Brzeszcze

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Brzeszcze
Wappen von Brzeszcze
Brzeszcze (Polen)
Brzeszcze
Brzeszcze
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kleinpolen
Landkreis: Oświęcim
Fläche: 19,17 km²
Geographische Lage: 50° 0′ N, 19° 9′ O5019.15Koordinaten: 50° 0′ 0″ N, 19° 9′ 0″ O
Einwohner: 11.615
(30. Jun. 2014)[1]
Postleitzahl: 32-620
Telefonvorwahl: (+48) 32
Kfz-Kennzeichen: KOS
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Krakau-Balice
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Fläche: 46,13 km²
Einwohner: 21.664
(30. Jun. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 470 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1213023
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeisterin: Teresa Jankowska
Adresse: ul. Kościelna 4
Webpräsenz: www.brzeszcze.pl



Brzeszcze (wilmesaurisch Brejskia) ist eine Stadt im Powiat Oświęcimski in der Wojewodschaft Kleinpolen, Polen. Sie ist auch Sitz der gleichnamigen Stadt- und Landgemeinde (gmina miejsko-wiejska).

Geographie[Bearbeiten]

Brz3.jpg

Brzeszcze liegt 7 km südwestlich von Oświęcim und 32 km südöstlich von Kattowitz und hat eine Fläche von 19,17 km².

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1438. Die ersten Siedler stammten aus Flamen.[2] Der Name leitet sich her aus Bergulme, auf polnisch wiąz górski, historisch brzost.[3]

Politisch gehörte das Dorf ursprünglich zum Herzogtum Auschwitz unter Lehnsherrschaft des Königreichs Böhmen. Im Jahre 1457 wurde das Herzogtum mit dem Dorf von Polen abgekauft und als Brzescze erwähnt.[4]

Das Dorf wurde während der polnische-schwedischen Kriege zerstört. Im Jahr 1772 kam Brzeszcze, bei der ersten Teilung Polens, unter österreichische Verwaltung. 1903 wurde mit der Errichtung der ersten Zeche begonnen. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Dorf 1500 Einwohner, die hauptsächlich von der Landwirtschaft lebten. Die Zeche hatte 1908 ca. 450 Mitarbeiter, 1912 waren es dann schon 1225. Zu diesem Zeitpunkt wurde die erste Zechensiedlung errichtet. In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg schwankte die Mitarbeiterzahl stark.

Im Zweiten Weltkrieg befand sich hier das Konzentrationslager Jawischowitz, ein Außenlager des KZ Auschwitz. Im Zuge der Germanisierung des annektierten Gebiets war eine Umbenennung von Brzeszcze in Ulmenau vorgesehen, die aber nie in Kraft trat.[5]

Im Jahr 1962 bekam Brzeszcze das Stadtrecht. Anfang der siebziger Jahre stieg die Einwohnerzahl auf über 10.000. Von 1975 bis 1998 gehörte das Dorf zur Woiwodschaft Kattowitz.[6]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Kohlemine von Brzeszcze

Der Hauptwirtschaftszweig in Brzeszcze ist der Kohlebergbau die Kopalnia Węgla Kamiennego Brzeszcze-Silesia hat hier ihren Sitz.

Durch den Ort verlaufen die Bahnstrecke Trzebinia-Zebrzydowice und die Droga wojewódzka 933 (DW933) und die DW949.

Gemeinde[Bearbeiten]

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde hat eine Flächenausdehnung von 46,13 km². 56 % des Gemeindegebiets werden landwirtschaftlich genutzt, 12 % sind mit Wald bedeckt.[8]

Sołectwo[Bearbeiten]

Die Gemeinde umfasst die Sołectwos: Jawiszowice, Przecieszyn, Skidziń, Wilczkowice und Zasole.

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), archiviert vom Original am 7. Dezember 2014, abgerufen am 3. Dezember 2014.
  2. Heimatverein Brzeszcze
  3. Szkice..., S. 15, Przemysław Szkaradnik
  4.  Krzysztof Rafał Prokop: Księstwa oświęcimskie i zatorskie wobec Korony Polskiej w latach 1438–1513. Dzieje polityczne. PAU, Kraków 2002, ISBN 83-88857-31-2, S. 151 (polnisch).
  5. "territorial.de"-> "Gemeinden", ->"Brzeszcze", siehe auch deutsches Kursbuch von 1944, Strecke 149
  6. Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (polnisch) (PDF; 802 kB)
  7. Offizielle Webseite der Gemeinde Londa, abgerufen am 26. Januar 2010 [1]
  8. regioset.pl (polnisch, englisch)

Literatur[Bearbeiten]

  •  Wojciech Janusz (Redakteur): Szkice z przeszłości Brzeszcz, Jawiszowic, Przecieszyna, Skidzinia, Wilczkowic i Zasola. Brzeszcze 2004, ISBN 83-921561-0-2 (polnisch).