Breitbandnetz

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Antennenstecker alias Belling-Lee-Stecker

Ein Breitbandnetz ist ein Datennetz, bei dem im Unterschied zum Basisband­netz die digitalen Nutzdaten nicht direkt übertragen, sondern einem oder mehreren hochfrequenten Trägern aufmoduliert werden.

Dabei werden im Allgemeinen verschiedene Frequenzbereiche für Sende- und Empfangsdaten benutzt, die durch (analog arbeitende) Umsetzer verbunden werden.

Die Breitbandtechnik erlaubte in den 1980er Jahren unter Verwendung bewährter Hochfrequenz-Komponenten aus der Kabelfernseh­technik die Realisierung von Netzen, die komplexer und räumlich weitläufiger sein konnten, als es mit Basisbandtechnik möglich war.

Durch die rasant gestiegenen Geschwindigkeiten von Basisbandnetzen, der Verwendung von Lichtwellenleitern und die Verfügbarkeit billiger, schnellerer Netzkomponenten wie Switches ist diese Technik im Bereich kabelgebundener lokaler Netze mittlerweile veraltet und wird praktisch nicht mehr eingesetzt. Heute noch existierende Anwendungen der Breitbandtechnik sind Internetanschlüsse über TV-Kabelnetze sowie drahtlose Netze.

Mit dem Aufkommen schneller Internetverbindungen wie DSL wird der Begriff Breitband inzwischen sinnentfremdet für alle (subjektiv) schnellen Datenverbindungen benutzt.

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut einer der Frankfurter Rundschau vorliegenden Antwort des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur an Sven-Christian Kindler (Bundestags-Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen für Haushaltspolitik) von März 2018 kommt hier der Breitbandausbau nur langsam voran: Von den dafür von der Bundesregierung bereitgestellten 1,56 Mrd. Euro seien zwischen 2015 und 2017 ldgl. 27,7 Mio. (= 1,8 %) ausgegeben worden.[1][2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kurt Fischer:Bildkommunikation. Bedeutung, Technik und Nutzung eines neuen Informationsmediums, Springer Verlag, Berlin Heidelberg 1987, ISBN 978-3-540-16974-1
  • Wolfgang Kaiser:Interaktive Breitbandkommunikation. Nutzungsformen und Technik von Systemen mit Rückkanälen, Springer Verlag, Berlin Heidelberg 1982, ISBN 978-3-540-11895-4
    • (Hrsg.):Glasfaser bis ins Haus / Fiber to the Home. Springer Verlag, Berlin Heidelberg 1990, ISBN 978-3-540-53724-3
  • Andres Keller:Breitbandkabel und Zugangsnetze. Technische Grundlagen und Standards, 2. völlig neu bearbeitete Auflage, Springer Verlag, Berlin Heidelberg 2011, ISBN 978-3-642-17630-2
  • Jan Knop (Hrsg.):Organisation der Datenverarbeitung an der Schwelle der 90er Jahre. Springer Verlag, Berlin Heidelberg 1989
  • Rainer Kuhlen, Gerhard Lehmbruch:Perspektiven der Telekommunikationspolitik. Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1991, ISBN 978-3-531-12300-4

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Badische Zeitung: Kurz gemeldet - Wirtschaft - Badische Zeitung. (badische-zeitung.de [abgerufen am 10. März 2018]).
  2. Frankfurter Rundschau: Breitbandausbau: Kaum Förderung abgerufen. In: Frankfurter Rundschau. (fr.de [abgerufen am 10. März 2018]).