Burg Davensberg

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Burg Davensberg
Der Rundturm der Burg Davensberg

Der Rundturm der Burg Davensberg

Entstehungszeit: um 1250
Burgentyp: Niederungsburg
Erhaltungszustand: Rundturm
Ständische Stellung: Adlige
Bauweise: Backstein, Bruchstein
Ort: Ascheberg-Davensberg
Geographische Lage 51° 49′ 12,8″ N, 7° 35′ 32″ OKoordinaten: 51° 49′ 12,8″ N, 7° 35′ 32″ O
Burg Davensberg (Nordrhein-Westfalen)
Burg Davensberg

Der noch erhaltene Rundturm der Burg Davensberg steht im Ortsteil Davensberg der nordrhein-westfälischen Gemeinde Ascheberg im Kreis Coesfeld. Der Turm mit „Folterkammer und Hexenstock“ beherbergt heute ein Museum, das vom Heimatverein Davensberg betrieben wird. Der Ausstellungsschwerpunkt liegt auf alten bäuerlichen Kulturgeräten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rundturm war Teil der wahrscheinlich um 1250 erbauten Ritterburg Davensberg und wurde vermutlich um 1500/1530 bei einem Ausbau der Anlage errichtet.[1] Gründer der Burg waren wahrscheinlich die Herren von Meinhövel.[1] Um 1320 kam eine Hälfte der Anlage durch Heirat der Erbtochter Gerburg in den Besitz der Edelherren von Büren, einem mächtigen Adelsgeschlecht aus dem Fürstbistum Paderborn, das um 1360 nach dem Tod des letzten männlichen Meinhövel auf Davensberg auch in den Besitz der anderen Hälfte gelangte.[2]

1589 ging die Burg durch Heirat der Erbtöchter Agnes und Johanna von Büren in den Besitz der Herren von Morrien auf Nordkirchen sowie Wolf von Füchteln über. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Anlage schweren Zerstörungen ausgesetzt, denn lüneburgische Truppen setzten sie 1634 mitsamt der angrenzenden Burgfreiheit in Brand. 1736 wurde die Familie von Morrien alleinige Besitzerin der Gebäude, die ab 1750 allmählich verfielen.

Von der ehemaligen Burganlage sind heute nur der Rundturm aus Backstein und Bruchsteinmauerwerk sowie ausgegrabene Fundamentreste und Trümmer erhalten. In der oberen Etage des letztmals 1971 restaurierten Turms befindet sich ein Kaminzimmer, im Erdgeschoss ein Gefängnis und darunter ein Verlies.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heimat- und Verkehrsverein Davensberg (Hrsg.): Davensberg – Burg und Flecken. Selbstverlag, Davensberg 1993.
  • Die Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen. Band 1: A. Ludorff: Die Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Lüdinghausen. = Kreis Lüdinghausen. Schöningh, Münster 1893, S. 14, digitalisiert bei archive.org.
  • Peter Ilisch, Die Einkünfte des Hauses Davensberg um 1530. Geschichtsblätter des Kreises Coesfeld 11, 1986, S. 39–51

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Informationen zum Burgturm auf davensberg.de, Zugriff am 18. November 2010.
  2. Helmut Müller: Davensberg, Burg und Flecken, Zugriff am 18. November 2010.