Burg Gruttenstein

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Burg Gruttenstein
Burg Gruttenstein, Bad Reichenhall

Burg Gruttenstein, Bad Reichenhall

Entstehungszeit: um 800
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: erhalten oder wesentliche Teile erhalten
Ständische Stellung: Grafen
Bauweise: Bruchstein, Quader
Ort: Bad Reichenhall
Geographische Lage 47° 43′ 15″ N, 12° 52′ 47″ O47.72083333333312.879722222222500Koordinaten: 47° 43′ 15″ N, 12° 52′ 47″ O
Höhe: 500 m ü. NN
Burg Gruttenstein (Bayern)
Burg Gruttenstein

Die Burg Gruttenstein ist eine Höhenburg auf 500 m ü. NN in Bad Reichenhall im Landkreis Berchtesgadener Land in Bayern.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Erbauer und der Bauzeitpunkt ist bis heute unbekannt, doch dürfte schon im 12. Jahrhundert eine steinerne Befestigung den Hallgrafen als Wohnsitz gedient haben. 1196 wurden Reichenhall und Gruttenstein vom Erzbischof von Salzburg zerstört. Dieser ließ auf dem nahegelegenen Streitbichl die sogenannte Hallburg errichten, um seine Macht über Reichenhall zu demonstrieren. Die Hallburg existierte jedoch nicht lange und in den Auseinandersetzungen mit dem Erzbischof von Salzburg begann der Bayernherzog 1218 mit dem Wiederaufbau von Gruttenstein. Obwohl der Erzbischof mehrmals die Schleifung der Anlage forderte und sogar Recht bekam, überdauerte Gruttenstein diese Auseinandersetzung und der Bayernherzog festigte seine Macht in Reichenhall. Ab dem 13. Jahrhundert diente Gruttenstein als Amtssitz des herzoglich-bayerischen Beamten, der von dort das Pfleggericht von Reichenhall verwaltete. Nun bekam die Anlage neben einem militärischen auch einen repräsentativen Charakter. Deshalb wurden einige Teile der Burg umgebaut und mit großen Fenstern wohnlicher gestaltet. Deshalb wird Gruttenstein auch oft als Schloss bezeichnet.

Seit Beginn des Jahres 2007 wird die Burg, die sich jetzt im Privatbesitz befindet, umfassend renoviert und soll nach Abschluss der Renovierungsarbeiten wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Beschreibung[Bearbeiten]

Gruttenstein wirkt durch das Fehlen von Türmen sehr gedrungen, die höchste Stelle ist die von Ost nach West verlaufende Schildmauer, die früher Teil der Stadtmauer war. Die dreigeschossige Anlage mit herrschaftlichen Wohnräumen im Nordflügel umschließt den Burghof. Der Zugang erfolgt durch ein niedriges Torhaus, das früher durch ein Tor und ein Fallgitter gesichert war. Es wird vermutet, dass sich im Mittelalter dort zusätzlich eine Zugbrücke befand.

Literatur[Bearbeiten]

  • Johannes Lang: Reichenhaller Burgenweg. Verein für Heimatkunde Bad Reichenhall, 2004.
  • Werner Meyer: Burgen in Oberbayern - Ein Handbuch von Werner Meyer. Verlag Weidlich, Würzburg 1986, ISBN 3-8035-1279-4, S. 48-49.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Burg Gruttenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien