Bad Reichenhall

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bad Reichenhall
Bad Reichenhall
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bad Reichenhall hervorgehoben
Koordinaten: 47° 44′ N, 12° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Berchtesgadener Land
Höhe: 473 m ü. NHN
Fläche: 41,92 km²
Einwohner: 17.443 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 416 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83435
Vorwahl: 08651
Kfz-Kennzeichen: BGL
Gemeindeschlüssel: 09 1 72 114
Stadtgliederung: 10 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1 (Altes Rathaus)
Rathausplatz 8 (Neues Rathaus)
83435 Bad Reichenhall
Webpräsenz: www.stadt-bad-reichenhall.de
Oberbürgermeister: Herbert Lackner (CSU)
Lage der Stadt Bad Reichenhall im Landkreis Berchtesgadener Land
Berchtesgaden Eck (gemeindefreies Gebiet) Schneizlreuth Schellenberger Forst Ainring Anger (Berchtesgadener Land) Bad Reichenhall Bayerisch Gmain Berchtesgaden Bischofswiesen Freilassing Laufen (Salzach) Marktschellenberg Piding Ramsau bei Berchtesgaden Saaldorf-Surheim Schneizlreuth Schönau am Königssee Teisendorf Landkreis Traunstein ÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Bad Reichenhall (bis 1890 Reichenhall) ist eine Große Kreisstadt und Kreisstadt des Landkreises Berchtesgadener Land im Regierungsbezirk Oberbayern. Bereits in römischer Zeit ist die Salzgewinnung nachweisbar. Die Saline Bad Reichenhall vermarktet ihr Reichenhaller Markensalz heute in ganz Deutschland und darüber hinaus. Die Solequellen waren nach dem Stadtbrand 1834 zudem Grundlage für die Entwicklung zum Heilbad, das u. a. über verschiedene Sole-Anwendungen (Bade-Kur, Trinkkur und Aerosol-Kur) verfügt und schließlich zum bayerischen Staatsbad erhoben wurde.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Reichenhall vom Gipfel des Predigtstuhls

Die Stadt liegt im sogenannten Reichenhaller Talkessel an der Saalach. Sie wird im Norden vom Bad Reichenhaller Hausberg, dem Hochstaufen, sowie dem Fuderheuberg, im Westen vom Zwiesel, im Südwesten von Gebersberg und Müllnerberg, im Süden vom Predigtstuhl und im Osten, etwas weiter weg, hinter den angrenzenden Orten Bayerisch Gmain und dem österreichischen Großgmain, vom Untersbergmassiv umrahmt.

Der Ortsteil Marzoll liegt nordöstlich von Staufen und Fuderheuberg, dort wo sich das Tal weitet.

Unter dem Hochstaufen ereignen sich immer wieder sogenannte Schwarmbeben. Diese sind meist zu schwach, um bewusst wahrgenommen zu werden, erreichen aber manchmal spürbare Stärken von bis zu 3,5 auf der Richterskala.[2]

Der Bahnhof liegt auf 470 m über dem Meeresspiegel,[3] und das am höchsten liegende Gebäude der Stadt ist das Reichenhaller Haus unterhalb des Gipfels vom Hochstaufen auf 1750 m.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedingt durch die geschützte Lage im Flusstal der Saalach verfügt Bad Reichenhall trotz seiner alpinen Lage über ein Schonklima. Wegen der Lage und des Klimas wird Bad Reichenhall im touristischen und gesundheitlichen Kontext mitunter als Meran des Nordens bezeichnet.[4] In der Effektiven Klimaklassikation erreicht das Klima von Bad Reichenhall eine mittlere Jahresniederschlagsmenge von 1675 mm und eine Durchschnittstemperatur von 8,5 °C.[5]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn innerhalb des Landkreises Berchtesgadener Land im Südosten Bayerisch Gmain sowie im Westen Schneizlreuth, im Nordwesten Inzell (Landkreis Traunstein), im Nordosten Piding (Landkreis Berchtesgadener Land) und im Osten die beiden im österreichischen Bundesland Salzburg gelegenen Gemeinden Wals-Siezenheim sowie Großgmain.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Reichenhall gliedert sich in fünf Gemarkungen und ist in den Statistiken einschließlich der Kernstadt seit 2015 mit insgesamt zehn Ortsteilen ausgewiesen.[6]

Die gesamte Fläche des Stadtgebiets beträgt 41,92 km², davon sind 568 ha Siedlungs- und Verkehrsflächen, 2.286 ha Waldflächen, 588 ha Landwirtschaftsflächen, 171 ha Wasserflächen und 35 ha Erholungsflächen (Stand 31. Dezember 2010, d. h. vor der Eingliederung des Forst St. Zeno).[3]

U. a. in Veröffentlichungen wird, obwohl amtlich nicht mehr ausgewiesen, noch auf ehemalige Ortsteile der eingemeindeten Gemeinden Bezug genommen, so auf das ehemalige Dorf Türk, das letztmals im Amtlichen Ortsverzeichnis 1961 erwähnt und seither im Ortsteil Marzoll enthalten ist, obwohl die Ortsteile siedlungsgeographisch immer noch getrennt sind. Bis auf den Weiler Leopoldsthal, der in Gmain eingemeindet wurde, sind zudem alle Ortsteile der ehemaligen Gemeinde St. Zeno – das gleichnamige Pfarrdorf als Hauptort, das Dorf Froschham[7] und die Weiler Traunfeld und Vogelthenn – mit Bad Reichenhall ohne weitere amtliche Unterscheidung baulich zusammengewachsen.[8]

Gemarkungen und Ortsteile der Stadt Bad Reichenhall
Gemarkungen Fläche
Hektar
Ortsteile Art Anmerkungen
Bad Reichenhall 518,52 Bad Reichenhall Hauptort, Stadt Bad Reichenhall war eine kreisfreie Stadt. Seit dem 1. Mai 1973 ist es eine Große Kreisstadt im Landkreis Berchtesgadener Land.
Karlstein 2553,59 Karlstein Dorf Die Gemeinde Karlstein wurde am 1. Mai 1978 eingegliedert. Zuvor erhielt sie am 1. Januar 1978 einen Teil (933 ha) des aufgelösten gemeindefreien Gebiets Karlsteiner Forst.
Kirchberg Dorf
Nonn Kirchdorf
Thumsee Dorf
Marzoll 581,56 Marzoll Pfarrdorf Die Gemeinde Marzoll wurde am 1. Mai 1978 eingegliedert.
Weißbach Dorf
Schwarzbach Dorf
St. Zeno 290,10 St. Zeno Pfarrdorf Der Hauptteil wurde am 1. Dezember 1905 eingegliedert. Der Ortsteil Leopoldstal kam jedoch zu Bayerisch Gmain. Am 1. Januar 1981 kam ein Teil des aufgelösten gemeindefreien Gebiets Kirchholz hinzu.
Forst St. Zeno 260,50 Auf dem Predigtstuhl (unbewohnt) Es handelt sich um einen Gemarkungsteil (Anteil am bis zum 31. Dezember 2010 bestehenden gemeindefreien Gebiet). Der Ortsteil Auf dem Predigtstuhl umfasst nur einen sehr kleinen Teil der Gemarkung.
Stadt Bad Reichenhall 4204,27 10 Ortsteile Stadtgemeinde  

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühgeschichte, römische Kaiserzeit und erste Salzverarbeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funde im Reichenhaller Raum deuten darauf hin, dass bereits während der Glockenbecherkultur (2600 bis 2300 v. Chr.) eine feste Siedlung und weitverzweigte Handelswege vorhanden waren. Richtig belegt wurde dies jedoch erst durch Funde zahlreicher Grabstätten aus der Urnenfelderzeit (1600–750 v. Chr.) im Bereich des heutigen Ortsteils Karlstein. Dort war in der La-Tène-Zeit (450–15 v. Chr.) auch ein keltisches Kultzentrum am „Langackertal“ und eine Münzprägestätte am „Haiderburgstein“. Die Kelten verfügten bereits über ein fortschrittliches Verfahren zur Salzgewinnung, die Salzsiedetechnik.

Aus der römischen Kaiserzeit (15 v. Chr.–480 n. Chr.) stammen Funde einer anspruchsvollen Villenkultur in Marzoll und Fager (Ortsteil Karlstein), die Siedlung wurde von den Römern „ad salinas“ genannt und gehörte zur römischen Provinz Noricum. Als Siedlung könnten der Altstadtbereich oder der Kirchberg, aber auch andere Bereiche in der Umgebung gedient haben. In Kirchberg fanden sich zahlreiche Grabstätten der Bajuwaren aus der Merowingerzeit (480 bis 700).

Inwieweit hier die Salzproduktion in vorrömische Zeit reicht, ist bisher unklar. Bis zum Erscheinen der Römer 15 v. Chr. wird es sich vermutlich um eine Saline mit lokaler Bedeutung gehandelt haben. Die Römer forcierten die Salzproduktion und machten ad salinas zur leistungsfähigsten im gesamten Alpenraum. Die hier auf natürliche Weise dem Erdboden entspringenden Solequellen wurden gefasst und in tönernen Öfen versotten.

Hallgrafschaft und Stadt „Hal“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab etwa 700 hatte der Ort den Namen Hal, von germanisch *hel-/*hal- „Abhang, Neigung, Schräge“, von dem sich auch das Wort Saline herleitet.[9]

Auf Grund einer Schenkung des Bayernherzogs Theodo an den ersten Bischof von Salzburg und später heiliggesprochenen Rupert besaß das Bistum Salzburg ein Drittel der Saline. Damit war Hal für etwa 500 Jahre der wichtigste Wirtschaftsstandort für die Salzburger Kirche. (Der Legende nach hätte der Heilige Rupert im Jahre 696 die während der Völkerwanderungszeit vergessenen Solequellen wiederentdeckt und damit die Saline zu einer neuerlichen wirtschaftlichen Blüte gebracht.) Durch den Handel mit Salz aus Hal entstand noch vor der ersten Jahrtausendwende der Handelsweg „Goldener Steig“, der sich zum bedeutendsten in Süddeutschland und Böhmen entwickelte.

Um 1070 bildete sich unter dem Grafen Arnold von Dießen eine eigene Hallgrafschaft heraus, die den Salzhandel organisierte und überwachte. Sie blieb in der Familie, bis der Hallgraf Engelbert von Attel und Reichenhall 1161 starb und dessen Sohn Gebhard II. 1169 in das Kloster Reichersberg eintrat. Daraufhin übernahm Herzog Heinrich der Löwe selbst die Hallgrafschaft und damit die Kontrolle über einen Großteil der süddeutschen Salzgewinnung.[10]

1144 ist in einer Urkunde von St. Zeno erstmals ein „castrum Halla“ belegbar, 1159 die Bezeichnung als civitas, ab 1285 als stat.[11] Die Bezeichnung als civitas nahm die Stadt Bad Reichenhall 2009 zum Anlass, das 850-jährige Stadtjubiläum zu feiern.[12]

Entwicklung von Territorialstaaten und Salinenkonkurrenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erhaltener Teil der Reichenhaller Stadtbefestigung mit Peter-und-Paul-Turm

Die Epoche war geprägt von der Entwicklung von Territorialstaaten und von Konkurrenz für die Reichenhaller Saline. Auf der einen Seite betrieb Salzburg die Verselbständigung vom Herzogtum Baiern, auf der anderen Seite entwickelte sich auch das Herzogtum zu einem Territorialstaat. Der Herzog übernahm zahlreiche der durch aussterbende Geschlechter frei gewordenen Grafschaften unmittelbar.[13] In diesen Spannungsfeld begann sich zudem südlich von Reichenhall mit der späteren Fürstpropstei Berchtesgaden ein weiteres eigenständiges geistliches Fürstentum zu etablieren.

Im Mittelalter waren neben dem Erzbischof von Salzburg Bürger aus Hal sowie das Kloster Sankt Zeno in Besitz der Solequellen und der ehernen Sudpfannen, die die alten Tonöfen abgelöst hatten.

1156 bestätigte Kaiser Friedrich Barbarossa in der Goldenen Bulle dem Klosterstift Berchtesgaden verschiedene Rechte, insbesondere die Forsthoheit. Das Stift betrieb auch eine zunehmende Salzproduktion und stieg in den Vertrieb seines Salzes über das eigene Gebiet hinaus ein.[14] 1185 kaufte der Salzburger Erzbischof Adalbert III. von Böhmen die Salzlagerstätten am Dürrnberg und nahm dort die Salzproduktion wieder auf. Die Monopolstellung der Reichenhaller Saline war damit gebrochen.

1193 drangen über den Pass Hallthurm Bewaffnete aus Hal (das heutige Bad Reichenhall) ins Gebiet des Berchtesgadener Klosterstifts ein, vermauerten die Bergstollen am Gollenbach und zerstörten die Salzpfannen. Darüber hinaus verweigerte Hal dem Stift den Zins für seine Brunnenanteile an den Reichenhaller Salzquellen. Parallel dazu gab es auch Auseinandersetzungen zwischen dem Salzburger Erzbischof und dem Berchtesgadener Stift.[15][16][17]

Drei Jahre später führte 1196 eine Strafexpedition des Salzburger Erzbischofs gegen Hal wegen nicht entrichteter Zehenten zur nahezu völligen Vernichtung, von der lediglich das Kloster St. Zeno verschont blieb.[18] Die Stadt wurde später auf kleinerer Fläche neu errichtet und erhielt als Schutz ihre (heute noch teilweise erhaltene) Stadtmauer sowie zur Überwachung der Stadt durch Salzburg die heute nicht mehr vorhandene Hallburg am Streitbichl. Da die Saline in Hal nun völlig zerstört war, hatte die Salzburger Saline in Hallein, die das Dürrnberger Salz verarbeitete, nun die besten Voraussetzungen, die Marktführerschaft im Salzhandel zu übernehmen. Dies stärkte die Reichenhaller allerdings in ihrem Bestreben nach Unabhängigkeit von der Salzburger Hoheit.[19]

Nachdem die Linie der Grafen von Peilstein mit Friedrich VI. (IX.) 1218 erloschen war, geriet das Herzogtum Bayern (vermutlich unter Ludwig I.), das seine Herrschaft über Hal mehr und mehr zu festigen suchte, mit Salzburg über die zurückgefallenen Güter in Streit. [20][21][22] Nach Vermittlung des Regensburger Bischofs Konrad IV. und des Pfalzgrafen Rapoto II. von Ortenburg wurden die Rechte in und um Hal geteilt, wobei dem Herzog im Anschluss das Landgericht bis an den „Steinbach hinter Melleck“ zugesprochen wurde.[23] Durch eine spätere Übereinkunft (11. Juli 1228) ging jedoch auch noch die plainische Grafschaft Mittersill (Oberpinzgau) nebst Unterpinzgau an Salzburg über.[23]

Namensgebung und herzoglich bayerische Investitionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wittelsbacher Albrecht IV. nahm ab 1493 Reichenhalls Salzwesen in Besitz

1323 wurde die Stadt erstmals unter dem Namen Reichenhalle erwähnt.[24]

Im Spätmittelalter kamen die Reichenhaller Siedeherren immer mehr in Bedrängnis, da die Qualität der Sole durch ungehindert eindringendes Süßwasser vermindert wurde. Die Besitzer hatten jedoch nicht genug Kapital, um die dringend notwendigen Investitionen zu tätigen. Ab 1493 begann der Wittelsbacher Herzog von Bayern Albrecht IV. sukzessive auch die bürgerlichen Anteile der Siedeanlagen aufzukaufen. Mit der Inbesitznahme der Salzproduktion durch die Wittelsbacher begann eine zunehmende Technisierung und Verbesserung der Saline.[25] Um das Problem der zufließenden Süßwässer zu beseitigen, wurden alle Solequellen in einem neuen zentralen Förderschacht, dem sogenannten „Hauptschacht“, zusammengefasst und mit einem Paternosterschöpfwerk nach oben gefördert. Das unerwünschte Süßwasser wurde nun als Oberflächenwasser durch den ab 1524 gebauten Grabenbachstollen abgeleitet. Knapp zwei Kilometer lang fließt durch diesen Stollen unterhalb der Stadt noch heute in etwa 14 Metern Tiefe das Wasser bis zum Pidinger Ortsteil Staufenbrücke, wo es in die Saalach mündet.

Das Salinenarchiv des Hauptsalzamts war im Kloster St. Zeno untergebracht, das im Jahr 1512 ausbrannte, weshalb das Salinenarchiv „zu Grunde gegangen“ ist und seine „Urkunden nicht über das Jahr 1512 hinausgehen“.[26]

Nachdem 1515 eine Bademagd namens Christine die Wohnung ihrer Nachbarin aus Rache angezündet hatte, starben bei dem daraus folgenden Stadtbrand etwa 200 Menschen. Neben den bereits erwähnten großen Stadtbränden gab es noch, meist im Zusammenhang mit der Saline, weitere in den Jahren 1209, 1265, 1353, 1415, 1424 und 1448.

Das „Waldbuch“ schrieb 1529 die nachhaltige Bewirtschaftung der „Saalforste“ vor, um die Versorgung der Saline mit Brennholz zu sichern. Schon 1509 war mit der „Waldmeisterstelle“ eines der ersten Forstämter in Mitteleuropa gegründet worden.

Herzoglich bayerisches Staatsmonopol und wirtschaftliche Verluste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1619 hatte lediglich noch das Stift St. Zeno einen eigenen Salinenbetrieb. Das Salzwesen war weitgehend zu einem herzoglich bayerischen Staatsmonopol und damit erneut Bayerns wichtigster Wirtschaftszweig geworden, der dem Herzogtum enorme Steuereinnahmen sicherte.

Mit dem Bau einer Soleleitung (1617–1619) zu einer zeitgleich neu errichteten Saline in Traunstein sicherte Herzog Maximilian I. die bayerische Salzproduktion. Im Reichenhaller Einzugsgebiet waren die Wälder fast gänzlich abgeholzt, was eine gefährliche Brennholzknappheit verursachte. In der Umgebung von Traunstein aber waren noch genügend Waldungen vorhanden. Ein Drittel der in Reichenhall geförderten Sole gelangte durch die 32 Kilometer lange Soleleitung nach Traunstein. Als Maßnahme zur Einsparung von Energie wurden ab 1745 Gradierwerke errichtet, die schließlich eine Länge von 720 Metern erreichten und damit landschaftsprägend für das Reichenhaller Tal waren.

Wegen zunehmender Beschwerden über schwere Qualitätsmängel des Salzes entschied man sich für umfassende Modernisierungsmaßnahmen der Reichenhaller Saline unter der Leitung von Johann Sebastian von Clais. Zwischen 1782 und 1784 ließ er u. a. ein neues Sudhaus mit neuen Sudpfannen einrichten, welche die Abwärme besser nutzten. Dank der daraus resultierenden Produktivitätssteigerung inkl. der erheblichen Einsparung von Brennholz amortisierten sich die immensen Baukosten von 100.000 Gulden schon nach kurzer Zeit.[27]

Von 1808 bis 1810 wurde die Soleleitung nach Traunstein von Georg Friedrich von Reichenbach bis nach Rosenheim verlängert. Dort konnte man auf die Wälder des 1803 säkularisierten Klosters Tegernsee zurückgreifen. Die Salzproduktion sollte damit auf mehrere Standorte verteilt und um 75 % erhöht werden. Nachdem die bis 1803 eigenständige Fürstpropstei Berchtesgaden 1810 dem Königreich Bayern angegliedert waren, wurde von Reichenbach 1817 auch beauftragt, die circa 29 km lange Soleleitung vom Salzbergwerk Berchtesgaden nach Reichenhall zu bauen. Noch heute kommen rund zwei Drittel der in Bad Reichenhall verarbeiteten Sole von dort.

Beginn der Kur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1834 verursachte ein Kehrbesen im Kamin der Reichenhaller Saline ein kleines Feuer, das nicht sofort gelöscht wurde, um eine zeitgleich die Saline besuchende Regierungskommission aus München nicht zu beunruhigen. Durch den daraus resultierenden Großbrand wurden weite Teile der Stadt zerstört. Zudem verbrannten im Magistrat und dem 1. Landgericht zu Reichenhall die Archive und Akten mit den Urkunden zur Geschichte und Topografie der Stadt.[26] König Ludwig I. beauftragte Joseph Daniel Ohlmüller mit dem Neubau der Saline, die 1840 fertig gestellt war. Die inzwischen „Alte Saline“ genannte Saline war bis 1926 in Betrieb und ist heute noch als Industriedenkmal zu besichtigen. Auf dem Florianiplatz ist zum Dank dafür, dass die Anwohner seinerzeit vom Feuer verschont wurden, 1885 der St. Florian-Brunnen erbaut worden.

Florianiplatz mit Predigtstuhl

Nach dem großzügigen Wiederaufbau wurde die Stadt ab 1846 zu einem Kur- und Badeort. Seit 7. Juni 1890 darf sie auf Verfügung des bayerischen Prinzregenten den Zusatz Bad führen.[28] Neun Jahre später wurde sie königlich bayerisches Staatsbad.

Am 1. Dezember 1905 wurde der Hauptteil der aufgelösten Gemeinde St. Zeno der Stadt Bad Reichenhall und der andere Teil der Gemeinde Gmain angegliedert.[28]

Zeit der Weimarer Republik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der frühen Zwischenkriegsära gab es eine intensive Bautätigkeit. Im industriellen Bereich wurde die heutige Saline errichtet, im Kur- und Tourismussektor die Predigtstuhlbahn und das Kurmittelhaus, die Stadt investierte in das städtische Krankenhaus. Dadurch kam es ab der Mitte der 1920er Jahre zu einem wirtschaftlichen Wiederaufschwung in Bad Reichenhall. Der eigene Flughafen „Mayerhof“ sorgte für die Anbindung an den aufkommenden Flugverkehr.

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1930er Jahren wurde die „Reichsführerschule-SS Reichenhall“ gegründet, die neben einigen weiteren Reichsführerschulen den „Führernachwuchs“ der NS-Bewegung ausbilden sollte.

Der von Adolf Hitler für seinen zweiten Regierungssitz bei Berchtesgaden in Auftrag gegebene Flughafen Reichenhall-Berchtesgaden sollte erst auf dem bestehenden Reichenhaller Flughafen „Mayerhof“ eingerichtet werden, wurde dann jedoch am 21. Januar 1934 im benachbarten Ainring offiziell eingeweiht.

Im Rahmen der nationalsozialistischen Aufrüstungspolitik wurde Bad Reichenhall ab 1934 wieder Garnisonsstadt. In der damals eigenständigen westlichen Nachbargemeinde Karlstein entstand hierfür eine neue Kaserne, die, wie von Anfang an geplant, „mit Wirkung ab 1. Juli 1937“ durch einen Regierungsbeschluss in die Gemarkung Bad Reichenhall eingemeindet wurde und bis heute baulich nahezu unverändert existiert. 1939 war die Kaserne Standort des III. Btl. des Gebirgsjäger-Regimentes 100 mit Regimentsstab und 16. Panzer-Abwehr-Abteilung unter dem Kommando von Oberstleutnant Utz. Außerdem waren die I. Abteilung des Gebirgs-Artillerie-Regimentes 79 und eine Sanitätsstaffel in Bad Reichenhall untergebracht.

Kurz vor Kriegsende forderte am 25. April 1945 ein alliierter Bombenangriff auf das Stadtzentrum 198 Todesopfer. Die Kaserne mit ihren zahlreichen Lazaretten hingegen hatte keine nennenswerten Schäden zu verzeichnen.

Nachkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gehörte Bad Reichenhall zur Amerikanischen Besatzungszone. Die amerikanische Militärverwaltung richtete in der nicht mehr von Soldaten genutzten Kaserne ein DP-Lager zur Unterbringung sogenannter Displaced Persons (DP) ein.

Die 1933 verliehene Reichenhaller Ehrenbürgerwürde an Paul von Hindenburg sowie an die prominenten Vertreter des Nationalsozialismus Adolf Hitler, Franz Ritter von Epp, Ernst Röhm und Adolf Wagner wurde ihnen am 4. Januar 1946 wieder aberkannt.

Heutiger Standort der Spielbank im Kurgastzentrum mit Theater (2012)

1955 wurde in Bad Reichenhall Bayerns erste Spielbank errichtet.[29]

Drei Jahre nach Gründung der Bundeswehr zog 1958 wieder eine Gebirgsjägertruppe in die Bad Reichenhaller Kaserne ein. Ab dem 13. Juni 1966 nach dem Antisemiten und ehemaligen Wehrmachtsgeneral der Gebirgstruppe Rudolf Konrad in General-Konrad-Kaserne benannt, erhielt sie nach jahrzehntelangen Protesten am 1. August 2012 den Namen „Hochstaufen-Kaserne“.[30]

Gebietsreform und Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern verlor Bad Reichenhall am 1. Juli 1972 den Status als kreisfreie Stadt und wurde in den neu geschaffenen Landkreis Bad Reichenhall eingegliedert. Dieser umfasste neben der Stadt Bad Reichenhall den Landkreis Berchtesgaden und den südlichen Teil des Landkreises Laufen. Als ehemals kreisfreie Stadt wurde Bad Reichenhall zur Großen Kreisstadt erhoben. Ob Bad Reichenhall Kreisstadt des neuen Landkreises würde, war vorerst offen. Der neu zusammengetretene Kreistag sprach sich für Freilassing aus, auch Berchtesgaden war im Rennen. Die bayerische Staatsregierung entschied aber schließlich zugunsten von Bad Reichenhall. Dagegen musste die Kurstadt am 1. Mai 1973 hinnehmen, dass ihr Name nicht der Landkreisname blieb. Der Landkreis erhielt seinen heutigen Namen (Landkreis Berchtesgadener Land). Das Amtsgericht Bad Reichenhall wurde am 1. Juli 1973 aufgehoben und der bisherige Gerichtssprengel dem des Amtsgerichts Laufen zugeschlagen.

Im Zuge der Gebietsreform auf Gemeindeebene wurden die zuvor selbständigen Gemeinden Karlstein und Marzoll am 1. Mai 1978 eingemeindet.[31]

Im Mai 1980 wurde im neu errichteten Landratsamt in Bad Reichenhall die Arbeit aufgenommen und im Gegenzug die Außenstelle des Landratsamtes in Berchtesgaden aufgelöst. Die Kreisstadt erhielt allerdings nicht alle zentralen Einrichtungen des Landkreises und auch landkreisweit zuständige Behörden anderer Gebietskörperschaften verblieben an anderen Orten (z. B. Finanzamt, allgemeine Berufsschule, Knabenrealschule oder das bereits erwähnte Amtsgericht) insbesondere in dem ehemaligen Kreishauptort Berchtesgaden bzw. der ehemaligen Kreisstadt Laufen.

Am 1. Januar 1981 wurde das gemeindefreie Gebiet Kirchholz aufgelöst und zwischen Bayerisch Gmain und Bad Reichenhall (Gemarkung St. Zeno) aufgeteilt. Auch die Gemarkung Kirchholz wurde aufgelöst.

Brandkatastrophe mit Tanklastzug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 1982 kam es auf der B 20 in der Ortsdurchfahrt nahe dem Gaswerkgelände zu einer Brandkatastrophe mit einem Tanklastzug. Sie forderte ein Todesopfer, sieben Anwohner wurden zum Teil schwer verletzt. Ein Übergreifen auf die Tankstelle konnte verhindert werden.[32]

Nach der Gesundheitsreform von 1996[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rupertustherme

Mit der Gesundheitsreform von 1996 wurden u.a. auch Kuren als Leistung der gesetzlichen Krankenkassen sehr eingeschränkt. Dies führte in Bad Reichenhall zu einem spürbaren Rückgang der Kurgastzahlen und damit auch zu großen Verlusten bei einer bislang großen Einnahmequelle für die Stadt. Oberbürgermeister Wolfgang Heitmeier und der Kurdirektor versuchten mit auf „Verjüngung“ angelegten Angeboten und öffentlichen Investitionen in Höhe von 50 Mio. DM eine neue Zielgruppe als Gäste der Stadt anzusprechen.[33] Wiewohl Heitmeier bis zum Ende seiner Amtszeit 2006 die Erneuerung der städtischen Fußgängerzone vollzogen, eine neue Therme eröffnet und die Errichtung eines international beachteten Forschungszentrums für Höhendruckkammern im historischen Kurmittelhaus in Angriff genommen hatte, musste er sich die Kritik gefallen lassen, den „einst mondänen Kurort“ nach der Gesundheitsreform „zu langsam neu ausgerichtet zu haben“.[34]

Am 1. November 1999 kam es zu einem Amoklauf in Bad Reichenhall, bei dem ein 16-jähriger vier Passanten tötete und fünf weitere Personen schwer verletzte, darunter den Schauspieler Günter Lamprecht und seine Lebensgefährtin Claudia Amm. Nach der Tat beging der Amokschütze Selbstmord.[35][36]

Seit Anfang der 2000er ist die Stadt bestrebt, nachhaltigen Tourismus voranzutreiben. So wurde sie 2001 zur Alpenstadt des Jahres gekürt und einige Jahre später Mitglied bei Alpine Pearls, einer 2006 gegründeten Kooperation von 27 Tourismusgemeinden aus sechs Alpenstaaten.[37] 2005 wurde die Rupertus-Therme mit Baukosten von 32 Mio. Euro errichtet, um die Stadt an den veränderten Gesundheitsmarkt anzupassen. Gleichzeitig musste allerdings die Instandhaltung und Renovierung bereits bestehender Einrichtungen und Gebäude häufig hinter der Schaffung neuer Prestigebauten zurückstehen. (→Siehe dazu auch den Abschnitt: Tourismus.)

Gedenkstätte für das Eishallenunglück

Am 2. Januar 2006 forderte der Einsturz der Eislaufhalle Bad Reichenhall 15 Menschenleben, darunter 12 Kinder und Jugendliche; 34 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Trotz eines Bürgerentscheides, bei dem sich 53 % der abstimmenden Reichenhaller für die Errichtung einer neuen Eis- und Schwimmhalle an diesem Standort aussprachen, hielt die Stadt an der Planung einer Touristik-Hochschule auf dem Gelände fest, die ab September 2009 als Campus Bad Reichenhall der IUBH School of Business and Management errichtet werden sollte.[38][39] Der Campus befindet sich jedoch heute bei der Hotelfachschule, nachdem die Hochschule 2013 den Erbpachtvertrag für das Gelände der eingestürzten Eislaufhalle wegen absehbar unzureichender Auslastung nicht verlängert hat.[40] Der größte Teil des Geländes ist somit nach wie vor unbebaut (Stand: 2015).

Ein brennender Bergwald am Thumsee forderte ab dem 13. April 2007 elf Tage die Einsatzkräfte. Drei Tage lang wurde vom Landratsamt Katastrophenalarm ausgelöst, um die internationalen zivilen, militärischen und privaten Kräfte, einschließlich bis zu zwölf Hubschraubern, zu koordinieren. Personen kamen nicht zu Schaden.

Ab Ende 2007 war eine Diskussion um eine von Harry Vossberg initiierte und von Angerer dem Älteren entworfene, über 50 m hohe Christusstatue auf dem Hausberg Predigtstuhl im Gange. Die neu geplante Statue wäre damit 22 m höher geworden als das Vorbild in Rio de Janeiro. Das Vorhaben wurde im September 2008 vom Stadtrat abgelehnt.[41]

Ein Bürgerentscheid von 2013 über die seit Jahren geplante Bundesstraßenumfahrung von Bad Reichenhall in zwei Tunneln erreichte das notwendige Quorum nicht. Nur etwas mehr als ein Drittel der Wahlberechtigten ging zur Abstimmung. Und ohne die Zustimmung der Bad Reichenhaller Bürger erachtete der seinerzeit als Bundesverkehrsminister wie auch als Bundestagsabgeordneter zuständige Peter Ramsauer (CSU) die Chancen für die Umsetzung einer solchen Bundesstraßenumfahrung für sehr gering.[42]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung von Bad Reichenhall steigt seit Jahren langsam wieder etwas an. Ebenfalls steigt auch die Geburtenrate wieder ein wenig an. Der Altersdurchschnitt der Stadt gehört mit 48,8 Jahren zu den höchsten in Deutschland. Die Einwohnerzahl von Bad Reichenhall beträgt seit 2004 in etwa 18.350, Tendenz leicht ansteigend. Durch die bevorstehende Aufstockung des Bundeswehrstandortes soll sich die Einwohnerzahl von Bad Reichenhall in nächster Zukunft auf über 20.000 Einwohner einpendeln oder sogar übersteigen.

Amtliche Einwohnerzahl 17.513
Einwohner insgesamt 1) 17.963
männlich 8.313
weiblich 9.650
mit Nebenwohnung gemeldet 993
1) Einwohnerzahl gemäß der Fortschreibung des
Einwohnermeldeamtes zum Stand 1. Januar 2011

Geografisch-soziokulturelle Zuordnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon vor dem Übergang in das Königreich Bayern seit langem herzoglich bayerisches Einzugsgebiet, nimmt Bad Reichenhall als traditionsreiche Salinen- und Kurstadt soziokulturell innerhalb des Landkreises Berchtesgadener Land zusammen mit den Nachbargemeinden Bayerisch Gmain und Schneizlreuth eine Sonderstellung ein und grenzt sich noch heute von der südlich gelegenen Kulturlandschaft in den historischen Grenzen der Fürstpropstei Berchtesgaden[43][44] und dem nördlich gelegenen Rupertiwinkel, der einst zum Fürsterzbistum Salzburg gehörte, ab.[45]

Dies spiegelt sich zum Beispiel darin wider, dass in Bad Reichenhall eine Gebirgsschützen-Kompanie existiert.[46]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlässlich der Volkszählung am 25. Mai 1987 sahen die Zahlen folgendermaßen aus: Seinerzeit waren von 16.342 Einwohnern 11.790 (72,1 %) als römisch-katholisch und 3311 (20,3 %) als evangelisch-lutherisch (einschließlich Freikirchen) gemeldet; die übrigen 1241 (7,6 %) Einwohner waren anderer Konfession oder konfessionslos (davon zwölf jüdischen Glaubens, 364 zählten zu „sonstige religiöse und christliche Gemeinschaften“ und 865 waren „keiner Religionsgesellschaft rechtlich zugehörig“).[47]

Gemäß den Ergebnissen des Zensus 2011 haben sich seit 1987 insbesondere die Anteile ihrer beiden nach wie vor größten christlichen Kirchengemeinschaften bemerkenswert verringert: So waren nur noch 53,7 % der Bewohner von Bad Reichenhall als römisch-katholisch und 17,7 % evangelisch gemeldet, ferner gehörten 1,9 % einer orthodoxen Kirche und 26,4 % einer anderen oder keiner öffentlich-rechtlichen Religionsgemeinschaft an.[48]

In Bad Reichenhall bestehen drei römisch-katholische Pfarrgemeinden:

Neben einer evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde (Evangelische Stadtkirche) gibt es in Bad Reichenhall die Evangelischen Freikirchen der Mennoniten Brüdergemeinde und der Freien Christengemeinde.

Ferner gibt es in Bad Reichenhall Zeugen Jehovas und die Neuapostolische Kirche.

Die Buddhistische Gemeinschaft Jodo Shinshu Deutschland (BGJD) hat ihren Sitz und Tempel in Bad Reichenhall und betreut dort die Begegnungsstätte ShinDo.[49]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[50]
Wahlbeteiligung: 41,7 % (2008: 45,9 %)
 %
40
30
20
10
0
38,1 %
23,6 %
20,3 %
13,4 %
4,5 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
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   8
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   2
   0
  -2
  -4
  -6
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-4,2 %p
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Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtrat Bad Reichenhall umfasst 24 Stadträte und den Oberbürgermeister. Die Sitzverteilung stellt sich seit der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 wie folgt dar:

CSU: 10 Sitze (einschl. OB)
FWG: 6 Sitze
GRÜNE/Bürgerliste: 5 Sitze
SPD: 3 Sitze
FDP: 1 Sitz
Rathaus in Bad Reichenhall

Gegenüber der Wahl 2008 hat die CSU einen Sitz verloren, Die Grünen/Bürgerliste errangen einen Sitz hinzu. Sonst gab es keine Veränderungen.

Oberbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Stichwahl am 26. März 2006 setzte sich Herbert Lackner (CSU) gegen den seit 1988 im Amt befindlichen OB Wolfgang Heitmeier (FWG) durch und ist seit 1. Mai 2006 neuer Oberbürgermeister. Bei der Wahl am 11. März 2012 erreichte Lackner im ersten Wahlgang 48,2 % der Stimmen und musste in der Stichwahl am 25. März gegen den parteilosen Kandidaten der Grünen Manfred Hofmeister antreten, der 18,2 % erhielt.[51] Bei der Stichwahl am 25. März wurde Herbert Lackner mit 56,0 % der Stimmen erneut zum Oberbürgermeister gewählt.[52]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen

Blasonierung: „Gespalten von silber und gold. Vorn ein blaues Rautenmuster. Hinten ein rechtsgewendeter rot bezungter und rot bewehrter schwarzer Panther.“[53]

Bedeutung: Das weiß (silber)-blaue Rautenmuster zeugt von der langen Zugehörigkeit der Stadt zum Machtbereich der Wittelsbacher. Das Rautenmuster stammt ursprünglich aber aus dem Wappen der Grafen von Bogen. Die Wittelsbacher übernahmen es später. Der Panther stammt aus dem Wappen der Grafen von Ortenburg. Das Stadtwappen entspricht dem Hoheitszeichen von Niederbayern, zu dem Reichenhall ursprünglich gehörte (1255–1506).[53]

Ältere Wappen: Das älteste bekannte Siegel zeigte das Agnus Dei im 13. Jahrhundert. Im selben Jahrhundert, vermutlich im Zeitraum der Stadtgründung, erschienen schon das Rautenmuster und der Panther im Wappen.[53]

Die Wappenführung wurde 1929 richtiggestellt auf der Rechtsgrundlage, dass das Wappen im Siegel überliefert ist (Siegelführung seit dem 13. Jahrhundert belegt).[53]

Wahlkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Reichenhall gehört zum Bundestagswahlkreis Traunstein und zum Stimmkreis Berchtesgadener Land für Landtags- und Bezirkstagswahlen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Philharmonie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Kurmusik wurde 1858 erstmals als „Bademusik“ unter der Leitung des Stadtthürmermeisters erwähnt. 1868 gründete Joseph Gung’l die heute noch bestehende Bad Reichenhaller Philharmonie. Heute ist die Bad Reichenhaller Philharmonie ein ganzjährig spielendes anerkanntes Kulturorchester mit einem weitgespannten Repertoire.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Heimatmuseum im sogenannten ehemaligen Getreidestadel, erbaut in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Das Museum ist seit 2005 wegen Sanierung geschlossen.
  • Das Salzmuseum mit Quellenbau in der Alten Saline mit der Salinenkapelle, errichtet nach dem großen Stadtbrand von 1834 nach den Plänen des Architekten Joseph Daniel Ohlmüller.
  • Faschingsordenmuseum

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

→ Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Bad Reichenhall

Profangebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kur, Gesundheit und Fremdenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Königliches Kurhaus
Industriedenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Die „Alte Saline“, erbaut 1840–1851 im Auftrag von König Ludwig I. nach Plänen Joseph Daniel Ohlmüllers, ist ein Industriedenkmal von europäischem Rang.
  • Das Salzmaierhaus aus dem 15. Jahrhundert, vor 1840 der Amtssitz der Salinenverwaltung.
  • Die Soleleitung von Reichenhall nach Traunstein, von Hans Reiffenstuel 1617 bis 1619 erbaut, gilt als „erste Pipeline der Welt“. (Themenwanderweg beim Thumsee)
  • Das historische Saalachkraftwerk von 1914 im Jugendstil
Sonstige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Das Alte Rathaus von 1849 (Architekt Lukas, ein Schüler Gärtners), 1924 mit Fresken von Josef Hengge bemalt.
  • Die Obere Stadt, das original erhaltene Altstadtviertel der Stadt, mit dem Peter- und Paul-Turm, einem der seinerzeit 14 Wehrtürme.
  • Die mittelalterliche Burg Gruttenstein (im Kern 12. Jahrhundert). Südlich davon erhebt sich im Verlauf der historischen Stadtmauer (12./13. Jahrhundert) der zweite noch erhaltene Wehrturm, der „Pulverturm“.
  • Das Schloss Marzoll im Ortsteil Marzoll, um 1527
  • Ruine Karlstein aus dem 12. Jahrhundert, Burg der Grafen von Peilstein.
  • Zahlreiche denkmalgeschützte Villen aus der Gründerzeit und dem Jugendstil.
  • Im Kirchholz bei St. Zeno befindet sich ein UKW-Sender des Bayerischen Rundfunks.

Sakralbauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Nikolaus, eine dreischiffige romanische Basilika aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts, mit Fresken in der Apsis und Kreuzwegstationen von Moritz von Schwind.
  • Kloster St. Zeno, ehemalige Augustiner-Chorherrenstift und Münster aus dem 12. Jahrhundert mit sehenswertem Kreuzgang samt Relief Friedrich Barbarossas und prächtigem Portal aus rotem und weißem Untersberger Marmor. Es handelt sich um die größte romanische Basilika Altbayerns (Maße: 90 m lang und 30 m breit, die Mittelschiffshöhe beträgt ca. 16 m, die Turmhöhe beträgt 48 m).
  • St. Georgskirche, ein „gotisches Kleinod“ in Nonn, beherbergt einen Altar aus der Werkstatt des Gordian Guckh.

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 4 ha großen Königlichen Kurgarten steht ein Gradierwerk, in dem auf einer Länge von 162 m die Sole über 200.000 Schwarzdornreisigbündel 14 Meter tief fällt, um den Salzgehalt zu erhöhen. Das Gradierwerk dient in seiner heutigen Gestalt als Freiluftinhalatorium, daneben befinden sich eine Trinkhalle, eine Wandelbahn und eine Wandelhalle von Eugen Drollinger aus dem Jahr 1912.

Der Dr.-Ortenau-Park erinnert mit seinem Namen an den jüdischen Kurarzt Gustav Ortenau, der bis 1938 im Ort wirkte.[54]

Weitere Anlagen sind der Rupertuspark an der Luitpoldstraße, der Wittelsbachergarten hinter dem Kurgastzentrum und der Karlspark in St. Zeno.

Sport und Sportvereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Berchtesgadener-Land-Radmarathon (Alpencup), der am 12. Juni 2005 das erste Mal stattfand, war Bad Reichenhall der Start- und Zielort.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1846 ein Kur- und Badeort, lebt Bad Reichenhall nicht zuletzt vom Tourismus und den Kurbetrieben. Mit der Jahrtausendwende wurden hierfür grundlegend neue Entscheidungen getroffen:

  • 1997 wurde der Staatsbadbetrieb privatisiert, die Staatliche Kurverwaltung aufgelöst und die Kur-GmbH Bad Reichenhall/Bayerisch Gmain gegründet.
  • Der Kur- und Verkehrsverein Bad Reichenhall/Bayerisch Gmain ist seit 2005 mit der Marketinggesellschaft Berchtesgadener Land Tourismus assoziiert und nutzt sie zur Bewerbung der touristischen Angebote in Bad Reichenhall.
  • Im Zuge entsprechender Nachfrage und regionaler Konkurrenz unter Kur- und Wellness-Destinationen wurde im März 2005 die RupertusTherme eröffnet.
  • Die Stadt wurde Mitglied bei Alpine Pearls, einer 2006 gegründeten Kooperation von 27 Tourismusgemeinden aus sechs Alpenstaaten, die u. a. ihren Gästen die Möglichkeit einer autofreien An- und Abreise und die einfache Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel vor Ort sowie weitere klimaschonende Urlaubsangebote zu bieten sucht.[37]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001 wurde Bad Reichenhall für sein besonderes Engagement zur Umsetzung der Alpenkonvention, des wichtigsten internationalen Schutz- und Förderprogramms für den Alpenraum, zur Alpenstadt des Jahres gekürt. Der 1997 gegründete Verein, der diesen Preis auslobt, hat seinen Sitz in Bad Reichenhall.

Andere Wirtschaftszweige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Reichenhaller Markensalz

Deutschlandweit bekannt ist das Reichenhaller Markensalz. Dies wird in der Saline Bad Reichenhall der Südwestdeutschen Salzwerke AG gesiedet.

Weltweit bekannt sind die Patisserieprodukte der Firma Reber, am meisten wohl die Mozartkugeln, deren größter Produzent Reber heute ist. In der Stadt hat die älteste Latschenkiefernölbrennerei der Welt Josef Mack GmbH & Co.KG ihren Firmensitz.

Nach ihrem ersten Einzug von 1934 bis 1945 sind seit 1958 die in Bad Reichenhall erneut stationierten Gebirgsjäger ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Region. Seit 2012 trägt ihre Kaserne den Namen „Hochstaufen-Kaserne“.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits in der Antike verliefen im Gebiet der heutigen Stadt wichtige Verkehrsverbindungen.

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Bundesautobahn 8 verfügt die Stadt über eine Autobahnanbindung. Die Anschlussstelle Bad Reichenhall, mit der größten Verkehrsbedeutung für die Stadt, liegt allerdings in der nördlichen Nachbargemeinde Piding. Die Stadt ist über die B 20 an sie angebunden. Im Bad Reichenhaller Stadtgebiet selbst gibt es lediglich eine Viertelanschlussstelle im Ortsteil Schwarzbach mit Auffahrt von der B 21 in Richtung München.

Die B20 verbindet die Kreisstadt mit den anderen Mittelzentren des Landkreises, im Süden Berchtesgaden und im Norden Freilassing. Von Osten nach Westen verläuft die B21 durch das Stadtgebiet. Sie ist Teil des kleinen Deutschen Ecks und verbindet den Salzburger Zentralraum mit dem ebenfalls zum Land Salzburg gehörenden Pinzgau. Beide Bundesstraßen umfahren die Innenstadt als Umgehungsstraße auf gemeinsamer Trasse vom Gabler Knoten nordwestlich der Innenstadt bis zur Kretabrücke in deren Westen.

Bahn- und ÖPNV-Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Reichenhall liegt an der Bahnstrecke Freilassing–Berchtesgaden und verfügt über die beiden Bahnhöfe Bahnhof Bad Reichenhall und Bad Reichenhall-Kirchberg. Die Strecke wird hauptsächlich von der Berchtesgadener Land Bahn im Stundentakt bedient, bis Bahnhof Bad Reichenhall teils verdichtet. Es besteht ein Stadtbusverkehr sowie Busverbindungen in die Nachbarorte sowie in den Pinzgau und nach Salzburg.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Reichenhaller Tagblatt wurde 1840 gegründet und erschien von Anfang der 1970er bis 2015 mit den Mantelseiten des Traunsteiner Tagblatts. Es gehört seit 2014 zur Verlagsgruppe der Passauer Neuen Presse und übernimmt deren überregionalen Teil. Aus demselben Haus stammt das landkreisweite wöchentliche Anzeigenblatt Berchtesgadener Wochenblatt, das eine Auflage von 37.200 hat.

Der Sender Bad Reichenhall-Kirchholz versorgt seit 1967 die Kurstadt mit Radioprogrammen des Bayerischen Rundfunks. Empfangbar in Bad Reichenhall ist zudem u. a. seit dem 1. Januar 2009 der Lokalsender Bayernwelle SüdOst mit Sitz in Freilassing, der die Frequenz des 2008 eingestellten Senders Untersberg live übernommen hatte. Salzburgs Community Radio Radiofabrik sendet auf 107,5 MHz mehrere regelmäßige Formate speziell für Bad Reichenhall (Hallo Nachbarland, Rockradio Reichenhall und andere).[55] Produziert werden diese Sendungen ehrenamtlich von Bürgern der Stadt. Seit März 2015 ist ein Außenstudio im Bahnhof Kirchberg in Betrieb.[56]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt gibt es das Karlsgymnasium und die Mädchenrealschule der Erzdiözese München und Freising in St. Zeno. Weiterhin gibt es eine Mittelschule (St. Zeno), ein Sonderpädagogisches Förderzentrum, eine Montessori-Schule und drei Grundschulen (Heilingbrunnerstraße, St. Zeno/Marzoll und Karlstein).

Weitere Bildungseinrichtungen sind die Berufsfachschule für Krankenpflege an den Kliniken des Landkreises, die Städtische Musikschule, die Städtische Volkshochschule und die Steigenberger Hotelfachschule.

Im September 2009 wurde der Campus Bad Reichenhall der IUBH School of Business and Management eröffnet.[38][39]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rupert von Salzburg (um 650–718), Organisator der mittelalterlichen Salzgewinnung in Reichenhall, einer Legende nach Wiederentdecker der verschwundenen Solequellen und heute Stadtpatron von Reichenhall
  • Hans Reiffenstuel (1548–1620), erbaute zusammen mit seinem Sohn Simon in den Jahren 1617 bis 1619 die Soleleitung von Reichenhall nach Traunstein
  • Georg Friedrich von Reichenbach (1771–1826), bayerischer Ingenieur und Erfinder der Wassersäulenmaschine, erbaute 1817 die Soleleitung von Berchtesgaden nach Bad Reichenhall
  • Moritz von Schwind (1804–1871), Maler, Schöpfer der Fresken und des Kreuzweges in der Pfarrkirche St. Nikolaus
  • Gustav Ortenau (1864–1950), Lungenfacharzt in Bad Reichenhall
  • Carl Muth (1867–1944), Regimekritiker mit Verbindung zur „Weißen Rose“, starb 1944 in einem ins Bad Reichenhaller Hotel Axelmannstein evakuierten Münchner Krankenhaus
  • Max Bernuth (1872–1960), Kunstmaler, bedeutender Buchillustrator
  • Claire Waldoff (1884–1957), gestorben in Bad Reichenhall, deutsche Chanson-Sängerin
  • Theodor Thürmer (1890–1962), leitete von 1937 bis 1955 das Forstamt Reichenhall-Nord und lebte bis zu seinem Tod bei Bad Reichenhall
  • Nahum Goldmann (1895–1982), Gründer und Präsident des Jüdischen Weltkongresses, starb am 29. August 1982 in Bad Reichenhall
  • Draga Matković (1907–2013), Konzertpianistin
  • Heinz Oestergaard (1916–2003), Modeschöpfer

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Herbert Pfisterer: Bad Reichenhall in seiner bayerischen Geschichte. Motor + Touristik, München 1988.
  • Birgit Gruber-Groh: Bad Reichenhall (= Historischer Atlas von Bayern. 57) Lassleben, Kallmünz 1995, ISBN 3-7696-9948-3.
  • Johannes Lang: Geschichte von Bad Reichenhall. Ph.C.W. Schmidt, Neustadt/Aisch 2009, ISBN 978-3-87707-759-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bad Reichenhall – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Bad Reichenhall – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Ludwig-Maximilians-Universität München/Bayerisches Landesamt für Umwelt: Erdbebendienst Bayern: Subnetz Reichenhall
  3. a b Statistik. stadt-bad-reichenhall.de. Abgerufen am 23. Juli 2012.
  4. state-of-health.bayern.de (Memento vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive) zu Bad Reichenhall als Meran des Nordens
  5. Bernhard Mühr: Klimadiagramm von Bad Reichenhall (Erhebungszeitraum 1971–2000)
  6. 10. Ortsteil: Predigtstuhl
  7. Hermann Herrmann: Topographische Geschichte der Stadt Reichenhall und ihrer Umgebung. München 1858. S. 37
  8. hnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister, München, 1904
  9. Thomas Stöllner: Hallstatt. In: Reallexikon der germanischen Altertumskunde. Band 13, 1999, S. 439–441.
  10. Andreas Kraus, Geschichte Bayerns: Von den Anfängen bis zur Gegenwart, 1988, S. 88
  11. Gruber-Groh, Bad Reichenhall, S. 110
  12. 850 Jahre Stadt Bad Reichenhall – Eine Stadt macht Geschichte
  13. Herbert Pfisterer: "Bad Reichenhall in seiner bayerischen Geschichte", München 1988, Motor + Touristik Verlag, S. 105.
  14. Stefan Weinfurter, Die Gründung des Augustiner-Chorherrenstiftes – Reformidee und Anfänge der Regularkanoniker in Berchtesgaden, in: Geschichte von Berchtesgaden: Zwischen Salzburg und Bayern (bis 1594), Bd. 1, Hrsg. Walter Brugger et. al., Berchtesgaden 1991, S. 254.
  15. mom-ca.uni-koeln.de Urkunde vom 1. Dezember 1196, Lateran − „Papst Cölestin III. befiehlt dem Eb von Salzburg und den Äbten von St. Peter und Raitenhaslach (Raitenhaselac) auf Bitte des Domkapitels den Streit desselben mit dem Stift Berchtesgaden wegen Beeinträchtigung bei der ihm von Eb Konrad I. geschenkten Saline am Tuval zu entscheiden.“; Quelle Regest: Salzburger Urkundenbuch, II. Band, Urkunden von 790 bis 1199. Willibald Hauthaler und Franz Martin. S. 683. in Monasterium.Net.
  16. mom-ca.uni-koeln.de Urkunde von 1198, Salzburg − „Eb Adalbert III. verfügt, dass aller Ertrag von neuentdeckten Salzwerk am Tuval, vom Barmstein (Pabensteine) bis (Nieder-) Alm (Alben) und Grafengaden (Grauengadamen), zwischen dem Erzbischof, dem Domkapitel und dem Stift Berchtesgaden gleichmäßig geteilt werden soll, ebenso auch der Ertrag eines von einer der Parteien unternommenen neuen Baues.“; Quelle Regest: Salzburger Urkundenbuch, II. Band, Urkunden von 790 bis 1199. Willibald Hauthaler und Franz Martin. S. 706. in Monasterium.Net.
  17. A. Helm: Berchtesgaden im Wandel der Zeit, Stichwort: Geschichte des Landes, S. 108–109.
  18. Joseph Ernst von Koch-Sternfeld: Geschichte des Fürstenthums Berchtesgaden und seiner Salzwerke, Band 1. Salzburg 1815; S. 84 sowie dazu davor auch ab S. 80 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  19. Karl Heinrich Ritter von Lang: Baierns alte Grafschaften und Gebiete als Fortsetzung von Baierns Gauen, Nürnberg 1831, Riegel und Wießner, S. 99-100.
  20. Karl Heinrich Ritter von Lang: Baierns alte Grafschaften und Gebiete als Fortsetzung von Baierns Gauen, Nürnberg 1831, Riegel und Wießner, S. 99-100. Lang schreibt von einem "Leudold V." als letzten Peilsteiner - hier dürfte evtl. eine Verwechselung mit dem 1219 verstorbenen Luitold III. aus dem Plainer Haus vorliegen.
  21. Joseph Ernst von Koch-Sternfeld: Geschichte des Fürstenthums Berchtesgaden und seiner Salzwerke, Band 1. Salzburg 1815; S. 100–101. Koch-Sternfeld hebt zwar das Aussterben einer Line der Planer hervor, nach neuerer Literatur war aber das Aussterben der Peilsteiner hier entscheidend (vgl. Fröhlich in "Marzol").
  22. Herbert Fröhlich: Marzoll, S. 98. Fröhlich nennt ausschließlich das Aussterben der Peilsteiner als Ausgangspunkt für den Vergleich zwischen Herzog und Erzbischof.
  23. a b Joseph Ernst von Koch-Sternfeld: Geschichte des Fürstenthums Berchtesgaden und seiner Salzwerke, Band 1. Salzburg 1815; S. 100–101 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  24. Manfred Niemeyer (Hrsg.): Deutsches Ortsnamenbuch. De Gruyter, Berlin/Boston 2012, S. 515 f.; laut Thomas Stöllner: Hallstatt. In: Reallexikon der germanischen Altertumskunde. Band 13, 1999, S. 439 allerdings erst 1353.
  25. stadt-bad-reichenhall.de Stadtgeschichte – Chronik, Kurzer Abriss der Bad Reichenhaller Geschichte auf den Webseiten der Stadt Bad Reichenhall
  26. a b Hermann Herrmann: Topographische Geschichte der Stadt Reichenhall und ihrer Umgebung. München 1858. S. 69–71
  27. Hanns Freydank: Zur Geschichte der Saline Traunstein in Bayern. In: Zeitschrift für das Berg-, Hütten- und Salinenwesen im Deutschen Reich. Band 83, Nr. 10, 1935, S. 535
  28. a b Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. S. 434
  29. J. Lang: 50 Jahre Spielbank Bad Reichenhall – Die Geschichte von Bayerns erster Spielbank. 2005.
  30. Bad Reichenhall: Neuer Name für die Kaserne. BGLand24.de vom 17. September 2012
  31. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 597.
  32. Tankwagenunfall in Bad Reichenhall am 22. November 1982 Website der Freiwilligen Feuerwehr Bad Reichenhall, abgerufen am 12. Mai 2012
  33. Jungbrunnen für die Kur. In: Die Zeit vom 10. Oktober 1997, online abgerufen unter merkur.de
  34. Süddeutsche Zeitung vom 4. Januar 2006: Wolfgang Heitmeier – Rathauschef unter öffentlichem Druck
  35. Amoklauf in Bad Reichenhall. Bericht im Spiegel vom 2. November 1999
  36. Amoklauf in Bad Reichenhall Polizei rätselt über das Motiv. Der Spiegel 2. November 1999
  37. a b Webseite zu Bad Reichenhall auf alpine-pearls.com
  38. a b dpa: Hochschule auf Areal der eingestürzten Reichenhaller Eishalle, Meldung im Münchner Merkur, online ab 7. Mai 2009 unter merkur.de
  39. a b Campus Bad Reichenhall, Webseite zum Standort Bad Reichenhall der IUBH School of Business and Management, online unter iubh.de
  40. Kein Campusneubau an der Münchner Allee, online unter heimatzeitung.de am 7. Oktober 2013.
  41. Stadtratssitzung vom 18. September 2008 (PDF; ca. 300 kB) TOP 3; S. 12.
  42. Kirchholztunnel-Bürgerentscheid scheitert am Quorum, online unter www.wochenblatt.de am 21. April 2013.
  43. Berchtesgadener Land Tourismus GmbH „Zur Geschichte des Landkreises“: "Der Landkreis „Berchtesgadener Land" bildet sowohl geschichtlich und kulturell als auch wirtschaftlich eine Einheit; alle drei Teile – das eigentliche „Berchtesgadener Land" (im engeren Sinne der ehemaligen Landesherrschaft der Fürstpropstei Berchtesgaden), die Stadt Bad Reichenhall und das Land um Laufen – standen seit dem frühen Mittelalter über die Jahrhunderte hinweg bis hin zum Anfang des 19. Jahrhunderts im Spannungsfeld zwischen dem Fürsterzbistum Salzburg und dem Herzogtum Bayern, die den Salzreichtum des Gebietes beide für sich beanspruchten."
  44. Dito: Gebrauch des Begriffs Berchtesgadener Land – „Das Berchtesgadener Land (lassen wir uns durch die irritierende Landkreisbezeichnung im Zug der Gebietsreform nicht verunsichern!) ist die Bezeichnung des Territoriums des ehemaligen Hochstiftes Berchtesgaden. Der Gebietsumfang des Territoriums ist deshalb exakt zu bestimmen.“ – Günter Kampfhammer: Gebietsnamen in Bayern S. 621; in Dieter Harmening, Erich Wimmer, Wolfgang Brückner (Hrsg.): Volkskultur, Geschichte, Region: Festschrift für Wolfgang Brückner zum 60. Königshausen & Neumann, Würzburg 1992.
  45. prangerschuetzen.de: Der Rupertiwinkel
  46. gsk-reichenhall.de Internetseite der Gebirgsschützen-Kompanie Reichenhall
  47. Bayerisches Landesamt: statistik.bayern.de (PDF, Volkszählungen 1970 und 1987, S. 6 von 29.)
  48. ergebnisse.zensus2011.de
  49. Stefan Rademacher: Religion in Berlin: ein Handbuch, ein Projekt der „Berlin-Forschung“ der Freien Universität Berlin, 2003, S. 449
  50. bgland24.de, Kommunalwahlergebnisse Reichenhall
  51. Politik, Angaben der Stadt zu Oberbürgermeister, Stadtrat und vertretene Parteien, online unter stadt-bad-reichenhall.de
  52. Lt. Amtliches Endergebnis der Stichwahl; PDF-Datei dazu nicht mehr abrufbar
  53. a b c d hdbg.de Zu Bedeutung und Ursprung des Bad Reichenhaller Wappens in Haus der Bayerischen Geschichte
  54. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 118
  55. radiofabrik.at: Page Hallo Nachbarland, abgerufen am 26. Juli 2013
  56. radiofabrik.at: Projekt Außenstudio Reichenhall, abgerufen am 7. Juli 2015