Bundesautobahn 14

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Bundesautobahn 14 in Deutschland
Bundesautobahn 14
 European Road 49 number DE.svg
Karte
Verlauf der A 14
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Wismar
Straßenende: Nossen
Gesamtlänge: 422 km
  davon in Betrieb: 302 km
  davon in Bau: 10 km
  davon in Planung: 110 km

Bundesland:

Ausbauzustand: 2×2 Fahrstreifen
2×3 Fahrstreifen im Raum Leipzig/Halle
Bundesautobahn 14 bei Wöbbelin
Bundesautobahn 14 bei Wöbbelin

Die Bundesautobahn 14 (Abkürzung: BAB 14) – Kurzform: Autobahn 14 (Abkürzung: A 14) – in Deutschland führt von Wismar über Schwerin zum Kreuz Schwerin an der A 24, sowie vom Kreuz Magdeburg an der A 2 über Halle (Saale) und Leipzig bis zum Dreieck Nossen an der A 4. Ein Lückenschluss vom Kreuz Schwerin bis Magdeburg ist in Planung und teilweise im Bau. Zuletzt wurden am 21. Dezember 2015 die Abschnitte zwischen dem Kreuz Schwerin und der Anschlussstelle Grabow sowie zwischen den Anschlussstellen Groß Warnow und Karstädt freigegeben, womit 3 von 14 geplanten Bauabschnitten des Lückenschlusses freigegeben sind.

Obwohl die Autobahn überwiegend in Nord-Süd-Richtung verläuft, ist sie entgegen der in Deutschland üblichen Systematik mit einer geraden Zahl nummeriert, die sonst nur Autobahnen in West-Ost-Richtung tragen. Der Grund hierfür ist der Verlauf des zuerst gebauten südlichen Teilstücks, das noch annähernd in West-Ost-Richtung verläuft und erst später nach Norden verlängert wurde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grünbrücke über die A 14 bei Schwerin
Rollbahn des Leipzig/Halle Airport über die A 14 bei Schkeuditz

Die Autobahn wurde in mehreren zeitlich recht weit auseinanderliegenden Abschnitten eröffnet: Am 25. April 1936 Anschlussstelle Halle-Peißen bis Leipzig (Ost). Ende der 1930er Jahre wurden zwischen Leipzig (Ost) und Klinga die Bauarbeiten fortgesetzt und dabei nahezu alle Brücken fertiggestellt. Infolge des Zweiten Weltkrieges wurden die Bauarbeiten jedoch eingestellt.

In einer Karte um 1958 war der Plan einer Autobahnverbindung von Wismar über Schwerin, Magdeburg und Leipzig nach Dresden eingezeichnet worden.[3] Diese Planungen wurden in der DDR nur zum Teil umgesetzt: 1970 wurde die Strecke von Leipzig (Ost) bis Grimma eröffnet, 1971 von Grimma bis zum Autobahndreieck Nossen (A 4). Nach der Deutschen Wiedervereinigung folgten 1996 die Strecke zwischen Löbejün und Könnern, 1999 zwischen Schönebeck und Dahlenwarsleben sowie zwischen Halle-Peißen und Löbejün und am 5. Dezember 2000 zwischen Könnern und Schönebeck.

Am 24. August 2006 wurde der Abschnitt zwischen dem Kreuz Wismar und Jesendorf dem Verkehr übergeben. In der Planung war dieser rund elf Kilometer lange Abschnitt Teil der A 241. Sein Bau hat rund 50 Millionen Euro gekostet. Gleichzeitig wurden alle bestehenden Abschnitte der A 241 in A 14 umbenannt.

Ab dem 31. August 2006 wurde mit dem Anschluss zur A 38 (Südharzautobahn) am Dreieck Parthenaue eine Alternative für den Verkehr in Richtung Erfurt/München/Dresden geschaffen, welche die A 14 im Leipziger Norden zudem entlasten soll.

Der Weiterbau zwischen Wismar und Schwerin verzögerte sich aufgrund finanzieller und vor allem umweltrechtlicher Probleme. Erster Spatenstich des letzten Teilstücks zwischen den Anschlussstellen Jesendorf und Schwerin-Nord war der 30. Oktober 2007. Am 21. Dezember 2009 erfolgte die Verkehrsfreigabe für die nun zwischen A 20 und A 24 durchgängig befahrbare Autobahn.[4]

Lückenschluss Schwerin – Magdeburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Planungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autobahnen im Raum Hamburg–Berlin–Hannover
Karte mit dem in Planung bzw. in Bau befindlichen Lückenschluss (hellblau)

In der Verkehrsuntersuchung Nord-Ost (VUNO) wurden 1995 verschiedene Varianten der Weiterführung untersucht. Bei der sogenannten X-Variante, welche unter anderem vom ADAC befürwortet wurde, verliefe sie von Magdeburg nach Lüneburg, während die A 39 von Wolfsburg nach Schwerin verlängert werden sollte.

In der sogenannten I- oder Hosenträgervariante, der 2004 der Vorzug gegeben wurde, verläuft hingegen die A 14 nach Schwerin und die A 39 nach Lüneburg. Salzwedel soll dabei durch eine „leistungsfähige“ Bundesstraße, die B 190n, in Ost-West-Richtung an beide Autobahnen angebunden werden. Hierunter ist eine 2+1-Lösung zu verstehen. Bei dieser Variante ergeben sich zusammen mit der A 7 drei parallel in Nord/Süd-Richtung verlaufende Autobahnen im Abstand von je etwa fünfzig Kilometern.

Geplant ist eine Verlängerung nach Norden über Colbitz, Lüderitz, Stendal, Osterburg (Altmark), Wittenberge, Karstädt und Ludwigslust mit einem Anschluss an das nördliche Teilstück am Kreuz Schwerin. Das Raumordnungsverfahren für den Streckenverlauf wurde am 22. November 2004 abgeschlossen. Am 12. April 2005 wurde die Vorzugslinie der A 14 durch den Bundesverkehrsminister nach § 16 des Bundesfernstraßengesetzes bestimmt. Am 20. Juni 2007 unterzeichneten Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und die Verkehrsminister der betroffenen Bundesländer den Vertrag über den Bau der Strecke. Demnach sollte der Lückenschluss bis spätestens 2015 abgeschlossen sein. Im März 2011 wurde die Fertigstellung für 2020Vorlage:Zukunft/In 4 Jahren erwartet.[5]

Der Finanzierungsplan sieht Gesamtkosten in Höhe von 775 Millionen Euro vor, die von Bund, Ländern und der Europäischen Union getragen werden. Im Mai 2008 wurde eine neue Kostenschätzung der DEGES publik, wonach die Kosten hauptsächlich wegen Umweltauflagen auf etwa 1,3 Milliarden Euro steigen könnten.[6]

Im Oktober desselben Jahres wurde festgelegt, dass der Bau dieses Teiles in drei Phasen erfolgen soll. Die erste wurde nochmals in drei Abschnitte unterteilt und hätte 2015 beendet sein sollen. Dies waren Wolmirstedt–Stendal, Osterburg–Karstädt und Grabow–Schwerin. Die Kosten dieser Phase betrugen 775 Millionen Euro, von denen 42 %, also rund 325 Mio. Euro, aus dem 2015 auslaufenden EU-Förderprogramm EFRE entnommen werden sollten. Die zweite Phase wurde in die Abschnitte Stendal–Osterburg und Karstädt–Grabow unterteilt. Der Lückenschluss zwischen Wolmirstedt und Magdeburg wurde erst für eine dritte Phase vorgesehen. Bis dahin soll zwischen dem Kreuz Magdeburg und Wolmirstedt die A 2 und die teilweise vierstreifige B 189 genutzt werden.[7] Bis Sommer 2012 konnte lediglich mit dem Bau eines 5,6 km langen Abschnittes bei Colbitz begonnen werden.[8] Für alle anderen Abschnitte in Sachsen-Anhalt lag aufgrund von Verzögerungen bei der Planung kein Baurecht vor.[9] Durch Verzögerungen in den Planungen wird davon ausgegangen, dass die Autobahn, ohne erneute Verzögerungen, bis 2020 komplett fertiggestellt sein soll, wenn alle planfestgestellten Bauabschnitte unverzüglich gebaut werden können.[10] Die Nordverlängerung der A 14 durch Sachsen-Anhalt wird auch Altmark-Autobahn genannt.

Zudem ist die Verlängerung der A 143 bis zur A 14 geplant, die über das ebenfalls geplante Autobahndreieck Halle-Nord angeschlossen würde und somit den Autobahnring um Halle und auch die Mitteldeutsche Schleife schließen würde.

Baufortschritt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorbereitete Waldschneise am Anschluss Ludwigslust, Oktober 2012

Der symbolische erste Spatenstich erfolgte am 1. November 2012 an der zukünftigen Anschlussstelle Ludwigslust.[11][12] Das zum Kreuz umgebaute ehemalige Dreieck Schwerin wurde am 26. Juni 2015 freigegeben.[13] Das 16,2 Kilometer lange Teilstück zwischen dem Kreuz Schwerin (A 24) und der Anschlussstelle Grabow (B 5) wurde am 21. Dezember 2015 freigegeben.[14]

Für den 9,8 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Grabow und der Anschlussstelle Groß Warnow erging im November 2012 der Planfeststellungsbeschluss. Mit dem Bau wurde im Juni 2015 begonnen.[15] Die Fertigstellung dieses Abschnittes ist für Ende 2017 geplant.[2]

Für den 12,6 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Groß Warnow und der Anschlussstelle Karstädt erging im März 2011 der Planfeststellungsbeschluss. Der Planfeststellungsbeschluss wurde beklagt. Die Klagen wurden vom Bundesverwaltungsgericht am 3. Mai 2013 abgewiesen. Die Vorarbeiten begannen im Herbst 2012 und die eigentlichen Bauarbeiten im Oktober 2013.[16] Der Abschnitt wurde am 21. Dezember 2015 für den Verkehr freigegeben.[17]

Für den 17,6 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Karstädt und der Anschlussstelle Wittenberge läuft seit April 2009 das Planfeststellungsverfahren. 2015 lag noch keine Trassenführung fest. Es wird eine Trassenführungen entlang der Bahnstrecke Wittenberge-Karstädt angestrebt, jedoch ist besonders der Verlauf um die Orte Bentwisch und Lindenberg umstritten, weil die Trassenverläufe entweder dicht an den beiden Orten verläuft oder diese mit einem großen Bogen umfährt, was wiederum das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe tangiert.[18][19][20]

Für den 2 Kilometer langen Abschnitt (in Brandenburg) zwischen der Anschlussstelle Wittenberge und der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt läuft seit Februar 2010 das Planfeststellungsverfahren. Dieses sollte Ende 2015 abgeschlossen sein, verzögert sich aber aufgrund geänderter Forderungen bezüglich des Hochwasserschutzes. Der BUND kritisiert zudem die geplante zweispurige provisorische Anbindung südlich der Anschlussstelle bezüglich der Verkehrswirksamkeit.[21]

Für die insgesamt 8,8 Kilometer langen Abschnitte (in Sachsen-Anhalt) zwischen der Landesgrenze zu Brandenburg und der Anschlussstelle Vielbaum laufen seit Januar 2010 die Planfeststellungsverfahren. Die Planung wurde im Dezember 2011 erörtert. Im Dezember 2012 fand eine erneute Erörterung statt, die unter anderem neue Ersatzmaßnahmen für den Wachtelkönig beinhaltete. Nach weiteren Änderungen (unter anderen in der Klassifizierung nachgeordneter Straßen) war eine erneute Auslegung der Planungsunterlagen notwendig, diese erfolgte im September und Oktober 2014 und wurde nicht widersprochen.[22]

Für den 16,8 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Vielbaum und der Anschlussstelle Osterburg wurde das Planfeststellungsverfahren im ersten Halbjahr 2013 begonnen. Im November 2014 erfolgte die öffentliche Auslegung der Unterlagen, welche ohne Einwände endete.[23]

Für den 18,2 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Osterburg und der Anschlussstelle Uenglingen läuft seit Juli 2011 das Planfeststellungsverfahren. Nach einer ersten Auslegung im Oktober 2011 wurden umfangreiche Planänderungen nötig. Diese erfolgten bis Dezember 2013 und wurden im Oktober 2014 erörtert.[22]

Für den 12,9 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Uenglingen und der Anschlussstelle Lüderitz läuft seit Januar 2011 das Planfeststellungsverfahren. Seit März 2011 und Mai 2015 wurden diese überarbeitet. Die Einwendungsfrist endete im Juni 2015 ohne Einwände.[22]

Für den 12,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Lüderitz und Dolle erging im Juni 2012 der Planfeststellungsbeschluss. Dieser wurde beklagt und im Mai 2014 verhandelt. Als Ergebnis wurde der Beschluss ruhend gestellt.[22] 2016 soll das Verfahren wieder aufgenommen werden, nachdem zusätzliche Flächen zum Schutz des Ziegenmelkers geplant sind.[24]

Das 10,8 Kilometer lange Teilstück zwischen Dolle und der Anschlussstelle Colbitz ist seit März 2010 planfestgestellt und sollte ab Herbst 2010 gebaut werden.[25] Der Baubeginn wurde jedoch 2010 verzögert, weil der BUND und zwei Privatpersonen vor dem Bundesverwaltungsgericht Klage eingereicht hatten. Am 25. Mai 2011 wurde aber auch die letzte Klage vom Bundesverwaltungsgericht abgewiesen.[26] Jedoch wurde im Rahmen des Verfahrens aufgrund der Klage des BUND ein Vergleich mit dem Bund getroffen, wonach der erste Bauabschnitt um 1,5 km auf 6 km verkürzt wird.[27] Begonnen wurde mit diesem Abschnitt am 30. November 2011.[28] Nach erneuter Klage des BUND im Dezember 2012 wurde im Januar 2014 durch eine Entscheidung des Bundesverfassungsgericht ein ergänzendes Planfeststellungsverfahren nötig.[22] Die Einwendungsfrist für dieses endete im August 2015 ohne Einwendungen.[22] Am 4. April 2016 wurde der Planfeststellungsbeschluss rechtskräftig. Aufgrund der noch ausstehenden Entscheidung über den Folgeabschnitt bis Lüderitz darf dieser Abschnitt erst nach der juristischen Entscheidung über diesen Abschnitt gebaut werden, womit ein Baubeginn frühestens 2017 möglich ist. [29]

Für den 5,7 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Colbitz und der Anschlussstelle Wolmirstedt erging im März 2010 der Planfeststellungsbeschluss. Der Baubeginn erfolgte im November 2011. Der Abschnitt wurde am 29. Oktober 2014 für den Verkehr freigegeben.[30]

Für den 11,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Wolmirstedt und dem bisherigen Ende der A 14 bei Dahlenwarsleben läuft das Planfeststellungsverfahren seit Februar 2011. Nach der ersten Erörterung im Oktober 2011 war eine Änderung der Planung erforderlich. Die Einwendungsfrist für diese Änderung endete Ende Januar 2015.[22] Es soll 2016 abgeschlossen werden.[31]

VKE1

Abschnitt
Status[32]
Länge
(km)
7 AK Schwerin2–AS Ludwigslust–AS Grabow3 fertiggestellt (Baubeginn November 2011; Freigabe am 21. Dezember 2015) 16,2
6 AS Grabow–AS Groß Warnow im Bau (seit Juni 2015)[33](geplante Fertigstellung: Ende 2017)[2] 9,8
5 AS Groß Warnow–AS Karstädt fertiggestellt (Baubeginn Oktober 2011; Freigabe am 21. Dezember 2015) 12,6
4 AS Karstädt–AS Wittenberge in der Planfeststellung (seit April 2009) 17,5
3.2b AS Wittenberge–Landesgrenze BB/ST in der Planfeststellung (seit Februar 2010) 2,6
3.1/3.2a Landesgrenze BB/ST–AS Vielbaum im Planänderungsverfahren (seit Januar 2010) 8,8[34]
2.2 südl. AS Vielbaum–AS Osterburg in der Planfeststellung (seit September 2014) 16,78[34]
2.1 AS Osterburg–AS Uenglingen in der Planfeststellung (seit Juli 2011) 18,23[34]
1.5 AS Uenglingen–AS Stendal–AS Lüderitz in der Planfeststellung (seit Januar 2011), seit Mai 2014 ruhend gestellt[22] 12,89[34]
1.4 AS Lüderitz–nördl. AS Burgstall teilweise in Bau/Bauvorbereitung (seit November 2011) 12,5[34]
1.3 nördl. AS Burgstall–nördl. AS Colbitz planfestgestellt (seit 20. Dezember 2012)
Planfeststellungsbeschluss für rechtswidrig erklärt (6. Januar 2014)[35]
10,84[34]
1.2 nördl. AS Colbitz–AS Wolmirstedt fertiggestellt (Baubeginn November 2011, Verkehrsfreigabe 29. Oktober 2014) 5,56[34]
1.1 AS Wolmirstedt–AS Haldensleben–AS Dahlenwarsleben in der Planfeststellung (seit April 2009) 11,50[34]
Summe in Kilometer (km): ~156
1 Verkehrskosteneinheit (VKE)

Kontroversen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Herbst 2004 sammeln sich die Gegner des Ausbaus der A 14 im Bündnis „Keine A14“. Das Bündnis argumentiert mit dem geringen gegenwärtigen Verkehrsaufkommen von etwa 15.000 Fahrzeugen am Tag, was selbst den Ausbau der bestehenden Bundesstraßen (B 189, B 5 und B 106) nicht rechtfertigen würde. Dennoch seien zirka 1,3 Mrd. Euro für den Bau veranschlagt. Das Aktionsbündnis sieht darin eine Verschwendung von Steuergeldern. Es schlägt alternativ zur Autobahn den Ausbau der bestehenden Bundesstraßen 5 und 189 vor. Ein juristisches Verfahren, ähnlich dem Prozess gegen den Ausbau der A 143 bei Halle, wird erwartet und vom BUND angestrebt.[36]

Tatsächlich erwartet die für das Vorhaben maßgebende Verkehrsprognose „A 14 Magdeburg-Wittenberge-Schwerin“ für das Jahr 2025 auf keinem einzigen Abschnitt nur 15.000 Fahrzeuge pro Tag. Dem Abschnitt mit der niedrigsten Belegung (Wittenberge-Karstädt) werden 19.200 Fahrzeuge pro Tag prognostiziert. In Sachsen-Anhalt werden abschnittsweise Belegungen bis 39.400 Fahrzeuge pro Tag prognostiziert. Alle anderen Abschnitte liegen zwischen diesen Werten.[37] Grundlage der Verkehrsprognose für die A 14 ist die im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung erstellte Verflechtungsprognose 2025.[38] Das Gutachten des BUND schätzt die Verkehrsstärken dagegen deutlich niedriger ein und kommt für keinen Abschnitt über 26.000 Fahrzeuge.[39]

Fahrstreifen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sechsstreifiger Ausbau der A 14 an der Anschlussstelle Leipzig-Nordost im September 2010

Die Autobahn hat zwischen Halle/Peißen und Leipzig-Ost sowie zwischen Kreuz Magdeburg und Magdeburg-Stadtfeld je drei Fahrstreifen pro Richtung, ansonsten zwei. Seit August 2009[40] wurde sie zwischen der Anschlussstelle Leipzig-Messegelände und Leipzig-Ost sechsstreifig ausgebaut, wobei zwischen Leipzig-Nordost und Leipzig-Ost der Ausbau 2011 abgeschlossen wurde. Die feierliche Freigabe des Abschnittes zwischen Leipzig-Messegelände und Leipzig-Ost erfolgte am 27. Juli 2012.[41]

Baubeginn für den ersten Abschnitt des sechsstreifigen Ausbaus zwischen Halle/Peißen und dem Schkeuditzer Kreuz war 2006, der für den zweiten Abschnitt erfolgte im März 2007. Die offizielle Freigabe beider Abschnitte erfolgte am 8. Juli 2009.[42]

Der Streckenabschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Schwerin und Schwerin-Ost besitzt keine Standstreifen. Eine nachträgliche Einrichtung dieser Standstreifen ist geplant. Zu diesem Zweck wurden bereits Brückendurchfahrten verbreitert. Eine ausbauunfähige Brücke zwischen Plate und Consrade wurde abgerissen und bis 2008 eine neue errichtet.[43]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bundesautobahn 14 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vorplanung der Trasse zur BAB 14 Auffahrt Schwerin-Süd
  2. a b c d Bei Grabow entsteht Riesenbrücke über Eldetal, Schweriner Volkszeitung vom 7. Januar 2015, abgerufen am 30. August 2015.
  3. Planungskarte um 1958, autobahn-online.de
  4. A 14-Lückenschluss zwischen Wismar und Schwerin
  5. A 14-Verlängerung wird weiter geplant, Artikel der Mitteldeutschen Zeitung vom 2. März 2011
  6. „Umweltauflagen verteuern Autobahn auf 1,28 Milliarden“ in der Märkischen Allgemeinen (Memento vom 9. Mai 2008 im Internet Archive)
  7. „A14 wird nach Norden verlängert“
  8. Antwort der Landesregierung Sachsen-Anhalt auf Große Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom 13. September 2012
  9. Landesverkehrsminister Webel vor dem Landtag am 19./20. Juli 2012
  10. Volksstimme, Online-Artikel vom 19. August 2015, abgerufen am 26. Oktober 2015
  11. Pressemitteilung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, abgerufen am 31. Oktober 2012
  12. Pressemitteilung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, abgerufen am 31. Oktober 2012
  13. Minister Pegel gibt Autobahnkreuz Schwerin für den Verkehr frei. Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern, 26. Juni 2015, abgerufen am 30. Juni 2015.
  14. NDR
  15. Dienstleistungsportal Mecklenburg-Vorpommern, abgerufen am 30. August 2015
  16. Symbolischer erster Spatenstich für die A 14, Pressemitteilung des Brandenburger Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft vom 28. Oktober 2013.
  17. Erster Prignitzer A14-Abschnitt für Verkehr freigegeben, in: Berliner Morgenpost, 21. Dezember 2015.
  18. [1]
  19. [2]
  20. [3]
  21. A14: Planer lagen falsch, Der Prignitzer, Online-Artikel vom 16. März 2016, zuletzt aufgerufen am 16. April 2016
  22. a b c d e f g h Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr: Lückenschluss BAB 14. In: www.mlv.sachsen-anhalt.de. Abgerufen am 10. Mai 2016 (aktuelle Sachstände der VKE (Direktlink zur PDF-Datei Lückenschluss A 14, Magdeburg-Wittenberge-Schwerin, Abschnitt ST)).
  23. Altmark Zeitung, Online-Artikel vom 13. November 2014, abgerufen am 26. Oktober 2015
  24. 20 Hektar für den Ziegenmelker, Volksstimme, vom 18. Februar 2016, zuletzt aufgerufen am 16. April 2016
  25. Zeitungsbericht der Mitteldeutschen Zeitung vom 8. März 2010.
  26. Pressemitteilung zur Entscheidung des BVerwG vom 25. Mai 2011, abgerufen am 28. Mai 2011
  27. Planfeststellung eines ersten Abschnitts der A 14 Magdeburg–Schwerin (Memento vom 4. August 2012 im Webarchiv archive.is), bverwg.de
  28. Start für Bau der A 14-Nordverlängerung, Pressemitteilung des BMVBS vom 30. November 2011.
  29. BUND begräbt das Kriegsbeil: Keine weiteren Klagen gegen A 14 von Christian Wohlt, az-online.de, Online-Artikel vom 5. April 2016, zuletzt aufgerufen am 16. April 2016
  30. Am 29. Oktober wird ein Teilstück der A14 freigegeben (Memento vom 22. Oktober 2014 im Internet Archive), Volksstimme vom 15. September 2014, abgerufen am 30. August 2015
  31. Mitteldeutsche Zeitung, Online-Artikel vom 23. Oktober 2015, abgerufen am 26. Oktober 2015
  32. Lückenschluss BAB 14, Magdeburg – Wittenberge – Schwerin, Information zum Stand der Realisierung, hrsg. von der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt, Stand 21. März 2013, veröffentlicht bei der Vereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure in Sachsen-Anhalt (PDF), abgerufen am 30. August 2015
  33. Nahtloser Weiterbau zur Landesgrenze Brandenburgs, Mitteldeutsche Zeitung vom 31. Juli 2014, abgerufen am 30. August 2015.
  34. a b c d e f g h Übersicht der A14 in Sachsen-Anhalt, Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, Sachsen-Anhalt, abgerufen am 16. Januar 2016
  35. Richter bremsen Nordverlängerung der A 14, Mitteldeutsche Zeitung vom 8. Januar 2014, aktualisiert am 29. Oktober 2014, abgerufen am 30. August 2015
  36. Website des Aktionsbündnisses gegen die A 14
  37. Verkehrsprognose 2025 „A 14 Magdeburg-Wittenberge-Schwerin“, IVV Aachen, 2008.
  38. Prognose der deutschlandweiten Verkehrsverflechtungen 2025, ITP/BVU, 2007
  39. Gutachten im Auftrag des BUND belegt: Für die A 14 gibt es keinen Bedarf! Website des BUND, abgerufen am 24. April 2012.
  40. A 14: Baustart für Autobahnausbau, Leipzig Fernsehen, 14. August 2009
  41. A 14: Freie Fahrt zwischen Taucha und Schkeuditz, LVZ Online, abgerufen am 28. Juli 2012.
  42. Broschüre des Ministeriums für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Bundesautobahn A14 Sechsstreifiger Ausbau Schkeuditzer Kreuz – Anschlussstelle Halle-Peißen, S. 21 (PDF; 4,6 MB), abgerufen am 29. Juli 2012.
  43. „Brücke bei Plate fertig – Ampel bleibt“, Schweriner Volkszeitung, 15. April 2008.