Brachstedt

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Brachstedt
Gemeinde Petersberg
Wappen von Brachstedt
Koordinaten: 51° 34′ 13″ N, 12° 3′ 1″ O
Höhe: 114 m
Fläche: 14,52 km²
Einwohner: 717 (7. Mrz. 2019)
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 06193
Vorwahl: 034604
BrachstedtGutenbergKrosigkKüttenMösthinsdorfMorlNehlitzOstrauPetersberg (Petersberg)SennewitzTeichaWallwitzKarte
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Lage von Brachstedt in Petersberg
Kirche St. Michael Brachstedt
Kirche St. Michael Brachstedt

Brachstedt ist eine Ortschaft der Gemeinde Petersberg im Saalekreis in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Sie besteht aus den Ortsteilen Brachstedt, Hohen und Wurp.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brachstedt liegt 10 km nordöstlich von Halle (Saale).

Nach Halle verkehrt wochentags die Buslinie 305 des Omnibusbetriebes Saalkreis (OBS). Drei weitere OBS-Linien (308, 340 und 348) dienen in erster Linie dem Schülerverkehr. Darüber hinaus besteht auf all diesen Linien täglich ein stündliches Anrufbusangebot. Es gilt der Tarif des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes.

Der nächste Bahnhof ist Niemberg an der Bahnstrecke Magdeburg–Leipzig, etwa fünf Kilometer südöstlich von Brachstedt.

Die Anschlussstelle Halle-Tornau der Bundesautobahn 14 MagdeburgLeipzig liegt etwa vier Kilometer südwestlich von Brachstedt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brachstedt wurde 952 erstmals urkundlich als marca Brehstedi erwähnt. Funde deuten auf eine deutlich frühere Besiedlung hin. Im Ort war eine Linie der Familie von Rauchhaupt begütert.

Brachstedt und seine heutigen Ortsteile Hohen und Wurp gehörten zum Amt Giebichenstein im Saalkreis des Erzstifts Magdeburg.[1] 1680 kamen sie zum Herzogtum Magdeburg unter brandenburg-preußischer Herrschaft. Zwischen 1807 und 1813 lagen Brachstedt, Hohen und Wurp im Kanton Oppin des Königreichs Westphalen (Distrikt Halle des Departements der Saale). Ab 1815 gehörten sie zum Saalkreis in der preußischen Provinz Sachsen.

Wurp[2] und Hohen[3] wurden am 1. April 1938 nach Brachstedt eingemeindet.

Bis zur Neubildung der Einheitsgemeinde Petersberg am 1. Januar 2010[4] war Brachstedt eine selbständige Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Götschetal-Petersberg mit den zugehörigen Ortsteilen Hohen und Wurp. Letzter Bürgermeister Brachstedts war Gerhard Müller.

Dorfkirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orgel wurde von der Orgelbau-Anstalt Wilhelm Rühlmann aus Zörbig eingebaut.[5] Die zwölf Register stehen auf pneumatischen Tonkanzellenladen mit Scheibenventilen, und die Register-Einschaltung erfolgt über pneumatische Taschenladen. Die Disposition:

I Manual
Bordun 16′
Hohlflöte 8′
Principal 8′
Oktave 4′
Oktav 2′
Mixtur IV
II Manual
Lieblich Gedackt 8′
Quintatön 8′
Principal 4′
Nassat 22/3
Gemshorn 2′
Pedal
Subbaß 16′
Principalbaß 8′

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Brachstedt
Blasonierung: „Über mit drei goldenen Pflugscharen belegtem grünen Wellschildfuß in Gold eine rote Waage auf einem roten aufgerichteten Flammenschwert.“
Wappenbegründung: Die Pflugscharen deuten auf die Landwirtschaft, der Schildfuß auf die Hügel (Abatassinenberg, Dachsberg, Steinberg, Günthersberg, Burgstetten) hin. Die Waage deutet auf die Zeit, da Brachstedt Erzpriestersitz mit kirchlicher Gerichtsbarkeit war. Das Schwert ist das des Hl. Michael, dem die Kirche geweiht ist.

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Brachstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Amt Giebichenstein im Buch „Geographie für alle Stände“, S. 123f.
  2. Wurp auf gov.genealogy.net
  3. Hohen auf gov.genealogy.net
  4. StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010
  5. Private Homepage zur Geschichte der Orgelbau-Anstalt Wilhelm Rühlmann