Landkreis Berchtesgadener Land

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Dieser Artikel erläutert den Landkreis Berchtesgadener Land, zu anderen Bedeutungen siehe Berchtesgadener Land.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Berchtesgadener Land Deutschlandkarte, Position des Landkreises Berchtesgadener Land hervorgehobenKoordinaten: 47° 42′ N, 12° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Verwaltungssitz: Bad Reichenhall
Fläche: 839,97 km²
Einwohner: 103.907 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 124 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: BGL
Kreisschlüssel: 09 1 72
Kreisgliederung: 15 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Salzburger Straße 64
83435 Bad Reichenhall
Webpräsenz: www.lra-bgl.de
Landrat: Georg Grabner (CSU)
Lage des Landkreises Berchtesgadener Land in Bayern
Weiden in der Oberpfalz Straubing Würzburg Schwabach Schweinfurt Regensburg Rosenheim Nürnberg Nürnberg Passau Landshut Memmingen Kaufbeuren Kempten (Allgäu) Ingolstadt Fürth Hof Erlangen Coburg Bayreuth Bamberg Augsburg München Aschaffenburg Amberg Ansbach Landkreis Würzburg Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Unterallgäu Landkreis Traunstein Landkreis Tirschenreuth Landkreis Straubing-Bogen Landkreis Starnberg Landkreis Schweinfurt Landkreis Schwandorf Landkreis Rottal-Inn Landkreis Roth Landkreis Rosenheim Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Regensburg Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Regen Landkreis Passau Landkreis Ostallgäu Landkreis Oberallgäu Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neu-Ulm Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis München Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Miltenberg Landkreis Miesbach Landkreis Main-Spessart Landkreis Lindau (Bodensee) Landkreis Lichtenfels Landkreis Landshut Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Kulmbach Landkreis Kronach Landkreis Kitzingen Landkreis Kelheim Landkreis Hof Landkreis Haßberge Landkreis Günzburg Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Fürth Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Freyung-Grafenau Landkreis Freising Landkreis Forchheim Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Erding Landkreis Eichstätt Landkreis Ebersberg Landkreis Donau-Ries Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Deggendorf Landkreis Dachau Landkreis Coburg Landkreis Cham Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Bayreuth Landkreis Bamberg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Bad Kissingen Landkreis Augsburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Ansbach Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Altötting Landkreis Aichach-Friedberg Bodensee Schweiz Österreich Baden-Württemberg Hessen Tschechien Sachsen ThüringenKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Berchtesgadener Land liegt im Südosten Oberbayerns und gehört zur EuRegio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein. Verwaltungssitz des Landkreises ist die Große Kreisstadt Bad Reichenhall, in den ehemaligen Kreisstädten Berchtesgaden und Laufen verblieben jedoch verschiedene Einrichtungen des Landkreises sowie Behörden anderer Gebietskörperschaften.

Der Landkreis ist neben Garmisch-Partenkirchen und dem Oberallgäu der einzige in Deutschland mit Gipfeln jenseits der 2.500 m ü.NHN-Marke und somit hochalpin. Mit dem Watzmann (2.713 m ü.NHN) befindet sich der höchste Gipfel Deutschlands, der in vollem Umfang auf deutschem Staatsgebiet steht, auf dem Kreisgebiet des Berchtesgadener Landes. Das Berchtesgadener Land genießt zugleich nach dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen mit 2.325 Höhenmetern die höchste Höhenamplitude eines deutschen Landkreises (tiefster Punkt 388 m ü.NHN; höchster Punkt: 2.713 m ü.NHN).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis Berchtesgadener Land bildet die Südostecke Bayerns und Deutschlands. Keilförmig („Schwanzspitze des bayerischen Löwen“) ragt er nach Österreich hinein. Im Osten, Süden und Südwesten ist die Landkreisgrenze zugleich Staatsgrenze. Westlicher und nordwestlicher Nachbar ist der Landkreis Traunstein. Während der nördliche Teil leicht hügelig ist, mit einigen kleinen Seen wie dem Abtsdorfer See, der Salzach als Grenze zu Österreich, ist der südliche Landkreis (ab Bad Reichenhall bzw. dem Hallthurmer Berg) in den bayrischen Alpen gelegen. Höchster Punkt: 2713 m (Watzmann-Mittelspitze), tiefster Punkt: 383 m (Einmündung des Schinderbaches in die Salzach in Laufen).

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegliedert ist der Landkreis in drei geographische Regionen:[2] die voralpine mit den Städten Laufen und Freilassing, die alpine um die Große Kreisstadt Bad Reichenhall und die hochalpine um Berchtesgaden.

Fläche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit einer Fläche von 840 km² nimmt der Landkreis Berchtesgadener Land unter den 71 bayerischen Landkreisen die 43. Stelle ein; unter den 20 oberbayerischen Landkreisen steht er an 9. Stelle. Er gehört damit in Bayern zu den mittelgroßen Landkreisen.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Landkreis gibt es drei Naturschutzgebiete, 20 Landschaftsschutzgebiete, 13 FFH-Gebiete und mindestens 63 ausgewiesene Geotope (Stand April 2016). Das größte Naturschutzgebiet ist das 1955 eingerichtete Naturschutzgebiet Östliche Chiemgauer Alpen.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbarkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis Berchtesgadener Land grenzt im Norden und Nordwesten an den Landkreis Traunstein und ist im Osten, Süden und Südwesten vom österreichischen Bundesland Salzburg umgeben.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 30. Juni 2004 hatte der Landkreis 101.926 Einwohner (davon etwa 52 % weiblich). Damit gehört er auch der Bevölkerung nach zu den mittelgroßen Landkreisen. In Oberbayern steht er an 13., in Bayern an 46. Stelle. Die Bevölkerungsdichte liegt mit 121 Einwohnern pro Quadratkilometer deutlich unter dem bayerischen Durchschnitt. Durch die „Völkerwanderungen“ der Kriegs- und Nachkriegszeit schnellten von 1944 bis 1950 die Einwohnerzahlen ungewöhnlich hoch. 1946 waren 35 % der Landkreisbevölkerung Heimatvertriebene, 1972 nur noch 25 %. 82 % der Bevölkerung sind römisch-katholisch, 14 % evangelisch-lutherischer Konfession. Der Ausländer-Anteil beträgt etwa 11 %; von 1972 bis 2004 sind über 13.000 Menschen zugezogen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2008 gewann der Landkreis rund 10.000 Einwohner hinzu bzw. wuchs um rund 11 %. Seit 2006 ist die Einwohnerentwicklung leicht rückläufig.

Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 1995 2000 2005 2008 2012
Einwohner 27.227 36.160 59.793 84.336 81.340 86.287 90.689 98.946 99.848 102.587 102.162 101.875

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturlandschaften im Landkreis

Das heutige Landkreisgebiet gehörte ursprünglich vollständig zum baierischen Stammesherzogtum. Ab dem 13. Jahrhundert gelangten wechselnd große Teile davon in das politisch eigenständig gewordene Fürsterzbistum Salzburg, während das Klosterstift Berchtesgaden zunehmend höhere Gerichtsbarkeiten und damit auch weltliche Macht auf sich vereinigen und ab 1559 als Fürstpropstei Berchtesgaden für das Berchtesgadener Land gleiche Eigenständigkeit wie das fürsterzbischöfliche Salzburger Land erringen konnte.

Historisch ergibt sich daraus eine Gliederung des Landkreises in drei Teile: im Süden das „eigentliche Berchtesgadener Land (im engeren Sinne der ehemaligen Landesherrschaft der Fürstpropstei Berchtesgaden)“,[4] nördlich davon die Stadt Bad Reichenhall und ihr Umland sowie daran angrenzend wiederum der südliche Teil des Rupertiwinkels.

Berchtesgadener Land[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann Baptist Homann: „Stift Berchtolsgaden“ und angrenzende Territorien (c. 1715), Kartenauszug

Die Besiedelung des hochalpinen Gebietes um den heutigen Markt Berchtesgaden setzte mit den ersten Rodungsaktivitäten von Augustiner Chorherren Anfang des 12. Jahrhunderts ein. 1122 wurde in Berchtesgaden ein erster Bauabschnitt oder Notbau der Stiftskirche eingeweiht. Im Laufe der Jahrhunderte konnte sich das Gemeindewesen entwickeln und gelangte auf Grund der reichen Salzvorkommen und des von Kaiser Friedrich Barbarossa übertragenen Salzregals zu erheblichem Wohlstand. Die Salzvorkommen führten allerdings auch immer wieder zu „Salzirrungen“[5] bzw. kriegerischen Auseinandersetzungen mit dem Erzbistum Salzburg. Zudem machten die pröpstlichen Regenten weit mehr Schulden, als sie Einnahmen hatten, so dass Teile des Gebietes verpfändet und von 1393 bis 1404 das komplette Gebiet in das Erzbistum Salzburg inkorporiert wurde. Davor und danach sind dem 1380 als Zepterlehen zur Reichsprälatur aufgestiegenen Klosterstift Berchtesgaden dennoch immer mehr Rechte bis hin zur Blutgerichtsbarkeit übertragen worden, bis es 1559 schließlich zur Fürstpropstei Berchtesgaden erhoben wurde und dadurch völlige Reichsunmittelbarkeit erlangte. Erst 1803 im Rahmen der allgemeinen Säkularisation in Bayern wurde die fürstpröpstliche, d.h. geistliche und weltliche Eigenständigkeit aufgehoben und das Berchtesgadener Land ging vorerst in dem neugegründeten Kurfürstentum Salzburg auf. Nach dem Frieden von Pressburg 1805 fiel es an das Kaiserreich Österreich, 1809 unter Napoleon an Frankreich und 1810 wurde es schließlich dem Königreich Bayern angegliedert.

Heute entspricht das Gebiet des einst fürstpröpstlich regierten und heute noch als eigene Kulturlandschaft ausgewiesenen Berchtesgadener Landes dem Südlichen oder Inneren Landkreis mit den Gemeinden Berchtesgaden, Bischofswiesen, Marktschellenberg, Ramsau bei Berchtesgaden und Schönau am Königssee sowie den gemeindefreien Gebieten Eck und Schellenberger Forst.

Herzoglich bayerisches Reichenhall und Umland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seinen Namen führt Reichenhall seit dem 14. Jahrhundert.[6] Bereits 1.800 v. Chr. besiedelt, hatte der Ort vom Frühmittelalter an bis ins 12. Jahrhundert eine Monopolstellung an Solevorkommen und Salzverarbeitung inne, die ihm Ansehen und den namensgebenden Reichtum verschaffte.[6] 1196 wurde die Stadt auf Veranlassung des Salzburger Erzbischofs in Schutt und Asche gelegt. Seit dessen Entstehung gehörte die Region zum bairischen Herzogtum. Ab dem ausgehenden 13. Jahrhundert ein herzoglich bayerisches Land- und Pfleggericht mit Sitz auf Burg Gruttenstein, ging mit Inbetriebnahme der Salinen von Berchtesgaden und Hallein ein Monopolbruch einher, der nach und nach beinahe zum völligen Niedergang der Reichenhaller Salzverarbeitung geführt hätte. Ende des 15. Jahrhunderts kaufte jedoch der Bayernherzog sämtliche Salzsiedeanlagen auf, modernisierte sie und sorgte so für eine staatliche Monopolisierung des bayerischen Salzwesens.[6] 1803 war die Stadt und sein Umland längst Teil des Herzogtum Bayerns und ging 1806 übergangslos ins Königreich Bayern über.

Heute entspricht das Gebiet der einst sich von Salzburg absetzenden herzoglich bayerischen Grenzregion den Gemeinden und Städten Bad Reichenhall, Bayerisch Gmain und Schneizlreuth.

(südlicher) Rupertiwinkel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Rupertiwinkel

Das Gebiet des Rupertiwinkels unterstand bis zur Säkularisation im Jahre 1803 dem Erzbistum Salzburg. 1810 wurde es zusammen mit Salzburg dem Königreich Bayern angegliedert und verblieb hier nach 1816, als das Salzburger Land an der Saalach-Salzach-Linie geteilt wurde und der östliche Teil (heute: Land Salzburg) in das Kaisertum Österreich überging. Nach 1816 hat sich für die in Bayern verbliebene Kulturlandschaft die Bezeichnung Rupertiwinkel eingebürgert, die sich auf Rupert (690–710), den als Heiligen und „Apostel der Baiern“ verehrten ersten Bischof von Salzburg bezieht. Seit 2011 liegen vom Bayerischen Landesamt für Umwelt Entwürfe einer Neugliederung Bayerischer Kulturlandschaften vor, die den Raum des Rupertiwinkels aber wie bereits zuvor beschrieben belässt, da er sich „anhand der historischen Territorialgrenze gut von seinen Nachbarräumen abtrennen [lässt], auch wenn die landschaftlichen Übergänge fließend sind.“[7]

Heute bildet der südliche Teil des einst von Salzburg beherrschten Rupertiwinkels den Nördlichen Landkreis mit den Gemeinden und Städten Ainring, Anger, Freilassing, Laufen, Piding, Saaldorf-Surheim und Teisendorf.

Eingliederung in das Königreich Bayern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1810 gehörte neben Reichenhall und seinem Umland auch das restliche heutige Kreisgebiet vollständig zum Königreich Bayern und war anfangs in die Landgerichte Berchtesgaden (1811), Reichenhall (1803) und Laufen (1810) gegliedert, die allesamt bis 1817 dem Salzachkreis, anschließend dem Isarkreis angehörten, der 1837 zum Regierungsbezirk Oberbayern wurde. 1862 entstanden aus den Landgerichten Berchtesgaden und Reichenhall das Bezirksamt Berchtesgaden, aus den Landgerichten Laufen und Tittmoning das Bezirksamt Laufen.

Ehem. Empfangsgebäude Bahnhof Königssee (2011)

1890 erlangte Reichenhall wegen seines Mitte des 19. Jahrhunderts eingerichteten Soleheilbads zur Behandlung von Atemwegserkrankungen das Prädikat zur Führung des Namenszusatzes Bad und heißt seither Bad Reichenhall.[6] Ab 1929 stand Bad Reichenhall als kreisunmittelbare bzw. kreisfreie Stadt nicht mehr unter der Verwaltung des Bezirksamtes Berchtesgaden.

Als Verlängerung der Bahnstrecke Salzburg–Hangender Stein ging 1907 die ab 1908 elektrifizierte Bahnstrecke Berchtesgaden–Hangender Stein in Betrieb. Diese Staatsbahnstrecke wurde aber 1938/39 für den Bau einer nie vollendeten zweigleisigen Hauptbahn nach Salzburg stillgelegt. Ebenfalls nur zeitlich begrenzt schaffte der sogenannte Königsseer Bahnhof auf dem einstigen Triftplatz am Rande des Schönauer Gemeindegebietes gegenüber dem Hauptbahnhof Berchtesgaden eine Verbindung zur Königsseebahn, die zwischen 1909 und 1966 von Berchtesgaden nach Königssee verkehrte.

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Nationalsozialismus war im Bischofswiesener Ortsteil Stanggaß die „Kleine Reichskanzlei“ als zweiter Regierungssitz des Deutschen Reichs eingerichtet worden und Hitlers Landhaus Berghof auf dem Obersalzberg sowie das Kehlsteinhaus dienten Repräsentationszwecken. Neben den hier von Adolf Hitler verfassten etwa 125 Gesetzen und Verordnungen wurde hier unter anderem auch am 12. Februar 1938 dem Bundesstaat Österreich das Berchtesgadener Abkommen abverlangt.

Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[8] So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Berchtesgaden und Laufen.

Bad Reichenhall wurde 1940 wieder in den Landkreis Berchtesgaden eingegliedert.

Nachkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurden ab Mai 1945 die Landkreise Berchtesgaden und Laufen von den amerikanischen Besatzungstruppen neu installiert.[9][10] Am 20. April 1946 wurden die Kreistage durch die Bevölkerung gewählt. Von 1948 bis 1972 erhielt Bad Reichenhall erneut den Status einer kreisfreien Stadt.

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Juli 1972 der Landkreis Berchtesgaden, der südliche Teil des Landkreises Laufen sowie die kreisfreie Stadt Bad Reichenhall zum neuen Landkreis Bad Reichenhall zusammengeschlossen. Am 1. Mai 1973 erhielt der Kreis seine heutige Bezeichnung „Landkreis Berchtesgadener Land“.

Der Landkreis Laufen hatte zuvor erfolglos gegen seine Aufteilung sowie gegen den Plan, die Kreisverwaltung des neuen Landkreises nicht in der Stadt Laufen, sondern in Bad Reichenhall zu installieren, mehrfach heftigen Protest eingelegt.[11]

Als Kreisstadt hatte der Kreistag Freilassing gewählt, der Freistaat Bayern bestimmte allerdings davon abweichend die Stadt Bad Reichenhall, die zudem aufgrund des Verlustes der Kreisfreiheit zur Großen Kreisstadt erhoben wurde. Im Mai 1980 wurde im neu errichteten Landratsamt in Bad Reichenhall die Arbeit aufgenommen und im Gegenzug die Außenstelle des Landratsamtes in Berchtesgaden aufgelöst.[12] In den ehemaligen Kreisstädten Berchtesgaden bzw. Laufen verblieben allerdings verschiedene Einrichtungen des Landkreises sowie Behörden anderer Gebietskörperschaften.

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Analog zu der Erstbezeichnung „Landkreis Bad Reichenhall“ sollte für den 1972 nach der Gebietsreform entstandenen Landkreis das am 1. Juli 1956 für die kreisfreie Stadt Bad Reichenhall eingeführte Kfz-Kennzeichen REI übernommen werden. Insbesondere wegen heftiger Proteste aus dem vormaligen Landkreis Berchtesgaden gegen den Verlust seines BGD[13] blieben dessen Kfz-Kennzeichen sowie das des Landkreises Laufen (LF) noch für einige Jahre gültig. Erst seit dem 1. August 1979 gilt für den ganzen Landkreis das am 12. Februar 1979 eingeführte Kfz-Kennzeichen BGL.[12]

Geografisch-soziokulturelle Zuordnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die geografische Gliederung des Landkreises entspricht im Wesentlichen auch seiner Gliederung in drei historisch, soziokulturelle Kulturlandschaften. Die voralpine des einst zum Fürsterzbistum Salzburg gehörenden Rupertiwinkels, die alpine mit der schon vor der Säkularisation zum Herzogtum Bayern gehörenden Stadt Bad Reichenhall und ihrem Umland sowie die hochalpine in der namensgebenden, bis 1803 fürstpröpstlich eigenständigen Kernregion des Berchtesgadener Landes.[14]

Gemeinden und Städte des Landkreises gegliedert nach
historisch, soziokulturellen Kulturlandschaften
Durchgehend bei Bayern Berchtesgadener Land Rupertiwinkel
Bad Reichenhall Berchtesgaden Ainring
Bayerisch Gmain Bischofswiesen Anger
Schneizlreuth Marktschellenberg Freilassing
  Ramsau bei Berchtesgaden Laufen
  Schönau a.Königssee Piding
  Eck1 Saaldorf-Surheim
  Schellenberger Forst1 Teisendorf
1) Gemeindefreie Gebiete

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreisräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreistagswahl 2014
 %
50
40
30
20
10
0
45,4 %
20,4 %
15,5 %
12,3 %
3,2 %
1,8 %
1,4 %
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer

Die 60 Kreisräte verteilen sich in der Wahlperiode 2014–2020 laut den vorläufigen Wahlergebnissen wie folgt:[15]

unter ihnen: Georg Hackl; Michaela Kaniber (alle CSU) und Bartl Wimmer (GRÜNE).

Zu den ehemaligen Kreisräten zählen: Anton Kern, Roland Richter (alle CSU) und Bärbel Kofler (SPD)

Landkreispartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis Berchtesgadener Land pflegt eine enge Beziehung zum polnischen Landkreis Bełchatowski. Am 13. September 2007 wurde die Vereinbarung zur Landkreispartnerschaft, im Rahmen einer gemeinsamen Sondersitzung beider Kreistage unterzeichnet.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Landkreis Berchtesgadener Land.png

Blasonierung: Über dem Schildfuß mit den bayerischen Rauten sind zwei in Gold und Blau gespaltene Felder. In dem vorderen goldenen Feld ist ein rot bewehrter schwarzer Löwe, auf dem blauen Feld dahinter sind schräg gekreuzt ein goldener und ein silberner Schlüssel.

Das goldene Feld spiegelt den Anteil des vormaligen Landkreises Laufen, dessen Gebiet lange Zeit unter der Herrschaft der Fürsterzbischöfe von Salzburg stand, worauf der sogenannte „Salzburger Löwe“ hinweist. Die gekreuzten Schlüssel stehen für das Gebiet des früheren Landkreises Berchtesgaden sowie die frühere Fürstpropstei Berchtesgaden als Attribute von deren Patron St. Petrus; die frühere kreisfreie Stadt Bad Reichenhall schließlich wird als Teil der wittelsbachischen Kernlande durch die bayerischen Rauten symbolisiert.

Dieses Wappen führt der Landkreis seit 1973 auf Beschluss des Kreistags und mit Zustimmung der Regierung von Oberbayern.[16]

Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berchtesgaden Eck (gemeindefreies Gebiet) Schneizlreuth Schellenberger Forst Ainring Anger (Berchtesgadener Land) Bad Reichenhall Bayerisch Gmain Berchtesgaden Bischofswiesen Freilassing Laufen (Salzach) Marktschellenberg Piding Ramsau bei Berchtesgaden Saaldorf-Surheim Schneizlreuth Schönau am Königssee Teisendorf Landkreis Traunstein ÖsterreichMunicipalities in BGL.svg
Über dieses Bild

Städte

  1. Bad Reichenhall, Große Kreisstadt (17.443)
  2. Freilassing (16.522)
  3. Laufen (6954)

Märkte

  1. Berchtesgaden (7888)
  2. Marktschellenberg (1741)
  3. Teisendorf (9310)

Gemeindefreie Gebiete
(41,87 km², alle unbewohnt)

  1. Eck (12,60 km²)
  2. Forst Sankt Zeno (12,26 km²; am 1. Januar 2011 in Schneizlreuth und Bad Reichenhall eingegliedert)
  3. Schellenberger Forst (17,01 km²)

Gemeinden

  1. Ainring (9672)
  2. Anger (4398)
  3. Bayerisch Gmain (3110)
  4. Bischofswiesen (7500)
  5. Piding (5384)
  6. Ramsau b.Berchtesgaden (1747)
  7. Saaldorf-Surheim (5378)
  8. Schneizlreuth (1316)
  9. Schönau a.Königssee (5544)

Keine Verwaltungsgemeinschaften

Einwohnerzahlen in Klammern, Stand: 31. Dezember 2015[17]

Siehe auch:

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinden des Berchtesgadener Landes, insbesondere aber die sie umgebende Landschaft mit den Berchtesgadener Alpen haben zahlreiche Künstler inspiriert.

Bildende Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Caspar David Friedrich haben sich über die Jahrhunderte hinweg noch einige andere Bildende Künstler als (Landschafts-)Maler, Grafiker und Kupferstecher Berchtesgaden und seine Umgebung als Sujet gewählt. So entstanden nicht nur Ölgemälde, sondern auch Grafiken, die Büchern zur Illustration dienten.

19. Jahrhundert:

20. Jahrhundert:

Innerhalb des einst fürstpröpstlich regierten Berchtesgadener Landes bzw. dem heutigen Südlichen oder Inneren Landkreis werden seit 2012 alljährlich Offene ExTempores für Bildkunst im Berchtesgadener Land veranstaltet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludwig Ganghofer ließ eine ganze Reihe seiner Romane im Berchtesgadener Land spielen, aber auch die norwegischen Schriftsteller Jonas Lie und Henrik Ibsen haben sich hier aufgehalten und möglicherweise von Land und Leuten inspirieren lassen.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sagenwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf den Untersberg
Blick vom Soleleitungsweg zur Reiteralpe

Nicht zuletzt die Berchtesgaden einrahmenden Berge bilden den Hintergrund für zahlreiche Sagen:[19]

  • Allen voran ist das zum Wahrzeichen gewordene Watzmann-Massiv sagenumwoben. So werden seine neun Gipfel als Königsfamilie gedeutet, die wegen ihrer Grausamkeit versteinerte. Wobei der aus drei Gipfeln (Hocheck, Mittelspitze, Südspitze) bestehende Hauptberg den König, der gegenüberliegende Gipfel die Königin (Watzmannfrau) und die sieben dazwischen liegenden Gipfel die Kinder symbolisieren.
  • Der Untersberg gegenüber, der sich ins benachbarte Salzburg erstreckt, dient der Sage nach einem Kaiser als Behausung. Je nach Erzählweise harren hier Kaiser Karl der Große oder Friedrich Barbarossa in todesähnlichem Schlaf, um beim Jüngsten Gericht oder wenn Unglauben und Gewalt den höchsten Grad erreichen mit ihrem Heer für das Gute den Sieg zu erringen. In einer anderen Version heißt es, der Kaiser schliefe dort, bis sein Bart siebenmal um den Tischfuß gewachsen sei.
  • Neben diesem schlafenden Heer sollen im Untersberg aber auch Riesen (Riese Abfalter), so genannte Wildfrauen, die ähnlich den Heinzelmännchen gute Dienste leisteten, und natürlich auch Zwerge (Untersberg Manndln) gehaust und gewirkt haben.
  • Nicht zu vergessen der Teufel, der die Wilde Jagd anführt und nicht nur auf einer Teufelskopf genannten Felswand der Reiteralpe seine Spuren hinterlassen hat sowie zahlreiche Geister, die auf Bergen und als ertrunkenen Seelen in den Seen zum Guten mahnen oder auch zum gespenstischen Kegelspiel einladen.
  • Für den Ursprung des Namens Berchtesgaden gibt es gleich mehrere Sagen: Nach einer leitet er sich von der Sagengestalt Berchta bzw. Perchta ab, die auch mit Frau Holle gleichgesetzt wird. Eine andere behauptet, er wäre einem gewissen Berchtold zu verdanken, dem eine Nixe vom Königssee den Weg zum Salz und zur rechtschaffenen Arbeit als Bergmann im noch heute existierenden Salzbergwerk Berchtesgadens gewiesen hätte.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das heutige Kreisgebiet führt der 1860 zuletzt eröffnete Abschnitt Rosenheim – Salzburg der „Bayerische Maximiliansbahn“ benannten Ost-West-Verbindung zwischen München und Salzburg. Bauherr waren die Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen, die 1866 auf dieser Strecke in der Grenzstadt Freilassing für die Abzweigung in Richtung Süden nach Bad Reichenhall einen Knotenbahnhof einrichtete. 1888 ist die Abzweigung nach Bad Reichenhall um die schwierige Steilstrecke bis Berchtesgaden verlängert worden. Nach Norden wurde 1890 die Bahnverbindung von Freilassing zunächst bis nach Laufen an der Salzach und von dort 1894 in Richtung Mühldorf erweitert. Seit 2006 ist die Bahnstrecke Freilassing–Berchtesgaden in das S-Bahnsystem von Salzburg integriert.

Die wichtigste Fernverkehrsanbindung des Landkreises ist die Bundesautobahn 8 von München kommend nach Salzburg mit den Anschlussstellen Piding und Neukirchen, der Behelfsanschlussstelle Anger sowie der Halbanschlussstelle am Walserberg. In Längsrichtung von Berchtesgaden bis Laufen und von hier aus weiter nach Norden zieht sich die B 20 als Verkehrsachse durch den Landkreis. Die Deutsche Alpenstraße B 305 führt von Marktschellenberg über Berchtesgaden, Ramsau und Schneizlreuth bis zur Landkreisgrenze bei Inzell und stellt für den südlichen Landkreisteil die kürzeste Anbindung an den Nachbarlandkreis Traunstein dar. Die Bundesstraße 21 ist die kürzeste Verbindung zwischen dem Osten des österreichischen Bundeslandes Salzburg und dem Pinzgau sowie Tirol. Die Route stellt deshalb eine bedeutende Transitstrecke für das Nachbarland Österreich dar („kleines deutsches Eck“).

Panoramastraßen erschließen die einzigartige Bergwelt, zum Beispiel die Roßfeldhöhenringstraße (mautpflichtig, Scheitelpunkt 1600 m), die Kehlsteinstraße (nur Busbetrieb, bis 1700 m) oder die Hochschwarzeckstraße.

Das Berchtesgadener Land ist gut an den Luftverkehr angebunden. Der internationale Flughafen Salzburg ist vom Landkreis aus in wenigen Kilometern zu erreichen. Der internationale Flughafen München ist etwa 1,5 Autostunden entfernt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Landkreis liegt der Anteil des produzierenden Gewerbes inklusive Handwerk an der Wirtschaftskraft des Landkreises bei etwa 30 Prozent. Damit stellen produzierende Unternehmen die stärkste Branche im Landkreis, gefolgt von der Gesundheitswirtschaft und dem Handel beziehungsweise Großhandel.[20] Die Einkommenswertschöpfung aus dem Tourismus inklusive der Sekundäreffekte ergab einen Anteil von 11,4 Prozent an der gesamten Einkommenswertschöpfung des Landkreises.[20] Dass der touristische Anteil mit Beschäftigtenzahlen von etwa sieben bis acht Prozent der Beschäftigten noch niedriger als die prozentuale Einkommenswertschöpfung ist, liegt daran, dass die Einkommen im Tourismus von Kleingewerbe geprägt sind bzw. viele Kleinvermieter keine Angestellten haben und alle Leistungen selbst erbringen.[20] Eine Umkehrung der Verhältnisse ergibt sich insbesondere für die Südgemeinden Berchtesgaden, Ramsau bei Berchtesgaden oder Schönau am Königssee, wo die Einkommenswertschöpfungen aus dem Tourismus mit einem Anteil von 30 bis 50 Prozent wesentlich höher liegen als im Landkreisschnitt.[20]

Produzierendes Gewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen der Lebensmittelbranche im Landkreis, wie die Milchwerke Berchtesgadener Land in Piding und der Süßwarenproduzent Paul Reber (Mozartkugeln) in Bad Reichenhall, bieten ihre Erzeugnisse deutschland- und weltweit an.

Das Salzbergwerk Berchtesgaden beschäftigt etwa 100 Mitarbeiter. Die dort erzeugte Sole wird zur Bad Reichenhaller Saline gepumpt und dann zu Speisesalz gesiedet.

Die einst im Berchtesgadener Land, dem namensgebenden südlichen Teil des Landkreises, als Berchtesgadener War gefertigten Holzschnitzereien und Spanschachteln waren in vergangenen Jahrhunderten nicht zuletzt als Kinderspielzeug weltweit gefragt. Heute wird die Berchtesgadener War aber nur noch für und in der Region als Souvenir und Christbaumschmuck in weitaus geringeren Stückzahlen gefertigt.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Januar 2005 hat die neu gegründete Marketinggesellschaft „Berchtesgadener Land Tourismus GmbH“ erstmals die landkreisweite Vermarktung des Fremdenverkehrs aufgenommen. Wiewohl die drei Regional- bzw. Zweckverbände Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee, Erlebnisregion Berchtesgadener Land - Rupertiwinkel - e.V. und Kur- und Verkehrsverein Bad Reichenhall / Bayerisch Gmain weiterhin bestehen und nach wie vor für ihre Angebotsentwicklung und gemeindebezogenen Projekte zuständig bleiben, zielt die gemeinsame Vermarktung über Internet, Messen und Printmedien auf eine Bewerbung von Touristen für das Berchtesgadener Land als Ganzes. (Ausnahme hiervon ist allein die Gemeinde Ainring, die auch nicht im Fremdenverkehrsverband für die Erlebnisregion Rupertiwinkel integriert ist.)[21]

Zahlreiche Ausflugsziele bilden die Grundlage für diesen Wirtschaftsfaktor, der jährlich neben länger verweilenden Urlaubsgästen auch über 1,5 Mio. Tagesgäste das Berchtesgadener Land besuchen lässt. Die wichtigsten Ausflugsziele sind die Königssee Seenschifffahrt, das Kehlsteinhaus, das Salzbergwerk Berchtesgaden, die Alte Saline Bad Reichenhall oder die Enzianbrennerei Grassl. Im Wintertourismus gibt es sechs Skigebiete, das größte liegt am Jenner in Schönau am Königssee. Auch die beiden Thermen, Rupertustherme in Bad Reichenhall und die Watzmanntherme in Berchtesgaden bringen Wertschöpfung in die Region.

Überregionale Bekanntheit genießen Hotels wie das Axelmannstein und das Kempinski Hotel Berchtesgaden.

Insgesamt wurden 2013 dank des Tourismus bzw. den Ausgaben aller ins Berchtesgadener Land reisenden Personen ein Bruttogesamtumsatz von 505,8 Mio. Euro erwirtschaftet, das sind 43 % mehr als im Jahr 2005.[22]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königssee
Watzmann

Naturschönheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Berchtesgadener Alpen sind für viele Einheimische und Touristen das Ziel mehrstündiger Bergwanderungen, die z. T. aber auch selbst trainierten Bergsteigern höchst anspruchsvolle Klettertouren wie zum Beispiel an der Watzmann-Ostwand abverlangen können. Als Zwischenstation für nahezu jeden Anstieg eines Berggipfels dienen mehrere Berghütten, die vom Deutschen Alpenverein bewirtschaftet werden.

Museen und Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Geschichte des Landkreises Berchtesgadener Land mit Hinweis auf die drei geographischen Regionen des Landkreises, online auf der Homepage des Landratsamtes des Landkreises Berchtesgadener Land unter lra-bgl.de
  3. Grüne Liste, Naturschutzgebiete, abgerufen am 1. Januar 2015.
  4. Geschichte des Landkreises Berchtesgadener Land – Der südostoberbayerische Landkreis zum Begriff Berchtesgadener Land, online unter berchtesgadener-land.com
  5. Kaiserl. Decret, in salzburgischen und berchtesgadischen Salzirrungen – Prag, den 20. November 1591. In: Johann Georg von Lori: Sammlung des baierischen Bergrechts: mit einer Einleitung in die baierische Bergrechtsgeschichte. Franz Lorenz Richter, München 1764, S. 345 (online über Google Books).
  6. a b c d stadt-bad-reichenhall.de siehe Stadtgeschichte – Chronik. Kurzer Abriss der Bad Reichenhaller Geschichte
  7. Bayerisches Landesamt für Umwelt: Entwurf einer kulturlandschaftlichen Gliederung Bayerns als Beitrag zur Biodiversität – 60 Rupertiwinkel (Stand: 2011), online unter lfu.bayern.de
  8. Wilhelm Volkert, Richard Bauer (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
  9. Michael Rademacher: Landkreis Laufen, online unter verwaltungsgeschichte.de
  10. Hellmut Schöner (Hrsg.): Das Berchtesgadener Land im Wandel der Zeit - Ergänzungsband 1. 1982. S. 331
  11. Schulen in Salzburg: Heimat mit Geschichte und Zukunft, PDF-Datei, zu Landkreis Laufen und seine Aufteilung siehe Seite 85 von 130 Seiten, online unter schulen.salzburg.at
  12. a b Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit – Ergänzungsband I. 1982. S. 327.
  13. Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit – Ergänzungsband I. 1982. S. 327. Unter dem Vorzeichen, dass BGD eine Art Markenzeichen und Fremdenverkehrswerbung für Berchtesgaden sei, wurden für die Protestaktionen gegen die Änderung des Kennzeichens zahlreiche Landtags- und Bundestagsabgeordnete sowie die Verkehrsministerien in Bonn und München bemüht.
  14. bfn.de Zur Definition Berchtesgadener Land als Landschaft
  15. Kommunalwahlen in Bayern am 16. März 2014 Wahl der Stadträte in den kreisfreien Städten - Vorläufige Ergebnisse -
  16. Landkreis Berchtesgadener Land: Wappengeschichte vom HdBG
  17. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  18. Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit. 1973. s. S. 168,169
  19. Eine Quelle zur Sagenwelt: Sagen und Legenden um das Berchtesgadener Land von Gisela Schinzel-Penth, Ambro Lacus Verlag, Andechs 1982, ISBN 3-921445-27-2
  20. a b c d Jahresbericht 2014 der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land mbH im Abschnitt Tourismusimage prägt nachhaltige Wirtschaft auf S.9 von 44 Seiten
  21. oete.de (Memento vom 27. April 2014 im Internet Archive) Zu „Berchtesgadener Land Tourismus GmbH“ siehe PDF-Dokumentation von Ökologischer Tourismus in Europa S. 63 f. von 117 Seiten
  22. 10 Jahre Berchtesgadener Land Tourismus GmbH – Kennzahlen und Fakten, Festschrift als PDF-Datei, mit dem Abschnitt Wirtschaftsfaktor Tourismus auf S. 20 von 36 Seiten, online unter berchtesgadener-land.com

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Landkreis Berchtesgadener Land – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien