Landkreis Berchtesgadener Land

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Berchtesgadener Land Deutschlandkarte, Position des Landkreises Berchtesgadener Land hervorgehoben

Koordinaten: 47° 42′ N, 12° 54′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Verwaltungssitz: Bad Reichenhall
Fläche: 839,92 km2
Einwohner: 105.929 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 126 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: BGL, BGD, LF, REI
Kreisschlüssel: 09 1 72
Kreisgliederung: 15 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Salzburger Straße 64
83435 Bad Reichenhall
Website: www.lra-bgl.de
Landrat: Bernhard Kern (CSU)
Lage des Landkreises Berchtesgadener Land in Bayern
Weiden in der OberpfalzStraubingWürzburgSchwabachSchweinfurtRegensburgRosenheimNürnbergNürnbergPassauLandshutMemmingenKaufbeurenKempten (Allgäu)IngolstadtFürthHofErlangenCoburgBayreuthBambergAugsburgMünchenAschaffenburgAmbergAnsbachLandkreis WürzburgLandkreis Wunsiedel im FichtelgebirgeLandkreis Weißenburg-GunzenhausenLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis UnterallgäuLandkreis TraunsteinLandkreis TirschenreuthLandkreis Straubing-BogenLandkreis StarnbergLandkreis SchweinfurtLandkreis SchwandorfLandkreis Rottal-InnLandkreis RothLandkreis RosenheimLandkreis Rhön-GrabfeldLandkreis RegensburgLandkreis Pfaffenhofen an der IlmLandkreis RegenLandkreis PassauLandkreis OstallgäuLandkreis OberallgäuLandkreis Nürnberger LandLandkreis Neu-UlmLandkreis Neustadt an der WaldnaabLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimLandkreis Neumarkt in der OberpfalzLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis MünchenLandkreis Mühldorf am InnLandkreis MiltenbergLandkreis MiesbachLandkreis Main-SpessartLandkreis Lindau (Bodensee)Landkreis LichtenfelsLandkreis LandshutLandkreis Landsberg am LechLandkreis KulmbachLandkreis KronachLandkreis KitzingenLandkreis KelheimLandkreis HofLandkreis HaßbergeLandkreis GünzburgLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis FürthLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis Freyung-GrafenauLandkreis FreisingLandkreis ForchheimLandkreis Erlangen-HöchstadtLandkreis ErdingLandkreis EichstättLandkreis EbersbergLandkreis Donau-RiesLandkreis Dingolfing-LandauLandkreis Dillingen an der DonauLandkreis DeggendorfLandkreis DachauLandkreis CoburgLandkreis ChamLandkreis Berchtesgadener LandLandkreis BayreuthLandkreis BambergLandkreis Bad Tölz-WolfratshausenLandkreis Bad KissingenLandkreis AugsburgLandkreis AschaffenburgLandkreis AnsbachLandkreis Amberg-SulzbachLandkreis AltöttingLandkreis Aichach-FriedbergBodenseeSchweizÖsterreichBaden-WürttembergHessenTschechienSachsenThüringenKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Berchtesgadener Land liegt im Südosten Oberbayerns an der Grenze zum österreichischen Salzburg. Kreisstadt des Landkreises ist Bad Reichenhall. Der Landkreis wurde 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern aus dem ehemaligen Landkreis Berchtesgaden, einem Teil des ehemaligen Landkreises Laufen und der vormals kreisfreien Stadt Bad Reichenhall gebildet. Wie sonst üblich, wurde der Landkreis erst nach seinem Verwaltungssitz in Bad Reichenhall benannt, 1973 erfolgte dann aber auf Beschluss der Bayerischen Staatsregierung[2] eine bis heute gültige Umbenennung nach der Landkreisteilregion Berchtesgadener Land.

Der Landkreis weist mit dem Watzmann (2713 m ü. NHN) den höchsten Berg Deutschlands auf, dessen Basis sich vollständig auf deutschem Staatsgebiet befindet.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis Berchtesgadener Land bildet die Südostecke Bayerns und Deutschlands. Keilförmig („Schwanzspitze des bayerischen Löwen“ bzw. in einem weiteren Sinn österreichisch: „Kleines Deutsches Eck[3]) ragt er nach Österreich hinein. Im Osten, Süden und Südwesten ist die Landkreisgrenze zugleich Staatsgrenze. Einziger deutscher Nachbarlandkreis ist Traunstein im Nordwesten und Norden.

Landschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Landkreis im Norden leicht hügelig ist, mit einigen kleinen Seen wie dem Abtsdorfer See und der Salzach als Grenze zu Österreich, ist er im Süden, ab Bad Reichenhall mit einem Ausläufer der Chiemgauer Alpen und den anschließenden Berchtesgadener Alpen alpin bzw. hochalpin.

Höchster Punkt des Landkreises ist mit 2713 m die Watzmann-Mittelspitze, tiefster Punkt die Einmündung des Schinderbaches in die Salzach in Laufen mit 383 m. Aus der Differenz ergibt sich mit 2.325 Höhenmetern die zweithöchste Höhenamplitude eines deutschen Landkreises, die nur vom Landkreis Garmisch-Partenkirchen übertroffen wird.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegliedert ist der Landkreis in drei geographische Regionen:[4] die voralpine mit den Städten Laufen und Freilassing, die alpine um die Große Kreisstadt Bad Reichenhall und die hochalpine um Berchtesgaden. Der Landkreis gehört damit neben den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen und Oberallgäu zu den drei einzigen Landkreisen Deutschlands mit hochalpinen Regionen.

Fläche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit einer Fläche von 840 km² nimmt der Landkreis Berchtesgadener Land unter den 71 bayerischen Landkreisen die 43. Stelle ein; unter den 20 oberbayerischen Landkreisen steht er an 9. Stelle. Er gehört damit in Bayern zu den mittelgroßen Landkreisen.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Landkreis gibt es drei Naturschutzgebiete, 20 Landschaftsschutzgebiete, 13 FFH-Gebiete und mindestens 72 ausgewiesene Geotope (Stand August 2016). Das größte Naturschutzgebiet ist das 1955 eingerichtete Naturschutzgebiet Östliche Chiemgauer Alpen.[5]

Nachbarlandkreise bzw. -bezirke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis Berchtesgadener Land grenzt im Norden und Nordwesten an den Landkreis Traunstein. Ansonsten grenzt er an den Salzburger Bezirk Salzburg-Umgebung, die Statutarstadt Salzburg und den Bezirk Hallein im Osten, den Bezirk St. Johann im Pongau im Südosten sowie den Bezirk Zell am See im Südwesten.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 31. Dez 2018 hatte der Landkreis 105.722 Einwohner (davon etwa 52 Prozent weiblich). Damit gehört er auch der Bevölkerung nach zu den mittelgroßen Landkreisen. In Oberbayern steht er an 13., in Bayern an 46. Stelle. Die Bevölkerungsdichte liegt mit 121 Einwohnern pro Quadratkilometer deutlich unter dem bayerischen Durchschnitt. Im Zuge der kriegsbedingten „Völkerwanderungen“ zwischen 1944 und 1950 stiegen die Einwohnerzahlen bayernweit ungewöhnlich stark an. 1946 waren 35 Prozent der Bevölkerung auf dem Gebiet des heutigen Landkreises Heimatvertriebene, 1972 nur noch 25 Prozent. 2004 waren 82 Prozent der Bevölkerung römisch-katholisch, 14 Prozent evangelisch-lutherischer Konfession, und der Ausländeranteil machte etwa 11 Prozent aus.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Neubildung des Landkreises 1972 bis 1987 stieg die Einwohnerzahl leicht. Eine größere Steigerung ist im Zeitraum 1987 bis 1991 mit 7 % zu verzeichnen. Danach hat sich der Zuwachs wieder abgeschwächt. Zwischen 1988 und 2018 wuchs der Landkreis von 91.923 auf 105.722 um 13.799 Einwohner bzw. um 15 % – nach dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen (11,2 %) der zweitniedrigste Zuwachs aller oberbayerischen Landkreise im genannten Zeitraum.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1972[6] 1987 1991 1995 2000 2005 2010[7] 2015[7]
Einwohner 27.227 36.160 59.793 84.336 81.340 88.743 90.689 96.527 98.946 99.848 102.587 102.389 103.907

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschichte der drei Landkreisregionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die drei Regionen des Landkreises Berchtesgadener Land

Das heutige Landkreisgebiet gehörte ursprünglich vollständig zum baierischen Stammesherzogtum. Ab dem 13. Jahrhundert gelangten wechselnd große Teile davon in das politisch eigenständig gewordene Fürsterzbistum Salzburg, während das Klosterstift Berchtesgaden ab Ende des 12. Jahrhunderts zunehmend höhere Gerichtsbarkeiten und damit auch weltliche Macht auf sich vereinigen konnte und ab 1559 als Fürstpropstei Berchtesgaden für das Land Berchtesgaden gleiche reichsunmittelbare Eigenständigkeit wie das fürsterzbischöfliche Salzburger Land errang.

Historisch ergibt sich daraus für die Vorgeschichte des Landkreises eine Gliederung in drei Regionen:[8]

  • im Südteil das dem Landkreis namensgebende,[2] „eigentliche“[8] Berchtesgadener Land, das der Fläche nach seit 1155 dem Kernland des später zur Fürstpropstei erhobenen Klosterstifts Berchtesgaden entsprach und bis heute eine geografisch-soziokulturelle Region bildet,
  • nordwestlich davon in der Mitte des Landkreises die Stadt Bad Reichenhall, die mit ihrem Umland der heutigen Gemeinden Bayerisch Gmain und Schneizlreuth durchgängig bis 1806 dem baierischen Stammesherzogtum und dann der Kurpfalz-Bayern angehörte und
  • im Norden der südliche Teil des ehemals vom Fürsterzbistum Salzburg beherrschten Rupertiwinkels.

Berchtesgadener Land[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann Baptist Homann: „Stift Berchtolsgaden“ und angrenzende Territorien (c. 1715), Kartenauszug,
angrenzende Gebiete von:
rot: Fürsterzbistum Salzburg
gelb: Kurfürstentum Bayern

Die Besiedelung des hochalpinen Gebietes um den heutigen Markt Berchtesgaden setzte mit den ersten Rodungsaktivitäten von Augustiner-Chorherren Anfang des 12. Jahrhunderts ein. 1122 wurde in Berchtesgaden ein erster Bauabschnitt oder Notbau der Stiftskirche eingeweiht. Im Laufe der Jahrhunderte konnte sich das Gemeindewesen entwickeln und gelangte auf Grund der reichen Salzvorkommen und des von Kaiser Friedrich Barbarossa übertragenen Salzregals zu erheblichem Wohlstand. Die Salzvorkommen führten allerdings auch immer wieder zu „Salzirrungen“[9] bzw. kriegerischen Auseinandersetzungen mit dem Erzbistum Salzburg. Zudem machten die pröpstlichen Regenten weit mehr Schulden, als sie Einnahmen hatten, so dass Teile des Gebietes verpfändet und von 1393 bis 1404 das komplette Gebiet in das Erzbistum Salzburg inkorporiert wurde. Davor und danach sind dem 1380 als Zepterlehen zur Reichsprälatur aufgestiegenen Klosterstift Berchtesgaden dennoch immer mehr Rechte bis hin zur Blutgerichtsbarkeit übertragen worden, bis es 1559 schließlich zur Fürstpropstei Berchtesgaden erhoben wurde und dadurch völlige Reichsunmittelbarkeit erlangte. Erst 1803 im Rahmen der allgemeinen Säkularisation in Bayern wurde die fürstpröpstliche, d. h. geistliche und weltliche Eigenständigkeit aufgehoben und das Berchtesgadener Land ging vorerst in dem neugegründeten Kurfürstentum Salzburg auf. Nach dem Frieden von Pressburg 1805 fiel es an das Kaiserreich Österreich, 1809 unter Napoleon an Frankreich und 1810 wurde es schließlich dem Königreich Bayern angegliedert.

Heute wird die einst fürstpröpstlich regierte Region Berchtesgadener Land mit den Gemeinden Berchtesgaden, Bischofswiesen, Marktschellenberg, Ramsau bei Berchtesgaden und Schönau am Königssee sowie den gemeindefreien Gebieten Eck und Schellenberger Forst auch als Südlicher oder Innerer Landkreis bezeichnet.

Herzoglich bayerisches Reichenhall und Umland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1.800 v. Chr. besiedelt, gehörte die Region um Reichenhall seit dem Frühmittelalter zum bairischen Stammesherzogtum. Seinen Namen führt Reichenhall seit dem 14. Jahrhundert.[10]

Vom Frühmittelalter an bis ins 12. Jahrhundert hatte Reichenhall eine Monopolstellung an Solevorkommen und bei der Salzverarbeitung inne, was dem Ort Ansehen und den angeblich namensgebenden Reichtum verschaffte.[11] 1196 wurde die Stadt auf Veranlassung des Salzburger Erzbischofs in Schutt und Asche gelegt. Ab dem ausgehenden 13. Jahrhundert ein herzoglich bayerisches Land- und Pfleggericht mit Sitz auf Burg Gruttenstein, ging mit Inbetriebnahme der Salinen von Berchtesgaden und Hallein ein Monopolbruch einher, der nach und nach beinahe zum völligen Niedergang der Reichenhaller Salzverarbeitung geführt hätte. Ende des 15. Jahrhunderts kaufte jedoch der Bayernherzog sämtliche Salzsiedeanlagen auf, modernisierte sie und sorgte so für eine staatliche Monopolisierung des bayerischen Salzwesens.[10] Die Stadt und ihr Umland gingen 1806 schließlich mit den anderen Gebieten von Kurpfalz-Bayern ins Königreich Bayern über.

Heute entspricht die vormals herzoglich bzw. kurpfälzisch bayerische Teilregion den Gemeinden und Städten Bad Reichenhall, Bayerisch Gmain und Schneizlreuth, von denen sich allerdings nur Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain in einem gemeinsamen „Kur- und Verkehrsverein“ als Region bewerben, während Schneizlreuth sich bis 2016 dem Tourismusverein des südlichen Rupertiwinkels angeschlossen hatte und seither für sich allein wirbt. (→ Siehe dazu Abschnitt: Regionale Tourismusverbände)

Südlicher Rupertiwinkel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet des Rupertiwinkels unterstand bis zur Säkularisation im Jahre 1803 dem Erzbistum Salzburg. 1810 wurde es zusammen mit Salzburg dem Königreich Bayern angegliedert und verblieb hier nach 1816, als das Salzburger Land an der Saalach-Salzach-Linie geteilt wurde und der östliche Teil (heute: Land Salzburg) in das Kaisertum Österreich überging. Nach 1816 hat sich für die in Bayern verbliebene Kulturlandschaft die Bezeichnung Rupertiwinkel eingebürgert, die sich auf Rupert (690–710), den als Heiligen und „Apostel der Baiern“ verehrten ersten Bischof von Salzburg bezieht. Seit 2011 liegen vom Bayerischen Landesamt für Umwelt Entwürfe einer Neugliederung Bayerischer Kulturlandschaften vor, die den Raum des Rupertiwinkels aber wie bereits zuvor beschrieben belässt, da er sich „anhand der historischen Territorialgrenze gut von seinen Nachbarräumen abtrennen [lässt], auch wenn die landschaftlichen Übergänge fließend sind.“[12]

Heute bildet der südliche Teil des einst von Salzburg beherrschten Rupertiwinkels den Nördlichen Landkreis mit den Gemeinden und Städten Ainring, Anger, Freilassing, Laufen, Piding, Saaldorf-Surheim und Teisendorf, die sich bis auf Ainring auch gemeinsam in einem Verein als „Erlebnisregion Berchtesgadener Land – Rupertiwinkel“ bewerben (lassen). (→ Siehe dazu Abschnitt: Regionale Tourismusverbände)

Eingliederungen der Regionen innerhalb Bayerns ab 1810[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königreich Bayern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1810 gehörte neben Reichenhall und seinem Umland auch das restliche heutige Kreisgebiet vollständig zum Königreich Bayern und war anfangs den Landgerichten Berchtesgaden (1811), Reichenhall (1803), Laufen (1810) und Teisendorf (1811) unterstellt, die allesamt bis 1817 dem Salzachkreis angehörten. Das Landgericht Teisendorf wurde nach dem Verlust Salzburgs an Österreich bereits 1818 aufgelöst und der Sprengel auf die Landgerichte Laufen und Reichenhall aufgeteilt. Nach 1817 ging der Salzachkreis in den Isarkreis über, der 1837 zum Regierungsbezirk Oberbayern wurde. 1862 entstanden aus den Landgerichten Berchtesgaden und Reichenhall das Bezirksamt Berchtesgaden, aus den Landgerichten Laufen und Tittmoning das Bezirksamt Laufen. Die Bezirksämter bestanden bis 1939.

Die bereits seit 1619 bestehende Soleleitung Reichenhall–Traunstein wurde 1810 nach Rosenheim verlängert. Hinzu kam 1817 die Soleleitung Berchtesgaden – Reichenhall, da es im Einzugsgebiet der Saline des Salzbergwerks Berchtesgaden einen Mangel an Brennholz gab. Trotz der Verarbeitung in Reichenhall blieb die Saline in Berchtesgaden noch ca. 100 Jahre in Betrieb.

Bereits 1828 gab es erste Planungen für eine Bahnstrecke München-Rosenheim-Salzburg die durch den heutigen Landkreis führten. 1851 wurde der Staatsvertrag zwischen Bayern und Österreich zur Errichtung der internationalen Bahnstrecke geschlossen und 1860 wurde der letzte Abschnitt zwischen Traunstein und Salzburg – und damit der erste Bahnverkehr im Landkreis – aufgenommen. Damit einher gingen einschneidende Veränderungen, wie der Niedergang der Salzflößerei auf der Salzach. Dies veränderte im Rupertiwinkel die Bedeutung der Salzflößerstadt Laufen zugunsten der heutigen Stadt Freilassing, durch deren Grenzbahnhof und späteren Knotenbahnhof der Region die Strecken über Bad Reichenhall nach Berchtesgaden sowie über Laufen nach Mühldorf führten. Als Verlängerung der Bahnstrecke Salzburg–Hangender Stein ging in Berchtesgaden 1907 die ab 1908 elektrifizierte Bahnstrecke Berchtesgaden–Hangender Stein in Betrieb. Diese Staatsbahnstrecke wurde aber 1938/39 für den Bau einer nie vollendeten zweigleisigen Hauptbahn nach Salzburg stillgelegt. Ebenfalls nur zeitlich begrenzt schaffte der sogenannte Königsseer Bahnhof auf dem einstigen Triftplatz am Rande des Schönauer Gemeindegebietes gegenüber dem Hauptbahnhof Berchtesgaden eine Verbindung zur Königsseebahn, die zwischen 1909 und 1966 von Berchtesgaden nach Königssee verkehrte.

1890 erlangte Reichenhall wegen seines Mitte des 19. Jahrhunderts eingerichteten Soleheilbads zur Behandlung von Atemwegserkrankungen das Prädikat zur Führung des Namenszusatzes Bad und heißt seither Bad Reichenhall.[10]

Weimarer Republik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1929 stand Bad Reichenhall als kreisunmittelbare bzw. ab 1939 mit dem Austausch der Bezeichnungen Bezirk und Kreis als kreisfreie Stadt nicht mehr unter der Verwaltung des Bezirksamtes Berchtesgaden.

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn der Zeit des Nationalsozialismus erwarb Adolf Hitler 1933 sein bisheriges Feriendomizil am Obersalzberg und baute es zum Berghof aus. Weitere NS-Größen siedelten sich an und es entstand das Führersperrgebiet Obersalzberg einschließlich des repräsentativen Kehlsteinhauses. Die Regierungsgeschäfte wurden während der Aufenthalte Hitlers am Obersalzberg in der 1937 im Bischofswiesener Ortsteil Stanggaß errichteten „Kleinen Reichskanzlei“ als zweitem Regierungssitz des Deutschen Reichs abgewickelt. Zu den hier von Hitler unterschriebenen etwa 125 Gesetzen und Verordnungen gehörte unter anderem auch das am 12. Februar 1938 dem Bundesstaat Österreich abverlangte Berchtesgadener Abkommen.

Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[13] So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Berchtesgaden und Laufen.

Bad Reichenhall wurde 1940 wieder in den Landkreis Berchtesgaden eingegliedert.

Nachkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurden ab Mai 1945 die Landkreise Berchtesgaden und Laufen von den amerikanischen Besatzungstruppen bei unveränderter Gebietsaufteilung mit neuen Landräten besetzt.[14][6] Am 20. April 1946 wurden die Kreistage durch die Bevölkerung gewählt. Von 1948 bis 1972 erhielt Bad Reichenhall erneut den Status einer kreisfreien Stadt.

Gebietsreform mit Bildung des Landkreises[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Juli 1972 der Landkreis Berchtesgaden, der südliche Teil des Landkreises Laufen sowie die kreisfreie Stadt Bad Reichenhall zum neuen Landkreis Bad Reichenhall zusammengeschlossen. Mit der Verordnung vom 10. April 1973 im Bayerischen Gesetz- und Verordnungsblatt (GVBl)[15] erhielt der Landkreis am 1. Mai 1973 seine heutige Bezeichnung „Landkreis Berchtesgadener Land“. Dieser Umbenennung „wegen des höheren Bekanntheitsgrades“[16] waren „heftige Diskussionen“[16] vorangegangen. Begründet wurde die Umbenennung von der Bayerischen Staatsregierung u. a. wie folgt: „Der Landschaftsname Berchtesgadener Land knüpft an das ehemalige Stiftsland Berchtesgaden an, dessen historische Bedeutung auch noch in der Gegenwart fortwirkt. (..) Die Ausstrahlungskraft, die der mit einer außergewöhnlichen Landschaft verbundene Name Berchtesgadener Land hat, rechtfertigt es, den neuen Landkreis nach diesem, die Eigenart des gesamten Kreises prägenden Gebietsteil zu benennen. Die Staatsregierung weicht deshalb von dem Grundsatz ab, den Landkreis nach dem Ort zu benennen, der Sitz der Kreisverwaltung ist.“[2]

Der Landkreis Laufen hatte zuvor erfolglos gegen seine Aufteilung sowie gegen den Plan, die Kreisverwaltung des neuen Landkreises nicht in der Stadt Laufen, sondern in Bad Reichenhall zu installieren, mehrfach heftigen Protest eingelegt.[17]

Als Kreisstadt hatte der Kreistag Freilassing gewählt; der Freistaat Bayern bestimmte allerdings davon abweichend die Stadt Bad Reichenhall, die zudem aufgrund des Verlustes der Kreisfreiheit zur Großen Kreisstadt erhoben wurde. Im Mai 1980 wurde im neu errichteten Landratsamt in Bad Reichenhall die Arbeit aufgenommen und im Gegenzug die Außenstelle des Landratsamtes in Berchtesgaden aufgelöst.[18] In den ehemaligen Kreisstädten Berchtesgaden bzw. Laufen verblieben allerdings verschiedene Einrichtungen des Landkreises sowie Behörden anderer Gebietskörperschaften.

Späte Einigung auf Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Analog zu der Erstbezeichnung „Landkreis Bad Reichenhall“ sollte für den 1972 nach der Gebietsreform entstandenen Landkreis das am 1. Juli 1956 für die kreisfreie Stadt Bad Reichenhall eingeführte Kfz-Kennzeichen REI übernommen werden. Insbesondere wegen heftiger Proteste aus dem vormaligen Landkreis Berchtesgaden gegen den Verlust seines BGD[19] blieben dessen Kfz-Kennzeichen sowie das des Landkreises Laufen (LF) noch für einige Jahre gültig. Erst seit dem 1. August 1979 gilt für den ganzen Landkreis das Kfz-Kennzeichen BGL.[18]

Mit der am 1. November 2012 in Kraft getretenen Reform der Fahrzeug-Zulassungsverordnung („Kennzeichenliberalisierung“) ist die Ausgabe von Altkennzeichen wieder zulässig. Nachdem sich 2013 erst noch eine knappe Mehrheit des Kreistages gegen diese Möglichkeit ausgesprochen hat, sprach sich ein Kreistagsbeschluss vom 22. Juli 2016 dafür aus.[20] Mit der Anmerkung „Die Landkreiskennung ‚BGL‘ bleibt weiterhin das Regelkennzeichen“ werden im Landkreis seit dem 15. September 2016 wieder die Unterscheidungszeichen BGD, LF und REI als „Wunschkennzeichen“ ausgegeben.[21]

COVID-19-Pandemie – Rekordwert bei Sieben-Tage-Inzidenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Herbst 2020 verzeichnete der Landkreis im Zusammenhang der COVID-19-Pandemie einen bundesweiten Rekord hinsichtlich der Sieben-Tage-Inzidenz, die am 19. Oktober 2020 auf einen Wert von 272,8[22][23] angestiegen war. In der Folge kündigte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder für den Landkreis mit Wirkung vom Dienstag, den 20. Oktober 2020 ab 14 Uhr Maßnahmen an, die „einem Lockdown entsprechen“ und zunächst für zwei Wochen Geltung haben sollen.[22][24][25] Zwar wurde Söder anfangs noch mit der Vermutung zitiert: „Ausgangspunkt war auch wieder eine entsprechende Party“, aber warum die Werte der Sieben-Tage-Inzidenz in dem vergleichsweise dünn besiedelten Landkreis derart explodiert sind, weiß bislang keiner genau bzw. scheint nicht nur eine Ursache gehabt zu haben.[23][26] (Zwischenzeitlich ist der Wert am 22. Oktober 2020 auf 292,65 angestiegen.)[23]

Geografisch-soziokulturelle Zuordnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die geografische Gliederung des Landkreises entspricht im Wesentlichen auch seiner Gliederung in drei historisch und soziokulturell definierte Regionen: die voralpine des einst zum Fürsterzbistum Salzburg gehörenden südlichen Rupertiwinkels, die alpine mit der durchgehend bayerischen Stadt Bad Reichenhall und ihrem Umland sowie das hochalpine und namensgebende Berchtesgadener Land als seit 1155 ausgewiesenes Kernland des Klosterstifts Berchtesgaden, das von 1559 bis 1803 zur eigenständigen Fürstpropstei Berchtesgaden erhoben war.

Gemeinden und Städte des Landkreises gegliedert nach
historisch und soziokulturell definierten Regionen
Durchgehend bei Bayern Berchtesgadener Land Südlicher Rupertiwinkel
Bad Reichenhall Berchtesgaden Ainring
Bayerisch Gmain Bischofswiesen Anger
Schneizlreuth Marktschellenberg Freilassing
  Ramsau bei Berchtesgaden Laufen
  Schönau a.Königssee Piding
  Eck1 Saaldorf-Surheim
  Schellenberger Forst1 Teisendorf
1) Gemeindefreie Gebiete

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreisräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreistagswahl 2020
 %
40
30
20
10
0
38,0 %
21,6 %
20,0 %
7,7 %
4,8 %
3,1 %
3,0 %
1,7 %

Die 60 Kreisräte verteilen sich in der Wahlperiode 2020–2026 wie folgt:[28]

Partei Sitze
CSU 22
FW 13
GRÜNE 12
SPD 5
AfD 3
ÖDP 2
BLR 2
FDP 1

Zu den (ehemaligen) Kreisräten zählen: Georg Graßl, Georg Hackl, Michaela Kaniber, Anton Kern, Roland Richter, Franz Xaver Werkstetter (alle CSU), Wolfgang Heitmeier (FWG), Bartl Wimmer (GRÜNE), Bärbel Kofler (SPD) und Hermann K. Stützer (FDP).

Euregio[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis Berchtesgadener Land gehört zur 1995 gegründeten EuRegio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein, deren Kernbereiche das österreichische Bundesland Salzburg und die beiden bayerischen Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein bilden. Sitz der kommunalen Euregio ist Freilassing.

Landkreispartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis pflegt zudem eine enge Beziehung zum polnischen Landkreis Bełchatowski. Am 13. September 2007 wurde die Vereinbarung zur Landkreispartnerschaft, im Rahmen einer gemeinsamen Sondersitzung beider Kreistage unterzeichnet.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen des Landkreises Berchtesgadener Land
Blasonierung: „Über dem Schildfuß mit den bayerischen Rauten sind zwei in Gold und Blau gespaltene Felder. In dem vorderen goldenen Feld ist ein rot bewehrter schwarzer Löwe, auf dem blauen Feld dahinter sind schräg gekreuzt ein goldener und ein silberner Schlüssel.“[29]
Wappenbegründung: Das goldene Feld spiegelt den Anteil des vormaligen Landkreises Laufen, dessen Gebiet lange Zeit unter der Herrschaft der Fürsterzbischöfe von Salzburg stand, worauf der sogenannte „Salzburger Löwe“ hinweist. Die gekreuzten Schlüssel stehen für das Gebiet des früheren Landkreises Berchtesgaden sowie die frühere Fürstpropstei Berchtesgaden als Attribute von deren Patron St. Petrus; die frühere kreisfreie Stadt Bad Reichenhall schließlich wird als Teil der wittelsbachischen Kernlande durch die bayerischen Rauten symbolisiert.

Dieses Wappen führt der Landkreis seit 1973 auf Beschluss des Kreistags und mit Zustimmung der Regierung von Oberbayern.

Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BerchtesgadenEck (gemeindefreies Gebiet)SchneizlreuthSchellenberger ForstAinringAnger (Berchtesgadener Land)Bad ReichenhallBayerisch GmainBerchtesgadenBischofswiesenFreilassingLaufen (Salzach)MarktschellenbergPidingRamsau bei BerchtesgadenSaaldorf-SurheimSchneizlreuthSchönau am KönigsseeTeisendorfLandkreis TraunsteinÖsterreichMunicipalities in BGL.svg
Über dieses Bild

Städte

  1. Bad Reichenhall, Große Kreisstadt (18.443)
  2. Freilassing (17.147)
  3. Laufen (7316)

Märkte

  1. Berchtesgaden (7698)
  2. Marktschellenberg (1757)
  3. Teisendorf (9320)

Gemeindefreie Gebiete
(29,61 km², alle unbewohnt)

  1. Eck (12,60 km²)
  2. Schellenberger Forst (17,01 km²)

Weitere Gemeinden

  1. Ainring (9791)
  2. Anger (4528)
  3. Bayerisch Gmain (3056)
  4. Bischofswiesen (7341)
  5. Piding (5444)
  6. Ramsau b.Berchtesgaden (1700)
  7. Saaldorf-Surheim (5519)
  8. Schneizlreuth (1284)
  9. Schönau a.Königssee (5585)

Keine Verwaltungsgemeinschaften

Einwohnerzahlen in Klammern, Stand: 31. Dezember 2019[30]

Siehe auch:

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildende Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Caspar David Friedrich haben sich über die Jahrhunderte hinweg noch einige andere Bildende Künstler als (Landschafts-)Maler, Grafiker und Kupferstecher Berchtesgaden und seine Umgebung als Sujet gewählt. So entstanden nicht nur Ölgemälde, sondern auch Grafiken, die Büchern zur Illustration dienten.

19. Jahrhundert:

20. Jahrhundert:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludwig Ganghofer ließ eine ganze Reihe seiner Romane im Berchtesgadener Land spielen, aber auch die norwegischen Schriftsteller Jonas Lie und Henrik Ibsen haben sich hier aufgehalten und möglicherweise von Land und Leuten inspirieren lassen.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke mit Bezug zum Landkreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kindersinfonie (Originaltitel: Berchtoldsgaden-Musik, d. i. Berchtesgaden-Musik) ist eine Kammerkomposition aus der Zeit vor der Wiener Klassik, und in ihr kommen neben der üblichen Orchesterbesetzung sieben typische Kinderinstrumente der Berchtesgadener War zum Einsatz. Die Urheberschaft für dieses Werk ist unklar – als mögliche Komponisten galten bislang Leopold Mozart, dessen Schüler Johann Rainprechter, Joseph Haydn oder dessen Bruder Michael Haydn, nach neueren Erkenntnissen scheint jedoch Edmund Angerer der tatsächliche Komponist dieses Werkes gewesen zu sein.

Interpreten aus dem Landkreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Bad Reichenhaller Philharmonie verfügt der Landkreis über das einzige symphonische Berufsorchester Oberbayerns außerhalb Münchens. Die Ramsauer Sänger gehören zu den bekanntesten volksmusikalischen Gesangsgruppen in Oberbayern. Hans Söllner ist ein überregional bekannter Liedermacher.

Sagenwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf den Untersberg
Blick vom Soleleitungsweg zur Reiteralpe

Nicht zuletzt die Berge des Berchtesgadener Landes bilden den Hintergrund für zahlreiche Sagen:[32]

  • Allen voran ist das zum Wahrzeichen gewordene Watzmann-Massiv sagenumwoben. So werden seine neun Gipfel als Königsfamilie gedeutet, die wegen ihrer Grausamkeit versteinerte. Wobei der aus drei Gipfeln (Hocheck, Mittelspitze, Südspitze) bestehende Hauptberg den König, der gegenüberliegende Gipfel die Königin (Watzmannfrau) und die sieben dazwischen liegenden Gipfel die Kinder symbolisieren.
  • Der Untersberg gegenüber, der sich ins benachbarte Salzburg erstreckt, dient der Sage nach einem Kaiser als Behausung. Je nach Erzählweise harren hier Kaiser Karl der Große oder Friedrich Barbarossa in todesähnlichem Schlaf, um beim Jüngsten Gericht oder wenn Unglauben und Gewalt den höchsten Grad erreichen mit ihrem Heer für das Gute den Sieg zu erringen. In einer anderen Version heißt es, der Kaiser schliefe dort, bis sein Bart siebenmal um den Tischfuß gewachsen sei.
  • Neben diesem schlafenden Heer sollen im Untersberg aber auch Riesen (Riese Abfalter), so genannte Wildfrauen, die ähnlich den Heinzelmännchen gute Dienste leisteten, und natürlich auch Zwerge (Untersberg Manndln) gehaust und gewirkt haben.
  • Nicht zu vergessen der Teufel, der die Wilde Jagd anführt und nicht nur auf einer Teufelskopf genannten Felswand der Reiteralpe seine Spuren hinterlassen hat sowie zahlreiche Geister, die auf Bergen und als ertrunkenen Seelen in den Seen zum Guten mahnen oder auch zum gespenstischen Kegelspiel einladen.
  • Für den Ursprung des Namens Berchtesgaden gibt es gleich mehrere Sagen: Nach einer leitet er sich von der Sagengestalt Berchta bzw. Perchta ab, die auch mit Frau Holle gleichgesetzt wird. Eine andere behauptet, er wäre einem gewissen Berchtold zu verdanken, dem eine Nixe vom Königssee den Weg zum Salz und zur rechtschaffenen Arbeit als Bergmann im noch heute existierenden Salzbergwerk Berchtesgadens gewiesen hätte.

Naturschönheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königssee

Die Berchtesgadener Alpen sind für viele Einheimische und Touristen das Ziel mehrstündiger Bergwanderungen, die z. T. aber auch selbst trainierten Bergsteigern höchst anspruchsvolle Klettertouren wie zum Beispiel an der Watzmann-Ostwand abverlangen können. Als Zwischenstation für nahezu jeden Anstieg eines Berggipfels dienen mehrere Berghütten, die vom Deutschen Alpenverein bewirtschaftet werden.

Museen und Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Kreisgebiet führt die zweigleisige Hauptbahnstrecke München-Salzburg mit zwei Bahnhöfen im Landkreis Teisendorf und Freilassing. Von Knotenbahnhof Freilassing zweigt in Richtung Süden die Stich-Bahnstrecke nach Berchtesgaden über Bad Reichenhall, nach Norden die Bahnverbindung nach Laufen und weiter nach Mühldorf ab. Seit 2006 ist die Verbindung Salzburg-Freilassing–Berchtesgaden in das S-Bahnsystem von Salzburg integriert.

Die wichtigste Fernverkehrsanbindung des Landkreises ist die Bundesautobahn 8 von München kommend nach Salzburg mit den Anschlussstellen Piding und Neukirchen, der Behelfsanschlussstelle Anger sowie der Halbanschlussstelle am Walserberg. In Längsrichtung von Berchtesgaden bis Laufen und von hier aus weiter nach Norden zieht sich die B 20 als Verkehrsachse durch den Landkreis.

Die Deutsche Alpenstraße B 305 führt von Marktschellenberg über Berchtesgaden, Ramsau und Schneizlreuth bis zur Landkreisgrenze bei Inzell und stellt für den südlichen Landkreisteil die kürzeste Anbindung an den Nachbarlandkreis Traunstein dar. Die Bundesstraße 21 ist die kürzeste Verbindung zwischen dem Osten des österreichischen Bundeslandes Salzburg und dem Pinzgau sowie Tirol. Die Route stellt deshalb eine bedeutende Transitstrecke für das Nachbarland Österreich dar („kleines deutsches Eck“).

Panoramastraßen erschließen die Bergwelt der südlichen Landkreisregion Berchtesgadener Land, zum Beispiel die Roßfeldhöhenringstraße (mautpflichtig, Scheitelpunkt 1600 m), die Kehlsteinstraße (nur Busbetrieb, bis 1700 m) oder die Hochschwarzeckstraße.

In die Zuständigkeit des Landkreises fällt ein Netz von 17 Kreisstraßen (siehe Liste der Kreisstraßen im Landkreis Berchtesgadener Land).

Nächstgelegener internationaler Flughafen ist der Flughafen Salzburg. Er ist von der BAB 8-Auffahrt Bad Reichenhall ca. 8,5 km, von der deutsch-österreichischen Grenze bei Marktschellenberg ca. 13 km entfernt. Die Entfernung von der Auffahrt Bad Reichenhall zum Flughafen München über die Autobahnverbindung via BAB 8, BAB 995, BAB 99, BAB 9 und BAB 92 beträgt ca. 165 km.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Landkreis liegt der Anteil des produzierenden Gewerbes inklusive Handwerk an der Wirtschaftskraft des Landkreises bei etwa 30 Prozent. Damit stellen produzierende Unternehmen die stärkste Branche im Landkreis, gefolgt von der Gesundheitswirtschaft und dem Handel beziehungsweise Großhandel.[33] Die Einkommenswertschöpfung aus dem Tourismus inklusive der Sekundäreffekte ergab einen Anteil von 11,4 Prozent an der gesamten Einkommenswertschöpfung des Landkreises.[33] Dass der touristische Anteil mit Beschäftigtenzahlen von etwa sieben bis acht Prozent der Beschäftigten noch niedriger als die prozentuale Einkommenswertschöpfung ist, liegt daran, dass die Einkommen im Tourismus von Kleingewerbe geprägt sind bzw. viele Kleinvermieter keine Angestellten haben und alle Leistungen selbst erbringen.[33] Auch in den südlichen Gemeinden Schönau am Königssee, Ramsau bei Berchtesgaden und Berchtesgaden gibt es bedeutende Unternehmen außerhalb des touristischen Sektors. Die Einkommenswertschöpfungen aus dem Tourismus liegt hier aber mit einem Anteil von 30 bis 50 Prozent über dem Landkreisdurchschnitt.[33]

Produzierendes Gewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen der Lebensmittelbranche im Landkreis, wie die Milchwerke Berchtesgadener Land in Piding und der Süßwarenproduzent Paul Reber (Mozartkugeln) in Bad Reichenhall, bieten ihre Erzeugnisse deutschland- und weltweit an. Ebenso das Stahlwerk Annahütte im Ortsteil Hammerau von Ainring, das älteste noch bestehende Stahlwerk Europas. Es wurde 1537 gegründet[34] und beschäftigt derzeit (2016) etwa 550 Mitarbeiter.[35]

Das Salzbergwerk Berchtesgaden beschäftigt etwa 100 Mitarbeiter. Die dort erzeugte Sole wird zur Bad Reichenhaller Saline gepumpt und dort zu Speisesalz (Bad Reichenhaller Markensalz, seit 2016 AlpenSalz)[36] gesiedet.

Die einst im Berchtesgadener Land, dem namensgebenden südlichen Teil des Landkreises, als Berchtesgadener War gefertigten Holzschnitzereien und Spanschachteln waren in vergangenen Jahrhunderten nicht zuletzt als Kinderspielzeug weltweit gefragt. Heute wird die Berchtesgadener War aber nur noch für und in der Region als Souvenir und Christbaumschmuck in weitaus geringeren Stückzahlen gefertigt.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landkreisweites Marketing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis wird von der Marketinggesellschaft Berchtesgadener Land Tourismus GmbH (BGLT) u. a. mit eigner Webpräsenz beworben.[37]

Nachdem sie am 28. Oktober 2004 mit einem Gesellschaftervertrag zwischen sechs Bürgermeistern aus allen drei Landkreisregionen begründet wurde, startete im Januar 2005 die neu gegründete Marketinggesellschaft Berchtesgadener Land Tourismus mit Sitz in Berchtesgaden erstmals ihr „operatives Geschäft“ mit der landkreisweiten Vermarktung des Fremdenverkehrs bzw. mit der Außenwerbung für alle touristischen Angebote des Landkreises.[38] Finanziert und kontrolliert wird die Marketinggesellschaft seither von den Gesellschaftern[39] bzw. Vertretern des Landkreises und der Gemeinden im Landkreis sowie der drei Tourismusverbände innerhalb des Landkreises Berchtesgadener Land.[38][40] Nicht zuletzt die in Sachen Tourismus etwas strukturschwächeren Regionen innerhalb des Landkreises sollten von der Namensgebung und den verwaltungstechnischen Synergieeffekten profitieren.[41] Bemerkenswert in diesem Zusammenhang: während kurz nach Übernahme der Bewerbung durch die Marketinggesellschaft auf der Startseite der BGLT-Website noch Verweise zu allen drei Landkreisregionen gleichrangig aufscheinen,[42] führt die aktuelle Startseite der BGLT-Website wie auch das Impressum (Stand: Mai 2020)[37] lediglich Websites zu den Regionen Bad Reichenhall und Berchtesgaden sowie dem „Wirtschaftsraum Berchtesgadener Land“ an prominenter Stelle ein, der südliche Rupertiwinkel ist hingegen lediglich in einer Unterseite der Region Berchtesgaden[43] vertreten. (Siehe dazu im nächsten Abschnitt auch zwei Gemeinden, die in keinem der regionalen Zweckverbände vertreten sind.)

Als Teil des Landesentwicklungsprogramms Bayern (LEP) von 2006 wurde basierend auf den Angaben der vier bayerischen Tourismusverbände (Oberbayern-München, Ostbayern, Franken und Allgäu/Bayerisch-Schwaben) und in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und dem Bayerischen Statistischen Landesamt ganz Bayern in Tourismusgebiete[44] bzw. Tourismusregionen aufgeteilt. Seither wird der Landkreis Berchtesgadener Land vom Bayerischen Landesamt für Statistik auf der hierfür veröffentlichten Karte der bayerischen Tourismusregionen verkürzt als „Berchtesgadener Land“ gekennzeichnet.[45] (→ Siehe dazu auch im Abschnitt: Gebietsreform mit Bildung des Landkreises die Begründung für dessen Umbenennung von 1973 nach der Landkreisteilregion Berchtesgadener Land.)

Regionale Tourismusverbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Analog zu den drei Regionen des Landkreises (siehe Abschnitt: Vorgeschichte der drei Landkreisregionen) sind nach Gründung der Marketinggesellschaft Berchtesgadener Land Tourismus die drei Tourismusverbände Zweckverband Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee (Berchtesgadener Land), Kur- und Verkehrsverein Bad Reichenhall / Bayerisch Gmain[46] (Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain) und Erlebnisregion Berchtesgadener Land – Rupertiwinkel – e.V.[43] (südlicher Rupertiwinkel) nunmehr hauptsächlich für die Gästebetreuung vor Ort und die touristischen Einrichtungen zuständig.[40] Die Gemeinden Ainring und Schneizlreuth (seit 2016)[47] gehören jedoch keinem der Tourismusverbände bzw. -vereine (mehr) an, ihre Übernachtungszahlen werden aber in den Statistiken des Landkreises nach wie vor aufgeführt.

Angebotsschwerpunkte und statistische Angaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zahlreiche Ausflugsziele (siehe auch die Abschnitte unter: Kultur und Sehenswürdigkeiten) bilden die Grundlage für den Tourismus als Wirtschaftsfaktor, der jährlich neben Übernachtungsgästen auch über 1,5 Mio. Tagesgäste den Landkreis besuchen lässt.

Die als Big Five bezeichneten touristischen Angebotsschwerpunkte in der Region Berchtesgadener Land, nach der der Landkreis benannt wurde, sind in Berchtesgaden das Kehlsteinhaus, das Salzbergwerk und die Watzmann Therme sowie in Schönau am Königssee der Königssee und die Jennerbahn.[48] Für den Wintertourismus sind im Berchtesgadener Land u. a. mehrere Skigebiete aufgeboten, das größte liegt am Jenner in Schönau am Königssee.

In der Region Bad ReichenhallBayerisch Gmain gelten als Anziehungspunkte für Touristen Alte Saline, Rupertustherme und Predigtstuhlbahn, im südlichen Rupertiwinkel sind das wiederum Kloster Höglwörth und die Stadt Laufen.

Mit dem Staatsbad Bad Reichenhall verfügt der Landkreis über das einzige Staatsbad in Oberbayern.[49] Die fünf Gemeinden der Region Berchtesgadener Land (Berchtesgaden, Schönau am Königssee, Ramsau, Bischofswiesen und Marktschellenberg) sind alle Heilklimatische Kurorte und bilden das einzige zusammenhängende heilklimatische Kurgebiet in Deutschland.[50] Ainring und Piding sind als Luftkurorte, die übrigen Gemeinden des Landkreises als Erholungsorte anerkannt.

Überregionale Bekanntheit genießen zudem Hotels wie das Axelmannstein und das Kempinski Hotel Berchtesgaden.

Der Landkreis verzeichnete 2013 rund 3,5 Mio. Übernachtungen, über 700.000 Gäste und verfügte über 28.000 Betten.[51] Insgesamt wurden 2013 mit diesen Kennzahlen ein Bruttogesamtumsatz von 505,8 Mio. Euro erzielt, was eine Steigerung von 43 % seit 2005 mit Einführung des landkreisweiten Marketings bedeutete.[52]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis Berchtesgadener Land ist Eigentümer oder/und Betreiber von:

Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis hat auch größere Beteiligungen an folgenden Einrichtungen:[54]

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis ist Mitglied im:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Landkreis Berchtesgadener Land – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b c Zu § 1 Nr. 2 - Landkreis Berchtesgadener Land, Absatz: 2. Name des Landkreises in Bayerischer Landtag · 7. Wahlperiode DRUCKSACHE 7 / 3863 vom 14. Februar 1973, siehe S. 4 u. 5, PDF-Datei mit 26 Seiten (2,1 MB), online unter bayern.landtag.de
  3. Ulrich Ammon, Hans Bickel, Jakob Ebner u. a.: Variantenwörterbuch des Deutschen. Walter de Gruyter, Berlin 2004, ISBN 3-1101-6575-9, S. 197.
  4. Geschichte des Landkreises Berchtesgadener Land mit Hinweis auf die drei geographischen Regionen des Landkreises, online auf der Homepage des Landratsamtes des Landkreises Berchtesgadener Land unter lra-bgl.de
  5. Grüne Liste, Naturschutzgebiete, abgerufen am 1. Januar 2015.
  6. a b Hellmut Schöner (Hrsg.): Das Berchtesgadener Land im Wandel der Zeit - Ergänzungsband 1. 1982. S. 331
  7. a b Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)
  8. a b Berchtesgadener Land Tourismus GmbH: Die Geschichte des Landkreises Berchtesgadener Land (Memento vom 13. Juli 2016 im Internet Archive): „Der ‚Landkreis Berchtesgadener Land‘ bildet sowohl geschichtlich und kulturell als auch wirtschaftlich eine Einheit; alle drei Teile - das eigentliche ‚Berchtesgadener Land‘ (im engeren Sinne der ehemaligen Landesherrschaft der Fürstpropstei Berchtesgaden), die Stadt Bad Reichenhall und das Land um Laufen - standen seit dem frühen Mittelalter über die Jahrhunderte hinweg bis hin zum Anfang des 19. Jahrhunderts im Spannungsfeld zwischen dem Fürsterzbistum Salzburg und dem Herzogtum Bayern, die den Salzreichtum des Gebietes beide für sich beanspruchten.“ – online unter berchtesgadener-land.com
  9. Kaiserl. Decret, in salzburgischen und berchtesgadischen Salzirrungen – Prag, den 20. November 1591. In: Johann Georg von Lori: Sammlung des baierischen Bergrechts: mit einer Einleitung in die baierische Bergrechtsgeschichte. Franz Lorenz Richter, München 1764, S. 345 (online über Google Books).
  10. a b c stadt-bad-reichenhall.de siehe Stadtgeschichte – Chronik. Kurzer Abriss der Bad Reichenhaller Geschichte
  11. Der Wortteil reich- mag sich lt. Stadtgeschichte – Chronik. Kurzer Abriss der Bad Reichenhaller Geschichte auf den Reichtum beziehen, der durch das Salz erworben wurde. Etymologisch plausibler allerdings ist die Annahme, dass sich das reich- im Ortsnamen auf die Menge des vorhandenen Salzes selbst bezieht. Der größeren Stätte der Salzgewinnung steht nämlich geografisch auf der österreichischen Seite des Bergmassivs das hallin, die ‚kleine Salzgewinnung‘, heute Stadt Hallein, gegenüber (wenngleich sich das Verhältnis im Laufe der Zeit bald umkehrte). Vgl. dazu Ingo Reiffenstein: Historisch-Etymologisches Lexikon der Salzburger Ortsnamen (HELSON). Band 2 – Tennengau, Edition Tandem, Salzburg 2017 [= 33. Ergänzungsband der Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde], ISBN 978-3-902932-74-7, S. 32 ff.
  12. Bayerisches Landesamt für Umwelt: Entwurf einer kulturlandschaftlichen Gliederung Bayerns als Beitrag zur Biodiversität – 60 Rupertiwinkel (Stand: 2011), online unter lfu.bayern.de
  13. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
  14. Michael Rademacher: Landkreis Laufen (Memento vom 3. September 2017 im Internet Archive), online unter verwaltungsgeschichte.de
  15. siehe S. 30 § 1 in der Verordnung zur Bestimmung der Namen der Landkreise und der Sitze der Kreisverwaltungen vom 10. April 1973 in: Bayerisches Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 9 – München, den 30. April 1973. PDF-Datei mit 72 Seiten (61,2 MB), online unter verkuendung-bayern.de
  16. a b Siehe S. 1097 in: Walter Brugger, Heinz Dopsch, Peter F. Kramml (Hrsg.): Geschichte von Berchtesgaden. Band III/2 – Berchtesgaden im Königreich und Freistaat Bayern von 1810 bis zur Gegenwart. ISBN 978-3-927957-21-3.
  17. Schulen in Salzburg: Heimat mit Geschichte und Zukunft, PDF-Datei, zu Landkreis Laufen und seine Aufteilung siehe Seite 85 von 130 Seiten, online unter schulen.salzburg.at
  18. a b Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit – Ergänzungsband I. 1982. S. 327.
  19. Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit – Ergänzungsband I. 1982. S. 327. Unter dem Vorzeichen, dass BGD eine Art Markenzeichen und Fremdenverkehrswerbung für Berchtesgaden sei, wurden für die Protestaktionen gegen die Änderung des Kennzeichens zahlreiche Landtags- und Bundestagsabgeordnete sowie die Verkehrsministerien in Bonn und München bemüht.
  20. Michael Hudelist: „BGD“ ist wieder da, im Berchtesgadener Anzeiger vom 23. Juli 2016, online unter berchtesgadener-anzeiger.de
  21. Wiedereinführung Altkennzeichen REI, BGD und LF, Bekanntmachung des Landratsamts Berchtesgadener Land vom 28. Juli 2016, online unter lra-bgl.de
  22. a b Diese Lockdown-Maßnahmen gelten im Berchtesgadener Land, Meldung in Der Tagesspiegel vom 19. Oktober 2020, online unter tagesspiegel.de.
  23. a b c „Lockdown“ im Berchtesgadener Land: Strikte Ausgangsbeschränkungen seit 14 Uhr – 40 neue Corona-Fälle, fortlaufende Meldungen im Berchtesgadener Anzeiger seit dem 28. September bis zum 20. Oktober 2020, online unter berchtesgadener-anzeiger.de
  24. Söder kündigt Lockdown für Berchtesgadener Land an, Meldung des Bayerischen Rundfunks vom 19. Oktober 2020, online unter br.de.
  25. Söder: „Lockdown“ für den Landkreis Berchtesgadener Land, Meldung in der Passauer Neuen Presse vom 19. Oktober 2020, online unter pnp.de.
  26. Lena Glöckner: Party, die es nie gegeben hat? Rätsel um Feier als Infektionsherd in Berchtesgaden, Bericht in Focus Online vom 20. Oktober 2020, online unter focus.de
  27. Landrats-Stichwahl - Kommunalwahlen 2020 im Landkreis Berchtesgadener Land - Gesamtergebnis. Abgerufen am 31. März 2020.
  28. Kommunalwahl am 15.03.2020 Wahl der Stadträte in den kreisfreien Städten – Vorläufige Ergebnisse
  29. Eintrag zum Wappen des Landkreises Berchtesgadener Land in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 2. September 2017.
  30. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  31. Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit. 1973. s. S. 168,169
  32. Eine Quelle zur Sagenwelt: Sagen und Legenden um das Berchtesgadener Land von Gisela Schinzel-Penth, Ambro Lacus Verlag, Andechs 1982, ISBN 3-921445-27-2
  33. a b c d Jahresbericht 2014 der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land mbH im Abschnitt Tourismusimage prägt nachhaltige Wirtschaft auf S. 9 von 44 Seiten
  34. Stahlwerk Annahütte – ein Unternehmen mit Geschichte, Webseite des Stahlwerk Annahütte, online unter annahuette.com
  35. Ihre Kompetenz – Zukunft von morgen, Webseite des Stahlwerk Annahütte, online unter annahuette.com
  36. Geschichte der Marke Bad Reichenhaller, online unter bad-reichenhaller.de
  37. a b Impressum der Website der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH (BGLT), online unter berchtesgadener-land.com
  38. a b 10 Jahre Berchtesgadener Land Tourismus GmbH – Kennzahlen und Fakten (Memento vom 2. Juli 2018 im Internet Archive), Festschrift als PDF-Datei, mit den Abschnitten BGLT Struktur S. 6 und BGLT Aufgaben S. 7 von 36 Seiten, online unter berchtesgadener-land.com
  39. Handelsregistereinträge Berchtesgadener Land Tourismus GmbH u. a. mit Passus zu den Gesellschaftern, online unter online-handelsregister.de
  40. a b oete.de (Memento vom 27. April 2014 im Internet Archive) Zu „Berchtesgadener Land Tourismus GmbH“ siehe PDF-Dokumentation von Ökologischer Tourismus in Europa S. 63 f. von 117 Seiten
  41. oete.de (Memento vom 27. April 2014 im Internet Archive) Zu „Berchtesgadener Land Tourismus GmbH“: „Die Namensgebung und der Sitz in Berchtesgaden unterstreichen den Schwerpunkt der Region Berchtesgaden mit seinen südlichen Gemeinden. Die nördlichen Gebiete hoffen darauf, dass sie als touristisch schwächere Gemeinden von einer gemeinsamen Vermarktung des Landkreises profitieren.“ siehe PDF-Dokumentation von Ökologischer Tourismus in Europa S. 66 u. 67 von 117 Seiten
  42. Berchtesgadener Land Tourismus GmbH (BGLT) (Memento vom 28. November 2005 im Internet Archive), Startseite der Internetwebpräsenz Ende 2005, online unter berchtesgadener-land.com
  43. a b Der Rupertiwinkel – Das Land vor den Berchtesgadener Bergen, online unter berchtesgaden.de; eigentümlicherweise verfügt der Tourismusverein Erlebnisregion Berchtesgadener Land – Rupertiwinkel – e.V. über keinen eigenen Webauftritt. Im Oktober 2018 wurde auf dem Kreistag darüber abgestimmt, ob sich der Landkreis als Gesellschafter aus diesem Zweckverband zurückzieht – die Mehrheit des Kreistages hat sich dann für seinen Verbleib entschieden, siehe Landkreis tritt nicht aus Erlebnisregion aus, Meldung vom 31. Oktober 2018, online unter bgland24.de
  44. Verordnung über das Landesentwicklungsprogramm Bayern vom 8. August 2006, online unter oedp-bayern.de
  45. Bayerisches Landesamt für Statistik: Tourismusregionen in Bayern, PDF-Datei, Stand: 1. Januar 2010, online unter statistik.bayern.de
  46. Kur & Verkehrsverein Bad Reichenhall, online unter kvv-badreichenhall.de
  47. Schneizlreuth – Diskussionen um „Erlebnisregion BGL“, Meldung vom 10. März 2017 in der Passauer Neuen Presse, online unter pnp.de – im Widerspruch zur Vorgeschichte der drei Landkreisregionen wird hier im Rückblick der Austritt Schneizlreuths aus dem Zweckverband Erlebnisregion Berchtesgadener Land – Rupertiwinkel – e.V. gemeldet, wiewohl die Gemeinde südwestlich von Bad Reichenhall liegt und auch historisch mit der Stadt als deren direktes „Umland“ verbunden war.
  48. oete.de (Memento vom 27. April 2014 im Internet Archive) PDF-Dokumentation von Ökologischer Tourismus in Europa S. 61 f., 64 f., 70 f.
  49. Bayerische Staatsbäder – Bad Reichenhall, online unter bayerische-staatsbaeder.de
  50. Bäderland Deutschland – Berchtesgadener Land, online unter baederkalender.de
  51. Berchtesgadener Land Tourismus GmbH: 10 Jahre Berchtesgadener Land Tourismus GmbH – Kennzahlen und Fakten, Festschrift (PDF), Berchtesgaden 2014, abgerufen am 17. Dezember 2017, S. 12, online unter www.berchtesgadener-land.com.
  52. 10 Jahre Berchtesgadener Land Tourismus GmbH – Kennzahlen und Fakten (Memento vom 2. Juli 2018 im Internet Archive), Festschrift als PDF-Datei, mit dem Abschnitt Wirtschaftsfaktor Tourismus auf S. 20 von 36 Seiten, online unter berchtesgadener-land.com
  53. Über uns, online unter berchtesgadener-handwerkskunst.de
  54. ausgewiesen im Amtsblatt Nr. 51 vom 22. Dezember 2015