Braune Kuchen

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Braune Kuchen als Weihnachtsgebäck
Helgoländer Nüsse

Braune Kuchen sind in Norddeutschland und in Skandinavien beliebtes Kleingebäck, das sich wie andere Plätzchen in luftdicht schließenden Dosen gut aufbewahren lässt. Sie werden häufig aus einer Mischung von Weizen- und Roggenmehl mit Pottasche hergestellt und mit Honig, Sirup, Nelken, Zimt und Piment gewürzt. In ihrer runden Form werden sie Helgoländer Nüsse genannt.

Hamburgische braune Kuchen sind flache, rechteckige Kekse, die mit viel Rübensirup und Lebkuchengewürz kross gebacken werden.

Das Rezept wurde im Jahr 1782 in der Altonaer Konditorei und Bäckerei Kemm, Lange Straße 10, von Johann Georg Kemm entwickelt und blieb bis 1889 in Familienbesitz. Karl Kemm übertrug die Rezepteverwertung und das Geschäft an Heinrich Flentje, der 1903 in Lokstedt bei Altona am Lokstedter Steindamm eine Kuchenfabrik errichtete und somit der Marke Kemm den Sprung vom Handwerks- zum Industriebetrieb verschaffte. Der Flentjesche Familienbetrieb firmierte bis 1994 unter J. G. Kemm GmbH und wurde samt Rezept und Namensrechten Kemmsche Kuchen an die Wilhelm Gruyters GmbH & Co. KG in Krefeld verkauft.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sebastian Husen: Braune Kuchen, in: Franklin Kopitzsch und Daniel Tilgner: Hamburg Lexikon, Ellert und Richter Verlag GmbH, Hamburg, 3. Auflage 2005, ISBN 3-8319-0179-1, Seite 83