Bußmannshausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Bußmannshausen
Gemeinde Schwendi
Koordinaten: 48° 11′ 50″ N, 9° 57′ 11″ O
Höhe: 526 m
Einwohner: 366 (1856)
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 88477
Vorwahl: 07353

Bußmannshausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Schwendi im Landkreis Biberach in Oberschwaben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bußmannshausen liegt im Tal der Rot, vier Kilometer nördlich von Schwendi.

Erstmals wurde Bußmannshausen als „Burmundeshusen“ 1083 erwähnt. Die Herrschaft Bußmannshausen unterstand damals der gräflich-kirchbergischen Grundherrschaft. 1212 wird Georg Besserer als Herr der Burg erwähnt, im 14. Jahrhundert erfolge eine Lehnsbestätigung für die Ulmer Patrizierfamilie Besserer. Im Jahre 1434 kam der Ort in den Besitz des Hans von Rodt. Der Dreißigjährige Krieg, Spanische Erbfolgekrieg und die Koalitionskriege zogen Bußmannshausen und seine Umgebung schwer in Mitleidenschaft. 1806 erfolgte ein kurzes Zwischenspiel durch die Zugehörigkeit zum Königreich Bayern, bevor es 1810 in das Königreich Württemberg eingegliedert wurde. 1908 brannte die Burg ab, von der noch Ruinen auf dem Hügel zu sehen sind.

Am 1. Januar 1975 wurde Bußmannshausen nach Schwendi eingemeindet.[1] Zu Bußmannshausen ist der Weiler Kleinschafhausen zugehörig.

Kirche

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen des Fürstbischofs Franz Konrad von Rodt am Neuen Schloss in Meersburg

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Rehm: 900 Jahre Bußmannshausen. Geschichte eines schwäbischen Dorfes im Rottal. Martin-Verlag Berger, Buxheim 1985, ISBN 3-7865-0134-3
  • Schwendi. In: Karl Eduard Paulus (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Laupheim (= Die Württembergischen Oberamtsbeschreibungen 1824–1886. Band 35). Eduard Hallberger, Stuttgart 1856, S. 242–250 (Volltext [Wikisource]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bußmannshausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 545.