportunternehmen angesiedelt.

Zu den in Hilden ansässigen Unternehmen gehören: 3M, Akzo Nobel, ASK Chemicals, Crouzet, JMT, PPG Industries, Qiagen, Vion N.V. Hilden GmbH, SMS Siemag, Wenko, Wielpütz Automotive, Wincor Nixdorf, Zweihorn, Talanx Deutschland Bancassurance GmbH, und viele Betriebe aus dem Technologie- und Logistik-Sektor.

Der Gewerbesteuersatz liegt seit 2012 bei 400.[71]

Verbandswesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hilden ist Sitz einer der beiden Bundesgeschäftsstellen der Gewerkschaft der Polizei. Die andere befindet sich in Berlin.

Der Hildener Industrieverein e.V. wurde am 9. März 1955 gegründet. Die Gründungsmitglieder waren: Gert P. Spindler, Paul Spindler KG, Garnspinnereien; Paul Schiegries, Eisenwerke Hilden AG, Stahlgießerei; Dr. Hugo Glasmacher, Gruß & Co., Blechverarbeitung; August Vollmer, Phoenix-Rhein-Rohr und Walter Wiederhold Hermann Wiederhold GmbH, Lacke und Farben. Die Mitgliedzahl von ehemals etwa 30 Unternehmen ist heute auf rund 100 mit etwa 8500 Beschäftigten gestiegen. Die lokale, heute weitgehend mittelständische Industrie pflegt die Gemeinsamkeit unter Unternehmerkollegen, bezieht Stellung und engagiert sich bei Themen zum Arbeitsmarkt, der Berufsausbildung und Umweltschutz. Der Industrieverein bringt sich in das politische sowie in das gesellschaftliche Leben in Hilden ein. Er tritt als Sponsor für kommunale Vereine, Veranstaltungen und Projekte auf.[116][120][121]

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Hilden (MIT) macht sich für die Interessen des Mittelstandes unternehmerisch und gesellschaftlich stark.[122]

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rheinische Post, Lokalredaktion Hilden – regionale Tageszeitung, Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
  • Westdeutsche Zeitung, Lokalausgabe Kreis Mettmann – regionale Tageszeitung mit Textübernahmen der Rheinischen Post, Verlag: Westdeutsche Zeitung GmbH & Co. KG
  • Hildener Wochenanzeiger – lokales Anzeigenblatt (Mittwoch und Samstag), Verlag: WVW Westdeutsche Verlags- u. Werbegesellschaft mbH
  • Wochenpost (Hilden) – Lokales Anzeigenblatt (Dienstag), Wochenpost AWV Anzeigen-, Werbe- u. Verlagsgesellschaft mbH
  • Radio Neandertal – lokaler Radiosender für den Kreis Mettmann

Daneben haben in Hilden der Verlag Deutsche Polizeiliteratur, der Becker Joest Volk Verlag (Gartenliteratur) und die B&L Mediengesellschaft (Kunden- u. Fachzeitschriften) ihren Sitz.

Schule und Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2009 ist Hilden die „Bildungsstadt Hilden“. Unter der Regie des Amtes für „Jugend,Schule und Sport“ arbeitet im „Stellwerk“ ein lokales Bildungsnetzwerk. Es hat zum Ziel, alle bildungsrelevanten Einrichtungen, Personen und Prozesse im gemeinsamen Handeln zusammenzuführen.[123] Hilden verfügt über ein gut ausgebautes Schulsystem. Die Schulen sind größtenteils in städtischer Regie, es gibt aber noch mehrere kirchliche Schulen, evangelische und katholische sowie eine christlich-freikirchliche. Bis auf die katholische Mädchen-Realschule hat sich an allen Schulen die Koedukation durchgesetzt. Informationen über die weiterführenden Schulen befinden sich auf den jeweiligen Webseiten. Details zu den Grundschulen findet man im Hildener Schulportal.[124] Die 2013 neu errichtete Marie-Colinet-Sekundarschule übernimmt bis 2017 kontinuierlich die bisherigen Gebäude der Wilhelm-Fabry-Realschule, die seit 2013 keine neuen Schüler mehr aufnimmt und deren Betrieb entsprechend ausläuft.[125][126]

Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, die Wilhelmine-Fliedner-Realschule und die am 18. August 2014 neu eingerichtete Evangelische Gesamtschule bilden zusammen mit dem angeschlossenen Internat (bis 2015) das Evangelische Schulzentrum Hilden. Der Betrieb der Wilhelmine-Fliedner-Realschule läuft im Jahr 2019 aus; die Schule nimmt seit 2014 nur noch Quereinsteiger in die auslaufenden Klassen auf.[127]

Im Evangelischen Schulzentrum befindet sich auch der Sitz der mobil betriebenen Schule für Circuskinder in NRW.[128]

Gymnasien:

Realschulen:

  • Theresienschule (kath. Mädchen-Realschule)
  • Wilhelm-Fabry-Realschule (städtisch, bis 2018)
  • Wilhelmine-Fliedner-Realschule (ev. Privatschule, bis 2019)

Sekundarschule:

  • Marie-Collinet-Sekundarschule Hilden

Gesamtschulen:

Hauptschule:

  • Die Theodor-Heuss-Schule stellte am 1. Juli 2016 mit der Zeugnisausgabe als letzte Hauptschule der Stadt ihren Betrieb ein.[129]

Berufskolleg:

  • Berufskolleg Hilden des Kreises Mettmann

Anna-Maria Kähl, Auszubildende zum biologisch-technischen Assistenten (BTA) der Abteilung Biowissenschaften des Berufskollegs Hilden erhielt 2014 den ersten Platz beim Miltenyi Biotec-Stifter Preis. Der Miltenyi Biotec-Preis, Stifterpreis der Miltenyi Biotec GmbH aus Bergisch Gladbach, zeichnet Praktikumsarbeiten von BTA-Auszubildenden für besondere Leistungen im Bereich der Biowissenschaften und Biotechnologien aus.[130]

Grundschulen:

  • Adolf-Kolping-Schule (städtische katholische Grundschule)
  • Adolf-Reichwein-Schule (städtische Gemeinschaftsgrundschule)
  • Astrid-Lindgren-Schule (städtische katholische Grundschule)
  • Schule am Elbsee (städtische Gemeinschaftsgrundschule)
  • Schule im Kalstert (städtische Gemeinschaftsgrundschule, Verbund mit Schule Walder Straße)
  • Schule Schulstraße (städtische Gemeinschaftsgrundschule, Verbund mit Walter-Wiederhold-Schule)
  • Schule Walder Straße (städtische Gemeinschaftsgrundschule, Verbund mit Schule im Kalstert)
  • Walter-Wiederhold-Schule (städtische Gemeinschaftsgrundschule, Verbund mit Schule Schulstraße)
  • Wilhelm-Busch-Schule (städtische Gemeinschaftsgrundschule)
  • Wilhelm-Hüls-Schule (städtische Gemeinschaftsgrundschule)
  • Freie Christliche Schule (private evangelische Grundschule)

Sonstige Bildungsstätten:

  • Musikschule Hilden (städtisch)[39]
  • Volkshochschule Hilden-Haan[40]
  • Institut für öffentliche Verwaltung NRW (IöV)[131]
  • Schule für Circuskinder in NRW (mobil, Träger: Evangelische Kirche im Rheinland)
  • Stadtbücherei Hilden. 2015 erhielt die Bücherei als einzige NRW-Bibliothek dieser Größe beim Bibliotheksindex, vier Sterne für Angebote, Nutzung, Effizienz und Entwicklung. Das Team (15 Mitarbeiter) um Leiterin Claudia Büchel erhält am 24. Oktober 2016 die Auszeichnung „Bibliothek des Jahres“. Das ist der wichtigste deutsche Bibliothekspreis Deutschlands. Mit der Auszeichnung würdigt die Jury eine "vorbildliche und beispielhafte Bibliotheksarbeit" und bringt ihre "Wertschätzung für innovative Ideen und Aktivitäten zum Ausdruck".[132][133][134]

Deutsche Schüler Akademie Im Rahmen der Begabtenförderungsprogramme zur Förderung besonders begabter und motivierter Oberstufenschüler war Hilden von 2003 bis 2014 jährlich einer der Standorte der Deutsche SchülerAkademie. Während der Akademien arbeiten die Jugendlichen in Kursen zu verschiedenen wissenschaftlichen Themen auf Universitätsniveau zusammen. Zum Abschluss der 16 tägigen Akademie gaben die Teilnehmer ein Konzert in der Reformationskirche.

Senioren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Seniorenberichte 2013 und 2015 der Stadtverwaltung, „Zahlen und Fakten zur Seniorenarbeit“, zeigen die Vielfältigkeit der Seniorenarbeit mit dem Ziel für Senioren lebenswerte und liebenswerte Verhältnisse in Hildens Quartieren zu bewahren.[135][136]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle: Stadtadressbuch Hilden 2000/2001

Berühmte Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen und Ehrengaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtrat der Stadt Hilden verleiht an Auszeichnungen und Ehrengaben:[143] Die höchste Auszeichnung, die Hilden vergibt, ist der Ehrenpreis der Stadt Hilden. Er ist Ratsmitgliedern vorbehalten, die sich 40 Jahre im Rat der Stadt ehrenamtlich eingesetzt haben. Hervorragende Verdienste um die Stadt belohnt die Kommune mit dem Stadtwappenschild mit Fabricius-Medaille in Gold, Silber und Bronze. Der Fabriciusteller wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich um das Wohl und das Ansehen der Stadt ganz besonders verdient gemacht haben. Mit dem Förderpreis Integration werden Personen geehrt, die im Besonderen dazu beigetragen haben, dass die Menschen, die in Hilden Schutz und Sicherheit suchen, Offenheit und Mitgefühl erfahren. Mit dem Ehrenamtspass werden besonders engagierte ehrenamtlich Tätige für den Einsatz für Andere ausgezeichnet. Der nach dem in Hilden geborenen Chirurgen Wilhelm Fabry benannte Wilhelm-Fabry-Förderpreis fördert künstlerische Talente unterschiedlicher Sparten. Der Jugendkunstpreis fördert junge Kunstschaffende.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thomas Bernhardt, Werner Kimmel, Christina Görtz, Lars Fischer: Zeit Reise, 1000 Jahre Leben in Hilden, 150 Jahre Stadtrechte. Göttingen 2011, ISBN 978-3-9812527-9-8.
  • Wolfgang Engel: Hilden im Wandel, Fotografien von gestern & heute, ISBN 978-3-00-030839-0
  • Detlev Göbel: Die Geschichte der Textilindustrie in Hilden, Hildener Museumshefte Band 2, 1990.
  • Karl-Martin Obermeier: 125 Jahre Stadt Hilden, 1000 Jahre alt, Hertwig + Kirchner, Hilden 1986.
  • Wolfgang Ruland: Hilden, Wolfland, Hilden 2006, ISBN 978-3-936414-15-8.
  • Ulrike Unger, Michael Ebert: Dönekes und Heimatkunde, Geschichte und Geschichten aus Hilden, Rheinische Post, Museums- & Heimatverein Hilden e.V., Düsseldorf 1998, ISBN 3-9804615-2-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hilden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Hilden – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 18. Juli 2016. (Hilfe dazu)
  2. a b c d e Hildener Statistisches Jahrbuch 2012
  3. Hilden, Unsere Stadt, Zahlen + Fakten
  4. Lacomblet, Theodor Joseph: Archiv für die Geschichte des Niederrheins. In: V. Eine Inschrift zu Haan bei Hilden. Band 2, 1857, S. [114]. Onlinefassung
  5. Lacomblet, Theodor Joseph: Archiv für die Geschichte des Niederrheins. In: V. Eine Inschrift zu Haan bei Hilden. Band 2, 1857, S. [115]101. Onlinefassung
  6. a b Hubertus Franzen: Hilden, so wie es war, Düsseldorf 1977, ISBN 3-7700-0482-5.
  7. Zeitspurensuche Hilden
  8. Zeitspurensuche unter: Zur Bedeutung alter Orts- und Flurnamen in Haan, Hilden, Wuppertal und Umgebung
  9. Theodor Joseph Lacomblet, in: Urkundenbuch für die Geschichte des Niederrheins oder des Erzstiftes Cöln, Urkunde 721, 1853, Teil 3, 1301–1400, S. [628]616.
  10. Theodor Joseph Lacomblet, in: Urkundenbuch für die Geschichte des Niederrheines und des Erzstiftes Cöln, Urkunde 552, 1840, Teil 2, 1201–1300, S. [359321. Online-Ausgabe 2009]
  11. Theodor Joseph Lacomblet, in: Urkundenbuch für die Geschichte des Niederrheines und des Erzstiftes Cöln, Urkunde 902, 1853, Teil 3, 1301–1400, S. [807]795.
  12. Theodor Joseph Lacomblet, in: Urkundenbuch für die Geschichte des Niederrheines und des Erzstiftes Cöln, Urkunde 903, 1853, Teil 3, 1301–1400, S. [809]797.
  13. a b Wolfgang Wennig: Hilden gestern und heute, Stadtarchiv Hilden 1977, S. 39 ff und S. 102
  14. a b Benrath historisch, Schriftenreihe des Archivs der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath; Band 16, S. 21, 25.
  15. Benrath historisch, Schriftenreihe des Archivs der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath; Band 16, S. 28.
  16. Johann Georg von Viebahn: Statistik und Topographie des Regierungs-Bezirks Düsseldorf, Zweiter Theil, Düsseldorf 1836, S. 70+71.
  17. Zeitung Groß-Benrather, in: Die Samtgemeinde Hilden-Eller-Benrath, 65. Ausgabe, November 2013.
  18. Gerd Müller (Hrsg.): Dokumentation Nationalsozialismus in Hilden 1918–1945. 16 Bände. Stadtarchiv Hilden, Hilden 1981.
  19. Wolfgang Hain: Zur Geschichte der Juden in Hilden, In: Hildener Jahrbuch 1979, N. F. Bd. II, S. 119–137. (Diese Darstellung umfasst die Geschichte der Juden von 1819 bis 1933 und die Situation der Juden von 1933 bis 1939.)
  20. Orte der NS-Zeit in Hilden
  21. Manfred Franke: Mordverläufe. Darmstadt/Neuwied 1973, ISBN 3-472-86329-3
  22. Angela Klenze: Hilden: 42 Stolpersteine gegen das Vergessen. In: Rheinische Post. 28. Januar 2013, abgerufen am 27. Juli 2016.
  23. Arbeitskreis Stolpersteine in Hilden (Red.): ‚’’Steine gegen das Vergessen – Stolpersteine in Hilden’’, Broschüre, 2. Auflage zum 75. Jahrestag der Pogromnacht, Hilden 2013 Pdf-Datei im Geoportal Hilden
  24. Hafssa El Hasbouni, Orte der NS-Zeit in Hilden. Neue Rhein Zeitung Online 8. Oktober 2009
  25. Joachim Schröder: "Zwangsarbeit in Hilden während des Zweiten Weltkrieges". Hrsg. Stadtarchiv Hilden, 2001./
  26. Ernst Huckenbeck: Die Geschichte der ev. Gemeinde Hilden (1827–1947). Verlag Evangelische Kirchengemeinde Hilden, 1999
  27. Wolfgang Schmitz: Die Pfarre St. Konrad in Hilden 1937–2003. In: Hildener Jahrbuch 2012 – Neue Folge Band XIII, Verlag Stadtarchiv Hilden, 2013
  28. Michael Kremer: Ein altes Haus für junge Leute. Westdeutsche Zeitung, 9. Februar 2012, abgerufen am 16. September 2016.
  29. a b St David's Barracks Historisches zur Waldkaserne mit Fotos auf der Webseite der Britischen Rheinarmee
  30. Hildener Stadtgeschichte: Bilder flimmern im Pferdestall
  31. CCH, Chronik der Hildener Karnevalsvereine
  32. a b Haus Kolksbruch, Bildung Kunst, Kultur
  33. Chronik der Musikschule Hilden (Memento vom 15. Mai 2011 im Internet Archive)
  34. Geltende Gesetze und Verordnungen (SGV. NRW.) zur Neugliederung von Gemeinden und Kreise Stand 14. Mai 2016
  35. Falk Stadtplan Düsseldorf, Neuss, Meerbusch, Ratingen, Erkrath, Hilden; Maßstab 1:18500; 29. Auflage, Falk Verlag, Hamburg 1973
  36. Tapisserie „1000 Jahre Hilden – Wege durch die Zeit“ von Katharina Gun Oehlert
  37. Katharina Gun Oehlert, 1000 Jahre Hilden, Wege durch die Zeit, Quellensammlung, Stadt Hilden 2003
  38. Jugend- und Kulturzentrum „Area 51“
  39. a b Webseite der Musikschule der Stadt Hilden
  40. a b Webseite der Volkshochschule Hilden-Haan
  41. Stadtarchiv
  42. Michael Kremer: Weihnachtshaus bleibt dunkel. Westdeutsche Zeitung, 5. November 2007, abgerufen am 5. Juli 2016.
  43. Hildener Weihnachtshaus, U. Bajorat
  44. Blue Monday improvisierter Jazz
  45. a b Integration ist machbar, Strategiekonzept
  46. Sturmtief „Irmela“>
  47. Stadtmarketingpreis 2009
  48. Nachfolgenutzung der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule
  49. a b c Michael Kremer: Jahresrückblick 2011. Westdeutsche Zeitung, 28. Dezember 2011, abgerufen am 6. Juli 2016.
  50. Großplastiken von Christoph Mancke
  51. a b c d Hildener Statistisches Jahrbuch 2013
  52. a b Stadtmarketing Veranstaltungen
  53. Facharztzentrum Meditower Bahnhofsallee 20
  54. Rheinische Post: ITTER-Karree ist ein Kunden-Magnet. Rheinische Post, 26. März 2015, abgerufen am 19. August 2016.
  55. Haufe-Gruppe: Hahn Gruppe verkauft Itter-Karree in Hilden. Haufe., 25. Juli 2013, abgerufen am 22. August 2016.
  56. Aus für den Jugendtreff „Jueck“
  57. Schwarmfinanzierung des Kastanienhofs
  58. Evangelische Kirche im Rheinland: Außerordentliche Synode berät heute über die Finanzlage der Kirche. EKir Pressestelle Nr 159/2013, 20. November 2013, abgerufen am 22. August 2016.
  59. Heimatverein Unser Hilden
  60. 18. Münchner Feuerwehrsymposium, Einsatzbericht zum Großbrand in Hilden am 14. September 2014
  61. Reichshof 1911 bis 2014
  62. Katholisches Gemeindezentrum und Wohnbebauung Jacobushof
  63. 40 Jahre SV Hilden-Ost 1975 e.V
  64. Demenz-Info-Center
  65. Fünf neue Häuser direkt an der Itter
  66. 58 sozial geförderte Wohnungen am S-Bahnhof Süd
  67. Spielmobil vom Amt für Jugend, Schule und Sport
  68. Teilnahme am Stadtradeln
  69. Mitteilung des Bürgerbüros, Auszug aus dem Melderegister
  70. a b Hilden wächst und wird internationaler
  71. a b c Regio Guide, Zahlen – Daten – Fakten
  72. gpaNRW Prüfung der Stadt Hilden
  73. AFD erhält Fraktionsstatus
  74. Jugendparlament Hilden
  75. Bürgermeisterin Birgit Alkenings
  76. Erster Beigeordneter Norbert Danscheidt
  77. Beigeordneter für Schule, Jugend, Sport, Soziales und Integration Reinhard Gatzke
  78. Technische Beigeordnete Rita Hoff
  79. Waldkaserne erhält Musik-Campus für Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr
  80. Kommandeurwechsel bei Feldjägern in Hilden
  81. Wolfgang Pagenstecher: "Die Entstehungsgeschichte des Hildener Stadtwappens" Hildener Jahrbuch 1945 – 1946 S. 5 ff]
  82. Stadtflagge definiert in der Hauptsatzung der Stadt Hilden vom 8 Februar 2008
  83. Christoph Schmidt: Die Stadt Hilden hat seit heute ein neues Logo. Rheinische Post, 10. Mai 2012, abgerufen am 5. Juli 2016.
  84. Kirchen und Religionsgemeinschaften
  85. Webseite der Emir-Sultan-Camii Moschee
  86. Christoph Schmidt: Hilden: Alle an einem Tisch. In: Rheinische Post. 19. Dezember 2006, abgerufen am 26. April 2016.
  87. Islamisch-Marokkanisches Kulturzentrum e. V. Hilden. Islamisch-Marokkanisches Kulturzentrum Arrahman Moschee e.V., abgerufen am 16. September 2016.
  88. Christoph Schmidt: Hildens neue Moschee ist jetzt fertig. Rheinische Post, 26. Mai 2013, abgerufen am 3. Oktober 2013.
  89. Christoph Schmidt: Moschee Ende 2011 fertig. Rheinische Post, 4. Mai 2011, abgerufen am 3. Oktober 2013.
  90. Ilka Platzek: Ein Blick in die marokkanische Moschee. Rheinische Post, 3. Oktober 2013, abgerufen am 3. Oktober 2013.
  91. Webseite der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf
  92. Integrationsrat Stadt Hilden, abgerufen am 6. Juli 2014
  93. Michael Kremer: Letzte Straßenbahn: Abschied von der Elektrischen. Westdeutsche Zeitung, 13. April 2012, abgerufen am 3. Oktober 2013.
  94. Jens Scholz: Der Baukreis, Hamburg - Hilden - St. Peter, 1946 - 1953, Konturen einer Künstlervereinigung der Nachkriegszeit, in: Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte (ZVHG), Band 77, 1991, S. 183–202, INIIST 25105149, ISSN 0083-5587, abgerufen am 22. Dezember 2015
  95. Aktuelle Ausstellungen in Galerien
  96. Ausstellungen im Wilhelm-Fabry-Museum
  97. Kunstraum im Gewerbepark Süd
  98. Haus Hildener Künstler
  99. QQArt Kunst Kultur Technik
  100. Liste der 172 Vereine und Verbände in Hilden
  101. Liste von Adressen von Vereinen
  102. Sonja Schmidt: Hilden: Immer wieder „Baden verboten“. In: Rheinische Post. 28. August 2006, abgerufen am 26. April 2016.
  103. Christoph Schmidt: Hilden: Flugplatzwiese wird Heide und Schafweide. In: Rheinische Post. 8. Oktober 2013, abgerufen am 8. Oktober 2013.
  104. Langenfeld/Hilden: Segenflieger vollenden Fusionspläne. In: Rheinische Post. 19. Juli 2013, abgerufen am 2. Juni 2015.
  105. Stefan Schneider 2010-11-25: Hilden: Las Vegas liegt an der Itter. Westdeutsche Zeitung, 15. November 2010, abgerufen am 22. August 2016.
  106. Erfahrungswissen für Initiativen (EFI)
  107. Lernpaten
  108. Hilden50plus Basisgruppen in den Stadtteilen
  109. „Zwischenstadt Hilden“ integrierte Handlungskonzept für die Innenstadt
  110. wohnungsboerse.net: Mietspiegel Hilden 2016. wohnungsboerse.net, 22. August 2016, abgerufen am 22. August 2016.
  111. Durchschnittliche Grundstückspreise
  112. Berliner Straße
  113. Integriertes Handlungskonzept für die Innenstadt Hildens 2013
  114. Rheinische Post: Investoren wollen Meide-Acker bebauen. Rheinische Post, 17. August 2015, abgerufen am 16. September 2016.
  115. A3/A46 Verkehrszählung im Autobahnkreuz Hilden
  116. a b 50 Jahre Hildener Industrie-Verein e.V. 50 Jahre Wirtschaftsgeschichte, Jubiläumsheft zum 50-jährigen Bestehen des Hildener Industrie-Vereins
  117. Rheinische Post: 3M investiert elf Millionen Euro in Hilden. Rheinische Post, 23. August 2016, abgerufen am 16. September 2016.
  118. Bundesagentur für Arbeit: Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Mettmann ist auch im Mai weiter gesunken. Presse Info049/2016, 31. Mai 2016, abgerufen am 15. September 2016.
  119. Rheinische Post: 14 gute Nachrichten für das neue Jahr. Rheinische Post, 2. Januar 2014, abgerufen am 4. Juli 2016.
  120. Hildener Industrieverein
  121. Hilder Industrieverein e.V. 2014
  122. Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung
  123. Bildungsnetzwerk
  124. Schulportal Hilden
  125. Christoph Schmidt: Sekundarschule begrüßt erste Schüler. Rheinische Post, 5. September 2013, abgerufen am 3. Oktober 2013.
  126. Sabine Klein-Mach: Homepage der Marie-Colinet-Sekundarschule. Marie-Colinet-Sekundarschule, 13. Juni 2013, abgerufen am 22. August 2016.
  127. Christoph Schmidt: Evangelische Gesamtschule ist gestartet. Rheinische Post, 19. August 2014, abgerufen am 9. Oktober 2014.
  128. Schule für Circuskinder in NRW
  129. Uli Schmidt: Schulschluss für die letzte Hauptschule. Rheinische Post, 4. Juli 2016, abgerufen am 4. Juli 2016.
  130. Miltenyi Biotec-Stifter Preis
  131. Webseite des Instituts für öffentliche Verwaltung NRW
  132. Webseite der Stadtbücherei Hilden
  133. Rheinische Post: Hurra, wir sind „Bibliothek des Jahres“. Rheinische Post, 9. September 2016, abgerufen am 12. September 2016.
  134. WDR: Hildener Stadtbücherei ist „Bibliothek des Jahres“. Westdeutscher Rundfunk Köln, 9. September 2016, abgerufen am 12. September 2016.
  135. Seniorenbericht 2013 der Stadtverwaltung Hilden
  136. Seniorenbericht 2015 der Stadtverwaltung Hilden
  137. Private Website der Ehemaligen der Wilhelm-Fabry-Schule
  138. Farfarello, Mani Neumann
  139. Private Webseite des Graffiti-Künstlers Birne, Dominik Hebestreit
  140. Graffiti in Hilden von Dominik Hebestreit
  141. Alexandra Rüttgen: Und täglich grüßt das Gürteltier. In: Westdeutsche Zeitung. 4. Januar 2016, abgerufen am 26. April 2016.
  142. Manuel Praest: Hilden: Aufstieg im ersten Düsenjet. In: RP-Online. 21. August 2009, abgerufen am 4. Juli 2016.
  143. Rheinische Post/rl: Rat reduziert Staffelung der Ehrengaben. In: RP-Online. 28. Dezember 2011, abgerufen am 4. Juli 2016.